Warum müssen eigentlich immernoch Leute den grottigen Bulldozer verteidigen? Selbst AMD hat zugegeben, dass er ein Flop war (natürlich erst nach dem Erscheinen von Ryzen) und das will etwas heißen.
Aber es gibt ja auch noch haufenweise Leute, die die DDR als das Paradies auf Erden bezeichnen, da wird sich wohl so schnell nichts ändern.
Außerdem ist es vermessen bei Prozessoren die Singlecoreleistung zu betrachten.
Vom Gender Pay Gap (was auch immer man davon halten mag) zur Singlercoreleistung, das ist schon ein weiter Bogen
Aber nein, die Singlecoreleistung ist nach wie Vor extrem wichtig, vorallem bei Spielen. Oder würdest du ernsthaft behaupten, ein 8 Kern Atom wäre, bei gleicher Multicoreleistung, einem 4 Kern Ryzen 1200 ebenbürtig?
Schon seit längerem ist Multicoreleistung das wichtigste Feld, während Singlecoreleistung völlig zu vernachlässigen ist.
Ja, die Multicoreleistung ist wichtig, allerdings trifft das auch auf die Singlecoreleistung zu. Bei Spielen (das hier ist PC Games Hardware) gibt es das Problem, dass sich Spiele, die von mehr als 8 Kernen profitieren, eigentlich an einer Hand abzählen lassen (Namentlich eigentlich AC:O und AC:Od). Bei den Normalanwendern läßt die Multicorekillerapplikation, die von mehr als 8 Kernen profitiert, noch auf sich warten. Nicht jeder verschlüsselt seine PCIe 4.0 SSD mit Twofish.
Bulldozer performt heute klasse und war seiner Zeit vorraus!
Wäre er 5 Jahre früher erscheinen, dann würde ich dir zustimmen. Im Jahr 2011 hat er jedoch die Erwartungen enttäuscht (die FX 8000er sollten eigentlich gegen den 8 Kern Sandy Bridge E antreten).
Die Modultechnik, geteilte Ressourcen und die hohe Effizienz des CMT Verfahrens haben den Grundstein für die Quantität und Skalität des Chipletverfahren gelegt (...)
Eigentlich alles, was für den Bulldozer entwickelt wurde, hat AMD wieder verworfen. Bei Piledriver und Excavator wurde sogar schon innerhalb der FX Architektur einiges zurückgenommen. Mit dem Chipletverfahren hat Bulldozer nichts zu tun, da hatte der Core2Quad mehr Einfluß (der dürfte wohl die Inspiration für Ryzen gewesen sein).
CMT hat auf ganzer Line versagt. Aus den 80-90% pro Kern (entsprechend 160-180% Gesamteffizienz), bei 10-20% mehr Chipfläche, wurden 50-60% pro Kern, bei etwa verdoppelter Fläche. Gerade der Cache mußte massiv aufgestockt werden.
(...) waren hinsichtlich des Platzbedarfs der HT Technik von Intel damals schon überlegen.
Der FX 8150 hatte 315mm², der i7 2600K hatte 270mm². Beide wurden in einem 32nm Prozess gefertigt, der i7 2600K hatte sogar noch eine IGP an Board. Ich denke, das sollte zeigen, wer hier weniger Platz gebraucht hat.
Alleine die schwache Fertigung hinderte AMD daran mit ihrem Bulldozer-Design ab Start erfolgreich zu sein.
Bulldozer erhielt eine neue 32nm Fertigung und war damit auf der Höhe der Zeit. Pro Kern wird der Zambezi von i7 der 800er und 900er Reihe, dem Phenom II und sogar noch dem Core2Quad übertroffen, alle in 45nm gefertigt, was um Welten schlechter ist.
Erst mit den Jahren setzte sich die Technik durch.
Die Technik ist tot, sie wird heute nicht mehr verwendet, aus gutem Grund.
Heute fährt ein FX-8350 mit einem 2600K Schlitten.
Der Gegner des FX 8350 war der i7 3770K und da hat sich die Kluft zwischen Intel und AMD noch vergrößert. Der FX 8150 war der Gegner des i7 2600K.
In Spielen fahren sowohl der i7 2600 und der i7 3770K mit dem FX 8350 Schlitten, wenn man nicht gerade ausschließlich die extrem optimierten Spiele nimmt.
Auch die Multitasking-Effizienz stimmt!
8 Kerne von AMD, waren so gut wie 4 Kerne von Intel und konnten nur im Multithreading mithalten. Obendrein hat der FX 8150 125W Verbraucht, der i7 2600K hat sich nur 95W gegönnt und obendrein noch eine IGP gehabt. Bei FX 8350 (125W) gegen den i7 3770K (77W), sah es sogar noch deutlich schlimmer aus.
Der Bulldozer war einfach nur ineffizient.