Anonyme Nutzerdaten nicht so anonym wie immer behauptet

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Software-Overclocker(in)
Sehr viele Dienste sammeln anonyme Nutzerdaten zur Verbesserung von Services, geben diese zur Marktforschung auch an Dritte weiter und verkaufen diese auch häufig an andere interessierte Firmen. Auch einige Browsererweiterungen die für Sicherheit sorgen sollen, Downloads verwalten usw. sammeln die Daten der Nutzer. Doch wie sich nun herausstellt sind diese anonymen Nutzerdaten gar nicht so sehr anonym wie behauptet.

Bei einem Probetestkauf von anonymen Nutzerdaten hat der NDR (Panorama und ZAPP) Millionen von Nutzerdaten analysiert und konnten die Daten bestimmten Personen zuordnen. Durch die Daten war es beim Test möglich die sexuellen Vorlieben der Personen, Umsatzzahlen eines Medienunternehmen, Bewegungsprofile von Nutzern und besuchte Internetseiten herauszufinden.
Selbst Zugriffe auf einen Cloudanbieter waren möglich, auf dem sich von einer Person sensible Informationen wie Kontoauszüge, Lohnabrechnungen und Provisionsaushandlungen mit seinem Arbeitgeber befanden.

Der erste Bericht zu diesem Thema wird heute (1.11) um 21:15 Uhr im NDR in der Sendung Panorama ausgestrahlt.
Ein zweiter Bericht hierzu wird am 2.11 um 23:20 Uhr im NDR in der Sendung ZAPP gezeigt.

Quelle und weitere Details
Daten zu Surfverhalten von Millionen Deutschen als kostenlose Probe | heise.de

Artikel beim NDR
Nackt im Netz: Millionen Nutzer ausgespaht | NDR.de - Nachrichten - Netzwelt
"Das ist total schockierend" | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - ZAPP
 
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Hey, äm, ich hab nix zu verbergen!
Zur Kenntnis genommen, Bürger 4863524, aber Ihr Surfverhalten zwischen 23:15 und 0:40 sollten Sie dennoch mal überdenken. Sie möchten doch keinen Besuch von dekorierten Staatsdienern erhalten? :daumen:
Schöne neue Welt! Yay! :daumen:
 
Man sollte nicht übertreiben. Nur weil in den Daten das Surfverhalten, Persönlichkeitsprofile,
Rechner-IDs, Netzwerkkennungen, Adresse und Namen gespeichert werden, ist es doch gar
nicht eindeutig, wer denn nun surft. An diesem Rechner sitzen z.B. zwei Menschen. ....
 
Nur weil in den Daten das Surfverhalten, Persönlichkeitsprofile,
Rechner-IDs, Netzwerkkennungen, Adresse und Namen gespeichert werden, ist es doch gar
nicht eindeutig, wer denn nun surft. An diesem Rechner sitzen z.B. zwei Menschen. ....

Wobei man das ja dann auch anhand der Interessen und zeitlichen Abfolgen trennen kann. Also wird z.B. nachmittags nach Schuhen gesucht und abends die Technikseiten besucht, ist es schon recht wahrscheinlich, dass nachmittags die Frau und Abends der Mann am Pc saß. Die anderen Seiten die im gleichen Zeitrahmen besucht wurden, wurden wohl von der gleichen Person besucht.
 
Keiner ist im Netz Anonym! Das ist nichts neues.

Jeder hat eine IP und die kann auch FAST immer zurück verfolgt werden.
 
Nichts Neues. Die news Überschrift finde ich suboptimal mit einem Hang zum clickbait, da man ohne zu Klicken nicht erfährt um welche Nutzerdaten es geht. ^^

P.s.
Die Daten stammen wohl vom addon WOT. Zumindestens rift die Berichterstattung wieder das eigentlich Offensichtliche in Erinnerung. Nämlich das man ohne konkrete Hilfsmittel im Netut nicht annonym ist.

Ich binvja mal gespannt wie lange man noch legal annonym im Netz surfen darf. Vielleicht kommt ja mal eine Art digitales Vermummungsverbot.

MfG
 
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Wobei man das ja dann auch anhand der Interessen und zeitlichen Abfolgen trennen kann. Also wird z.B. nachmittags nach Schuhen gesucht und abends die Technikseiten besucht, ist es schon recht wahrscheinlich, dass nachmittags die Frau und Abends der Mann am Pc saß. Die anderen Seiten die im gleichen Zeitrahmen besucht wurden, wurden wohl von der gleichen Person besucht.
Naja, den Schuhtick hat mein Mann, aber so schnell werden Vorabeinschätzungen in Profilen genutzt. Es gibt genug Algorithmen, mit denen auf Basis des Surfverhaltens, der Freunde, der Wohnlage, der eingekauften Waren der Soziale- und der Bildungsstand beurteilt wird. Danach werden z.B. Kreditzinsen berechnet. Das ist alles schön und gut, aber die Algorythmen müssten offen liegen und Beurteilungen transparent erklärt werden. Es gibt in den USA schon einen "Kulturellenbeeinflussungsfaktor" auf Basis von Twitter, Facebook und Forenbeiträgen und deren Gewichtung. Während wir anonym bleiben wollen, braucht "der Ami" genau diese Bewertungen für bestimmte Jobs....

Keine Ahnung, wo das alles hinsteuert. Mehr Demokratie sehe ich in keinem Ende der vielen Röhren, in die ich hin und wieder reinschaue.
 
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Reaktionen: rum
Und wieder ein Beitrag, in dem man zeigt, wie all das finaziert wird, was wir für lau haben wollen. Ich mag da auch mittlerweile nicht mehr großartig drauf eingehen. Ewig bekannt, totdiskuttiert, unzählige male neu recherchiert, aber immer den gleichen Tenor und bis heute hat sich nichts geändert oder bewegt. Die Zuschauer erschrecken davon nur ganz kurz und in dem Moment, wo das Smartphone vibriert und Facebook meldet, was die eigenen Freunde so treiben oder in WhatsApp wieder Thema wird, wer über wen lästert und wer mit wem was macht, ist das entsetzen wieder weg und alles geht seinen gewohnten Gang.

Wir haben doch selber schuld. Die große Nutzerschaft lässt es doch mit sich machen. Was solls! Die Haie im Hintergrund tun was sie können, um ihren Tresor zu füllen. Und es ist alles erlaubt, was gedulded wird. Und so wie es aussieht wird das alles gedulded. Ansonsten wären all diese ganzen Datenkraken längst schon wieder weg.
 
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