Angriff aus der Gaming-Cloud verpufft - Notebook-Markt wird wachsen

Es wird lieber ein Laptop angeschafft und nach ein paar Jahren wird über das Ding geschimpft, geflucht und gemeckert. Wenn nicht jemand über das Kabel gestolpert ist und die Strombuchse ruiniert hat oder ein Getränk über die Tastatur gekippt hat, ist der Akku ausgelutscht, Windows vollgemüllt und die Kühlung mit Staub blockiert. Ganz abgesehen von den ganzen USB-Adaptern, die sich mit der Zeit ansammeln.

Na ja, Getränk über der Tastatur, mit Staub blockierte Lüftungen und zugemülltes Windows hast du bei einem Desktop genauso. USB Adapter auch. Das sind also keine Dinge die speziell gegen ein Notebook sprechen.

Im Gegensatz zu einem Desktop mit Monitor hat ein Notebook eben immer den Vorteil, dass man es z.B. bequem in eine Schublade legen kann, wenn man es nicht nutzt und den Platz braucht.

Insgesamt haben Desktops und Notebooks beide ihre Vor- und Nachteile, je nachdem was man als User braucht/möchte. Es muss halt jeder selber schauen und überlegen, was das Richtige für die eigenen Ansprüche ist. Ein pauschal besseres Gerät gibt es da nicht. Und ein Notebook als Desktop Replacement ist auch je nachdem eine Überlegung wert.
 
Na ja, Getränk über der Tastatur, mit Staub blockierte Lüftungen und zugemülltes Windows hast du bei einem Desktop genauso.

Bei einem Desktop sitzt unter der Tastatur aber nicht direkt das Mainboard, die Lüftungen brauchen deutlich länger, um komplett zu verdrecken und haben oft noch deutlich mehr Spielraum, was den Zeitraum, bis es Probleme gibt, noch mal deutlich verlängert und USB-Adapter kann man brauchen, muss man aber nicht, je nachdem, wie viele Geräte man nutzen möchte und was man z.B. für ein Gehäuse hat.

Insgesamt ist es aber wie du sagst, hat alles seine Vor- und Nachteile und das pauschal bessere Gerät gibt es nicht, hat aber auch keiner so direkt behauptet. Ich glaube aber auch, dass viele die Probleme, die man mit einem Notebook hat und die über die Zeit auch oft zunehmen unterschätzen.
 
und USB-Adapter kann man brauchen, muss man aber nicht, je nachdem, wie viele Geräte man nutzen möchte und was man z.B. für ein Gehäuse hat.

Es ist egal, wie viele Geräte man nutzen möchte oder was man für ein Gehäuse hat: Wenn das oder die angeschlossene(n) Geräte z.B. nur Mikro USB hat und das andere USB-C oder sonst was haben, dann braucht man immer Adapter. :D Ein Kabel für alles liegt in der Praxis leider noch in weiter Ferne.

So oder so ist ein Desktop insgesamt jedenfalls auch nicht das rundum sorglos Paket, und die genannten Dinge betreffen eben einen Desktop Rechner langfristig uU genauso wie ein Notebook.

Ich glaube aber auch, dass viele die Probleme, die man mit einem Notebook hat und die über die Zeit auch oft zunehmen unterschätzen.

Ich glaube, dass da Probleme konstruiert werden, die oftmals gar nicht existent sind. Zumindest bei mir im Umfeld nicht. Meinem Vater habe ich vor 3 Jahren ein Acer Notebook mit SSD für 350€ gekauft. Das Ding verrichtet immer noch anstandslos seinen Dienst. Das 12" MacBook meiner Frau geht jetzt ins vierte Jahr, läuft wie ein Uhrwerk und auch der Akku bietet immer noch eine ordentliche Laufzeit. Das 13,3" MacBook Air meiner Schwester aus 2012 läuft und läuft und läuft. Selbst der Akku bietet noch ein paar Stündchen Laufzeit. Kurz vor Weihnachten hatte ich ein MacBook Pro 2011 gepimpt. SSD für 70€ rein, und schon lief es wieder, als käme es gerade aus dem Werk. Nur der Akku hält nicht mehr länger als 2 Stunden durch.
(Und keiner von denen hat eine Kollektion von USB Adaptern rumfliegen :P)

Die genannten Leute in meinem Umfeld sind keine Penibelchen und haben auch mit Computern nicht viel am Hut. Sie zeigen aber, dass man als 0815-User durchaus auch über Jahre hinweg mit einem Notebook gut bedient sein kann, ohne große Probleme zu haben.
 
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Sie zeigen aber, dass man als 0815-User durchaus auch über Jahre hinweg mit einem Notebook gut bedient sein kann.

Sicher kann man das. Aber es ging ja auch um Gaming-Notebooks. Da verschärfen sich Probleme, die ein normales Notebook kaum oder nur sehr wenig hat, teilweise drastisch und die Nachteile gegenüber einem Desktop sind gravierender und die Vorteile fallen geringer aus.
 
Sicher kann man das. Aber es ging ja auch um Gaming-Notebooks.

Bei dem Post auf den ich eingegangen war, ging es um Notebooks im Allgemeinen ;)

Da verschärfen sich Probleme, die ein normales Notebook kaum oder nur sehr wenig hat, teilweise drastisch und die Nachteile gegenüber einem Desktop sind gravierender und die Vorteile fallen geringer aus.

Als Desktop Replacement stimme ich dir da zu. Wer viel in der Bahn oder dem Flieger unterwegs ist, für den kann eine Gaming Notebook aber eine Überlegung wert sein.
 
Bei dem Post auf den ich eingegangen war, ging es um Notebooks im Allgemeinen ;)

OK, ich hatte das wegen des Themas anders interpretiert.

Als Desktop Replacement stimme ich dir da zu. Wer viel in der Bahn oder dem Flieger unterwegs ist, für den kann eine Gaming Notebook aber eine Überlegung wert sein.

Klar gibt es sinnvolle Anwendungsfälle für Gaming-Notebooks. Ich glaube halt nur, dass sich da viele verschätzen.
 
Klar gibt es sinnvolle Anwendungsfälle für Gaming-Notebooks. Ich glaube halt nur, dass sich da viele verschätzen.

Was ich mich dabei immer frage, ist wie lange die Technik die extreme thermische Belastung mitmacht. Ein „normales“ Notebook kommt heutzutage bei „normalen“ Anwendungen gar nicht mehr ins Schwitzen. Wenn ein Gaming Notebook aber dafür genutzt wird, wofür es gemacht ist, dann läuft es oftmals Stunden am Stück auf Hochleistung. Das kann in solch kompakten Gehäusen auf Dauer nicht gut sein.
 
Was ich mich dabei immer frage, ist wie lange die Technik die extreme thermische Belastung mitmacht.

Ich hatte mal ein "Gaming"-Notebook mit einer GT425M. Also eigentlich für die Uni, aber auch um damit auf Reisen oder so mal ein Ründchen spielen zu können. Irgendwann war die Grafikkarte wohl hin, weil ein Zugriff auf diese Grafikeinheit (war eine Optimus-Maschine) reproduzierbar mit einem Bluescreen quittiert wurde. Auch eine komplette Neuinstallation hat nicht geholfen. Auch schön an dem Teil war, dass der Luftauslass links war und mir das Ding als Linkshänder die Maushand gegrillt hat. Laut war das ganze nebenbei auch. Mein "aktuelles" Notebook (GTX650M), das ich "geerbt" habe, überhitzt auch total. Ich hatte das mal auf einer LAN dabei, wo eher ältere Titel gespielt werden sollten und ich konnte damit erst spielen, als ich die Serviceklappe abgenommen habe und das ganze ein Stück hochgebockt habe, damit die Luft besser rankommt. Sonst waren 800 MHz CPU-Takt angesagt.
 
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