Ein Spiel ist eine Software und durch den Kauf erwirbt man lediglich eine Lizenz, die Software nutzen zu können. Man erwirbt nicht die Eigentumsrechte bzw. die Rechte am "geistigen Eigentum".
Ja ne is klar!
Geplante obsoleszenz as a Service... unterrichtet man das neuerdings so an den Schulen im Wirtschaftsunterricht? Mensch dann werde ich wohl langsam doch ziemlich alt - offensichtlich!
Wir sind doch keine Roboter! Wir müssen also auch nicht alles so fressen wie man es uns einhackt.
Ich verstehe zwar den Sinn dahinter, warum Software anders als Produkte nicht verkauft sondern als eine Art Service angeboten werden (sollten?). (Jedenfalls bei Kommerzieller Software)
Weil man darüber streiten kann ob Software einer Alterung oder einem Verschleiß unterliegt.
Die einen sagen nein, und der Markt würde sich recht schnell sättigen usw usw.
Andere sagen: Doch, Software altert - nicht physisch, aber funktional. Weil sie von Systemen abhängig ist, die sich weiterentwickeln. Beispiel: Windows 10 wurde auf EOL gesetzt - das kann Software plötzlich unbrauchbar machen, wie bei einem Fahrrad, dessen Rahmen plötzlich bricht... (Beispiel: Meine C&C Remastered Kollektion funktionierte nach meinem letzten Wissensstand out of the Box unter Windows 11 jedenfalls nicht mehr in der EA APP)
Wenn hinter Spielen eine Infrastruktur "stehen muss", wie es bei jeder Form von MMO's eben der Fall ist, dann verstehe ich auch das diese Infrastruktur irgendwie bezahlt werden muss usw. Aber bei reinen Story basierenden Singleplayer Games oder solche, die Multiplayer eben per p2p realisieren finde ich derartige Geschäftsgebaren sehr fragwürdig.
Vergleichbar mit einem Kill Switch in einer Spülmaschine um einer Marktsättigung entgegen zu wirken oder eben einer Sollbruchstelle. Und ich finde was hier nicht in Ordnung ist, geht auch bei Software einfach überhaupt nicht klar.
Aber was klar ist, Software ist immateriell und somit leicht kopierbar, und Wartung und Pflege verursachen auch nach dem Kauf noch laufende Kosten. Und ich verstehe auch, dass gerade umfangreiche Spiele und Software enorme Entwicklungszeit verschlingen usw. Von daher wie gesagt, den Grund dahinter verstehe ich schon!
Aaaaber!!!! mit diesen Problemen haben Hersteller von physischen Produkten auch zu kämpfen. (billig Plagiate aus Fernost die unkontrolliert über offene Binnengrenzen geliefert werden und die sich der Kontrolle durch den Zoll entziehen usw.
Da auch organisierte Kriminalität physische Hersteller (Stichwort: Plagiate) trifft, sind das also auch keinen exklusiven Probleme von immateriellen Werten wie Software.
Aber dann einfach hingehen und sich den Cashflow "ergaunern" indem man Spiele abschaltet und damit die Kunden in die Pflicht nimmt sich ein ähnliches Spiel neu anzuschaffen, naja... Wegwerfgesellschaft 2.0 oder wie?
Ich hätte grundsätzlich kein Problem damit, wenn zukünftige Patches oder Updates mit einem kleinen Betrag vergütet werden müssten - schließlich kosten auch Ersatzteile fürs Fahrrad Geld.
Von daher unterstelle ich hier aus meiner Sicht eine gewisse Doppelmoral.
"Eine Industrie die ihren potenziellen Kunden pauschal hehlerei und Diebstahl vorwirft, nimmt diesen dann irgendwann erworbene Ware wieder weg." Und von diesem Blickwinkel aus betrachtet kann ich seine (notch) Äußerung durchaus nachvollziehen und abnicken.