die schuhe waren nur ein beispiel, wird ja mit allem möglichen so gehandhabt. nichtsdestotrotz käme ich im leben (nicht nochmal) auf die idee mir die online zu bestellen. das argument mit den "mehreren objekten in ein paket" ist auch nur solange valide, solange man sich die 20 treter beim selben anbieter gekauft hat.
Ich bezog mich auf Bestellungen
bei Amazon.
Für Bestellungen
über Amazon sieht die Sache anders aus, aber das mache ich nur in seltenen Fällen bei ostasiatischen Anbietern, wo Lieferprobleme sonst gar nicht handhabbar sind. Warum man Amazon Geld und Daten geben, wenn man letztlich doch bei einem dritten kauft, den man auch direkt erreichen kann?
Kleiner Tip - dem Paketboten klipp und klar aber freundlich sagen, daß man keine Pakete von fremden Leuten mehr annimmt, bei einem halben Dutzend Fahrer von Hermes bis DHL ist das Geklingle dann schnell vorbei.
Die Jungs versuchen sich es logischerweise auch einfacher zu machen, heißt derjenige der die Dinger ohne zu Murren annimmt, wird auch weiterhin angesteuert.
Da ich schon immer viel von zuhause gearbeitet habe, wurde ich auch sehr gerne angesteuert.
Da sich 90% der Nachbarn selbst nach vielen Paketen weder bedankt, revanchiert, noch selber mal ein Paket von mir angenommen haben, habe ich den jeweiligen Paketboten erklärt, daß ich bis auf eine bestimmte Nachbarin keine fremden Pakete mehr annehme.
Klappt perfekt - nur bei einem neuen Fahrer muß man proaktiv nochmal den Satz aufsagen.
Da habt ihr gute Paketboten. Die bei uns ziehen einfach hörbar den Finger über die gesamte Klingelleiste und lassen dabei auch diejenigen nicht aus, bei denen sie schon seit Monaten kein Paket mehr losgeworden sind. Habe schon überlegt, die Klingel ganz abzuklemmen, solange ich nichts (und niemanden) erwarte.
Interessant (und lächerlich von Seiten der Stadtplaner), in Österreich ist das komplett anders.
Ausnahme ist teilweise, aber auch nicht durchgehend, Wien, wo es immer wieder mal nur öffentliche Parkplätze in der Nähe gibt. Aber auch dort haben Einkaufszentren Tiefgaragen usw., die natürlich nichts oder fast nichts kosten, bzw. man das Parkticket erstattet bekommt.
Abseits von Wien hat jedoch wirklich überall jedes Geschäfft eigene Parkplätze.
Eigene Parkplätze sind in Deutschland abseits der großen Gewerbegebiete selten – aber wir haben natürlich auch mehr Metropolen, in denen die Verkehrsbedingungen mit Wien vergleichbar sind. Für die gilt dann meiner Erfahrung nach fast immer, was du im ersten Absatz beschreibst: In Parkhäusern von Einkaufszentren steht man relativ günstig; in denen von Geschäften umsonst, wenn man bei diesen Kunde ist. Meinen letzten Fernseher habe ich auch vor Ort gekauft, 0 Euro Parkgebühr gezahlt und zwischen Ausgang Parkplatz und Eingang Laden nicht mehr als 50 m Fußweg gehabt. (Auf dem Parkplatz und im Laden ungleich mehr.)
Nur wer auf unabhängige Parkhäuser oder gar freie Parkflächen zurückgreift, zahlt teils ordentlich – der knappe Parkraum am Straßenrand ist in einigen Städten exklusiv für Kurzzeitparker eingeplant und auch entsprechend bepreist, damit man schnell Platz für den nächsten Kunden macht. Das sind dann aber in der Regel auch Städte, die Park'n'Ride anbieten und teilweise über eine Million Leute im direkten Einzugsbereich ihres Nahverkehrs haben. Kunden, die von noch weiter außerhalb kommen und auf die direkte Anfahrt mit dem Auto bestehen, spielen eine entsprechend kleine Rolle. Wobei das keine Großstadt-exklusive Situation ist – diverse pitoreske Dörfchen im weiteren Umkreis hier wenden genau die gleichen Methoden an, um städtische Wochenendtouristen beziehungsweise deren Autos aus Altstädten rauszuhalten und in der Nähe von Badegewässern zahlt man auch vergleichbare Parkgebühren. (Ohne ÖPNV-Alternative.^^)
Wer auf jeden Euro achtet und online als gleichwertige Alternative erachtet, wird in solchen Einkaufszonen aber ohnehin nicht glücklich. Die Ladenmieten sind da schließlich auch nicht ohne und bei 20-30 Euro Aufpreis für eine einzelne Jeans (bis 100 Prozent Mehrkosten, wenn man Angebot vs. nicht-Angebot vergleicht) sind 10 Euro Parkkosten, die sich noch auf mehrere Anlässe verteilen oder unter diversen Bedingungen ganz entfallen, nicht übermäßig viel. Das größere Problem, selbst für Leute die für die Möglichkeit zum Ausprobieren/live Anschauen ein paar Euro drauflegen würden, ist in meinen Augen der Zeitaufwand und die Verfügbarkeit. Auch wenn ich die Rumlatscherei in der Stadt durch Suche nach mehreren Dinge effizient nutze, könnten 2-3 Stunden vergehen, während ich online nach 2-3 Minuten fündig werde. Und die Chance, dass das manuelle Ergebnis "haben wir nicht, können wir aber bestellen" lautet ist groß.
Auf dem Heimweg nehme ich solche Möglichkeiten noch mit. Aber extra in die Stadt rein? In meinem Fall noch in Bayern, das heißt ich muss meine Arbeitszeit verschieben um vor Ladenschluss überhaupt etwas zu erreichen? Das letzte Mal nur zum Aufsuchen eines Ladengeschäfts war ich 2019 in der Nürnberger Innenstadt. Und da ging es um eine kaputte Uhr, die zum Markenhändler musste.