AMD: Wafer-Kontigent für die schlechte Verfügbarkeit verantwortlich?

Auf irgend was müssen sich ja die AMD-Fans ausreden - zuerst schön gegen Nvidia sticheln und dann einen noch viel schlimmeren Paper-Launch hinlegen bei dem selbst große Shops weltweit keine Karten bekommen haben.
Sticheln hin oder her, es ist eigentlich egal, weil traurig.
Das Problem haben beide gemeinsam!
NV nur halt früher als AMD und mit genau den selben hohlen Phrasen zur Lieferbarkeit.

RDNA 2 steckt doch in den Konsolen, was aktuell für NV, gemessen an der AMD Priorisierung hin zu den Konsolen, zum Vorteil gereichen sollte.
Aber macht es das tatsächlich?
Zumindest klemmt es an den beliebtesten Karten auch, aber man bekommt immer wieder mal eine gekauft und geliefert.
Ich hoffe nicht das, wenn nächstes Jahr endlich alles bis zum Jahresende sich normalisiert, gleich schon die nachfolgende Generation als RX 7xxx bzw. RTX 4xxx das Licht der Welt erblickt.
Da wird dann doch noch alles was in diesem Jahr vorgestellt wurde, zur absolute Sammlerware.
 
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Luftfracht ist definitiv ein riesen Problem. Die Preise haben sich ver-x-facht und ich Fachbereich Kühlung habe ich mittlerweile Musterlieferzeiten von bis zu 8 Wochen oder komplette Ablehnungen mangels Bestand in Europa, wo mir früher zum Teil binnen 4-5 Tagen auf bloße Nachfrage hin etwas aus China besorgt wurde. Aber auch die Liefersituationen in den Herstellerländern sind weiter kritisch, weil die vertikale Integration gegen null geht und just in time immer noch nicht wieder eingespielt läuft beziehungsweise immer wieder gestört wird. Da kann es dann sein, dass eine Kompaktwasserkühlung nicht hergestellt werden kann, weil man keine Lüfter bekommt, weil der Lüfterhersteller keine Lüfterelektroniken bekommt, weil der Elektronikenhersteller keine PCBs bekommt, weil der PCB-Hersteller,...
Guter Hinweis! Transportkapazitäten. Die wurden ja teilweise Stillgelegt Anfang des Jahres. Hat vielleicht niemand dran gedacht, die rechtzeitig wieder hoch zu fahren. Und der Beitransport in Passagiermaschinen, der bis Anfang des Jahres Usus war, fällt ja nun fast komplett flach. Hieße aber, in China müssten sich die Container stapeln.
Wow! Danke für diesen Insider-Einblick. :daumen: Liegt der Anstieg der Preise daran, dass die Kapazitäten wg. Covid19 runtergefahren wurden und jetzt nicht reichen oder ist das zu transportierende Warenaufkommen aus irgend einem Grund massiv gestiegen? Letzteres könnte ich mir angesichts der Pandemie nicht erklären.

Nun also ich denke es liegt rein von der Logistik her in erster Linie an den vielen gestrichenen (Passagier) Flügen. Normalerweise sind klassische Passagierflugzeuge untenrum voll mit Waren - das kriegt nur keiner mit :) und da wirklich viele, wenn nicht sogar alle Fluggesellschaften in dem Bereich schon monate lang nur Minimalbetrieb fahren, fällt jede Menge Frachtraum einfach aus.

Gerade in der TechBranche wird aber massivst über diese Weise verschickt, da bisher immer täglich mehrfach in alle Richtungen verfügbar und billiger als ein Charterflug. Und die müssen halt als (europäischer) Zulieferer wirklich schnell sein, meist muss direkt (also wirklich direkt) nach Fertigstellung geliefert werden damit in Asien die Maschinen weiterlaufen...

Beispiel: Betrieb in Österreich stellt *random Elektrobauteil* in hoher Qualität her - da kommt ne Bestellung von "den Großen" nur wenn die Zeit drängt weil sonst zu teuer. Die bekommen dann Montags ne Order und produzieren was auch immer ab Dienstag - 10.000stk. Bei uns geht sobald die Produktion anfährt die Order ein, eine Palette mit 150kg abzuholen und zwar am Mittwoch, 6h morgens weil die prodizieren jetzt durch. Zu liefern in Japan / China / Taiwan was auch immer - auch am Mittwoch, bzw so schnell wie möglich. Und da kommen die Passagierflieger ins Spiel, die Momentan halt viel zu wenig vorhanden sind.

Als Alternative kann man dann nur Flieger chartern (was aber oft das Budget sprengt) oder warten bis was frei wird... und ich denke genau da steckt einiges derzeit fest. Dazu kommt, das dann "nicht so wichtige Sachen" jetzt lieber aufs Schiff verladen werden, weil der wenige Platz im Flieger derzeit auch viel mehr kostet als sonst. Dadurch ist auch auf Schiffen jetzt weniger Platz....

Naja der CoV Rattenschwanz...

Mag natürlich nicht an allem Schuld sein, aber die Logistik spielt bestimmt ne nicht zu unterschätzende Rolle bei der aktuellen Thematik. Und die spezielle Ecke in der meine Firma sich da bewegt bildet natürlich auch nur einen winzigen Teil der globalen Warenbewegungen ab und kann dadurch kaum repräsentativ für die gesamte Logistik gesehen werden - da wir aber grad (zumindest indirekt) für die Firmen liefern, die im Moment halt nicht liefern kann ich mir da schon das ein oder andere zusammenreimen ^^

und @Hornissentreiber: ein bisschen von beidem! Einerseits siehe oben und andererseits haben so manche noch volle Urlaubskassen und wollen Elektro-zeug für den nächsten Lockdown kaufen...
 
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oh das ist ja echt sehr beeindruckend die Menge.Ich weis nur das es dann in einem halben Jahr dann schon eine Gewisse Menge dann verkauft wurde.Also geduld ,das wird schon.


DIe Andere Frage,ab wann lohnt es sich denn ne Konsole zu kaufen.ALso bei 1-2 Games lohnt es sich ja noch nicht oder wäre euch der Preis der Konsole wegen 1 bzw 2 Games es denn wert oder würdet ihr erst warten bis mal mehr Games euch interessieren würden?
Und was wäre dann wenn es auf einmal dennoch nur 2 Games euch gefallen würden.Würdet ihr dennoch 500 € für ne Konsole euch kaufen oder es lieber sein lassen?
 
Nun also ich denke es liegt rein von der Logistik her in erster Linie an den vielen gestrichenen (Passagier) Flügen. Normalerweise sind klassische Passagierflugzeuge untenrum voll mit Waren - das kriegt nur keiner mit :) und da wirklich viele, wenn nicht sogar alle Fluggesellschaften in dem Bereich schon monate lang nur Minimalbetrieb fahren, fällt jede Menge Frachtraum einfach aus.

Gerade in der TechBranche wird aber massivst über diese Weise verschickt, da bisher immer täglich mehrfach in alle Richtungen verfügbar und billiger als ein Charterflug. Und die müssen halt als (europäischer) Zulieferer wirklich schnell sein, meist muss direkt (also wirklich direkt) nach Fertigstellung geliefert werden damit in Asien die Maschinen weiterlaufen...
Verstehe. Die Passagiere haben also Luftfrachten querfinanziert oder die Frachten die billigen Flugplätze, je nach Sichtweise. Damit fällt die Milchmädchen-Lösung (einfach die am Boden stehenden Passagiermaschinen für Frachtflüge nutzen) wegen fehlernder Einnahmen von Passagieren wohl flach. Wenn es so einfach wäre, wäre die Logistikbranche bestimmt auch ohne meine Geistesblitze schon drauf gekommen.
 
Man kann nicht alles auf die Pandemie schieben. Es gibt schon auch einen Grund in der Industrie selbst und der lautet Intel. Zuletzt haben die ein wenig geschwächelt und damit wenn bei Intel weniger nachgefragt wird, dann heißt das noch lange nicht, dass TSMC mal eben die Lücke schließen kann.

Apple, Ryzen, Konsolen, AMD Grafikkarten, im Jahr 2020 will scheinbar jeder außer Nvidia Chips von TSMC. An der Stelle sehen wir ein Limit.

Das nächste Limit das wir sehen ist dass die Kapazität an der Spitze der Fertigungsprozesse geschrumpft ist. Wir sehen das beim Jahresumsatz von TSMC, der klebt seit vier Jahren so bei einer Milliarde. Daran sieht man, dass die Kapazität dort nicht so gewachsen ist wie das möglich wäre. Man kann 7nm und 5nm produzieren, aber halt nicht in beliebigen Stückzahlen. Dieser Trend könnte sich fortsetzen und der Sprung auf 3nm könnte recht nahe sein, aber auch dann auf Kosten der Massenfertigung.

Ich hab mich auch kundig gemacht was internationale Logistik angeht und da ist auch ein Problem. Derzeit sind die Preise für einen Container von China nach Hamburg das dreifache dessen was normal war. Das geht so weit, dass leere Frachtcontainer auf die Reise zurück geschickt werden, was als Unding in der Branche gilt. Während das fertige Produkt per Luftfracht verschickt werden könnte, so kann nicht jeder Schritt der Fracht per Luft erfolgen.

Angemerkt sei auch das Beispiel Raspberry Pi, die gezeigt haben, dass es möglich ist in der EU wieder Elektronik zu produzieren. Dazu hat es einen Gesetzesänderung gebraucht, damit nicht nur ein fertiges Produkt aus China steuerfrei importiert werden kann, sondern auch Komponenten. Das Ergebnis spricht hier für sich und im Land der Maschinenbauer, sollte das doch auch möglich sein, mal zur Abwechslung wieder Elektronik zu produzieren. Nur mit Social Media Marketing Jobs lässt sich eine Wirtschaft schlecht betreiben.
 
Insight aus einer andere Branche: Produktionsstätten in Shenzhen und Ningbo standen etwa von Dezember bis März still. Dann war Corona "besiegt" und alles wieder bei 100%. Allerdings brachten die gut 4 Monate alles durcheinander. 2021 werden keine Neuheiten präsentiert um besser für das Weihnachtsgeschäft lieferfähig zu sein. Wird bei AMD und Nvidia ähnlich sein. Dazu kämpft der Rest der Welt mit den Maßnahmen gegen Corona. Zum Beispiel sind Lieferwege enger, weil die Reedereien weniger Schiffen und Personal einsetzen und gleichzeitig traten CO2-Steuern in Kraft. Block Trains (direkte Zugshuttle von China nach Europa) sind überbucht usw. usf.
 
Verstehe. Die Passagiere haben also Luftfrachten querfinanziert oder die Frachten die billigen Flugplätze, je nach Sichtweise. Damit fällt die Milchmädchen-Lösung (einfach die am Boden stehenden Passagiermaschinen für Frachtflüge nutzen) wegen fehlernder Einnahmen von Passagieren wohl flach. Wenn es so einfach wäre, wäre die Logistikbranche bestimmt auch ohne meine Geistesblitze schon drauf gekommen.

Ja das kann man so oder so sehen, aber die Sichtweisen sind wohl beide richtig ^^

Aber so ganz Michmädchen ist die Annahme ja auch nicht, wird ja teils tatsächlich gemacht, aber halt nicht besonders breit gefächert. Wird sich nicht auszahlen für die Airlines
 
Bei TSMC werden die Kapazitäten in den nächsten Monaten auch steigen, es wurden ja zusätzliche EUV-Anlagen bestellt für 7nm.
Die Corona-Pandemie wirft gerade alles durcheinander, im Maschinenbau sinken die Auftragszahlen, im Dienstleistungsgewerbe herrscht teils tote Hose. Nur in der IT-Branche klingeln die Kassen und die Hersteller kommen mit der Produktion nicht hinterher. Die Leute sitzen zu Hause und dürsten nach Unterhaltungselektronik, was man ja auch an der krassen Nachfrage der PS5 sieht. Man darf auch nicht vergessen, dass die Corona-Maßnahmen in sämtlichen Betrieben zu Engpässen führen. Auch in der Logistik macht sich das bemerkbar. Ich habe z.B. häufiger den Fall, dass Pakete von DHL sich verzögern. Das gab es vor der Pandemie so gut wie gar nicht. Der Versandhandel boomt ja auch, Amazon & Co. machen kräftig Kasse.
Ich arbeite im Maschinenbau in der Elektrokonstruktion. Nachdem ich ca. 4 Monate nur 4-Tage Wochen hatte schiebe ich jetzt Überstunden weil zig Kunden gegen Jahresende noch ihr Budget auf den Kopf hauen wollen / müssen. Dieser Vorgang ist eigentlich normal und kann ich jedes Jahr beobachten. Doch dieses Jahr ist das durch Corona rekordverdächtig. Ich laufe momentan auf der letzten Rille an der Grenze jeglicher Belastbarkeit. Der Druck ist enorm und unsere Vertriebler nicken jede Anfrage einfach nur noch ab. Sch*** egal ob das realisitsch ist oder nicht. Und natürlich am besten gleich gestern......

Ja Sorry. Das hat nix mit Grafikkarten zu tun. Ist als Einblick gedacht wie es außerhalb der IT-Welt zugeht.
 
Solange Nvidia und wahrscheinlich auch Amd direkt ihre Gpus an Miner Verkauft bleibt in dem Markt wenig für Gamer.
Nvidia hat in ihrem Quartal-Bericht gezeigt, das Sie Ca 240K 3080 (eher ein mix aus allen Amperes , keine Ahnung welche Gpu gerade der Sweet-Spot ist im Minen von Nvidia ist ) direkt ohne ihre Partner verkauft hat, so mussten Sie es sogar extra Angeben. Das wahren 6% aller Gpus (Turing + Ampere+Server) in dem Quartal, komisch das im Retail Markt wenig ankommt.

Quelle :
RBC Captial Markets

und Nvidias -q3-2021-revenue-Report
 
Wieviele Wafer/Chips genau und pro Monat/Jahr produziert werden ist erstmal zweitrangig, denn die genauen Zahlen wo diese am Ende bei welcher Firma und in welchem Gerät landen, werden wir sicherlich nicht erfahren.

Sumasumarum kann man aber sagen, dass durch Corona, den (Luft-)Transportkapazitäten und vor allem dem fast gleichzeitigen Launch vieler neuer (PC/Konsolen-)Hardware die Lieferschwierigkeiten vorhersehbar waren/sind.

Alte Weisheit:
Wenn man alles gleichzeitig will, bekommt man am Ende oftmals gar nichts... ;)
 
Also AMD hat sicherlich im Vorfeld viel mehr produziert als bei den anderen Produkten vorher, aber wenn natürlich jeder hier und jetzt und sofort um Punkt 12 in den Laden rennt und was haben will, ist die Nachfrage natürlich 10 mal so hoch wie alles, was man im Vorfeld hätte vorproduzieren können.
Das liegt aber an den Produkten selbst, weil diese im Vergleich zu früher qualitativ und leistungstechnisch nun noch besser dastehen, das lockt natürlich Unmengen an Käufer an, die deswegen sehr lange gewartet haben und das eine oder andere Mal einfach ausgesetzt haben, oder auch einfach von anderen nicht verfügbaren Produkten der Konkurrenz nun zumindest irgendein vergleichbares Produkt zu erstehen versuchen, eben weil dort auch nichts zu bekommen ist.
Derzeit ist das fast schon so schlimm wie der Hamsterkauf bei Klopapier.
Weltuntergangsverschwörer werden hier nur durch Bots ersetzt, die maschinell automatisch im Sekundentakt ganze Stores leerkaufen.
Man darf auch nicht vergessen, dass der Bitcoin angeblich wieder an die 20000 Euro reicht, was ja auch vor 2 Generationen dafür sorgte, dass man selbst Gebrauchtware fast zum Ursprungspreis bei Ebay verscheuern konnte.
Also ich bin jedenfalls nicht bereit, da jetzt 30 oder 50% Aufpreis für eh schon ziemlich teure Hardware zu bezahlen.
Schließlich lief der Computer ja vorher auch schon, und jetzt auch noch weiterhin.
Würden sich alle wieder beruhigen und einfach warten, dass sich die Lagerbestände erst einmal füllen, würde jeder davon vor allem preislich richtig profitieren, also dass zumindest die Aufschläge schon mal wieder sofort verschwinden.
Da sich aber keiner solche Gedanken macht, sollen die alle ruhig machen udn teuerr dafür bezahlen.
Ich werde noch etliche Spiele zocken können, ehe ich dann mal etwas Geld ausgebe.
Natürlich erst dann, wenn die Produktion verzögert so hoch gefahren ist, dass alle dann aber schon was haben, udn dann die Lager deswegen zwangsläufig überquillen.
Das ergibt folgerichtig dann den besten Zeitpunkt für vergleichsweise kostengünstige Schnäppchendeals bei Mindfactory und CO, wo man sich dann mit guter Hardware der Oberklasse eindecken kann, die dann auch mal wieder lange Zeit im Rechner ausharren kann, falls die nächsten Produkte nicht so viel mehr bringen, oder alles ratzekal von irgendwelchen Typen oder auch Maschinen schon vor der eigentlichen Verfügbarkeit Wochen im vorraus blind weggekauft werden.
 
Ich denke wir haben andere Probleme als keine neue Grafikkarte oder Konsole unterm Weinachtsbaum. Was für eine Tragödie, kein Cyberpunk in 4K Raytracing mit 60fps.....

Wenn die Kapazität erschöpft ist, dann ist Schluss Planung hin oder her, wieso sollte man hier deutlich höher produzieren wenn das hier maximal ein kurzer Aufschwung wird, wenn der grobe Ansturm beendet ist, interessiert das hier keinen mehr.

Verstehe nicht warum man immer mehr aus Engpässen macht als sie sind, eine kleine Wartezeit.

Frohen ersten Advent. :daumen:
 
Kurze Anekdote aus der aktuellen Logistik zu dem Thema:

Wir arbeiten hauptsächlich für die europäische Halbleiterindustrie als Logistiker.

Ich habe (nur heute) 12 Stück 40f Container für Kunden nach Asien, retour oder in Asien von A nach B verladen und insgesamt ca. 15 Tonnen Waren aus der Halbleiterindustrie (Beispiele: CMS, Vishay, Infineon, LAM Research, ASML....) über Flugzeuge nach Asien und retour verbucht. Nur heute! Das sind ca. 600% mehr als die letzten Monate im Schnitt und die Preise schießen momentan komplett durch die Decke. Wo eine Infineon vor 2 Monaten für den selben Transport noch 2000 EUR bezahlt hat, lassen sie jetzt ohne zu fragen warum für genau den gleichen Auftrag fast 6000 EUR springen weil bei uns die Einkaufspreise auf Schiffen / Flugzeugen auch enorm gestiegen sind.

Wir bekommen plötzlich soviele Aufträge "mit besonderem Lieferinteresse" weil sonst die Bänder stehenbleiben (sprich wir müssen bei Zuschlag garantieren das wir in-time liefern, sind sonst vollumfänglich haftbar) das wir solche Aufträge mittlerweile ablehnen müssen - es fehlt schlicht das Personal um solche Aufträge dann entsprechend zu überwachen, außerdem bekommt man keine Startgarantie von den Fluglinien und kann so nie sicher sein ob man auch zeitgerecht da ist ^^

Und ganz ehrlich, auch wenn wir normalerweise alles annehmen und durchführen lehnen wir im Moment schon viel ab, weil auf manchen Routen nichtmal bereits gebuchter Frachtfraum zur Verfügung steht wenn man dann verladen will...

Die drehen alle durch im Moment!
Also ist die Logistik zu 50%+ der Knackpunkt der Knappheit bei Computerhardware und Konsolen? Stimmt die Zusammenfassung so?
Vorsicht bei Gesamtzahlen: Das sind oft 200-mm-Wafer-Äquivalente, die aus einer Spanne von 3-6 Wafergrößen aufaddiert wurden. Das kann man nur schlecht mit den 7-nm-300-mm-Kapazitäten in Bezug setzen.




Die Chips für Konsolen wurden auch schon in den vergangenen Generationen über einen weitaus kleineren Zeitraum abgerechnet und demnach vermutlich auch geliefert als die Konsolen verkauft wurden. Davon abgesehen hast du mehrere Rechenfehler in deinen Zahlen (12*14 ist nicht 308, 150*150*Pi/308 ist nicht 335) und zumindest nicht angegeben, wieviel du für Schnittflächen und unvollständige Chips am Rand abziehst. Umgekehrt wären 50 Prozent Yield absolut miserabel, selbst für ein Produkt ohne Salvage-Möglichkeit.




Luftfracht ist definitiv ein riesen Problem. Die Preise haben sich ver-x-facht und ich Fachbereich Kühlung habe ich mittlerweile Musterlieferzeiten von bis zu 8 Wochen oder komplette Ablehnungen mangels Bestand in Europa, wo mir früher zum Teil binnen 4-5 Tagen auf bloße Nachfrage hin etwas aus China besorgt wurde. Aber auch die Liefersituationen in den Herstellerländern sind weiter kritisch, weil die vertikale Integration gegen null geht und just in time immer noch nicht wieder eingespielt läuft beziehungsweise immer wieder gestört wird. Da kann es dann sein, dass eine Kompaktwasserkühlung nicht hergestellt werden kann, weil man keine Lüfter bekommt, weil der Lüfterhersteller keine Lüfterelektroniken bekommt, weil der Elektronikenhersteller keine PCBs bekommt, weil der PCB-Hersteller,...




Kann auch nach hinten losgehen. Ich zum Beispiel nehme einem Hersteller eher übel, wenn er nur beschränkte Produktionskapazitäten gebucht hat, obwohl ein großer Extraauftrag klar terminiert war. Extra hohe Preise beim Endkunden zu kassieren, selbst aber zu geizig sein, um bei zusätzlichen Kontingenten angemessen Mitzubieten passt nicht zusammen. Unabhängig hiervon werden die beteiligten Firmen kein Interesse daran haben, selbst belanglose Vertragsdetails zu veröffentlichen.
Tja Just in Time Produktion ist eben verdammt fragil und sorgt zügig für große Probleme, sofern auch nur ein Rädchen in der Produktionskette ausfällt, fällt das Just in Time Konzept nach Abarbeitung des eisernen Bestandes in sich zusammen! Just in Time braucht zwingend das ineinander greifen aller beteiligten Betriebe incl. Logistik und deshalb ist die Situation wie sie ist!
 
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Es lebe halt die Globalisierung. Schön alles in China, etc. fertigen lassen und wenn dann Engpässe beim Transport auftreten sind alle angeschissen und es gibt einen Wettbewerb wer mehr für den Transport zahlt. Am Ende zahlts ja eh der Kunde.
 
Wir erleben gerade live was passiert, wenn die Produktion an nur einem Ort vonstatten geht und diese Kette gestört bzw. unterbrochen wird.
Wer schlecht schlafen will, stellt sich mal vor was hier passiert, wenn China einmal aufgrund eskalierender Auseinandersetzungen (Taiwan) mal die Produktion bzw. die Versendung der Wirkstoffe (70%+ Anteil) für Medikamente beschränkt, bzw. einstellt.
Dagegen zeichnet sich ein Ausfuhrstop von seltenen Erden geradezu lieblich ab.
Da kommt mir die Warterei auf meine bestellte 6800XT schon gar nicht mehr so schlimm vor...:stupid:
 
Wir erleben gerade live was passiert, wenn die Produktion an nur einem Ort vonstatten geht und diese Kette gestört bzw. unterbrochen wird.
Wer schlecht schlafen will, stellt sich mal vor was hier passiert, wenn China einmal aufgrund eskalierender Auseinandersetzungen (Taiwan) mal die Produktion bzw. die Versendung der Wirkstoffe (70%+ Anteil) für Medikamente beschränkt, bzw. einstellt.
Dagegen zeichnet sich ein Ausfuhrstop von seltenen Erden geradezu lieblich ab.
Da kommt mir die Warterei auf meine bestellte 6800XT schon gar nicht mehr so schlimm vor...:stupid:

Zumindest im Bereich der seltenen Erden wird aber schon ne Weile dran gearbeitet, das was geht auf europäischer Seite abzubauen - seit der Geschichte 2012 (https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/cases_e/ds432_e.htm) ist die EU da schon etwas aufgewacht und da hat sich auch schon was getan. Bei Med.Produkten sieht das meines Wissens nach aber noch anders aus und da gibts bereits Streit über Zollkontingente mit china... lustig ist das alles nicht.

Es lebe halt die Globalisierung. Schön alles in China, etc. fertigen lassen und wenn dann Engpässe beim Transport auftreten sind alle angeschissen und es gibt einen Wettbewerb wer mehr für den Transport zahlt. Am Ende zahlts ja eh der Kunde.

Wie gesagt kann man das nicht nur auf Engpässe beim Transport schieben, das wär zu einfach. Das ist nur ein Teil im CoV Rattenschwanz der halt jetzt mehr auffällt als davor. Da gehts wie einige andere schon festgestellt haben um die ganze globale just-in-time produktion und die konzentration der Produktion auf 1-2 Anbieter... und die wird derzeit halt auch durch andere Faktoren beeinflusst, nicht nur der Logistik.

ich hab jetzt keine Zahlen zur Hand, aber ich frag mich schon lange wie das überhaupt sein kann das EIN UNTERNEHMEN (TSMC) gefühlt 99% aller von mir zum zocken benötigter Chips herstellt ^^ dass das nicht ewig klappen kann wundert mich nicht.

TSMC ist ja mittlerweile quasi ein kleines Bundesland wenn man die Mitarbeiter und die Geschäftsflächen zusammenrechnet. Stellt euch mal ne Insel in Anno 1800 mit ca. 60.000 einwohnern vor die den gesamten Bedarf an Nähmaschinen für eure Investoren Insel mit 1 Mio. Einwohnern bereitstellen muss. Die jenigen, die das Spiel mal so gespielt haben wissen - wenn irgendwo auf ner kleinen abgelegenen Insel mal ein kleines Kohlewerk nichtmehr liefert, kann das ausreichen um die Kette bis zum Investor der seiner Frau ein neues Kleid nähen will schnell aus dem Ruder laufen zu lassen ^^

schönen Sonntag!
 
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