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Software-Overclocker(in)
Im Jahre 2019 (in Worten: Zweitausendneunzehn) hat Sascha Lobo eine Kolumne und einen Podcast zum Thema gemacht. Seine Einlassung zu den Zitaten ist im Kern immer noch gültig.
Über Autos schimpfen ich sowieso noch viel mehr.
Es ist aber genauso wie das Auto nur wieder ein Gerät welches den Menschen passiv macht.
Was z.b. Erich Fromm über das Auto sagt ist meiner Meinung nach auch für escooter gültig.
"Erich Fromm äußerte sich kritisch zum Autofahren, besonders im Kontext moderner Industriegesellschaften. Für ihn symbolisiert das Auto oft ein falsches Freiheitsgefühl: Man glaubt, mobil und unabhängig zu sein, ist aber in Wahrheit Teil eines Systems von Abhängigkeiten und Zwängen. Er sieht das Autofahren auch als Ausdruck des „Haben-Modus“, in dem Besitz und Kontrolle über Dinge (wie ein Auto) wichtiger erscheinen als echtes Sein oder menschliche Beziehungen. Außerdem kritisierte er, dass das Auto unsere Umwelt belastet und zur Entfremdung beiträgt."
"Im Zusammenhang mit dem Auto und Passivität kritisiert Erich Fromm sinngemäß, dass das Autofahren zwar den Anschein von Aktivität und Freiheit erweckt, in Wirklichkeit aber oft ein passives Verhalten fördert. Man bewegt sich nicht durch eigene Kraft oder eigene Entscheidung, sondern wird von einer Maschine bewegt, eingebettet in ein starres System von Straßen, Verkehrsregeln und Abhängigkeiten.
Das Auto ist für Fromm ein Symbol dafür, dass moderne Technik uns vorgaukelt, aktiv und autonom zu sein, während wir tatsächlich passiv Teil eines Systems bleiben. Statt selbstbestimmt zu gehen, fahren wir im Stau, folgen Navigationssystemen, sind abhängig von Technik und Infrastruktur — dabei wirkt es nach außen wie individuelle Mobilität, ist aber inhaltlich oft Fremdbestimmung und Passivität.
Er bringt das in Zusammenhang mit seinem Konzept des Scheinfreiheitsgefühls, das Konsum und Technik erzeugen, während wahre Freiheit mit bewusster Aktivität, Selbstbestimmung und sozialem Handeln verbunden ist.'


