Sammelthread AMD Ryzen

Sammelthread
Okay, ich hätte von Anfang an meine Gründe näher schildern müssen, doch wollte den Thread jetzt nicht damit befüllen.

Bei mir stürzt der Rechner in unregelmäßigen Abständen im idle ab, rebootet sich selbstständig neu und hinterlässt dabei immer einen #18 WHEA. Browseraktivitäten, Excel, Coden etc. Also immer nur bei sehr schwacher Last. Manchmal ist zwei Wochen Ruhe, manchmal kommt es 2x am Tag.

Ich kann das System tagelang stabil unter Vollast laufen lassen. Egal ob Prime-Last, Spielelast oder Rendering - Alles bombenstabil. Memtest läuft sowohl mit XMP als auch ohne mehr als 12 Std. ohne Fehler.

Die idle Abstürze kommen selbst unter stock settings, sprich: Alles auf Default/Auto, XMP Off.
Wenn ich jetzt aufzählen müsste, was ich alles schon probiert habe, wäre das eine ziemlich lange Liste, aber ich fasse die wichtigsten mal kompakt zusammen:

- Global C-States off
- Agesa schiessmichtot bis aktuelle
- SoC positive/negativ Offset, SoC static +/- Voltage
- VDDG CCD u. IOD Voltage +/-
- DRAM Voltage bis zu 1,4 V sowohl mit als auch ohne XMP
- ULPS off, LCLK DPM Options On/Off
- LLC diverse Kurven
- VCore switching frequency erhöhen (also die Reaktionsfreudigkeit der VRMs)
- Vcore positive/negative offset
- Power Supply Idle Control settings
- Energiesparpläne

Es gibt bisher nur ein einziges Szenario, in der die Kiste im idle nicht abschmiert und das ist wenn CPB deaktiviert ist. Daher hatte ich das Interesse daran herauszufinden, ob das Problem am zu hohen Boosttakt liegt. Eigentlich ist es ein Fall für die RMA, aber noch habe ich nicht aufgegeben. Wahrscheinlich sind alle Probleme mit nem Allcore OC und fix VCore weg, doch ich will wissen, ob es am Boosttakt liegt oder evtl. an den zu stark fluktuierenden Spannungen (vielleicht auch was anderes ?)

Verbaut ist ein 3700X auf einem MEG X570 Unify mit 2x16G TridentZ Neo, 3600 MHz CL16. ATX 2.51 750W Platinum NT von BeQuiet. CPU Temp dümpelt im idle bei 29-34°C rum.
 
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Ich erstelle grad mal einen Powerplan, der den Boosttakt auf 4200MHz begrenzen sollte (vorausgesetzt, es klappt mit den 3000ern, die 5000er lassen es zu).

Da ich bei meiner Frau einen 3800er im Einsatz habe, werde ich das dort dann schnell testen und sollte es klappen, schieb ich dir den Plan hier rein.

Betrifft dann tatsächlich nur den maximalen Takt.

Eingestellt sind nun 4200MHz als maximaler Takt, beim Test wurden 4175MHz angelegt, sollte also klappen.
 

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Fertig, klappt auch mit den 3000ern.

Datei sollte oben im Posting angehängt sein.
Die .bat ausführen, dann den Plan einstellen, sollte reichen.

Falls es nicht klappen sollte, melde dich noch mal, dann schiebe ich den max Takt noch ein Stück weiter runter.
 
Ist installiert, maximaler Takt gedeckelt bei 4150 MHz. Passt, Danke.
Ich meld mich dann wieder, wenn es was neues gibt. Es könnte aber Tage bis Wochen dauern, da die Abstürze halt in sehr unregelmäßigen Abständen kommen.
 
Kein ding.

Du kannst ja mal deine Telemetrie noch einstellen (sollte es dir möglich sein) damit die Versorgungsspannungen besser werden.

Sprich VDDG / VDDP / VCORE / VSOC hängen alle an der Telemetrie, ist diese mit einer zu hohen Abweichung behaftet bekommt die CPU zu hohen boost oder zuviel / wenig Spannung und schaltet deswegen ab (Eigenschutz obwohl unnötig).

Dazu einfach mal in den Curve Optimizer Thread schauen, da hatte ich das Vorgehen mal angerissen.

Ist ein leidiges Thema und das Problem ist bekannt. Boardhersteller dürfen aber nichts sagen (oder können es nicht) und auch AMD weiß darüber bescheid, schweigt sich aber auch tot.
 
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Hatte ich tatsächlich vor zwei Tagen mit CB23 MultiCore Last als Referenz gemacht. Musste um 30A erhöhen damit ich ca. 100% bekomme (waren dann gemessen ~102%).

Ich habe diese Einstellung jetzt nach deinem Powerplan aber bewusst wieder verworfen, damit ich später nachvollziehen kann, woran es denn tatsächlich liegt. Könnte jetzt natürlich sein, dass das Problem weiterhin an der Telemetry liegt, diese aber aufgrund gedrosseltem Takt und somit auch gedrosselter Vcore umgangen wird. Werde ich beobachten.
 
30A Abweichung positiv ist schon eine Ansage und zeigt mal wieder, wie unterschiedlich hoch diese Abweichungen sein können.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.
 
@AMG38 In der PCGH 11/19 (ab Seite 42) ist die Optimierung von Ryzen 3000 via Core VID und fixem CCX-Takt beschrieben. Damit kannst du den maximalen Boost auf z.B. 4200MHz begrenzen und die dafür notwendige VID vorgeben, welche natürlich vorher manuell ausgetestet werden muss. CPU-Z und Co. lesen zwar von nun an einen fixen Takt aus, die Energiesparmechanismen bleiben aber weiterhin aktiv. Achtung: VID entspricht nicht der Vcore!

Würde bei 1200 mV für 4200MHz starten und von da aus den Sweetspot ermitteln. Je nachdem von wann deine CPU ist (spätere Samples erlauben oft mehr Takt bei weniger Spannung) könnte auch ein leichtes Taktplus gegenüber dem Stock-Boost herausspringen. Mein später 3600er benötigte damals für 4400MHz z.B. "nur" 1250mV und lief damit mit 200MHz mehr gegenüber dem Stock-Boost bei gleicher Leistungsaufnahme gegenüber Stock. :)

Spannungsskalierung_Ryzen 5 3600.jpg
 
Du navigierst im MSI-UEFI zu "Settings/Advanced/AMD Overclocking/AMD Overclocking/Manuel CPU Overclocking" und stellst da die Werte für Takt und Spannung ein.

Da steht zwar "CPU Voltage", aber zumindest bei meinem B550 & B450 MSI-Boards wird dadurch die VID fixiert. Die Vcore ergbit sich dann über die eingestellte Load-Line-Calibiration (LLC). Für den Start ist bei MSI "auto" ausreichend.
 
Juhuu wieder ein be quiet Netzteil kaputt. Kann doch echt nicht sein oder? Was ist aus dieser Marke geworden.
Dachte erst MB oder Cpu wäre kaputt aber da dass NT am zweit Pc auch nicht geht liegt es am NT da auch das NT vom zweit Pc aktuell meinen Pc befeuert :D
 
Du navigierst im MSI-UEFI zu "Settings/Advanced/AMD Overclocking/AMD Overclocking/Manuel CPU Overclocking" und stellst da die Werte für Takt und Spannung ein.

Da steht zwar "CPU Voltage", aber zumindest bei meinem B550 & B450 MSI-Boards wird dadurch die VID fixiert. Die Vcore ergbit sich dann über die eingestellte Load-Line-Calibiration (LLC). Für den Start ist bei MSI "auto" ausreichend.

Was auf jeden Fall funktioniert ist die VID Grenze. Trägt man dort 1350 mV ein, wird auch laut HWinfo nicht mehr als dieser Wert angefordert. Real liegen dann die üblichen 0,2X bis 1,3X V an.

Was aber nicht klappt ist der dynamische Takt. Wenn man unter Core Clock nichts einträgt, verharrt die CPU weiterhin in ihrem Baseclock. Trägt man einen Wert ein, z.B. 4200 MHz, liegen auch diese dauerhaft an.

@Darkearth27

Leider kommt es mit dem Powerplan zu kuriosen Mausrucklern. Eine Idee ?
 
Was heißt "Mausruckler" ? Und wobei tritt das auf?

Gaming? Desktop? Rendering?

Kann es halt nicht nachstellen, da bei meiner Frau das wunderbar funktioniert (hab es seitdem aktiv und sie merkt keine Veränderung - bis eben auf den nicht so hohen Takt).
 
Hatte bisher nur Desktopbetrieb am laufen. Der Cursor bleibt manchmal hängen, als würde man aufhören die Maus zu bewegen oder als würde sie die Verbindung verlieren. Ist nicht durchgehend der Fall, doch wenn es einmal Auftritt, dann geht das für mehrere Sekunden so.
 
Kann ich aktuell nicht nachstellen, weder bei mir (hab den plan bei mir auch mal aktiviert und beobachte das nun) noch bei meiner Frau ihrer Kiste.

Die hätte mir auch schon den Hals umgedreht, wenn dem so wäre, da sie da sehr empfindlich ist.

Eventuell liegt das Problem bei dir tiefer, denn der Plan beschränkt wie gesagt, eigentlich nur den maximalen Takt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was auf jeden Fall funktioniert ist die VID Grenze. Trägt man dort 1350 mV ein, wird auch laut HWinfo nicht mehr als dieser Wert angefordert. Real liegen dann die üblichen 0,2X bis 1,3X V an.

Was aber nicht klappt ist der dynamische Takt. Wenn man unter Core Clock nichts einträgt, verharrt die CPU weiterhin in ihrem Baseclock. Trägt man einen Wert ein, z.B. 4200 MHz, liegen auch diese dauerhaft an.

Somit funktioniert es wie gewollt/erwartet. :ka:

Der Takt ist weiterhin dynamisch. Einfach mal den Effective Clock oder die C-States via Hwinfo64 beobachten. Im IDLE taktet die CPU runter und wechselt auch sauber zwischen C0 (Run), C1 (Hold) und C6 (Deep Power Down). Somit keine Effizientsnachteile im IDLE und Teillastbetrieb. Unter Volllast hast du durch die Begrenzung des max. Taktes und der max. VID die volle Kontrolle. Je nach Chipgüte gibt es dann verschiedene Herangehensweisen. Dazu müsstest du dir fürs erste einen Startpunkt suchen (z.B. die oben erwähnten 4200MHz @ 1200mV) und entsprechend auf Stabilität via Prime95, Aida64, ... testen. Hast du diesen Startpunkt gefunden ermittelst du den Sweetspot für deine CPU und Kühlung. Also setzt du dir z.B. ein Temperaturlimit, welches nicht überschritten werden soll. Alternativ auch eine PPT-Limit (z.B. 88 W, genehmigt sich der Ryzen 3700 @Stock) welche nicht überschritten werden soll. Hast du noch Spielraum zu deinem gewählten Limit, erhöhst du einfach solange die Spannung und Takt bist du dein gesetztes Limit erreicht hast. Und immer schön auf Stabilität testen.

Edit: Das beschriebene Vorgehen entspricht somit eigentlich einem AllCore-OC. Allerdings solltest du damit dein beschriebenes Problem in den Griff bekommen. Nachteile gibt es eigentlich keine.
 
An die Gigabyte Besitzer: Hat von euch jemand schon ein aktuelles Bios mit "Major vulnerabilities updates" am laufen? Wenn ja, gibt's irgendwelche Einschränkungen?
 
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