Maverick3k
BIOS-Overclocker(in)
AW: Adblock Plus: Einstweilige Verfügung gegen Eyeo wegen Verletzung der Pressefreiheit
@Thorsten
Ich habe geschrieben, dass Verlage damals hätten Anfangen können Werbeplätze für den Onlineauftritt zu verkaufen. Du reitest darauf herum, dass es so etwas nicht gibt. Wenn die Verlage das verpennen und die Möglichkeit gab es lange genug, bis Firmen aus dem Boden geschossen kamen die sich darauf spezialisiert haben. Technisch wäre es vielleicht nicht so leicht geworden, weil es damals noch kein PHP oder Javascript gab. Also Ende der 90er, wo das Internet mehr und mehr im kommen und man Browsertechnisch noch stark eingeschränkt war - und das ganze Netz nur statisch gewesen ist.
Aber als es in der Richtung stark nach oben ging (ASP etc.) hätte man ansetzen können. Was ist passiert? Die Verlage waren im Dornröschenschlaf und keiner hat in die Zukunft gesehen. Man dachte einfach: Geht so weiter wie bisher, bis dann die Verkäufe der Print doch nach und nach zurück gingen und dann wurde man "panisch". Erst mehr Werbung, noch mehr Werbung und schlussendlich Zwangswerbung. Manche Verlage haben es, wie du bereits geschrieben hast, nicht geschafft und sind Pleite gegangen. Ich habe es bereits in einem Thread geschrieben wo es um Adblock ging: Wenn ein Unternehmer sein einziges Standbein in Internetwerbung hat, ist es absolut verdient, wenn die Firma Pleite geht. Man ist als Unternehme verpflichtet sein Unternehmen gewinnträchtig zu führen, tut man das nicht und kann seinen Zahlungsaufforderungen (Steuern etc.) nicht mehr nachkommen, muss man den Laden dicht machen, oder er wird dicht gemacht. Weiß ich aus eigener Erfahrung, hatte nichts mit Internetwerbung am Hut. In meinem Fall konnte ich nicht mal Insolvenz machen, weil sie mangels Masse abgewiesen wurde. Und Gewerbeverbot habe ich auch bekommen, weil mir meine Angestellten wichtiger waren als der Staat. Ohne Arbeiter = keine Arbeit = kein Geld = und erst Recht keine Steuern. Würde ich heute wieder so handeln? Vermutlich nicht, Lerneffekt und so. Müsste ich daher also eigentlich wissen wie der Hase läuft? Natürlich weiß ich das. Schreibe ich das in meinen Posts? Nein, weil ich das als Grundwissen voraussetze, aber räume an der Stelle ein, dass ich nicht darauf Bezug nehme und das sogar ein klein wenig ignoriere. Zynisch bin ich, ja, sehr sogar, aber nicht in der Hinsicht.
Gejammert wird immer. Entweder, weil Umsätze zurück gehen, oder weil die Firma Pleite geht. Ich glaube nicht, dass Verlage wie Computec mal eben so den Bach runter gehen, in so einem Fall ist das eher ein schleichender Prozess, da muss schon deutlich mehr passieren als "nur" Adblock. Aber dann ist es Zynisch, wenn man schreibt, dass sich ein Redakteur einen anderen Job such kann. Manche Berufe sind nicht für die Ewigkeit. Es fängt bspw. damit an, dass für die heutige Jugend "junge" Redakteure wichtig sind. Die ältere Generation wie Thilo werden Chefredakteur bzw. wandern mehr in den Hintergrund, suchen sich andere Jobs und machen den Platz für die jüngere Generation frei. (Trifft natürlich nicht alle alle Redakteure zu!) Guckt man sich PCG oder PCGH an, gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur jüngere. Zumindest erkennbar an denen, die mehr in der "Öffentlichkeit" sind. Wie es im Hintergrund ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich meine nur die Redakteure.
Es sollte auch nicht weiter verwunderlich sein, dass man gebuchte Werbung wie in Print heutzutage nicht mehr einführen können wird - der Zug ist abgefahren, dass hat auch überhaupt nichts mit Weltfremd zu tun, da sind die Verlage selber schuld! (das kann man sowieso nicht oft genug betonen). Man sieht an deiner Haltung, dass nicht einmal Redakteure einsichtig sind und den Wunsch nach dezenterer Werbung ausschlagen und sogar als Zynisch ansehen - entweder hängt mein Weltbild ordentlich schief, oder deines. (ich meine das nicht beleidigend). Werbung und Zwangswerbung ruft und wird auch in Zukunft nur nur eines auslösen: Gegenmaßnahmen. Aber wie auch bei meinen vorherigen Posts wird auf den noch unbequemen Teil nicht eingegangen.
Der Geschäftsleitung ist es nun mal egal wie Geld generiert wird. Wenn notfalls ein Redakteur gehen muss, wird das ggf. auch in Kauf genommen. Man sollte sich auch nur einmal fragen warum manche Online-Magazine freie Mitarbeiter haben. (und das nicht jeder als Redakteur geeignet ist und/oder erst mal Erfahrung sammeln muss ist nur eine Seite der Medaille, auf der anderen sind solche günstiger als ein Festangestellter. Auch wenn es mal vorkommt das ein freier übernommen wird, da ist auch nichts verwerfliches daran )
Nirgends habe ich behauptet, Werbung sei schlecht. Nur sollte man sich nicht wundern, wenn sich Leser über zu viel beschweren, insbesondere wenn Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden, denn spätestens dann entsteht Unmut. Das letzten Endes von keiner Seite eingelenkt werden will, verwundert dann auch nicht mehr. "Adblocknutzer sind "Nutznießer und Schmarotzer" (c) Gronkh. Ganz egal ob die Argumentationskette von einem Redakteur kommt, oder von einem Leser: Sie sind praktisch so gut wie immer die gleichen, man kann äußerst selten neues entdecken. Die Sichtweise/Argumentation ändert sich vielleicht, aber das Endresultat ist und bleibt das gleiche.
Ich für meinen Teil werde versuchen mich bei solchen Themen in Zukunft zurück zu halten, man dreht sich nur im Kreis. Einsichtigkeit gibt es nicht. Daher ist das nun (hoffentlich) mein letzter Post.
@Thorsten
Ich habe geschrieben, dass Verlage damals hätten Anfangen können Werbeplätze für den Onlineauftritt zu verkaufen. Du reitest darauf herum, dass es so etwas nicht gibt. Wenn die Verlage das verpennen und die Möglichkeit gab es lange genug, bis Firmen aus dem Boden geschossen kamen die sich darauf spezialisiert haben. Technisch wäre es vielleicht nicht so leicht geworden, weil es damals noch kein PHP oder Javascript gab. Also Ende der 90er, wo das Internet mehr und mehr im kommen und man Browsertechnisch noch stark eingeschränkt war - und das ganze Netz nur statisch gewesen ist.
Aber als es in der Richtung stark nach oben ging (ASP etc.) hätte man ansetzen können. Was ist passiert? Die Verlage waren im Dornröschenschlaf und keiner hat in die Zukunft gesehen. Man dachte einfach: Geht so weiter wie bisher, bis dann die Verkäufe der Print doch nach und nach zurück gingen und dann wurde man "panisch". Erst mehr Werbung, noch mehr Werbung und schlussendlich Zwangswerbung. Manche Verlage haben es, wie du bereits geschrieben hast, nicht geschafft und sind Pleite gegangen. Ich habe es bereits in einem Thread geschrieben wo es um Adblock ging: Wenn ein Unternehmer sein einziges Standbein in Internetwerbung hat, ist es absolut verdient, wenn die Firma Pleite geht. Man ist als Unternehme verpflichtet sein Unternehmen gewinnträchtig zu führen, tut man das nicht und kann seinen Zahlungsaufforderungen (Steuern etc.) nicht mehr nachkommen, muss man den Laden dicht machen, oder er wird dicht gemacht. Weiß ich aus eigener Erfahrung, hatte nichts mit Internetwerbung am Hut. In meinem Fall konnte ich nicht mal Insolvenz machen, weil sie mangels Masse abgewiesen wurde. Und Gewerbeverbot habe ich auch bekommen, weil mir meine Angestellten wichtiger waren als der Staat. Ohne Arbeiter = keine Arbeit = kein Geld = und erst Recht keine Steuern. Würde ich heute wieder so handeln? Vermutlich nicht, Lerneffekt und so. Müsste ich daher also eigentlich wissen wie der Hase läuft? Natürlich weiß ich das. Schreibe ich das in meinen Posts? Nein, weil ich das als Grundwissen voraussetze, aber räume an der Stelle ein, dass ich nicht darauf Bezug nehme und das sogar ein klein wenig ignoriere. Zynisch bin ich, ja, sehr sogar, aber nicht in der Hinsicht.
Gejammert wird immer. Entweder, weil Umsätze zurück gehen, oder weil die Firma Pleite geht. Ich glaube nicht, dass Verlage wie Computec mal eben so den Bach runter gehen, in so einem Fall ist das eher ein schleichender Prozess, da muss schon deutlich mehr passieren als "nur" Adblock. Aber dann ist es Zynisch, wenn man schreibt, dass sich ein Redakteur einen anderen Job such kann. Manche Berufe sind nicht für die Ewigkeit. Es fängt bspw. damit an, dass für die heutige Jugend "junge" Redakteure wichtig sind. Die ältere Generation wie Thilo werden Chefredakteur bzw. wandern mehr in den Hintergrund, suchen sich andere Jobs und machen den Platz für die jüngere Generation frei. (Trifft natürlich nicht alle alle Redakteure zu!) Guckt man sich PCG oder PCGH an, gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur jüngere. Zumindest erkennbar an denen, die mehr in der "Öffentlichkeit" sind. Wie es im Hintergrund ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich meine nur die Redakteure.
Es sollte auch nicht weiter verwunderlich sein, dass man gebuchte Werbung wie in Print heutzutage nicht mehr einführen können wird - der Zug ist abgefahren, dass hat auch überhaupt nichts mit Weltfremd zu tun, da sind die Verlage selber schuld! (das kann man sowieso nicht oft genug betonen). Man sieht an deiner Haltung, dass nicht einmal Redakteure einsichtig sind und den Wunsch nach dezenterer Werbung ausschlagen und sogar als Zynisch ansehen - entweder hängt mein Weltbild ordentlich schief, oder deines. (ich meine das nicht beleidigend). Werbung und Zwangswerbung ruft und wird auch in Zukunft nur nur eines auslösen: Gegenmaßnahmen. Aber wie auch bei meinen vorherigen Posts wird auf den noch unbequemen Teil nicht eingegangen.
Der Geschäftsleitung ist es nun mal egal wie Geld generiert wird. Wenn notfalls ein Redakteur gehen muss, wird das ggf. auch in Kauf genommen. Man sollte sich auch nur einmal fragen warum manche Online-Magazine freie Mitarbeiter haben. (und das nicht jeder als Redakteur geeignet ist und/oder erst mal Erfahrung sammeln muss ist nur eine Seite der Medaille, auf der anderen sind solche günstiger als ein Festangestellter. Auch wenn es mal vorkommt das ein freier übernommen wird, da ist auch nichts verwerfliches daran )
Nirgends habe ich behauptet, Werbung sei schlecht. Nur sollte man sich nicht wundern, wenn sich Leser über zu viel beschweren, insbesondere wenn Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden, denn spätestens dann entsteht Unmut. Das letzten Endes von keiner Seite eingelenkt werden will, verwundert dann auch nicht mehr. "Adblocknutzer sind "Nutznießer und Schmarotzer" (c) Gronkh. Ganz egal ob die Argumentationskette von einem Redakteur kommt, oder von einem Leser: Sie sind praktisch so gut wie immer die gleichen, man kann äußerst selten neues entdecken. Die Sichtweise/Argumentation ändert sich vielleicht, aber das Endresultat ist und bleibt das gleiche.
Ich für meinen Teil werde versuchen mich bei solchen Themen in Zukunft zurück zu halten, man dreht sich nur im Kreis. Einsichtigkeit gibt es nicht. Daher ist das nun (hoffentlich) mein letzter Post.


.gif)
