AMD vs. Intel: Ryzen 7 4700 U schlägt Intels 10. Gen-Chips

Wobei man sich durchaus auch dort fragen darf, ob der Verbrauch nur von CPU/GPU oder nicht auch vom Display kommt. Die Idle-Zeiten mit aktivem Display sind bei AMDs eigenem Vergleich ja nicht so gut.
 
AMD hat da aber selbst schon zugegeben daran arbeiten zu müssen und es auch zu tun.

Rein von der Leistung her hat man es schließlich schon geschafft, aber eben die Akkulaufzeit ist noch nicht ganz da wo man sie gerne haben will.

Wobei ich mir ehrlich frage, wer tatsächlich so arg viel Akkulaufzeit brauch. Ich denke gute 4-5h bei normaler Nutzung sind perfekt.
 
Es war zu erwarten dass Intel in dem Segment nicht wirklich konkurrieren kann einfach weil die "mit mehr Stromverbrauch mit Gewalt mithalten"-Strategie prinzipbedingt nicht funktioniert im Mobilsegment - dass die Unterschiede aber so eindeutig ausfallen in vielen Tests (mehr Leistung bei weniger Verbrauch und sogar im Singlecore schneller) hätte ich zugegeben auch nicht gedacht.
Eigentlich nicht, im Notebook Segment hat man ja 10nm Chips im Einsatz, und so eindeutig sind die Ergebnisse jetzt nicht.

Und trotz der Fertigungsengpässe usw. denke ich das Intel mehr produzieren kann als AMD in diesem Bereich, daher wird der Marktanteil da eher stagnieren bzw. nur minimal wachsen für AMD, auch wenn Ryzen dort jetzt auch zweifellos sehr gut da steht.

Ok, danke.

Wusste nicht, dass bei den U-Prozessoren, die ja in 10nm produziert werden, laut Intel ja wie TSMC 7nm, ein ziemlich ausgeglichenes Verhältnis bei der Nutzungsdauer besteht.
Hatte nur den Vergleich mit den Großen erinnert.
Gemunkelt wird oder wurde sogar noch etwas mehr Transistordichte, wobei nur das Laptop Chipdesign aus Israel wohl je gefruchtet hat. Ich würde die Node nach Möglichkeit aber eher überwinden wollen und keine Produkte mehr auf Krampf bringen und etwas Zeit verstreichen lassen, egal was AMD so macht und dann auf 7nm+ usw. setzen, aber das wird Intel wohl besser wissen als ich.
 
Zumindest der 10710U im Vergleich ist ein 14nm-Chip.
Die 10nm sind doch noch immer homöopathisch vorhanden oder ist das mittlerweile mehr geworden?
 
Schade dass zumindest die hier getestete AMD Config bei Teillast/Videoplayback im Verbrauch noch nicht ganz da ist wo manche Intel Laptops landen.
Wenn ich mich an die Vorstellung richtig erinnere hatte das sogar AMD so in seinen eigenen Folien angekündigt. Anscheinend ist das Power-Gating bei den Blauen noch etwas vorraus.

Dies dürfte aber auch am Modell liegen. Wie die Tester es anmerken, liegt das Swift 3 im selben Bereich wie die Intel Swift 3 Modelle, sprich ein Modell, welches mit einer Intel CPU eine gute Ausdauer hat, sollte dies nun auch mit einer AMD CPU haben.
 
Schön endlich reale Benchmarkwerte zu sehen.

Wobei ich die Vergleichswerte schon recht seltsam finde
Notebookcheck
Test Dell XPS 13 7390 Core i7-10710U Laptop: Schneller als das XPS 15 mit Core i5 - Notebookcheck.com Tests
kam für den XPS13 mit i7-10710U bei Multi-CPU auf erheblich höhere Werte (2410 zu 2186 bei PCWorld). Immer noch unterhalb vom R7 4700U (2489 bei PCWorld) im 14" Laptop.

Das Idle/Load-Delta beträgt dort die ersten 1,5 Minuten knackige 40 Watt, die Zeit dürfte knapp für einen ganzen Cinebench 20-Durchlauf reichen. Dell ballert ungehemmt Saft rein, der Absturz kommt nach 1,5 Minuten, wenn die CPU auf ihre nominelle TDP begrenzt wird (Idle/Load-Delta nur noch 22 Watt). Wie sich die Leistung dann entwickelt, zeigen auch die fallenden Cinebench 15-Werte (von >1000 auf 700-800 Punkte).
 
Ok, Intel vs. AMD vs. Nvidia, mal als Business-Benchmark
Alle Zahlen sind Quartalszahlen. Auf ein Jahr betrachtet machen alle Firmen ca. das Vierfache.


Intel hat im ersten Quartal 2020 eine Gewinnspanne von 60% ausgegeben und hat nach Abzug aller Kosten für Marketing, Entwicklung und Steuern immer noch 28,5% Gewinnspanne.

Ein 9900k kostet derzeit 530€, nach Abzug der Umsatzsteuer 444€, die Zwischenhändler wollen auch etwas verdienen, schätzen wir mal 25% über die ganze Kette betrachtet, dann verlässt der 9900k für 355€ das Haus und daran hat Intel die besagten 60% Gewinnspanne. Damit kostet so ein 9900k ca. 222€ wenn er vom Band läuft. Auf Seite 7 des Geschäftsberichtes gut zu sehen sind die Einnahmen von $19 Milliarden, denen Produktionskosten von knapp $8 Milliarden gegenüberstehen. Nach Abzug aller anderer Kosten (Entwicklung, Marketing, Steuern), bleiben Intel $5,6 Milliarden im ersten Quartal. Wenn wir die alle in den 9900k einrechnen, verlässt die CPU das Haus mit Gesamtkosten von ca. 276€. In absoluten Zahlen gibt Intel $3,2 Milliarden für die Entwicklung und $1,5 Milliarden für das Marketing aus.

[Quelle: ]Page Not Found



AMD gibt für das erste Quartal 2020 eine Gewinnspanne von 46% aus und hat nach Abzug aller Kosten für Marketing, Entwicklung und Steuern immer noch 9% Gewinnspanne.

Ein 3900x kostet derzeit 430€, nach Abzug der Umsatzsteuer 361€, die Zwischenhändler wollen auch etwas verdienen, schätzen wir mal wieder 25% über die ganze Kette betrachtet, dann verlässt der 3900x für 289€ das Haus und daran hat AMD die besagten 46% Gewinnspanne. Damit kostet so ein 9900k ca. 198€ wenn er vom Band läuft. Auf Seite 1 des Geschäftsberichtes gut zu sehen sind die Einnahmen von $1,7 Milliarden, denen Produktionskosten von knapp $0,97 Milliarden gegenüberstehen. Nach Abzug aller anderer Kosten (Entwicklung, Marketing, Steuern), bleiben AMD $0,162 Milliarden im ersten Quartal. Wenn wir die alle in den 3900x einrechnen, verlässt die CPU das Haus mit Gesamtkosten von ca. 265€. In absoluten Zahlen gibt AMD $0,44 Milliarden für die Entwicklung und $0,2 Milliarden für das Marketing aus.

[Quelle: ]Page Not Found | Advanced Micro Devices




Gleich vorneweg sieht man , dass Intel brutal viel größer ist als AMD. Da liegt immer noch ein Faktor von 10 zwischen den beiden Firmen. Am Gesamtumsatz gemessen steckt AMD auch viel mehr Geld in die Forschung. Man kann sagen, AMD hatte das auch nötiger als Intel, dennoch ist zu sehen, dass die Effizienz der Forschung bei AMD besser ist. AMD macht mit einem Siebtel des Forschungsbudgets eine CPU die konkurrieren kann und eine GPU von der Intel nur träumen kann. Aus Spielersicht ist AMD damit der Darling, weil da ein Produkt entsteht, das man will und nebenbei hat AMD noch ein Produkt für die Konsolen. Bei Intel ist zu bedenken, dass der Desktop Markt nur ein Teil ihres Geschäfts ist. Die Forschung ist nicht notwendigerweise total ineffizient von denen, die machen halt auch SSDs, Netzwerkkarten, Serverplatinendesign, Server-CPUs und all die Dinge bei denen AMD gerade man den kleinen Zeh im Teich hat.

Wir sehen auch, dass Intel jetzt nicht panisch einen Preiskrieg lostritt. Dazu ist der Umsatz viel zu gut. Wir sehen, dass AMD 9% Reserven für einen Preiskrieg hat und Intel ca. 30%. Damit braucht es AMD gar nicht erst probieren, denn Intel kann eh alle mitgehen und man würde sich bei AMD nur die letzten 9% gar kaputt machen. AMD ist also dazu verdammt besser zu sein. Das weniger Forschungsgeld muss schlauer eingesetzt werden, damit es Output erzeugt. Da kommt der Fertigungsvorsprung mit 7nm gerade gut gelegen.



Bonus Runde, Nvidia:

Nvidia gibt für das was die Menschheit das 1. Quartal 2020 nennt, Nvidia auf der Investorenseite jedoch unter 4. Quartal 2020 auflistet (wtf) eine Gewinnspanne von 64,9% aus und hat nach Abzug aller Kosten für Marketing, Entwicklung und Steuern immer noch 30% Gewinnspanne.

Eine 2070Super kostet derzeit 539€ als Komplettkarte von Nvidia direkt, nach Abzug der Umsatzsteuer 453€, die Zwischenhändler gibt es in dem Fall nicht, oder nur einen (Ingram Micro btw.). Trotzdem haben ja auch die Partner (Asus, MSI, etc.) eine Wertschöpfung an der Karte, auch wenn sie von Nvidia nur ein Einzelteil beziehen, daher rechne ich hier einmal mehr die 25% Abschlag ein, zu besseren Vergleichbarkeit. Dann verlässt die 2070Super für 362€ das Haus und daran hat Nvidia die besagten 64,9% Gewinnspanne. Damit kostet so eine 2070Super ca. 220€ wenn sie komplett bestückt (!) vom Band läuft (und MSI, Asus etc, zahlen nur einen Teil dieser 200€ für nur den Chip und lassen woanders bestücken, dann laufen die Karten für die OEMs irgendwo in dem Bereich vom Band). Auf der Webseite des Geschäftsberichtes unter dem Punkt "CONDENSED CONSOLIDATED STATEMENTS OF INCOME" gut zu sehen sind die Einnahmen von $3,1 Milliarden, denen Produktionskosten von 1,1 Milliarden gegenüberstehen. Nach Abzug aller anderer Kosten (Entwicklung, Marketing, Steuern), bleiben Nvidia $0,95 Milliarden im ersten Quartal. Wenn wir die alle in die 2070Super einrechnen, verlässt die Karte das Haus mit Gesamtkosten von ca. 279€. In absoluten Zahlen gibt Nvidia $0,738 Milliarden für die Entwicklung und $0,28 Milliarden für das Marketing aus.

[Quelle: ]News Archive | NVIDIA Newsroom


Nvidia geben als einzige an wieviel Umsatz auf den Gaming-Markt entfällt, das waren bei Nvidia zuletzt $1 Milliarde. 11% mehr als im 1. Quartal 2019, aber auf die letzten 4. Quartale betrachtet hat Nvidia ein Minute von 39% Umsatz gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum, AMD macht also etwas richtig zur Zeit. Dennoch sind die Zahlen und Gewinn-Margen bei Nvidia absurd gut. Bei den Kosten für die Forschung sieht man einmal mehr was für ein Underdog AMD eigentlich ist. Auch ist das Geschäft mit Datencentern bei Nvidia schon bei 60% des Umsatzes des Gamingmarktes. Einen Preiskrieg mit AMD kann sich Nvidia jederzeit leisten. Einmal mehr kann AMD gar nicht so tief im Preis gehen, dass es den Konkurrenten in die rote Zone treibt.




Das Fazit ist, dass AMD weder die Chance hat Intel in die roten Zahlen zu treiben, noch Nvidia in die roten Zahlen zu treiben. Dazu haben AMDs Konkurrenten einfach zu gute Polster bei der Gewinnspanne. Zuwächse in der Preis/Leistung bei CPU und GPU hängen also wesentlich davon ab, dass AMD technologisch einen Sprung nach vorne macht. Intel hat ja gerade 10 Jahre lang bewiesen, dass wenn sie nicht müssen, dann verkaufen sie einfach weiter die gleiche CPU ohne nennenswerte Upgrades. Ohne Druck lässt auch Nvidia schleifen, vgl. die 2000er nicht Super-Reihe, da hat sich Nvidia auch gedacht, jetzt verkaufen wir erst Mal die schlechten Chips aus dem Binning und das gute Zeug später, btw. Preiserhöhung. In gewisser Weise treibt damit der kleinste Hersteller (AMD) den gesamten Markt an und Intel/Nvidia sind Pferde die nur so schnell traben wie sie müssen und bleiben mindestens von den Umsatzzahlen her betrachtet in Front.
 
Es war zu erwarten dass Intel in dem Segment nicht wirklich konkurrieren kann einfach weil die "mit mehr Stromverbrauch mit Gewalt mithalten"-Strategie prinzipbedingt nicht funktioniert im Mobilsegment - dass die Unterschiede aber so eindeutig ausfallen in vielen Tests (mehr Leistung bei weniger Verbrauch und sogar im Singlecore schneller) hätte ich zugegeben auch nicht gedacht.
Könnte wohl durch das 8-core CCX = CCD kommen und dadurch der interne Datenverkehr von 2 4- core CCX = CCD geringer ist und daher die Leistungssteigerung. Zumindest vermute ich das!
 
Dies dürfte aber auch am Modell liegen. Wie die Tester es anmerken, liegt das Swift 3 im selben Bereich
Acer hat andere Probleme.
Die dünneren Modell aller Preisklassen reißen gern mal die Scharnierhalterungen aus dem Gehäuseboden.
Hab ich gerade bei einem 800.- EUR Gerät gehabt.
Die Passungen der Scharniere sind derartig knapp bemessen, daß sie beim Verlust der Schmierschicht festgehen.
Dann macht es "Knack" und das Scharnier reißt die Gewindefüße aus dem Gehäuse wegen zu schwachem Material.

Die neueren Laptops der Familie haben alle Metallgehäuse, da fällt das weg.
 
Das Idle/Load-Delta beträgt dort die ersten 1,5 Minuten knackige 40 Watt, die Zeit dürfte knapp für einen ganzen Cinebench 20-Durchlauf reichen. Dell ballert ungehemmt Saft rein, der Absturz kommt nach 1,5 Minuten, wenn die CPU auf ihre nominelle TDP begrenzt wird (Idle/Load-Delta nur noch 22 Watt). Wie sich die Leistung dann entwickelt, zeigen auch die fallenden Cinebench 15-Werte (von >1000 auf 700-800 Punkte).
Damit ist Dell wohl in der Lage, die 40W über diese Zeit wegzukühlen, was mir für viele Anwendungen mehr wie ausreichend wäre. Und das auch noch in einem erheblich kleineren und flacheren Gehäuse wie der Acer.

Zusätzlich landet er dauerhaft bie 800-900, wenn er sich wieder gefangen hat. Damit kann man sich jetzt beliebig viele Rechenvarianten ausdenken, je nachdem, was man zeigen möchte. Notebookcheck gibt anscheinend den Maximalwert an, was PCWorld macht weiss ich nicht. Also doch wieder auf einen Test der AMDs bei Notebookcheck warten, u.U. liefert der ja auch kurzfristig mehr Leistung

Wobei es auch egal ist, beide Modelle gibt es nur mit mickrigen 8 GB Ram. Was nützt mir mobil tolle Rechenleistung wenn dann der Speicher knapp wird.
 
Ein Amd 8 Kerner in 7nm gegen Intels 6 Kerner in 14nm was für ein Vergleich :rollen:

Und natürlich auch keine Spiele Benches !

Leute solche Vergleiche und Tests sind vorsichtig ausgedrückt nur Schall und Rauch :nene:


Intel(R) Core™ i7-10710U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4,70 GHz) Produktspezifikationen

Ein 8 Kerner mit nur 8 Threads (Kein Hyperthreading im 4700U!) gegen einen 6 Kerner mit 12 Threads

Und was bringen Spiele Benches, wenn die GPU eine andere ist? Die beiden Dells haben eine Grafikkarte verbaut, der Acer nicht. Dies würde das Resultat komplett verfälschen.

Und in Cinebench R20 schlägt der Chip gar so manchen 45W Intel 9750H:
acer_swift_3_vs_h_cinebench_r20_nt-100840089-orig.jpg

Nicht schlecht für ein 600€ Laptop, würde ich sagen.
 
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