Browser-Verläufe: Addons wie Web of Trust verkaufen anscheinend Millionen Nutzerdaten

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Das ARD-Magazin Panorama hat in einem Bericht aufgedeckt, dass die Browser-Verläufe von Millionen deutschen Nutzern durch Browser-Addons gesammelt und dann an Big-Data-Unternehmen verkauft werden. In einem Datensatz waren die besuchten Webseiten von drei Millionen Nutzern im August 2016 enthalten.

Was-dachten-die-denn?!
 
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Ist nix neues leider, nur schon der Internteprovider weiss ziemlich viel über seine Kunden wo sie gesurft sind, da wundert mich nicht das ein Addon sowas kann und die Daten verkauft wurden.
 
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Mh, ist schon recht bitter. Nutze selber WoT und installiere es auch jedem mit dem ich den PC einrichte, da es gleich einer Ampel sich mit einer dicken Warnung vor den eigentlichen Besuch einer Website schaltet sofern diese von anderen Nutzer wegen Dingen wie miesem Jugendschutz oder Malware reported wurde. :/
 
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Ein Sicherheitsexperte hatte für einen Test eine zuvor nie genutzte Subdomain eingerichtet, die dann mit Firefox und WoT als einzigem Addon in einer virtuellen Maschine unter Linux aufgerufen wurde. Eine Woche später war die URL in dem Datensatz zu finden, den Panorama erhalten hatte.
Wie kommt der Typ darauf, das der Datensatz von WoT stammt? Im Video ist lediglich die rede von 50 potentiellen Firmen und einen kostenlosem Datensatz welcher ~3.000.000 "Einträge" umfasst.
Wer sagt denn, dass die Daten nicht schon direkt vom Browser abgegriffen werden und somit von Browserherstellern wie Mozilla, Google etc. stammen?

Ich will damit keines Wegs diese Browsererweiterung verteidigen aber es mach auch den Anschein als wolle man mit solchen Meldungen versuchen die Leute von etwaigen Blockern fernzuhalten, schließlich tauchen auch Namen wie AdblockPlus, Ghostery u.s.w. in solchen Meldungen auf.

Nutzerdaten werden überall im Netz gesammelt, auch von den Werbeanbietern hier auf PCGH und auch diese Verkaufen die Nutzerdaten weiter!
 
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Wenn du etwas kostenlos bekommst, bist du nicht der Kunde, sondern das Produkt.

Ich dachte das wäre inzwischen Usus...

Gut, WOT ist sowieso so ein schönes Bevormundungs-Addon, dass ich es eh nie nutzen würde. Ic kann selbst entscheiden ob der ,,Jugendschutz'' auf einer Seite ,,mies'' ist. Jedenfalls brauche ich keine Filter, keine Blocklist die von irgendjemandem außer mir selbst erstellt wurde, das ist für mich nur Zensur.

Trotzdem hatte es bisher komischerweise immer einen guten Ruf. Ach ja der Neusprech: Sicherheit ist gut und Überwachung und Zensur dienen der Sicherheit.

Die wissen schon was gut für uns ist. Wer? Keine Ahnung, aber sie sind die Guten, sie machens umsonst. Am besten lassen wir sie auch entscheiden was unsere Kinder sehen und lesen können. Das selbst zu tun wäre viel zu anstrengend, wer hat denn di Zeit für Erziehung?

Wie kommt der Typ darauf, das der Datensatz von WoT stammt? Im Video ist lediglich die rede von 50 potentiellen Firmen und einen kostenlosem Datensatz welcher ~3.000.000 "Einträge" umfasst.
Wer sagt denn, dass die Daten nicht schon direkt vom Browser abgegriffen werden und somit von Browserherstellern wie Mozilla, Google etc. stammen?

Ich will damit keines Wegs diese Browsererweiterung verteidigen aber es mach auch den Anschein als wolle man mit solchen Meldungen versuchen die Leute von etwaigen Blockern fernzuhalten, schließlich tauchen auch Namen wie AdblockPlus, Ghostery u.s.w. in solchen Meldungen auf.

Nutzerdaten werden überall im Netz gesammelt, auch von den Werbeanbietern hier auf PCGH und auch diese Verkaufen die Nutzerdaten weiter!

In diesem Fall konnte es eben nur Firefox oder WOT sein. Und, nun seien wir ehrlich, Mozilla hat einfach nen Vertrauensbonus. Zumal sich ja der Test leicht komplett ohne Addons wiederholen lässt. Dann sieht man ob die Nutzerdaten dann im selben Datensatz auftauchen.
 
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Und, nun seien wir ehrlich, Mozilla hat einfach nen Vertrauensbonus.
Vertrauensbonus hin oder her. Ehrlich gesagt, kann man keinem Browser wirklich vertrauen aber irgendeinen Browser braucht man schon und da ich andere Browser (allen voran Chrome) für noch wesentlich bedenklicher halte greife ich mMn eben zum kleineren Übel.

Zumal sich ja der Test leicht komplett ohne Addons wiederholen lässt. Dann sieht man ob die Nutzerdaten dann im selben Datensatz auftauchen.
So leicht ist das leider nicht denn dafür bräuchte man neue Datensätze und soweit mir bekannt bzw. der Herr Kuketz auf seinem Blog schrieb, hatte man nur für eine begrenzte Zeit Zugriff auf die Datensätze....nun eben nicht mehr.
Als Sicherheitsexperte neigt man eigentlich von Natur aus dazu alle Eventualitäten durchzuspielen, warum er das nicht gleich auch noch tat, ist mir schleierhaft.
 
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@CiD

Stimmt. Beides. Was soll ich dazu noch sagen :)?
 
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Ich persönlich benutze nur Noscript und Ublock(beide Open Source). Ghostery würde ich übrigens auch nicht installieren. Denn dort werden auch Daten gesammelt, sofern man das nicht ausdrücklich in den Optionen deaktiviert. Und selbst dann kann man sich nicht wirklich sicher sein. WOT habe ich eh nie gebraucht, da Noscript mich vor allem vor unbekannten Websiten beschützt. Da brauche ich auch dann keine grüne, gelbe oder rote Ampel. ;)
 
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Zum Thema an sich: Ich bin keiner dieser Privatsphären-Fanatiker - immerhin stand die Telefonnummer meiner Eltern und deren Adresse schon vor 20 Jahren öffentlich im Telefonbuch, da hat auch kein Hahn nach gekräht [...].

Das stimmt, allerdings lässt sich von Namen, Straße und Telefonnummer nichts weiter ableiten und keine Schlüsse ziehen.
Von sexuellen Vorlieben, Einkaufsprofilen, möglichem politischem Engagement aber schon.

Demnächst liegt wahrscheinlich dem Chef solch ein Onlineprotokoll vor und bei Neueinstellungen oder Kündigungen wird dann eben selektiert. Dann macht sich das regelmäßige AFD-Surfen beim linken Chef ebenso schlecht wie das Engagement für die Homo-Ehe beim Erzkonservativen.
Macht sich politisch auch gut, so könnte im Namen Erdoğans die Türkei noch effektiver ausgemustert werden und wie gerne hätten Stalins und Hitlers Schergen solche Instrumente zur Hand gehabt, um auch noch den letzten kleinen Widerständler in die Klauen zu bekommen.

"Big Brother is watching you" ist längst mit Siebenmeilenstiefeln überholt worden, der größte Irrsinn daran ist jedoch, dass das von vielen billigend in Kauf genommen und verharmlost wird, schließlich gebe es ja nichts zu verbergen.
 
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