80 Euro für neue Spiele sind nicht zu viel? | Kolumne von Santi

Ich lehne die 80€ nicht grundsätzlich ab, denn ich glaube schon das Spieleentwicklung in den vergangenen Jahren stetig teurer geworden ist.

Man muss eben abwägen, wofür man bereit ist Summe x zu zahlen.
Ich habe mir im Februar für 69€ Elden Ring, und im selben Monat Horizon Forbidden West für 79€ gekauft. Also 2 Spiele kurz hintereinander für insgesamt 150€.

Doch das ist für mich völlig ok. Seit her habe ich auch noch kein anderes Spiel gekauft, weil ich beides noch nicht beendet habe.
Und ich bin auch niemand der zB sagt ich gebe für Spiele nur xy aus. Es gibt Spiele für die bin ich bereit mehr auszugeben, und genau so gibt es Spiele für die ist das nicht der Fall.

Und dann gibt es natürlich noch genug Leute die sagen mir ist ein Videospiel generell nicht mehr wert als x Euro. Die investieren dann lieber in ihre Hardware.
 
Echt? Na wie alt bin ich? 16, 29, 38.

So ein Quatsch.

Die Tatsache das Gaming damals nicht Mainstream war wiederlegt es. Von den Wirtschaftszuständen ganz zu schweigen.
 
Echt? Na wie alt bin ich? 16, 29, 38.

So zickig wie Du bist wahrscheinlich so um die 80 und Du kannst die Welt nicht mehr leiden. :D

So ein Quatsch.

Die Tatsache das Gaming damals nicht Mainstream war wiederlegt es. Von den Wirtschaftszuständen ganz zu schweigen.

Ach ja? War das Entwickeln von Spielen damals wirklich so günstig?
Und wenn wir von damals reden, von welcher Zeit reden wir dann?
Mein erwähntes Beispiel ist von 1997/98 und da war Gaming sehr wohl schon sehr weit verbreitet.
Spiele zu entwickeln war um einiges aufwendiger als heute, denn heute sind die Engines schon so gut, dass man sich das meiste zusammenklicken kann.
Es gab auch nicht so viele Menschen mit Entwicklererfahrung und der Lohn war entsprechend hoch.

Aber Du wirst schon recht haben. Deshalb haben einige Spiele ja auch nur schlappe 120 bis 140 Euro gekostet.
Es hat sich also nichts geändert und mehr wollte ich damit auch nicht aussagen.
 
Habe bisher für Lufia 2 sofern ich mich erinnere 150 DM und für Escape from Tarkov (EOD) ca. 135€ gezahlt. Sonst kaufe ich gerne Game of the Year Editions. Mich tangieren die Preise eher weniger, da es für mich kaum absolute Pflichtkäufe gibt.
 
Echt? Na wie alt bin ich? 16, 29, 38.

So ein Quatsch.

Die Tatsache das Gaming damals nicht Mainstream war wiederlegt es. Von den Wirtschaftszuständen ganz zu schweigen.
Gibt's einen bestimmten Grund warum du alles außer "Gaming" und "Mainstream" deutsch geschrieben hast (und dann auch noch beides groß)? Sag doch einfach "spielen" und "Standard", oder "üblich".

Spielen am Computer war damals weniger verbreitet, das ist richtig. Allerdings war mit dem Sega Mega Drive, dem Nintendo Entertainment System und später Super Nintendo, allerspätestens aber mit der Playstation 1 und dem N64 das digitale Spiel ganz normal. Also durchaus Mainstream.
Ein Resident Evil war anfangs nur über den Ostblock zu kriegen, vor allem im Directors Cut. Ein Resident Evil 3 hat zu Beginn 96DM gekostet. Dann vom Laden mit dem Spiel und einem unfassbar teuren 128MB Infineon SDRAM-Riegel auf dem Fahrrad nach Hause, gemerkt dass dass grauer Rauch statt Blut spritze und die Leichen nicht liegen geblieben sind, sondern blinkten und verschwanden. Heute sagen wir despawnen dazu. Also wieder zum Laden und unter der Theke organisiert das Spiel nochmal in der englischen Version zu bekommen, ingeschnitten, allerdings für 40DM Aufpreis. Demnach 136DM.
Das war kurz nach der Veröffentlichung von Final Fantasy VIII, welches weit über 120DM, teilweise bis 180DM kostete. Nur so als Vergleich... Ein Playstation 1 Value Pack mit Konsole, zwei Controllern und einer MemoryCard, kostete 333DM. Das Spiel war also halb so teuer wie die Konsole, zumindest aber ein Viertel (90DM). Stell dir das Mal heute vor. Dann dürfte ein Spiel nicht für unter 150 Euro über die Theke gehen. Wenn wir jetzt zurück zur Ausgangsfrage schauen... sind 80 Euro plötzlich ganz schön günstig. Dieser vermeintlich teure Preis ist also die Hälfte von dem damals.
Es hat sich also nichts geändert und mehr wollte ich damit auch nicht aussagen.
Doch, Spiele sind (im Verhältnis) billiger geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, Spiele sind (im Verhältnis) billiger geworden.
Du hast recht. Eigentlich müssten die schon jetzt teurer sein.

Für Final Fantasy VIII habe ich mir seinerzeit noch nachträglich das Lösungsbuch gekauft und das Spiel dann noch mal komplettiert. Schade das das Buch nach mehren Umzügen verloren gegangen ist. Wenn ich mich recht erinnere hat das Buch auch gut 40 Ocken gekostet.
 
Ach ja? War das Entwickeln von Spielen damals wirklich so günstig?

Ja, der Aufwand ist von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer weiter gestiegen.

Und wenn wir von damals reden, von welcher Zeit reden wir dann?

In den 80ern konnte man tatsächlich alleine ein Triple A Spiel entwickeln, dass den Markt gerockt hat und war damit sogar binnen einem Jahr oder weniger Fertig, wenn es schnell ging. Die 80er waren für Garagenentwickler (also Entwickler die in Garagen entwickelt haben und nicht Entwickler, die Garagen entwickelt haben) die goldene Zeit.

In den 90ern wurde die Sache komplizierter, die 2D Grafik besser und 3D wurde modern. Aber mit einem halben Duzend Leuten, die Ahnung hatte, konnte man da immer noch gut durchrocken.

Die 2000er wurden dann schon wesentlich komplizierter. Vorbei die Zeit, in der ein paar Polygone, mit Textur, ein Gebäude darstellten. Nun mußten die Designer richtig etwas abliefern, um die Leute zu beeindrucken. Bei den Konsolen weiß ich, dass die Spiele beim Sprung von PS2 zu PS3 plötzlich doppelt soviel Entwicklungskosten nachsich gezogen haben. Die Entwicklerteams wurden da oft mehrere duzend groß.

Ab den 2010ern ging es richtig zur Sache. Heute liegt die Zahl der Entwickler oft im dreistelligen Bereich und ein richtig gutes und aufwändiges Spiel kostet teilweise einen dreistelligen Millionbetrag.

Mein erwähntes Beispiel ist von 1997/98 und da war Gaming sehr wohl schon sehr weit verbreitet.

Verglichen mit heute nicht sonderlich.

Spiele zu entwickeln war um einiges aufwendiger als heute, denn heute sind die Engines schon so gut, dass man sich das meiste zusammenklicken kann.

Quatsch

1: Solche Baukästen gab es auch damals schon. CDs, auf denen Texturen waren, hat damals schon jeder Entwickler benutzt.
2: Ein zusammengeklicktes Spiel und das ist einfach meist nicht gut, da man die Assets in und auswendig kennt.
3: Wenn man ein richtig gutes Spiel will, dann braucht man eben 3D Designer, die einem das zeug zusammenzimmern, richtig viele 3D Designer.

Es gab auch nicht so viele Menschen mit Entwicklererfahrung und der Lohn war entsprechend hoch.

Mir scheint, du warst nicht in Ansätzen dabei.

Hoher Lohn? Du konntest glücklich sein, wenn du als Entwickler einen vernünftigen Vertrag, mit regelmäßiger Bezahlung hattest. Ein recht großer Teil lief in den 80ern und 90ern unter Selbstausbeutung, da die und deinen Kumpels das Entwicklerstudio meist gehörte (wobei das oft nur eine Bude, für dich und deine Kumpels war)

Daran hat sich nicht soviel ins bessere geändert. Gamedesigner ist in der Informatikbranche immer noch ein Schie*job.

Aber Du wirst schon recht haben. Deshalb haben einige Spiele ja auch nur schlappe 120 bis 140 Euro gekostet.
Es hat sich also nichts geändert und mehr wollte ich damit auch nicht aussagen.

Früher gab es nicht soviele Kunden.
 
Wer redet denn von den 80ern? Und in den 90ern als die Konsolen immer mehr angesagt waren, hatte fast jeder meiner Kumpels die eine oder andere Konsole. Das soll nicht weit verbreitet sein?
Ihr zählt heute wahrscheinlich die ganzen Candy Crush Saga Spieler mit dazu oder?

Und in den 90ern konnte man schon sehr gut als Entwickler verdienen. Es gab kaum welche.
Ich rede hier auch nicht von den ersten Zügen der Spieleentwicklung.

Eine CD mit Texturen ist kein Baukasten.
Schau Dir mal an was David Münnisch alleine mit der UE4 entwickelt hat.
Ohne so eine gute Engine wäre das kaum möglich.

Sogar im Webdesign wird heute vieles nur zusammengeklickert.
Als wir damals mit HTML und CSS angefangen haben, gab es noch keine richtigen Editoren. Heute gebe ich 3 Zeichen ein und das Prog zeigt mir die Befehle dazu an. Das verkürzt die Arbeitszeit um 50%.
Mit einer guten Software kann man das meiste auf Grafischer Ebene erstellen und muss erst dann im Code einige Dinge anpassen.

3D Designer braucht man heute so oder so, wenn die Spiele nicht generisch aussehen sollen.
Aber auch hier ist vieles einfacher geworden. Mit 3D Studio Max 4 hat es mich damals gut eine Woche gekostet eine halbwegs vernünftige Szenerie zu konstruieren und noch mal so lange eine Figur mit Bones zu erstellen.

Aber irgendwie scheint es mir so, dass Posts nicht mehr richtig gelesen werden.
Ich schreibe was von 1997 und Du beginnst beim Urschleim der Spieleentwicklung. Fehlen nur noch die 70er und wir sind ganz aus dem Thema raus.

Naja! What ever.
Jetzt ist Wochenende, also wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und sag mal, bis Montag. ;)
 
@Prypjat_no1 Ich denke, du übersiehst, dass Spiele umfangreicher und komplexer geworden sind. Ein Beispiel: Polyphony Digital benötigt für ein Fahrzeug seit Gran Turismo 5 drei Monate. Doom 3 wurde von etwa 30 Leuten entwickelt, an Doom Eternal etwa 200.
 
Ich warte und warte lieber. Für den 20. Teil einer Reihe werde ich nicht noch immer mehr ausgeben. Ich gebe zu, ich habe Forza 5 fürn Hunni gekauft und Shadow of the Tomb Raider für 70 Flocken (so auf unserer Tour den Emsradweg hoch war es mir Irgendwie ein Bedürfnis wahrscheinlich Endzug vom PC nach 7 Tagen^^)
Ansonsten habe ich seit Vielen vielen Jahren kein Game mehr für über 30€ gekauft.

Lieber warten bis es (wirklich) Fertig ist und dann ist es meist auch für weniger als die Hälfte käuflich zu erwerben.

Also ich spiele ja seit etwa mitte/Anfang der 90´er Videospiele und eines ist mir sehr klar: Damals war ich wesentlich begeisterter weil alles neu, bunt, elektronisch und ich musste nicht zwingen raus, zum Spielen :ugly:

Für einige selbst N64 Spiele hab ich bequem nen hunni bezahlt Star Wars Potracer 124 DM, Pokemon Stadion 150DM, usw usf Und diese Spiele ich noch Heute mit Voller begeisterung.
ABER heute gefallen mir Spiele oft besser trotz des über die Jahre eingetretenem Gewöhnungs-Effektes der sagt; Der Inhalt und das Prozedere von Spiel zu Spiel unterscheiden sich nur noch wenig(Aja... "neues" Spiel, genau wie vorher das Alte, nur eben Neu...).
Mir gefällt die Grafik einfach und das ist ein Hauptaugenmerk.

Ich habe tatsache immer einen Shooter. Momentan Division2 für 3€ aus ner Ubi Sonderaktion, und den Preis ist es denke ich auch schon noch Wert^^ eben für die Zeit wenn ich in anderen Spielen grad keine Inspiration oder weiterkommen sehe. Dann benötige ich auch mal was belangloses wo man auch ohne Gehirn Spielen kann, und es völlig egal ist was man da macht weil es im Grunde kein reales Ziel und keine Auswirkung gibt.

Ansonsten habe ich ausschließlich Spiele in denen ich meinen Kopf gebrauchen muss, oder wenigstens minimal sollte. Ich dreh auch immer alles von vorn herrein auf schwer, ohne das Spiel zu kennen.
Hab ich in den letzten 3 Tomb Raider auch gemacht denn alle 3 Waren selbst auf maximal schwer, sehr einfach. Für mein dafürhalten wäre es ohne Schusswaffe aber noch besser gewesen.
Ich habe das gefühl aber es kann natürlich täuschen, das "Früher mehr Spiele auch wirklich schwer waren. Und heute immer einfacher werden- Oder auch nur die gewöhnung...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenn die Santi ja nur von den Bildern und schätze sie deutlich jünger ein, als ich es bin.
Deshalb frage ich mich ob sie die "gute alte Zeit" (und vor allem die D-Mark) wirklich bewusst in Erinnerung hat.
Du alter Schmeichler, hau doch mal dein Alter raus :D

Für die alten Knacker unter uns:
Euro Münzen und Banknoten wurden "erst" am 1. Januar 2002 eingeführt. ;)
Ich rate mal das Santi die DM sehr bewusst mitbekommen hat.
Heist ja nicht, dass sie die Spiele selbst kaufen musste.
War doch bei den meisten von uns auch nicht anders.
Die ersten Gehversuche kamen durch Familie und Freunde.

Nebenbei ist mir nicht erlebt, aber gut recherchiert lieber als erlebt und doch vergessen.

Da sie sich als Spar-Schwabe bezeichnet, hat sie sicherlich auch mal eine Abfuhr in jungen Jahren durch die Eltern bekommen: Nein Santi, das ist viel zu teuer.

Mein Vater sagte mir: Das ist zu teuer. Wenn du das haben willst, gehe arbeiten!
Ich habe dann, natürlich mit seiner Unterstützung, Zeitungen ausgetragen.
Nach einem Jahr stand ein A500 im Kinderzimmer… und mein Vater zockte darauf Pinball Fantasies…
Ich: Das ist meiner…
Vater: Nur noch ein Spiel…
Schöne Erinnerung.

Was meine Amiga- oder später PC-Spiele angeht waren die Preise nicht ganz so extrem (bis zu 140 DM).
Monkey Island 2 oder Indy 4 haben mich 89 DM als Vollpreistitel gekostet.
Wenn ich mir überlege was für ein Inhalt in diesen Boxen war.
Bei Wing Commander 1 war zB. neben dem Spiel auf 3 Disketten und einem Handbuch noch eine faltbare Systemkarte, eine fiktive Zeitschrift für die Crew der Tiger’s Claw und geile Blaupausen der Jäger, die dann die Wand meines Kinderzimmers, neben einem Poster von Mr. Michael Knight, Platz gefunden haben.

Bugs gab es schon immer, auch unfertige Spiele.
Einen Vorteil hat aber die jetzige Zeit.
Man kann über nur 2 Drähte Hilfe holen, Updates/Mods laden oder einfach seinen Unmut kundtun.
Ist es heute besser oder schlechter?
Es ist erstmal schnelllebiger geworden.
 
Unfertige Spiele auf Diskette im Einzelhandel? Ne, da ist mir kein einziges untergekommen in all den Jahren. Für Playstation wüsste ich überhaupt keins.
 
Ist schon krass wie viele Leute da gar nicht erst nachschauen. Wollen gern Informationen über einen, schauen sich dessen Profil aber gar nicht erst an.
Das zu verstehen, gelingt mir einfach schon seit Jahren nicht.

Edit
@chill_eule
Rate mal warum 6pack nicht darauf kommt dass was im Profil stehen könnte...
 
Ja und ja. Im Einzelhandel haben sie durchaus 140 DM gekostet. Aber es gab da so Zeitschriften mit Anzeigen von Versandhändlern wo die gleichen Spiele ab dem ersten Tag nur 70 bis max. 90 DM gekostet hatten.

Wir waren damals in einen kleinem Einzelhandel
Police Quest 3 damals 90 DM ...und das war damals schon eine Referenzgame
 
Die beste Antwort überhaupt! Ich hab glatt zwei Anläufe gebraucht, dann lag ich mich kringelnd und lachend auf der Couch... für Minuten.
 
Scheissjob ist das nicht. Ubisoft zahlt extrem gut freiheiten hast aber null. Quasi fliessbanddesign.

Indys haben es andersrum viel Freiheit weniger Geld.
 
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