Arbeiten Intel und AMD ebenfalls an big.LITTLE-Architektur-Konzepten? [Apple M1]

Thomas_Lebers

Schraubenverwechsler(in)
Apples M1 macht einen sehr potenten und energieeffizienten Eindruck.

Frage: Sind INTEL und AMD auch im Prozess der Entwicklung solcher big.LITTLE Architekturen für ihre zukünftigen CPU/APU Generationen?

Falls NEIN: Warum nicht?

Was sind die Vor- und Nachteile solcher Architekturen?
 
Intel wie schon gesagt mit P- und E-Cores seit der 12th Gen, AMD aktuell noch nicht. Gerüchten zufolge könnte es aber mit Zen 5 kommen, z.B. als Kombi aus Zen 5 und Zen4C Chiplets
 
Apples M1 basiert auf ARM und Intel/AMD baut x86 CPUs. Also muss man mit Vergleichen hier aufpassen, ist halt Äpfel wie Birnen.

Intel baut seit Gen 12 auch big little, ob das jetzt richtiges big little ist oder nicht ist wohl Definitionssache. AMD wird früher oder später auch den Weg gehen. Sinnhaftigkeit im Desktop sei mal dahin gestellt.
 
Meiner Meinung nach ubertreibt es Intel mit den little ein wenig

Lieber mehr p cores
8 aktuelle e cores reichen natürlich aus um Windows und Hintergrund Programme am laufen zu halten
Aber natürlich nicht um in Benchmarks vorne zu stehen.
 
Meiner Meinung nach ubertreibt es Intel mit den little ein wenig

Lieber mehr p cores
8 aktuelle e cores reichen natürlich aus um Windows und Hintergrund Programme am laufen zu halten
Aber natürlich nicht um in Benchmarks vorne zu stehen.
Intel kann nicht anders, die hängen immer noch an ihrem Ringbus mit maximal 10 bis 12 Knotenpunkten. 8 P-Cores jeweils einzeln angebunden und dann noch 2 bis 4 Cluster mit E-Cores. Solange die nicht eine neue Topographie wie AMD einführen wird es bei wenigen P-Cores bleiben.

Ich hätte gerne einen Intel 10 oder 12 Kerner mit P-Cores only an nem Ringbus, ohne E-Core Anhängsel...
 
Apples M1 macht einen sehr potenten und energieeffizienten Eindruck.
Und wie man schon in anderen Threads zum M1 lesen kann sind die Hauptgründe dafür Fertigungsverfahren und Transistorbudget. Das Ding dürfte bei TSMC annähernd das Zehnfache von dem kosten was AMD für ein Zen CCD zahlt.
Dafür sind die Apple Siliziums gut geworden, aber nicht überragend.

Zu Big/Little haben ja schon Andere geantwortet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Intel kann nicht anders, die hängen immer noch an ihrem Ringbus
Intel hat auch ein Mesh Interconnect - das benutzen sie nur für aktuelle Desktop-CPUs nicht sondern nur für große Serverchips und in der vergangenheit auch mal für die damalige HEDT-Plattform.
Die Gründe dafür sind spekulativ, persönlich vermute ich eine Kombination aus zu hoher Leistungsaufnahme bei geringen Lasten/Idle (was die Modelle für das mobilesegment sehr unattraktiv machen würde) und einem zu geringen Nutzen im Heimbereich.
 
Der big little Ansatz ergibt ja auch durchaus Sinn: Anwendungen skalieren typischerweise entweder mit Singlecore oder Multicore Performance. Anwendungen die bspw. von mehr als 8 sehr schnellen Kernen stärker profitieren, als von einer entsprechend höheren Anzahl an etwas langsameren Kernen sind mir nicht viele bekannt. Intel hat nur das Problem, dass all ihre Kerne nicht effizient genug sind. Ein Prozessor mit Intels P-Kernen und AMDs Kernen als E-Kerne stelle ich mir ziemlich nett vor. :D
 
Meiner Meinung nach ubertreibt es Intel mit den little ein wenig

Lieber mehr p cores
8 aktuelle e cores reichen natürlich aus um Windows und Hintergrund Programme am laufen zu halten
Aber natürlich nicht um in Benchmarks vorne zu stehen.

Intel entwickelt seine CPUs ja auch nicht speziell für Gaming-Rechner. Und E-Cores sind auch nicht dazu da, um Hintergrundprogramme beim Gaming abzuarbeiten. Die CPU-Last dieser "Hintergrundprogramme" ist in aller Regel sowieso derart gering, dass sie sich auch auf einem System ohne E-Cores so gut wie überhaupt nicht auf die Performance auswirken.
 
Der big little Ansatz ergibt ja auch durchaus Sinn: Anwendungen skalieren typischerweise entweder mit Singlecore oder Multicore Performance.
Das Hauptproblem ist nicht, passende Kerne zu haben, das Problem ist die Software intelligent auf diese zu verteilen. Denn ohne Weiteres "weiß" ein Scheduler nicht, ob er einen Thread besser auf einen P oder E-Kern legt und die Techniken die das aktuell herausfinden wollen arbeiten auch nur mit Notbehelfslösungen und entscheiden oftmals falsch.
Intel hat nur das Problem, dass all ihre Kerne nicht effizient genug sind.
Nö. Sowohl Intel als auch AMD CPUs und kerne können extrem effizient gefahren werden. Nur ist das nicht das, was der Markt will. Der will die 6 GHz sehen koste es was es wolle und will die letzten 50 MHz im Allcoreboost rausquetschen egal ob 150 oder 250W.
Stell mal nen Raptorlake oder ZEN4 auf 3,5 GHz bei passender vCore (die dann unter einem Volt liegt) fest ein. Dann haste grob ein Drittel weniger Performance und die Teile werden so effizient, dass du sie übertrieben gesagt durch handauflegen kühlen kannst.
 
Das Hauptproblem ist nicht, passende Kerne zu haben, das Problem ist die Software intelligent auf diese zu verteilen. Denn ohne Weiteres "weiß" ein Scheduler nicht, ob er einen Thread besser auf einen P oder E-Kern legt und die Techniken die das aktuell herausfinden wollen arbeiten auch nur mit Notbehelfslösungen und entscheiden oftmals falsch.
Das ist leider wahr - wird aber wohl auch nur angegangen sobald die Notwendigkeit Dank entsprechender HW besteht. Heterogene HW verlangt der SW (egal auf welcher Ebene - Treiber, Anwendung, ...) immer mehr Optimierung ab. Würde mich dennoch überraschen, wenn es nicht weiter in diese Richtung geht.

Nö. Sowohl Intel als auch AMD CPUs und kerne können extrem effizient gefahren werden. Nur ist das nicht das, was der Markt will. Der will die 6 GHz sehen koste es was es wolle und will die letzten 50 MHz im Allcoreboost rausquetschen egal ob 150 oder 250W.
Stell mal nen Raptorlake oder ZEN4 auf 3,5 GHz bei passender vCore (die dann unter einem Volt liegt) fest ein. Dann haste grob ein Drittel weniger Performance und die Teile werden so effizient, dass du sie übertrieben gesagt durch handauflegen kühlen kannst.
Klar können sie das, aber die Frage ist ja wie viel Leistung bleibt bei wie viel Verlustleistung noch übrig und da steht AMD ebenso wie bei der Chipfläche der Kerne aktuell besser da.
 
Klar können sie das, aber die Frage ist ja wie viel Leistung bleibt bei wie viel Verlustleistung noch übrig und da steht AMD ebenso wie bei der Chipfläche der Kerne aktuell besser da.
Das ist auch stark vom Workload abhängig der abgearbeitet werden muss - und wie genau man misst bzw. obs zeitkritische Aufgaben sind oder "nur" Alltag zu Hause.
Ich hab hier in der Wohnung nen 5950X und einen 13600K die beide im Alltag auf 100W max eingebremst sind (und auch die Singlecoreboosts etwas abgeschwächt wurden). Die Dinger geben sich praktisch nix. Ich bin etwas schneller bei Videobearbeitung (deswegen ja die 16 kerne), der PC meiner Frau generiert ein paar fps mehr wegen höherer IPC und Boosts auf Einzelkernen. Am Ende muss man aber sagen ohne Tools und Anzeigen würde man den Unterschied nicht bemerken.

Wie gesagt es ist hauptsächlich die Frage, welchen Betriebspunkt man einstellt und (bei vergleichbaren Chips) weniger die Frage welcher Hersteller es jetzt genau ist. Die Werkseinstellungen sind leider die letzten Jahre extrem Richtung "Watt egal, auptsache schnell" gewandert. Extrembeispiel ist für mich die RTX4080/90. Meine4080er steht ab Werk auf 320W. Wenn ich das manuell auf 250W begrenze macht das in den allermeisten Situationen noch keine 100 MHz Unterschied aus, bedeutet die Performance ist spätestens wenn man von Hand die 100 MHz wieder als Offset draufschlägt praktisch die gleiche!
So lange die Erwartungshaltung des Marktes daran nichts ändert dass Firmen lieber 70W mehr für +1% Performance in ein Stück Hardware drücken siehts hinsichtlich absoluter Verbrauchswerte mau aus.
 
Ich hab hier in der Wohnung nen 5950X und einen 13600K die beide im Alltag auf 100W max eingebremst sind (und auch die Singlecoreboosts etwas abgeschwächt wurden). Die Dinger geben sich praktisch nix.
Ich bezog mich auf die jeweils aktuelle Generation, also Zen4 vs. Raptor lake - da gibt's entsprechende Messungen von der8auer und PCGH selbst.


So lange die Erwartungshaltung des Marktes daran nichts ändert dass Firmen lieber 70W mehr für +1% Performance in ein Stück Hardware drücken siehts hinsichtlich absoluter Verbrauchswerte mau aus.
AMD hat mit den neuen 7000er ohne X ja schon reagiert, aber klar - der größte Balken zählt. :D
 
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