ACTA -Segen oder Fluch?

Also eig. ist ACTA ja beides nicht.

Ein Segen? Eig. Nein, gestoppt wird Produktpiraterie usw. nicht, daran kann ACTA auch nichts ändern.

Ein Fluch? Nunja, wenn man sich ACTA mal etwas genauer ansieht als sich nur das Video von unseren Freunden von Anonymus anzusehen, dann ists auch kein richtiger Fluch mehr :D

Alles in allem finde ich die Idee ganz gut nur die durchführung löst bei mir bedenken aus.
 
Also eig. ist ACTA ja beides nicht.

Ein Segen? Eig. Nein, gestoppt wird Produktpiraterie usw. nicht, daran kann ACTA auch nichts ändern.

Ein Fluch? Nunja, wenn man sich ACTA mal etwas genauer ansieht als sich nur das Video von unseren Freunden von Anonymus anzusehen, dann ists auch kein richtiger Fluch mehr :D

Alles in allem finde ich die Idee ganz gut nur die durchführung löst bei mir bedenken aus.

Falls nicht, ersetze ACTA einfach durch IPRED und IPRED2 - dann ist es auf jeden Fall ein Fluch
Umstrittene Abschnitte, die bei ACTA herausgenommen, bzw. nur noch schwammig formuliert wurden , kommen
dann wieder hinein.
 
Da steht nicht "demokratiefeindlich", da steht "nicht immer den vorgeblich demokratischen Absichten gerecht". (Aber diffamieren funktioniert von beiden Seiten, nicht? :rollen: )
Letzteres mag eine herabwürdigende bzw. in diesem Fall überzeichnende Bezeichnung sein - aber für den Versuch, demokratisch legitimierte Institutionen (Parlamente) mit nicht-demokratischen Mitteln (nicht repräsentative Protestveranstaltungen) zu beeinflussen, ist es nunmal eine sachlich richtige. Man erinnere sich z.B. an Stuttgart21, wo die Proteste immerhin ein breites Netzwerk an Bürgerinitiativen repräsentierte (und nicht nur den Vernetzungsgrad einiger Onlineaktivisten), aber mitnichten die demokratische Mehrheit.
 
Da steht nicht "demokratiefeindlich", da steht "nicht immer den vorgeblich demokratischen Absichten gerecht". (Aber diffamieren funktioniert von beiden Seiten, nicht? :rollen: )
Letzteres mag eine herabwürdigende bzw. in diesem Fall überzeichnende Bezeichnung sein - aber für den Versuch, demokratisch legitimierte Institutionen (Parlamente) mit nicht-demokratischen Mitteln (nicht repräsentative Protestveranstaltungen) zu beeinflussen, ist es nunmal eine sachlich richtige. Man erinnere sich z.B. an Stuttgart21, wo die Proteste immerhin ein breites Netzwerk an Bürgerinitiativen repräsentierte (und nicht nur den Vernetzungsgrad einiger Onlineaktivisten), aber mitnichten die demokratische Mehrheit.

Sorry, aber jetzt wird es ja richtig abstrus.

Zu "demokratiefeindlich" - das nicht - es impliziert aber deutlich undemokratisches Verhalten - wenn auch netter umschrieben.

Wie Du aber versuchst, dies auch noch zu untermauern, da bleibt einem fast erstmal die Schreibe weg...

Zu Deinen Einlassungen passen, finde ich, die Kommentare 2 und 4 der User Rico und Taka zu entsprechendem Artikel.

Im Übrigen: Nach der Argumentation könnte man auch (z. B. die letzte Bundestagswahl) Wahlen in der Pfeife rauchen. Ich gucke jetzt nicht die Zahlen nach, aber laß 50 % der Wahlberechtigten gewählt haben und
davon wiederum nur 50 % die jetzige Regierungskoalition - mitnichten die demokratische Mehrheit.

Aber überhaupt finde ich Deine Herabsetzung auf "einige Onlineaktivisten" schon sehr bedenklich - auch wenn Du Dich da auf einer Linie mit besagter Kommission, ARD, ZDF, einer Menge konservativer
Politiker, Lobbyverbänden (die Aktionen gegen ACTA sind "koordinierte Angriffe auf demokratische Institutionen wie das EU-Parlament und die nationalen Regierungen") befindest.
Et tu, Brute? ;)
 
Auch auf die Gefahr hin, gegen eine Wand zu reden, weise ich noch einmal ausdrücklich daraufhin:
"nicht-demokratisch" ist nicht das gleiche wie "demokratiefeindlich". Salami z.B. ist kein bißchen demokratisch, aber auch keine Bedrohung für unser System. Ähnliches gilt für viele Demonstratitionen: Die Demonstranten wollen keine Demokratie abschaffen, sie wollen sich aber mit Mitteln Gehör schaffen, die außerhalb der demokratischen Prozesse liegen.
"nicht demokratisch" als vordergründige Eigenschaft dieser Proteste zu nennen, ist (wie erwähnt) nicht gerade die feine Art (wobei mir unklar ist, ob die EU-Komission oder der Artikelschreiber den Schwerpunkt darauf setzt - ich tippe auf letzteren), aber es ist nicht falsch. Erst derjenige, der beide Begriffe in einen Topf wirft ist es, der die "antidemokratie"-Keule auspackt - nicht die EU-Komission.

Bezüglich Wahlen: Die Option "Nicht wählen" ist eine in unserer Demokratie vorgesehene Wahlmöglichkeit. Es ist traurig, dass soviele davon gebrauch machen, aber es ändert nichts an der Legitimität der Wahlen. (Die Beteiligung an der letzten Bundestagswahl lag übrigens -obwohl es die niedrigste seit dem 3. Reich war- immer noch bei über 70 %...)

Bezüglich Onlineaktivisten: Es ist ein Fakt, dass medial gut organisierte Interessensgemeinschaften relativ mehr Leute auf die Straße bekommen, als weniger gut organisierte. Deswegen veranstalten Gewerkschaften z.T. riesige Protestaufmärsche und Unis treten fast geschlossen auf, während z.B. einzelne Sozial- oder Umweltschutzinitiativen (deren Interessen vermutlich bei mehr Bürgern auf Zuspruch treffen würden, als hohe Lohnforderungen anderer) verloren an der Straßenecke stehen und sich an Anti-Nazi-Aufmärschen, trotz extrem hoher Zustimmung in der Sache, i.d.R. <<1% der Personen im Einzugsgebiet beteiligen.
Internetaktivisten sind in dieser Hinsicht die absolute Speerspitze und die daraus resultierende, kleinere Zahl der daheimgebliebenen Sympathissanten muss man berücksichtigen, wenn man die (in einigen Fällen) mittelgroßen Demos richtig einstufen will.
 
Auch auf die Gefahr hin, gegen eine Wand zu reden, weise ich noch einmal ausdrücklich daraufhin:
"nicht-demokratisch" ist nicht das gleiche wie "demokratiefeindlich". Salami z.B. ist kein bißchen demokratisch, aber auch keine Bedrohung für unser System. Ähnliches gilt für viele Demonstratitionen: Die Demonstranten wollen keine Demokratie abschaffen, sie wollen sich aber mit Mitteln Gehör schaffen, die außerhalb der demokratischen Prozesse liegen.
"nicht demokratisch" als vordergründige Eigenschaft dieser Proteste zu nennen, ist (wie erwähnt) nicht gerade die feine Art (wobei mir unklar ist, ob die EU-Komission oder der Artikelschreiber den Schwerpunkt darauf setzt - ich tippe auf letzteren), aber es ist nicht falsch. Erst derjenige, der beide Begriffe in einen Topf wirft ist es, der die "antidemokratie"-Keule auspackt - nicht die EU-Komission.

Bezüglich Wahlen: Die Option "Nicht wählen" ist eine in unserer Demokratie vorgesehene Wahlmöglichkeit. Es ist traurig, dass soviele davon gebrauch machen, aber es ändert nichts an der Legitimität der Wahlen. (Die Beteiligung an der letzten Bundestagswahl lag übrigens -obwohl es die niedrigste seit dem 3. Reich war- immer noch bei über 70 %...)

Bezüglich Onlineaktivisten: Es ist ein Fakt, dass medial gut organisierte Interessensgemeinschaften relativ mehr Leute auf die Straße bekommen, als weniger gut organisierte. Deswegen veranstalten Gewerkschaften z.T. riesige Protestaufmärsche und Unis treten fast geschlossen auf, während z.B. einzelne Sozial- oder Umweltschutzinitiativen (deren Interessen vermutlich bei mehr Bürgern auf Zuspruch treffen würden, als hohe Lohnforderungen anderer) verloren an der Straßenecke stehen und sich an Anti-Nazi-Aufmärschen, trotz extrem hoher Zustimmung in der Sache, i.d.R. <<1% der Personen im Einzugsgebiet beteiligen.
Internetaktivisten sind in dieser Hinsicht die absolute Speerspitze und die daraus resultierende, kleinere Zahl der daheimgebliebenen Sympathissanten muss man berücksichtigen, wenn man die (in einigen Fällen) mittelgroßen Demos richtig einstufen will.

Nicht "demokratiefeindlich" hatte ich ja auch betont - das sagen sie nicht. Da wäre meines Verständnisses ein Vorsatz zur Abschaffung notwendig.
" sie wollen sich aber mit Mitteln Gehör schaffen, die außerhalb der demokratischen Prozesse liegen". Nein - ich gäbe Dir recht, wenn Du auf Anonymous-Aktionen
hinweisen würdest, wie blockieren von Websites (auch wenn ich dafür gewisse Sympathien Robin-Hoodscher Art hege), die tatsächlich nicht demokratischen Verfahren entsprechen.
Demonstrationen sind jedoch durchaus legitime demokratische Verfahrensweisen - womit ich Dir (.."mit nicht-demokratischen Mitteln (nicht repräsentative Protestveranstaltungen) zu beeinflussen..") , der Kommission, usw. widerspreche.

Und überhaupt könnte sich die Kommission in Bezug auf demokratischen Verfahrensweisen zurückhalten - heise online | Verbraucherministerin Aigner kritisiert ACTA oder
ACTA: Schulz beklagt
Diese Geheimniskrämerei scheint keineswegs "Usus" zu sein, wie auch hier schon behauptet.

Übrigens wäre auch S21 danach auch keine repräsentative Protestveranstaltung gewesen - sie haben ja eine ziemliche Schlappe bei der Abstimmung einstecken müssen..
Ich weiß auch nicht, warum Du da so einen Unterschied machst - gegen ACTA stehen ja keineswegs "nur" Netzaktivisten - z. B. hat auch Amnesty International die
Nichtratifizierung gefordert.

Zu den Zahlen: In Bezug auf die "Daheimgebliebenen" irrst Du, denke ich - das dürfte m. E. in die Millionen (europaweit) gehen. Aber da müssen wir uns ja nicht treffen..
Letztlich ist ACTA aber sowieso Makulatur - wie schon erwähnt (und von den Massenmedien geflissentlich übersehen/ignoriert) sind die nächsten Richtlinien (Ipred/Ipred2) schon unterwegs.
 
Zuletzt bearbeitet:
ACTA ist eindeutig ein Fluch. Mal ein paar Beispiele

Ihr habt ein Film gesehen im Kino und erzählt Freunden was in diesem Film so passiert, schon seid ihr Kriminelle den ihr habt nicht dafür gezahlt das ihr es weiter erzählen dürft.
Auf Facebook oder auf anderen Sozialen Netzwerke habt ihr Links zu Youtube von Songs die euch gefallen, auch Kriminell habt nicht dafür gezahlt das ihr es verlinken dürft.
Klingelton auf dem Handy ist euer Lieblingslied und das Handy ist auf Laut, jemand ruft an und das Lied läuft, schon seid ihr Kriminell, ihr habt nicht bezahlt das ihr das Lied öffentlich abspielen dürft.
Habt aus dem Internet ein Wallpaper runtergeladen und als Hintergrundbild auf dem PC, schon seid ihr Kriminell habt nicht für das Wallpaper gezahlt.

So, wer jetzt noch etwas Positives an ACTA findet soll mir 3 Sinnvolle Gründe geben was daran gut sein.
 
ACTA ist eindeutig ein Fluch. Mal ein paar Beispiele

Ihr habt ein Film gesehen im Kino und erzählt Freunden was in diesem Film so passiert, schon seid ihr Kriminelle den ihr habt nicht dafür gezahlt das ihr es weiter erzählen dürft.
Auf Facebook oder auf anderen Sozialen Netzwerke habt ihr Links zu Youtube von Songs die euch gefallen, auch Kriminell habt nicht dafür gezahlt das ihr es verlinken dürft.
Klingelton auf dem Handy ist euer Lieblingslied und das Handy ist auf Laut, jemand ruft an und das Lied läuft, schon seid ihr Kriminell, ihr habt nicht bezahlt das ihr das Lied öffentlich abspielen dürft.
Habt aus dem Internet ein Wallpaper runtergeladen und als Hintergrundbild auf dem PC, schon seid ihr Kriminell habt nicht für das Wallpaper gezahlt.

So, wer jetzt noch etwas Positives an ACTA findet soll mir 3 Sinnvolle Gründe geben was daran gut sein.
Die Frage, die sich mir stellt ist, ob Sie ihre Behauptungen mit entsprechenden Textstellen aus dem Abkommen belegen können...
 
Zurück