So sehr mich die Dinger genau aus den im Artikel genannten Gründen stören, finde ich doch, dass man nicht vergessen darf, dass es für die Dinger auch einfach oft keinen entsprechenden Stellplatz gibt. Gehwege sind oft einfach allgemein schon viel zu eng und der restliche Platz geht für stehende und fahrende Autos drauf. Einfach ein paar Autoparkplätze in festgelegte Scooterstellplätze umfunktionieren und das Problem ist gelöst.
Die Rücksichtslosigkeit und der Egoismus sind das Problem.
Es wird nicht geahndet. "Nur mal eben kurz", "dieses eine Mal, ausnahmsweis", oder einfach nicht weiter, als bis zur Nasenspitze und an seine Mitmenschen gedacht.
Da wird dann im Kreisverkehr geparkt, weil da der Bäcker ist; oder bei der Post in zweiter Reihe und gegen Fahrtrichtung, weil die 30m zur nächsten Parklücke zu weit; in der Abzweigung zur Seitenstrasse quer über die Bordsteinerniedrigung und den ganzen Gehweg hingestellt, so dass der Hintern des Fahrzeug noch in die Hauptstrasse ragt und die Einsicht in die Seitenstrasse und Verkehrsschilder auf Null geht, beim Überqueren von Zebrastreifen Passanten angehupt und durch dichtes Auffahren zum schnelleren überqueren gedrängt usw. und das sind nur die Autos!
Fahren auf dem Gehweg (oft sogar, obwohl Radweg oder -Streifen vorhanden), ohne Licht, ohne Klingeln, mit unangemessener Geschwindigkeit sich an Passanten vorbeischlängeln, Abstellen an den ungünstigsten Stellen und im Weg - das sehe ich dann bei Zweirädern. Und hier am meisten bei den e-Scootern, wo einfach vergessen wird, dass diese auch noch motorisiert sind und ordentlich was wiegen!
Man kriegt ja auch keinen Strafzettel oder erhöhten Mietpreis bei Fehlverhalten oder Delikten.
Es wird nicht weitergereicht - Bagatellsache. Und selbst wenn, wären die Bussgelder peanuts und versuchen mehr Bürokratischen Aufwand, als wirklich eine Ermahnung.
Meist werden gar Entsorgungskosten oder Park-Bussgelder von den Scooter-Betreibern übernommen (haben mir Betreiber-hotlines am Telefon berichtet) und dann auf alle umgelegt - das verfehlt natürlich seinen Belehrungseffekt.
Wie erzieht man eine Gesellschaft zur Rücjsichtnahme nud Weitsicht, wenn nicht Geahndet wird und die Politik vormacht, dass Verstöße "Kavaliersdelikte" sind und nichts Konsequenzen hat?
Und wie bei allem: das Fehlverhalten einiger wird dann versucht mit allgemeinen Einschränkungen und Regeln am Gerät für alle versucht zu korrigieren.
Ich bin für höhere Bussgelder, einfachere elektronische Anzeigeverfahren und -Meldesysteme und Weiterreichung der Strafgelder an die Fahrzeuginhaber und Mieter.
Eine Handy-App, mit der man einfach Privatanzeigen und -Meldungen aufgeben kann, die dann bei der Stadtverwaltung mit wenig Aufwand bearbeitet werden können - das wäre was.
(Und da sind mir irgendwann auch die Aufschreie wegen "Denunziantentum" egal; irgendwann kann man dieses rücksichtslose Verhalten einfach nicht mehr tolerieren)