AW: Aquastream XT Extrem Laut!!!!
Und aufpassen mit den Luftbläschen, das kann deine Pumpe auch zerstören. Deswegen bremst sie sich auch immer wieder ab.
Wir haben im Heizungsbau eine Umwälzpumpe gehabt, die hat sich alleine durch die Luft im Wasser zerstört. Nennt sich im übrigen Kavitation.
Kavitation hat nichts mit Luft im Wasser zu tun

. Kavitation entsteht wenn die Pumpe so stark ist, dass der Unterdruck hinter den Blättern des Flügelrads dazu führt, dass das Wasser dort lokal verdampft. Die so entstehenden Dampfblasen implodieren anschließend, sobald sie in eine Zone höheren Drucks geraten. Das führt dazu, dass die Flügelräder durch die ständigen Druckschläge erodiert werden. Werkstoffmechanisch ist das ein ganz ähnlicher Effekt wie bei der Implosion der Dampfblasen beim Funkenerodieren - allerdings kalt.
Bei Heizungspumpen kommt das vor, wenn die Pumpe zu stark ausgelegt ist - dazu braucht es aber wie gesagt keine Luft im Wasser! Kavitation kann z. B. auch bei Schiffsschrauben vorkommen, wenn sie zu schnell drehen, oder plötzlich die Laufrichtung ändern. Bei U-Booten ist Kavitation an der Schraube auch gefürchtet, weil die implodierenden Dampfblasen laut sind und so den Standort des Bootes verraten. Luft ist bei Kavitation wie gesagt keine im Spiel, sondern ausschließlich der, selbst von der Pumpe erzeugte, starke Unterdruck, der zur Erzeugung von Wasserdampfblasen führt. Wakü-Pumpen sind aber alle zu schwach um in schädlichem Ausmaß kavitieren zu können. Es ist zu bezweifeln, dass es überhaupt mit einer gelingt sie zum Kavitieren zu bringen - da steckt zu wenig Kraft und Trägheit dahinter (selbst bei einer Sanso halte ich das mindestens für schwer erreichbar).
Die Beschreibung der Symptome von cHrIzZzI deutet recht eindeutig auf mitgerissene Luftblasen hin. Wie rUdeBoy schon erklärt hat, ist das häufig bei Aufsteck-ABs. Weil hier Ein- und Auslass zwangsläufig nah beieinander sitzen und im kleinen Volumen eines Aufsteck-AB nur begrenzt die Möglichkeit zur Strömungsberuhigung besteht (was zumindest beim Entlüften eine der wichtigsten Aufgaben eines AB ist), können die Verwirbelungen wie sie eine vergleichsweise starke Wakü-Pumpe wie die AS-XT erzeugt, dazu führen, dass Luftblasen mitgerissen werden und wieder in die Pumpe geraten. Das Scheren der Luftblasen in der Pumpe führt dann zu dem beschriebenen Geräusch. Auch das zyklische Wiederkehren des Geräuschs ist üblich, wenn man beim Entlüften nicht häufig genug die Pumpe anhält, um den Luftblasen die sich gerade im AB befinden Zeit zu geben zur Oberfläche aufzusteigen - selbst bei großen ABs muss man das je nach Kreislauf manchmal machen, wenn die Pumpe sehr stark ist und sich das Wasser im AB zu stark bewegt. Das ist auch der Grund warum die AS-XT im Entlüftungsmodus immer wieder stehen bleibt und neu startet

. Ein Luftschwall der einmal in den Kreislauf gelangt, wird sonst bei jedem Umlauf wieder zum größten Teil mitgerissen. Es kann sehr lange dauern bis so viel Umläufe erfolgt sind, dass sich alle Luftbläschen eines solchen Schwalls im AB gefangen haben. Wenn es im AB zu turbulent zugeht entstehen dort auch immer neue Luftblasen. Das bedeutet, dass das zyklische Geräusch mit der Zeit zwar abnimmt, aber stetig weiter Luftblasen geschert werden, die im AB aufgrund der zu turbulenten Strömung neu gebildet werden. In einem Aufsteck-AB mit einer starken Pumpe kann häufig das besagte Filterschwämmchen Abhilfe schaffen indem man es in der Strömung vor dem Pumpeneinlass platziert. Kleine Luftbläschen bleiben dann verstärkt an den Brücken des offenporigen Schwamms hängen, sammeln sich und können von dann besser aufsteigen. So funktionieren im Übrigen auch viele industrielle Mikro-Blasenabscheider für Heizungsanlagen etc - allerdings mit etwas ausgefeilteren Strukturen. Wenn das Filterschwämmchen vor dem Einlass nicht reicht, hilft meistens nur eine Drosselung der Pumpe bis keine Luftbläschen mehr eingesaugt werden und wenn die Turbulenz im AB zu groß ist, muss man evtl. auch dauerhaft drosseln, um das Wasser dort zu beruhigen. Grundsätzlich kann die Entlüftung eines solchen Kreislaufs ansonsten Ewigkeiten dauern und wird nie wirklich abgeschlossen. Den Kreislauf jetzt also abzulassen und erneut zu befüllen ohne etwas zu ändern, wird mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass das unendliche Entlüftungsspiel von neuem beginnen wird und nichts gewonnen ist.
Normale Aufsteck-ABs sind besser für schwache Pumpen geeignet. Mit einen schwachen Eheim 1046 230V in einem halbwegs restriktiven Kreislauf ist die Gefahr viel geringer, dass Luftblasen in einem Aufsteck-AB mitgerissen werden, als einer AS-XT beim gleichen Kreislauf und dem gleichen AB. Nicht umsonst haben sich großvolumige ABs damals immer stärker verbreitet, als stärkere Pumpen aufkamen, weil es mit Aufsteck ABs häufig zu den beschriebenen Problemen kam. Die aktuell beobachtbare Rückkehr mancher Hersteller zu Aufsteck-ABs um Platz zu sparen, berücksichtigt diese alten Erfahrungen leider nur wenig.
Es gibt auch eine Methode die Luftbläschen im AB ohne Strömungsberuhigung abzuscheiden, ohne dass sie wieder in die Pumpe gelangen, aber die wird aktuell allenfalls ungewollt und schlecht angepasst in Waküs-ABs umgesetzt. Die Methode ist die sogenannte Zentrifugalentlüftung. Dazu muss das Wasser so in den AB-Strömen, dass sich ein Strudel bildet in dem sich durch Zentrifugalwirkung das Wasser aufgrund des Dichteunterschieds von der Luft trennt. Wichtig dabei ist aber, dass der Einlass der Pumpe nicht mittig und offen unter dem Strudel sitzt, denn ansonsten kann wieder Luft mitgerissen werden (das war das Problem einiger alter Laing-ABs die direkt auf der Pumpe saßen). Der Einlass der Pumpe muss entweder seitlich und/oder verdeckt sein. Eigentlich wäre das die ideale Methode für einen Aufsteck-AB aber bislang setzt das kein Hersteller konsequent um. Mit etwas handwerklichem Können und KnowHow könnte man das vllt. sogar in manchen Aufsteck-ABs nachrüsten. Da ich selber schon mehrere Zentrifugalentlüfter für Waküs gebaut habe, weiß ich wovon ich spreche und halte diese Methode aus eigener Erfahrung für eine der effizientesten Methoden, um gerade bei starken Pumpen und kleinen AB-Volumina eine effektive Entlüftung zu erreichen.