AMD Pinnacle Ridge: Ryzen 5 2600 mit Taktplus entdeckt

Da Zen ja allgemein noch eine recht neue CPU-Architektur ist, die zwar auch jetzt schon eine tolle Performance liefert, aber sicher noch einiges in petto hat, ist es doch möglich, daß mit Zen+ sich manches auch neben dem Takt noch besser umsetzen läßt, vielleicht durch Detailverbesserungen z.B. am Speicherkontroller oder anderer Komponenten, warum sollen die Effekte daher nicht additiv sein können?

Ich habe versucht, etwas in Gedankenexperimenten zu konstruieren und habe es nicht hinbekommen.
 
Ich meine, man kann sich doch vorstellen, dass die Verbesserungen additiv wirken können, aber nicht immer zwingend müssen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es in manchen Szenarien, auch durch die schnellere RAM Spezifikation, bis zu 20% mehr Performance drin sein könnten.

Was meinst du genau mit additiv? Sollte es nicht eher theoretisch multiplikativ sein? 2 Verbesserungen von jeweils 10% (1,1*1,1=1,21) sollten 21% ergeben.
In der Praxis ist das leider nicht ganz so einfach, weil sich Effekte gegenseitig aufheben können. Problem könnte sein, dass durch die Verbesserung das eine bisherige Nadelöhr genug geweitet wird, aber dafür dann was anderes limitiert. Ich sehe aktuell ein Potential von ca. 40% bei Zen gegenüber Zen+, aber unwahrscheinlich, dass AMD in der sehr kurzen alle Punkte angehen konnte. Gefahr von AMD ist, dass die @Stock bei ihren Spitzenmodellen zu stark an die Grenze gehen und somit einen Ruf als Stromfresser bekommen, obwohl Ryzen bei moderaten Takt sehr sparsam ist. Ähnliches produziert AMD bei den GPUs leider schon länger. Die RX580/Vega ist bei leicht niedrigeren Takt gleich deutlich sparsamer. So viel fehlt gar nicht mehr zu Nvidia (bis GTX 1080).
 
Wie ich es auch drehe und wende, ich komme immer wieder auf das Min-Max-Prinzip hinaus. Egal ob nun Takt, RAM oder Cache, Zen+ wird wohl tatsächlich nur 10% schneller sein unterm Strich.
 
In manchen Anwendungs Szenarien habe ich im CPU Limit tatsächlich schon etwa 10% mit Dual Ranked auf 2933Mhz. Wenn man annehmen würde AMD wäre zurückhaltend mit "Prahlen" bei ZEN, könnte man tatsächlich darauf kommen 1+1=2 aber 20% :rollen: ein Refresh? Das könnte man auch erst glauben wenn man es sähe^^
Wenn nicht mehr nur 510 PS sondern 1020PS in meinem Alfa habe, kann ich trotzdem nicht Doppelt so schnell Fahren ...
 
Wie ich es auch drehe und wende, ich komme immer wieder auf das Min-Max-Prinzip hinaus. Egal ob nun Takt, RAM oder Cache, Zen+ wird wohl tatsächlich nur 10% schneller sein unterm Strich.

Wenn AMD bei den fps immer wieder Ausreißer nach oben hat, dann zieht es den Durchschnittswert bei den fps nach oben, aber bringt dir in der Praxis kaum was.
Der Core i7-6900K liegt aktuell 16% vor einem Ryzen 1800X bei PCGH. Ziel von AMD muss sein, dass man den Abstand deutlich verringert und nächstes Jahr im Schnitt schlägt.
 
Je nach Anwendung sind deutlich größere Einbußen drin, auch für Heimanwender.

In in paar Anwendungen wird es größere Unterschiede geben, die du dann hervorheben kannst um gegen Intel abzulästern.:D
Ich vergleiche lieber in etwa das Mittel und größtenteils Spiele wie die Tests ja schon gezeigt haben was da ungefähr an Leistungsverlust ansteht.

Na ja, im Moment sieht es so aus, dass 10% Taktsteigerung UND IPC Verbesserungen kommen werden.

Im Moment wissen wir nur von 200Mhz mehr Takt und DDR4 2933, letzterer läuft ja auch mit Ryzen schon problemlos mittlerweile.
 
In in paar Anwendungen wird es größere Unterschiede geben, die du dann hervorheben kannst um gegen Intel abzulästern.:D
Ich vergleiche lieber in etwa das Mittel und größtenteils Spiele wie die Tests ja schon gezeigt haben was da ungefähr an Leistungsverlust ansteht.

Unsachlich wie immer...

Naja, dein Statement war wie immer so allgemein geschrieben dass es nur als falsch bezeichnet werden kann. Während Spiele nun derzeit keine Einbußen erfahren sind Anwendungen zum Teil recht deutlich betroffen.
Ist eben abhängig von verwendeter Software.

Nur, Intel Fanbois wie du machen daraus die Pauschalaussage dass es keine Leistungsverluste gebe, das ist jedoch nicht korrekt. Auch wenn du jetzt wieder ankommst und wie immer eine ganz eigene Definition von dem erstellst was man nutzt (wie im GPU Vergleichstest, erstmal wegen OpenCL rumgeheult...).
Wenn man über sowas vernünftig diskutieren will muss man eben beachten dass die Auswirkungen der Microcodeupdates so wie sie derzeit verfügbar sind & so wie die Benches / Programme derzeit verfügbar sind, einzelne User stärker betreffen als andere.
Pauschal zu sagen, es gebe kein Problem ist falsch. Richtig wäre zu sagen, es gibt kein Problem mit Games. Nur ist Heimanwender nicht automatisch Gamer, sondern oftmals eben auch Bildbearbeiter & Co.
 
Was meinst du genau mit additiv? Sollte es nicht eher theoretisch multiplikativ sein? 2 Verbesserungen von jeweils 10% (1,1*1,1=1,21) sollten 21% ergeben.
In der Praxis ist das leider nicht ganz so einfach, weil sich Effekte gegenseitig aufheben können. Problem könnte sein, dass durch die Verbesserung das eine bisherige Nadelöhr genug geweitet wird, aber dafür dann was anderes limitiert. Ich sehe aktuell ein Potential von ca. 40% bei Zen gegenüber Zen+, aber unwahrscheinlich, dass AMD in der sehr kurzen alle Punkte angehen konnte.


Angenommen, man hat eine Aufgabe, die sich aus einer Anfrage vom Speicher, einer Verarbeitung und einer Ausgabe zusammensetzt. Die Verarbeitung ist 10% und die Speicheranfrage ist 8% schneller im Vergleich mit einer älteren Generation. Die Ausgabe bleibt gleich. Insgesamt ergibt sich damit für die Laufzeit

L=0.9*Verarbeitung + 0.92*Speicheranfrage.

Nun schätzen wir die minimale Laufzeit ab, indem wir die maximale Verbesserung für alle Teilaufgaben verwenden.

L >= L_min = 0.9*Verarbeitung + 0.9*Speicheranfrage = 0.9*(Verarbeitung + Speicheranfrage ) = 0.9*Gesamtaufwand.

Die Gesamtlaufzeit ist also immer größer als die maximale Performanceverbesserung bezogen auf den Gesamtaufwand.
 
Ach du zerteilst den Gesamtaufwand noch in sequenzielle Schritte, dann ist es natürlich additiv.
Ich war bei L=0,9^2*Gesamtaufwand
 
Multiplikativ kann es nur sein, wenn die Werte bezogen auf ein und dieselbe Größe (z.B. Takt) zweimal hintereinander gesteigert werden, also bei zwei Generationen.
 
Interessant wäre eine Einordnug der Leistung. Der kleine Taktplus schaut aber schon mal sehr gut aus. Wie es mit den IPC aussieht wird sich noch zeigen:daumen:
 
Der RyZen 5 2600X wahrscheinlich dann 3,8 / 4,2 ..... Hmm...also vermutlich eine Leistungssteigerung von um die 10% (alles eingerechnet). Bewegt mich jetzt nicht wirklich zum "upgraden" glaube ich aber mal abwarten :).
 
Da ja wie schon mehrfach berichtet der Speicher momentan die Probleme für den Verkauf von Grafikkarten einschränkt könnte AMD hier mit einer entsprechenden APU seinen Umsatz massig steigern.

AMD müsste einfach für die 2600 bzw. 2700 Modelle APUs im Leistungsbereich einer RX 480 hinbekommen. Da der größte teil Freesync Monitore zu Hause hat wäre zumindest bis WQHD AMD nicht mehr zu schlagen.

AMD würde hier 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen : Ihre Grafik + CPU Chips verkaufen. Preisempfehlung wäre bei 2600 500,-€
 
Und wo soll diese APU schnellen Speicher bekommen? DDR4 ist dafür nicht geeignet.
Intel plant ja bereits eine schnellere Variante und verbaut genau deswegen HBM2 auf dem Chip.
 
Hab meinen 1600 mal durch die Geekbench gejagt und bessere Ergebnisse erhalten. Natürlich mit OC von 3.8 Ghz All-Core und Ram auf 3200 Mhz mit knackigen Timings von 14-13-13-24-38-1T

Single Core Score: 4664 und Multi-Core Score: 21873.

Aussagekräftig ist es wohl nicht unbedingt da nicht dieselben Settings.
 
Der RyZen 5 2600X wahrscheinlich dann 3,8 / 4,2 ..... Hmm...also vermutlich eine Leistungssteigerung von um die 10% (alles eingerechnet). Bewegt mich jetzt nicht wirklich zum "upgraden" glaube ich aber mal abwarten :).

Wer rüstet schon wegen 10% Mehrleistung auf? :ugly:
Ich würde darüber erst ernsthaft nachdenken, wenn man 50-75% Mehrleistung bekommen würde und selbst dann kann Aufrüsten unsinnig sein, wenn alles was man macht auf der alten CPU noch einigermaßen flott läuft.
 
Wer rüstet schon wegen 10% Mehrleistung auf? :ugly:
Ich würde darüber erst ernsthaft nachdenken, wenn man 50-75% Mehrleistung bekommen würde und selbst dann kann Aufrüsten unsinnig sein, wenn alles was man macht auf der alten CPU noch einigermaßen flott läuft.

Bei Intel gabs die letzten 10 Jahre doch auch nur 10% mehr pro Generation. Und da haben trotzdem viele jede Generation aufgerüstet. Hier kann man wenigstens sein Mainboard behalten :D
 
Entscheidend könnte sich auswirken, das Zen+ ebenfalls den Precision Boost 2 erhält. Sprich, auch wenn jetzt bei 200 MHz gegenüber den Vorgängern Schluss sein sollte (auch beim Übertakten) wäre der reale Leistungsgewinn höher als der Maximaltakt vermuten lässt, weil die hohen Taktraten auf allen Kernen länger gehalten bzw. sehr feinstufig und dynamisch abgesenkt werden.

Man stelle sich einfach einen 1600 vor, der seinen Standard-Max-Boost auf *allen* Kernen hält und punktuell pro Kern in 25-Mhz-Schritten absenkt wie jetzt der 2400G. Bereits das würde eine spürbare Leistungssteigerung bedeuten.
Dazu kommen beim 2600 ein paar Prozente durch die Fertigung, ein paar Prozente durch Optimierungen und der Umstand, dass der Heatspreader im Gegensatz zum 2400G verlötet sein wird, also mehr thermischen Spielraum vorliegt.

Da ist - vorsichtiger - Optimismus nicht unangemessen.
 
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