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AMD (Sapphire) RX590 undervolting

KalterKaffee001

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

ich bin totaler Anfänger in der Materie habe aber bezüglich meiner Grafikkarte eine Frage:
Wie lässt sich diese "undervolten" ?

Kurz der Grund für mein Vorhaben: Das Spiel "Division 2" stürzte bei mir gerne ab und ich weiß nicht, wie ich dem beikommen soll. Treiber sind alle aktuell, das BIOS auch die Temperaturen passen auch. Das Spiel wirft mich einfach zurück auf den Destop, keine Fehlermeldung, kein Bluescreen nix. Ereignisanzeige ist auch nix zu erkennen.

Eines Tages habe ich dann in der Radeon Software die Möglichkeit gefunden die Karte "automatisch" zu übertakten. Also einfach einmal ausprobiert. Und siehe da: Auf einmal keine Abstürze mehr.

Irgendwann gings dann aber wieder los mit den Abstürzen. Also dieses mal selber Hand angelegt. Ich habe die Spannungen in den letzten 4 Status-Zuständen auf 1,2V angehoben. Vorher waren sie darunter (1,15V). Hat mich als Laie etwas gewundert, denn ich dachte wenn die Karte maximal Taktet, müsse auch die Spannung maximal sein. Dann habe ich noch den Takt auf 1654 MHz (vorher 1560) angehoben. Alles darüber führte zum Freeze. Anschließend habe ich noch den VRam-Takt auf 2250 Mhz (vorher 2100) angehoben. Und - neugierig (oder doof?) wie ich bin, einfach auch einmal die Leistungsgrenze um 5% angehoben obwohl ich keine Ahnung habe was dies bewirkt (abgesehen von einer höheren Stromaufnahme).

Soweit so gut. PC lief, Spiel lief auch wieder. Experiment geglückt dachte ich mir. Bis es vor ein paar Tagen wieder losging.
Nun würde ich gerne einmal das "undervolting" ausprobieren. Nur da weiß ich einfach überhaupt nicht wie ich vorgehen soll.

Zudem würde ich dies wieder gerne mit der Hauseigenen Radeon-Software machen. Ich habe zwar gelesen, dass dies nicht unbedingt die beste Wahl ist, aber mein (naiver?) Gedankengang ist einfach mir Zusatzsoftware sparen zu wollen. Wie ich es sehe, kann man ja auch mit der Radeon-Software alles nötige einstellen. Meine bisherigen Experimente habe ich mit FurMark und HWMonitor "begleitet" um zu sehen ob die Temperaturen auch nicht aus dem Ruder laufen und um die Karte auszulasten.

Außerdem finde ich es ganz bequem für die einzelnen Spiele Profile anlegen zu können.

Konkret frage ich mich gerade also: Was bewirkt das Leistungstuning?
Und: Wie gehe ich beim undervolten vor?

Oder: Würde mich generell einfach über Feedback zu meinen dilletantischen Versuchen freuen.

Noch kurz mein System:
Windows 10 64-Bit
CPU: Ryzen 5 1600
GPU: AMD (Sapphire) RX 590 Nitro+
Mobo: ASUS Prime B350+
Netzteil: BeQuiet PurePower 530W

PS: Habe mich gerade noch einmal ein wenig umgeschaut. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der vereinfachte Weg zum undervolting einfach die Leistungsaufnahme zu senken. Also soll ich einfach einmal im "Leitungstuning" 5% weniger einstellen?
Und noch ein kleiner Nachtrag, da ich gelesen habe, dass FurMark sich nur bedingt eignet um die Stabilität zu überprüfen. Spiele wie RDR2 und ANNO 1800 haben mit dem obigen "Set" keine Probleme.
 

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Zuletzt bearbeitet:

chill_eule

Volt-Modder(in)
Hi!

Erstens: Ohne Ahnung zu haben in den Radeon Settings wild mit der Spannung und den Mhz rumspielen, grade in Verbindung mit dem Folterinstrument "Furmark" kann deine GPU auch ins Nirvana befördern! :wall:
Ich würde sagen: Großes Glück gehabt :rollen:
Zweitens: Die Abstürze in The Division 2 lassen sich ziemlich sicher nicht durch OC oder UV lösen, stell am besten erstmal alles wieder auf Standard und suche nach einer anderen Lösung für die Abstürze.

Drittens: Wenn du trotzdem ernsthaft vor hast deine GPU zu optimieren, dann musste du dich vorher einlesen.
Ich zitiere mich mal selbst aus diesem Thread RX 580 Taktprobleme

Okay, ein paar Dinge noch:

Nochmal zum Verständnis für dich:



Der "Chiptakt" wird in der Regel immer erreicht.
Der "Boost" hingegen ist nicht 100% garantiert, denn er hängt ab von der
- Auslastung
- Temperatur
- Leistung in Watt (powertarget) die die GPU nutzen kann.

Dabei ist die relativ hohe Standard Spannung der Polaris Chips eher hinderlich, denn die bewirkt gleich zwei Probleme: Höhere Temperatur + höhere Leistungsaufnahme.
Deshalb is undervolting erstmal der erste Schritt, bei gleich bleibendem Takt und gleich bleibendem Powertarget.

("minimale Akustikgrenze" würde ich ganz nach rechts aufdrehen, so ist schonmal die "beste" Kühlung gesichert. Lüfterkurve kann man dann im letzten Schritt noch anpassen)

Zum beobachten würde ich dir übrigens dringend das Radeon Metrik Overlay ans herz legen, standardmäßig mit CTRL+SHIFT+O aufzurufen.
Das zeigt dir alles wichtige über die GPU an: Auslastung, Temperatur, Leistungsaufnahme, Takt, Lüftergeschwindigkeit.

Du fängst also wie schon mal erwähnt an, die Spannung für P7 in kleinen Schritten (-10mv) zu senken. Wenn dann ein Spiel/Benchmark abstürzt gehst du wieder einen Schritt hoch, das sollte dann deine optimale Spannung für P7 ergeben. P6 und abwärts kann man dann optional auch noch verringern.

Wenn jetzt die niedrigste stabilste Spannung erreicht ist, dann ist das geduldige beobachten im Anschluss sehr wichtig, was stößt zuerst an seine "Grenze":

1. Der Takt hängt am Limit (in deinem Fall 1380), bei schwankender Leistungsaufnahme?
ODER:
2. Hast du, wie bisher, einen schwankenden Takt, wobei aber die Leistungsaufnahme fast immer am Limit ist?
ODER:
3. Was natürlich der schlechteste Fall wäre, wenn deine Temperatur das ganze limitiert, also die GPU immer z.b. so bei 80°C hängt und Takt und Leistungsaufnahme schwanken.

Wenn Punkt 1 eintritt, läuft die Graka im Prinzip wie sie soll.
Wenn Punkt 2 eintritt: Dann muss das Powertarget etwas erhöht (1-2% Schritte) werden, da die GPU nicht genug "Saft" bekommt um den vollen Takt zu fahren obwohl die Spannung schon gesenkt wurde.
Wenn Punkt 3 eintritt: Dann muss in erster Linie mal die Kühlung verbessert werden.

Wie auch schon erwähnt, zum testen in erster Linie games verwenden und z.b. den Superposition Benchmark. Dieser lastet die Grafikkarte gut aus, inklusive hohen Temperaturen und Lastwechseln und dauert auch nicht soo lange.

Das ganze sollte dann bei dir auch ziemlich sicher zum Erfolg führen, wenn du dir genug Zeit nimmst und auch nebenbei Notizen machst. Beispielsweise mit welcher Spannung erreiche ich welchen Takt, welche Temperatur, welche Leistungsaufnahme.
Mit ganz viel Zeit und Geduld kann man so die GPU noch ein wenig schneller machen und/ oder sparsamer und leiser bei trotzdem 100% Boosttakt.

Mal als beispiel meine Settings vorher und nachher:

Anhang anzeigen 1086134 Anhang anzeigen 1086135

Da stecken rund 3 Tage Arbeit und viel Frust drin ;)
Lüfterkurve anpassen wäre dann der letzte Schritt bedarf aber keiner großen Erklärung denke ich, nur guten Ohren :P

Viel Erfolg dir!

(vlt sollte ich mal nen Guide verfassen :D)

PS: Speichere deine Settings zwischendurch immer wieder als Profil ab (oben rechts) Erleichtert die Sache ungemein

Das bezieht sich zwar auf die RX580, aber das Prinzip lässt sich auch auf die RX590 anwenden.
 
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