Special Macbook Neo: Mein neuer Alltag ohne Windows - Ist der Umstieg wirklich so leicht? [Kolumne]

Sehr schöner Artikel! Deckt sich (bis auf den Powerbutton) mit meinen Erfahrungen auf dem macMini. Das Zusammenspiel von watch Ultra2, Iphone und miniMac ist schon - faszinierend. Welcher Windows-PC läßt sich per Smartwatch mit nem Doppelklick auf die Seitentaste entsperren? Ok, die Unterschiede in der Bedienung sind schon heftig, aber irgendwann hat man´s dann auch halbwegs raus. Ich nutze Windows seit 3.11, von Apple gab´s als Umstieg von nem Nokia C7 das iPhone4S. Ach ja, das sich iPhone-Apps auf nem Mac ausführen lassen, ist auch irgendwie cool.
 
Ich sollte meine Kollegin bitten, auch einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Sie kam aus der Windows-Welt, aber als sie bei uns anfing, wurde ihr das MacBook Pro der (kurzzeitigen) Vorgängerin übergeben, jedoch sie konnte sich nie mit MacOS anfreunden. Jetzt, nach gut 3 Jahren ist sie wieder auf Windows (10 LTSC) zurück gewechselt.
 
Schöner Artikel, ließt sich sehr gut und es gibt sehr viele Parallelen zu meinen ersten Tagen mit meinem Macbook Pro =)

Von allen drei großen Betriebssystemen für Computer/Laptos ist macOS für mich das intuitivste und einfach zu bedienenste. Es läuft wahnsinnig viel out-of-the-box und man braucht wenig extra Applikationen (bis auf die Browservorliebe und vielleicht noch eine Office-Suite). Gerade im Music-Production-Bereich nimmt einem ein Macbook (oder klassischer Mac) sehr viel ab und es läuft einfach mit Plug-&-Play. Unter Windows ist das immernoch ein Kampf bis alle Audiotreiber so laufen wie man das haben möchte. Gleiches gilt für die Software-Entwicklung in gewissen Bereichen.

Ich habe jetzt schon öfters Macbooks als Ersatz für alte Windows-Laptops empfohlen, gerade wenn auch schon andere Apple-Geräte im Haus sind. Und was soll ich sagen: es braucht am Anfang vielleicht ein bisschen mehr Support, aber danach braucht eigentlich sehr wenig bis gar nichts mehr. Eben weil in der Apple-Welt vieles gleich ist, egal ob iPhone, iPad oder Mac. Es sind die gleichen Icons, es gibt die gleichen Apps, sie funktionieren alle gleich und man kann sich sein System eigentlich gar nicht kaputt machen (außer man ignoriert alle Warnungen). Das überwiegt dann auch den manchmal zu hohen Einstiegspreis (obwohl es immer wieder Angebot gibt bzw. gab wo man ein echtes Schnäppchen machen kann/konnte).
 
Es geht eher nicht darum, was mir fehlt – wobei auch da sicher das eine oder andere Programm existiert, das es so nicht gibt, wie man es von Windows kennt, und wieso sollte ich umsteigen. Und Apple ist nun mal ein geschlossenes Ökosystem; wirkliche Freiheit hast du da ja nicht und zahlst die Markensteuer immer mit. Never... Nee. Ich werde immer ein freies System wie Windows vorziehen, wo ich mir einen PC nach meinem Ermessen bauen kann. Die Tatsache, dass das schon nicht geht bei Apple, sagt genug.
 
Die Tastenkombinationen (und selbst viele Sonderzeichen) sind beim Mac eher aus historischen Gründen anders. Das typische Apple Layout geht schon bis in frühen 80er zurück.
Besonders ärgerlich bei der Kombination für @: Windows AltGr + Q ist gefährlich nah an CMD + Q (Quit, Programm Beenden beim Mac)
Ich kenne das aus dem Alltag, Privat PC mit Linux, Firmenrechner Mac - man wird wirklich die ganze Zeit verwirrt
 
@_Amelie_ Das is ne valide Einstellung, keine Frage. Aber in meinem Fall brauch ich das Ding vor allem für die Arbeit und während Messen. Und da is Akkuleistung halt DAS Argument schlechthin. Ansonsten brauch ich im Grunde nur den Browser.

Abseits davon empfinde ich macOS gar nich so sehr als Korsett. Auch nich viel mehr als Windows selbst. Ich mein, die wollen unbedingt, dass ich nen Account hab. Apple so "willst du nen Account verknüpfen? Nein? Na, dann halt nich". Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Besonders ärgerlich bei der Kombination für @: Windows AltGr + Q ist gefährlich nah an CMD + Q (Quit, Programm Beenden beim Mac)
klingt nach nem Albtraum, der mir hoffentlich nich oft passieren wird ^^
 
@_Amelie_ Das is ne valide Einstellung, keine Frage. Aber in meinem Fall brauch ich das Ding vor allem für die Arbeit und während Messen. Und da is Akkuleistung halt DAS Argument schlechthin. Ansonsten brauch ich im Grunde nur den Browser.
Ich verstehe schon den Appeal von Apple. Geschlossenes System, also tendenziell alles sehr zuverlässig aus einem Guss und aufeinander abgestimmt. Das zahlt man dann eben über den Preis und den Käfig, in den man sich willig begibt. Wenn man das weiß und einverstanden damit ist, why not. Nothing wrong with that. Aber ich könnte das nicht. Ich meine, Apple bietet mir nichts, was ich brauchen würde, und wird unweigerlich Grenzen setzen für mich, die ich einfach prinzipiell bei Windows nicht habe.

Und seit dem Handelsweltkrieg, in dem wir uns nun befinden, habe ich bewusst begonnen, mich von allem Amerikanischen zu entkoppeln. Komplett zu Proton und komplett weg von Google wo es geht, und neue anonymisierte Google-Accounts gemacht, weil man ihn eben braucht fürs Handy, aber eben mit VPN und Hide-My-Emails überall etc. Nur europäische Dienste nutzen und Suchmaschinen wenn man die noch nutzt.. Da fühlt es sich, in das "uramerikanische" Apple-Korsett zu begeben, irgendwie wie Wahnsinn an, wenn du verstehst. :D :ugly::D
 
Das zahlt man dann eben über den Preis und den Käfig, in den man sich willig begibt.
ich frag mich halt, wo du den Käfig siehst, den ich nich sehe. Also du hattest ja auch den Vergleich mit Windows aufgemacht. Ich hab bisher keine Grenze entdeckt, die (für mich) in irgendeiner Form relevant wäre.

Das mit den USA is n guter Punkt, aber komplett auf deutsche Ware setzen is halt schlicht unrealistisch, auch wenn ich es manchmal gern anders hätte.
 
diese neuen gewohnheiten, die es braucht und die man erst etablieren muss nach etlichen jahren windows, waren bei mir auch immer so der klemmer. und der umstand, dass ich damals einfach keine anderen apple geräte hatte, in deren ökosystem sich ein macbook gut eingefunden hätte.
 
Nach Commodore Basic, Atari TOS, Unix System 5, Minix, DOS/DR-DOS, Novell Netware war ich beruflich und privat in vielen Versionen von Windows ab Windows 3.11 / NT 3.1 unterwegs, dazu Experimenten mit Redhat/SUSE Linux 1.0 (Slackware), OS2, GEOS. Dabei hatte ich bis heute immer viel Bock auf Hardware, Rechnerbau, -service, -tunen, löten, ausloten, Neues probieren auch im Softwarebereich. Aber das "Apple Lager" blieb mir fremd und das wollte ich so, weil das doch scheinbar nur chice "Kreative" ohne Ahnung von IT in einer gelackten teuren Welt (guck mal was ich "modernes" habe) zum angeben einsetzten auf die ich keinen Bock hatte. Man sieht hier.. das startete damals wie der "richtige" Musikstil auch als ein Ausdruck von Weltanschauung und hat einen vor Anderen auch als Mensch mit definiert ! :lol:

Und irgendwann musste ich vor ein paar Jahren "dank" Firmenpolicies beruflich auf ein MacBook Pro umsteigen und die ersten WOCHEN und MONATE habe ich jeden Tag nur geflucht und das Ding an in Wand treten wollen, weil mein hektischer, variantenreicher Arbeitsalltag überhaupt nicht mehr zu klappen schien. Sogar Kündigung geisterte durch meine Vorstgellungen und andauernd musste ich mir überlegen wie da was nun geht, habe mich gefühlt wie in der Grundschule (Macht- und Bocklos) und dazu massiv unproduktiver als 30+ Jahre vorher. Ich hatte keine Zeit für so nen Mist - ein Horror. Aber nach einiger Zeit habe ich auch Dinge festgestellt, die (über Preis und Proprietärität dieses Ökosystems hinaus) auch verdammt positiv sind. Mit Timewarp gibts eine out of the box verschlüsselbare Datensicherung, der Netzstecker am Notebook haftet mit nem Magnetmechanismus und kann bei Abriss nicht mehr das Notebook kaputten, die Anwendungswelt ist, zwar gewöhnungsbedürftig, aber untereinander ganz gut abgestimmt und ich muss dafür keine Abos abschließen damit sie weiter laufen (Hard-/Softwarepreis relativieren sich). Die Akkus halten lange, die Bildschirme sind angenehm scharf, die Tastatur passt wie selbstverständlich gut zu meinem Tippstil... Also zum abarbeiten üblichen Office-, Finanz- und Managementkrams ist das ok und bietet teils auch Vorteile zum Rest der OS und Software die ich ansonsten in Jahrzehnten benutzt habe.

Doch privat bleiben mir persönlich Kisten die ich selbst flexibel gestalten kann und für multiple Zwecke fit machen, dazu an OS und Sw draufspielen wie und was ich will (gerne arch Linux). Denke das bleibt bei mir auch so. Aber ich kann mittlerweile Menschen verstehen, die eine MAC Welt bevorzugen und kann nun "integrativ" darüber denken. Doch was ein bissel gelernt in der Zwischenzeit :ugly:.

Kurzum, als ein gutes Notebook unter 1.000 EUR finde ich ein Macbook NEO durchaus ein schönes Gerät das angenehm schnell und gut nutzbar zu versprechen scheint - eine echte Alternative wenn es auch zum Anwenderprofil passt.
Aber hey.. die Hardware wirkt solide und ein dual-boot set up mit Linux würde ich dann schon auch feiern und mal darauf austesten wollen. :devil:
 
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@PCGH_Jacky

Danke für Deine ausführliche Kolumne, denke da werden wir die Tage noch mehr von Dir zu lesen bekommen. Was ich vermisse ist wie das Catering bei der Veranstaltung war. Ist aber auch nicht wichtig. Btw auch andere Laptops gehen sozial Konform was die Lautstärke betrifft. Der Vorteil Deines Gaming Laptops während der Vorlesung liegt doch klar auf der Hand. Wenn es langweilig wird kannst Du zocken.
Wie kommst Du mit dem kleinen Bildschirm zurecht und wie ist die Tastatur?

Wenn man sich die Kommentare ansieht liest sich das fast wie ein Werbetext für Unix. Ja das gibt es übrigens auch offen und ohne Apple Hardware.

@PCGH_Jacky so falsch lag Dein Vater übrigens nicht was das OS und seine Empfehlung zu Linux betraf. Du scheinst mit einem Unix System doch ganz gut klar zu kommen. Eventuell wäre auch BSD ein System für Dich. Leise Hardware vorausgesetzt. Andererseits ist es ja so schlecht nicht wenn der Gaming Laptop aufheult während Du im Office unterwegs bist. Hört der Chefredakteur ja sofort das Du fleißig am Artikel schreiben bist. :ugly:
 
Wie kommst Du mit dem kleinen Bildschirm zurecht und wie ist die Tastatur?
Die Tastatur is angenehm zum tippen, muss ich zugeben. Beim Display gibt es keine Probleme. Ich hatte ja vorher das ROG Flow x13 ^^

Was Linux angeht: ich bin nich sicher, ob ich das mal erzählt hab. Aaaaber... Es gab mal eine Zeit, in der ich um Linux nich herum kam. Jetzt fragt man sich vielleicht welches... Ich weiß es nich, denn ich war keine 10 Jahre alt. Ich konnte kaum Englisch, was ich aber gebraucht hätte. Das nächste Trauma... Ich musste für jeden scheiß zu meinem Vater rennen, damit er sich drum kümmert. Safe auch so gewollt gewesen, wenn ich so drüber nachdenke. 😂
 
Grund für den Wechsel war das Schlappmachen des Akkus meines Windows-Notebooks ...
Ansonsten brauch ich im Grunde nur den Browser.
Aber in meinem Fall brauch ich das Ding vor allem für die Arbeit und während Messen. Und da is Akkuleistung halt DAS Argument schlechthin. Ansonsten brauch ich im Grunde nur den Browser.
Die Lösung einen Ersatzakku bzw. 2 für eine längere Laufzeit hätte offenbar nicht funktioniert? Aber ja, Gaming-Laptop hat sicher nicht die lange Laufzeit aufgrund der verbauten gamingorientierten Hardware.

Deine Ansprüche an den Notebook-PC sind ja an sich sehr niedrig. Da ginge (theoretisch) doch auch ein älterer Laptop. Mit SSD laufen die quasi wie neu - super schnell, so meine Erfahrung. (Nutze selbst einen Lenovo ThinkPad t490s, meine ich, ist die Modellbezeichnung). Und 'nen Browser ist ja Basic-Anwendung und nichts besonderes. Hätte es ein solider gebrauchter, mit Recherche bezüglich Akkuleistung nicht auch getan und dann Linux da rauf? Linux gibt es übrigens heutzutage auch auf deutsch, habe ich gehört ... ;)

Für das Studium kaufte ich mir auch mal 2 Macbooks (einer davon gebraucht) vor einigen ... Jahren. Auf dem zweiten hatte ich, Windows XP (?) parallel drauf installiert, zum (sporadischen) Zocken. Nutzte auf dem Macbook zumeist vorinstallierte und FOSS Software. Ich kam mit MacOS gut zurecht. Die Umgewohnung ging schnell und einfach. Kaufen würde ich so was nicht mehr, da ...
Und Apple ist nun mal ein geschlossenes Ökosystem; wirkliche Freiheit hast du da ja nicht und zahlst die Markensteuer immer mit. Never... Nee.
Dito! Das sehe ich auch so. Zumal mensch dann dazu verführt wird, mehr/alles auf Apple umzurüsten. Weitere Gründe für mich Apple zu meiden, sind Konzerngröße/Marktmacht und Big Tech-Aspekt (Wiki-Link).

Ich werde immer ein freies System wie Windows vorziehen, wo ich mir einen PC nach meinem Ermessen bauen kann. Die Tatsache, dass das schon nicht geht bei Apple, sagt genug.
Okay, wenn Du den Hardware-Aspekt meinst, kann mensch das so sagen. Software-mäßig mag es manchen aufgrund der Verbreitung von Windows und des riesigen Software-Angebots für Windows "frei" vorkommen, aber frei ist es im eigentlichen bzw. grundsätzlichen Sinne nicht, wie @_Oskar_ ja auch darauf hinwies. Da stimme ich Oskar zu. Auf Linux, BSD ... hingegen träfe Deine Beschreibung aber vollumfänglich zu, da FOSS (Wiki-Link).
 
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(Nutze selbst einen Lenovo ThinkPad t490s, meine ich, ist die Modellbezeichnung). Und 'nen Browser ist ja Basic-Anwendung und nichts besonderes. Hätte es ein solider gebrauchter, mit Recherche bezüglich Akkuleistung nicht auch getan und dann Linux da rauf? Linux gibt es übrigens heutzutage auch auf deutsch, habe ich gehört ... ;)
Ist mein Setup für meinen gewerblichen Rechner. Der hat einen Lüfter, gehört habe ich diesen bisher jedoch nicht. Hält einen Messe Arbeitstag aus.
Okay, wenn Du den Hardware-Aspekt meinst, kann mensch das so sagen. (Wobei auf ARM-CPU liefe Windows nicht, oder?) Software-mäßig mag es manchen aufgrund der Verbreitung von Windows und des riesigen Software-Angebots für Windows "frei" vorkommen, aber frei ist es im eigentlichen bzw. grundsätzlichen Sinne nicht, wie @_Oskar_ ja auch darauf hinwies. Da stimme ich Oskar zu. Auf Linux, BSD ... hingegen träfe Deine Beschreibung aber vollumfänglich zu, da FOSS (Wiki-Link).
Dieser Aussage ist nichts hinzu zu fügen.
 
Die Lösung einen Ersatzakku bzw. 2 für eine längere Laufzeit hätte offenbar nicht funktioniert?
Solang Hotswap nich da is, wäre das wechseln des Akkus doch eher unpraktisch gewesen. Dafür müsste ich das Ding nämlich aufschrauben und bei Messen wäre das denkbar kacke 😂
Und ja, es ginge ein altes Gerät, nur hab ich nur Trümmerdinger. Alle anderen hab ich bereits in der Familie verteilt. Ich hätt also gebraucht kaufen müssen und das vermeide ich tatsächlich, sofern möglich. ^^
Aber keine Sorge: ich hab noch vor, mir noch mehr Apple-Geräte anzuschaffen.
 
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