Der Punkt ist (weswegen STEAM der Anfang war) Solange kein Launcher und eine Onlineverbindung
notwendig war, gehörte einem das Spiel trotzdem bzw die physische Kopie.
Konnte modifiziert / zerstört werden, weiterverkauft und so weiter, Publisher hatten kein Werkzeug zur
Hand das zu unterbinden. Valve mit Einführung digitalem Vertriebes von Spielen und Steam DRM
+ Launcher hat das geändert. Und wir ALLE haben versagt einfach "NEIN" zu sagen, im Sinne von
was? Obligatorischer Drittparty Software an MEINEM BESITZ??? Nein Danke 0 Gold von me.
Steam hat das vermutlich so gemacht, weil sie auch auf Spiele anderer im Weiterverkauf gesetzt haben und die anderen Publisher das so verlangt haben.
Ich kann mich noch an die Aufschreie und Diskussionen erinnern, was das für den Besitz und Gebrauchtmarkt bedeutet und wie Zugang zu Spielen einfach abgeschaltet und weggenommen werden könnte, ohne große Widerspruchsrechte.
(Deshalb bin ich selbst auch erst sehr spät zu Steam und auch erst mal nur klein für Indies - sobald aber etwas auch auf GOG kommt, hole ich es mir dort nochmal oder gleich ganz dort)
Der PC Gebrauchtspielemarkt wurde von Steam ausgetrocknet, weil es ja die TOS bricht sein Spiel
weiterverkaufen zu wollen (soweit ich mich erinner) Oder seine IP zu verschleiern damit man auch
wirklich ALLE Spiele sehen kann auf Steam (ist allerdings bei GoG auch so leider)
Nein, ist bei GOG nicht so. VPN-Nutzung ist ausdrücklich nicht verboten.
Auch wird betont, dass man die Produkte wirklich "kauft" und Besitzt und nicht eben nur einen Zugangslizenz, wie bei anderen. Und kombiniert mit den Download-Optionen, dem nur optionalen Launcher aus Komfort (wobei der garnicht so dolle ist), der offline-Installation und Spielbarkeit und DRM-Freiheit, ist das für mich die akzeptabelste Wahl in der online-Distribution derzeit.
Nur eine Instore-Funktion zur digitalen Weitergabe oder Weiterverkauf von Spielen im Eigenen Besitz ist nicht implementiert.
Hier sind wir nun 15 Jahre später, wo der Frosch im Kochtopf endlich anfängt zu zucken weil das
Wasser zu heiß wird

Nur sind es so dermaßen viele Frösche, die zucken, dass die Angst (und von Verbaucher-Seite Hoffnung und realistische Chance) besteht, dass der ganze Topf umkippen könnte \o/
"Raubkopie" war ja schon immer das falsche Wort.
Bei einem Raub entwendet jemand etwas von jemand anderem.
Nicht nur das, man entwendet gewaltsam oder unter Bedrohung von Leib und Leben.
"Wegen Raubs macht sich strafbar, wer eine fremde bewegliche Sache mittels Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben wegnimmt".
Anderes ist Diebstahl.
Raub verbindet quasi Diebstahl und Nötigung.
Pirate-Copy ist auch kein besseres Wort.
Copy-theft trifft es eher. Also Kopier-Diebstahl.
Oder besser:
Schwarzkopie, unerlaubte Kopie bzw.
urheberrechtsverletzende Kopie.
Eigentlich ist das Kopieren auch erlaubt. Nur das Vermarkten und im großen Stil in Verkehr bringen ist es, wenn dadurch die Vermarktungsrechte und besonders das Geschäftsmodell beeinträchtigt und signifikanter finanzieller Schaden verursacht wird.
Also explizit die unerlaubte "
Verwertung".
Da man das eigentlich Produkt gar nicht unbedingt stiehlt, ist es genaugenommen sogar ein "Geschäftmodelldiebstahl".
Deshalb sind ja verwaiste Werke immer wieder in Diskussion. Oder ob etwas im großen Stil und erst recht in kommerzieller Gewinnerzielungs-Absicht verbreitet wird.
Der durch das global verknüpfte Internet entstehende Massenaltruismus ist erst in neuerer Zeit zur Bedrohung von Vermarktungsrechten geworden.
Einzelne, oft physische Kopien im eigenen Umfeld waren "früher" oft gar kein Thema.
Das ganze "Problem" ist so alt, wie die Druckerpresse und Gutenberg - die damals die Monopolstellung der Kirche und führenden Oberschicht gefährdete - und damit deren Kontrolle.
Damals wurde der Begriff "Raubdruck" geprägt - in dessen Anlehnung heutzutage "Raubkopie" zur Verunglimpfung kreiert wurde.