News RTX 5080 & 5070 Ti: Galax mit LEDs gegen Strom- und Steckerprobleme

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Galax hat seine Custom-Designs der Geforce RTX 5080 und 5070 Ti aus der HOF-Reihe näher vorgestellt und präsentiert dabei eine neue Sicherheitsfunktion.

Was sagt die PCGH-X-Community zu RTX 5080 & 5070 Ti: Galax mit LEDs gegen Strom- und Steckerprobleme

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Verursache ein Problem und biete eine kostenpflichtige Lösung an, Profit.

Sicherheitsmaßnahmen sind sollte man immer begrüßen, allerdings sucht man sich hier die falschen Karten aus, oder? Seit wann haben die "kleinen" Karten so große Probleme mit dem Stecker? Das Problem betrifft doch zu 99 % die 90iger Karten.
 
Verursache ein Problem und biete eine kostenpflichtige Lösung an, Profit.
Tja, der Verursacher ist NVIDIA, die Kartenhersteller könnten sich also zurück lehnen, sie können nix dafür.
Und wenn die das ausbügeln, müssen die halt dafür auch eine Entlohnung erhalten.
Oder würdest du das für lau für jemand anders machen?

Inzwischen habe ich von diesem Problem bis hinunter zur 5070 ti gelesen, wenn auch weniger häufig. Es liegt am Stecker nicht an der GPU, wenn da unterschiedlich starke Ströme über nur wenig Adern fliessen, schadet das wohl auch den kleineren Karten.......
 
Tja, der Verursacher ist NVIDIA, die Kartenhersteller könnten sich also zurück lehnen, sie können nix dafür.
Und wenn die das ausbügeln, müssen die halt dafür auch eine Entlohnung erhalten.
Oder würdest du das für lau für jemand anders machen?

Inzwischen habe ich von diesem Problem bis hinunter zur 5070 ti gelesen, wenn auch weniger häufig. Es liegt am Stecker nicht an der GPU, wenn da unterschiedlich starke Ströme über nur wenig Adern fliessen, schadet das wohl auch den kleineren Karten.......
Nein das ist quatsch, die Hersteller verursachen ingenieurstechnisch ne Quadratur des Kreises. Sie wissen das die gewünschte abzurufende Leistung für einzelne Pins und Kabel der Steckernorm zu viel ist und haben dennoch das load balancing weg gelassen.

Wenn ein Brückenbauer oder Fahrstuhlspezialist die Sicherheitsredundanz weg lässt die technisch und gesetzlich vorgeschrieben sind mangels Wissen, dann handelt er grob fahrlässig. Fachbetriebe müssen dafür ausgebildet sein und das prüfen was Monteur sowieso da fabriziert hat!

Macht er es bewusst um Kosten zu sparen ist das Vorsatz weil wider besseren Wissens! Da gibt es keine Grauzonen! Die ingenieure haben scheiße gebaut.

Haben die irgendwo ne Ausschreibung veröffentlicht für Fanboy Beistand gegen schlechte publicity?

Jeder vernünftige deutsche Elektriker Meister würde dir sagen das nach VDE 0100 der Stecker hätte überhaupt keine Freigabe bekommen dürfen. Hat er aber auf Druck von nvidia, und für den Stecker ist keine Redundanz vorgesehen also hätte entweder Netzteilseitig oder Gpu seitig hier ein Überstromschutz vorhanden sein oder eingerichtet werden müssen.

Und normalerweise sollte, nein müsste der Verband Deutscher Elektrotechnik prüfen ob diese Hardware überhaupt ihrer Conformitätserklärung gerecht wird und die verkaufszulassung entsagen.

Auf gut deutsch alle Produkte Verkaufssperre in Deutschland. Das die Hersteller hier schlicht versuchen ihre Verantwortung für die Produktsicherheit auf die Verbraucher abzuwälzen ist ein Skandal und für mich ein Grund bis das geklärt ist kein nvidia mehr zu kaufen. Punkt!
:ugly:
 
Ne Schwachsinn wäre es vielleicht noch bei der 4090 Generation gewesen. Das Problem war also bekannt und von den Herstellern wurde NICHTS unternommen damit das bei der darauffolgenden Produktgeneration nicht erneut auftritt. Das anbringen von Aufklebern oder Warnhinweisen ist keine ausreichende Maßnahme um die Konformität wiederherszustellen oder seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen als Hersteller.

Im falle der 4090 hätte nvidia noch behaupten können, dass ein Überstromschutz nicht explizit verpflichtend ist, wenn die Bauart nachweislich sicher betrieben werden kann, z. B. durch:
  • Einhaltung der thermischen Spezifikationen
  • Richtige Nutzung durch den Verbraucher
  • Verwendung spezifizierter Adapter und Netzteile

Denn der Fehler bzw. die Gefahrenquelle war bis "dahin" noch nicht bekannt!

Jedoch besitzt das Produkt eine CE Kennzeichnung, und diese...

CE-Kennzeichnung bedeutet:​


Das Produkt erfüllt alle geltenden europäischen Richtlinien, z. B.:

  • Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU)
  • EMV-Richtlinie (2014/30/EU)
  • Produktsicherheitsrichtlinie (2001/95/EG)
  • Ökodesign & RoHS ggf.
Diese Richtlinien verlangen u. a.:
  • Sichere Konstruktion und Nutzung
  • Schutz vor Fehlfunktionen
  • Schutz vor Überhitzung, Brandgefahr oder Stromschlag


ABER:

Sobald bekannt ist, dass eine unsachgemäße Nutzung (z. B. unvollständig eingesteckter Stecker) systematisch zu Brandrisiken führt, MUSS der Hersteller entweder:
  • Die mechanische/elektrische Absicherung verbessern
  • Oder Warnhinweise und Konstruktionsänderungen vornehmen
Das fällt unter die „allgemeinen Sicherheitsanforderungen“ nach Produktsicherheitsrichtlinie und könnte im Zweifel zu einem Verstoß gegen die CE-Grundanforderungen führen.

Jetzt wäre also zu Prüfen ob das anbringen dieser Warnhinweise eine ausreichende Sicherheitsvorkehrung seitens des Herstellers war, um die Betriebssicherheit gemäß der "CE - Konformitätserklärung" her ausreichend widerherzustellen.

Die EN 62368-1:2020 Norm regelt diesbezüglich nämlich das...
  • Elektrische Sicherheit (Stromschlag, Kurzschluss)
  • Thermische Sicherheit (Überhitzung, Brandrisiken)
  • Mechanische Sicherheit (scharfe Kanten, Verbrennungen)
  • Schutz gegen Überstrom und Überspannung
  • Sicherheitsmargen für interne Komponenten und Verbindungen
Diese Norm ersetzt EN 60950-1 (IT-Geräte) und EN 60065 (AV-Geräte). Sie ist seit 20.12.2020 verpflichtend in der EU.

Die EN 62368-1 verlangt, dass bei möglichen Fehlbedienungen (z. B. teilweises Einstecken von Steckverbindern) keine gefährlichen Temperaturen oder Brandgefahr entstehen dürfen.
→ Dies könnte bei schlecht konzipierten oder schlecht getesteten Adaptern problematisch sein.

Neu definiert die Norm EN 62368-1 unterschiedliche Personen, die mit dem Gerät in Kontakt kommen und entsprechend der Eingruppierung ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Schutzeinrichtung gemäß Laie, unterwiesene Person und Fachkraft. So wird z.B. davon ausgegangen, dass eine Fachkraft aufgrund ihrer Kenntnisse, gefährliche Energiequellen besser erkennt und daher zum Schutz geeignete Maßnahmen ergreifen wird. Grundsätzlich lässt sich sagen, je größer die Gefahr ist, die von einer Energiequelle ausgeht, und je geringer die Erfahrung des Nutzers, desto höher sind die Anforderungen an die Schutzeinrichtung. Quelle

Außerdem definiert die EN62368-1:2020 in...

🔹 Kapitel 5.3 – Schutz gegen thermische Gefahren​


Geräte müssen so konstruiert sein, dass kein Teil so heiß wird, dass Verbrennungen oder Materialversagen auftreten können.

🔹 Kapitel 5.4 – Schutz gegen elektrische Gefahren​


Bei Fehlfunktionen oder fehlerhaftem Anschluss (z. B. falsch eingesteckter Stecker), dürfen keine gefährlichen Zustände entstehen (z. B. kein Brand, kein offener Lichtbogen).

🔹 Kapitel 7 – Abschaltmechanismen​


Wenn eine Überlastung möglich oder wahrscheinlich ist, müssen geeignete Schutzmechanismen (z. B. thermische Sicherung, PTC, elektronische Abschaltung) vorhanden sein.


PS:
Und ein Multimilliardendollarkonzern will überdies von all dem nichts gewußt haben ja? Interessante These
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich wann der Entuiast der8auer so ne karte testet und ne video macht. Aber vor allem pflichte ich den anderen bei so lange das problem bei nvidia weg geschwiegen wird. is so ne lösung nicht verkehrt.
Und es trift nicht nur die 90ziger sondern ich würde auch die 80ziger ins augefassen weil die ja auch viel strom ziehen können in speziellen situations anwendungesfälle. Da wäre halt gut ne kontrolle zu haben ob der fluss halt is bevor es kokelt.
 
Ich frage mich wann der Entuiast der8auer so ne karte testet und ne video macht. Aber vor allem pflichte ich den anderen bei so lange das problem bei nvidia weg geschwiegen wird. is so ne lösung nicht verkehrt.
Und es trift nicht nur die 90ziger sondern ich würde auch die 80ziger ins augefassen weil die ja auch viel strom ziehen können in speziellen situations anwendungesfälle. Da wäre halt gut ne kontrolle zu haben ob der fluss halt is bevor es kokelt.
Zumindest hat er ja selbst ein Gerät zumindest mitentwickelt wenn ich das richtig mitbekommen habe. Und vermarktet es sogar schon. Ich finde dennoch das bei einem Produkt dieser Preisklasse sowas überhaupt nicht zur Debatte stehen darf!
 
Ich finde dennoch das bei einem Produkt dieser Preisklasse sowas überhaupt nicht zur Debatte stehen darf!
Da brauchen wir auch nicht zu diskutieren. Bin ich voll bei dir. Der punkt is Nvidia hat mist gebaut und jetzt wird es "User Error" abgewältst weil ne rückrufaktion zu teuer is. Mit GPUs verdienen die ja kein geld mehr mit K.I schon. Aber wie was da noch passiert und ob die börse das nicht beindurckt bleibt ab zu warten. Eins is sicher, Mit der RTX 50ziger generation den hot spot nicht mehr auslesen zu lassen is der nvidia zug bei aller liebe dann entgültig abgefahren. die kommt mir so in der forme nicht ins haus. Will kein wohnungsbrand in voller ausdehnung haben. Nein danke. Wehr haftet den dafür. Nvidia is es egal. Gerichte werden dann sich beschäftigen müßen und ob man dann von den den zaster bekommt den einen duch diese karte verursachten schaden entstanden ist bekommt bezweifel ich auch.

Ich sage aber auch gleich in aller klarheit. Disclamer: Es ist meine Persönliche sichtweise, Ich habe kein Jura abschluss oder expertise zu jura. Ich verstehe jura halt so und unser rechts-system. Das bedeutet nicht das ich mich irren kann oder falsch liegen kann es ist meine Persönliche sichtweise und aktuelle ansicht. Fehler passieren irren is menschlich und man kann auch nicht immer alles wissen oder recht haben. Nur als wichtigen hinweis damit das nicht aus einander genommen wird die sich damit auskennen.
 
Ich sage aber auch gleich in aller klarheit. Disclamer: Es ist meine Persönliche sichtweise, Ich habe kein Jura abschluss oder expertise zu jura. Ich verstehe jura halt so und unser rechts-system. Das bedeutet nicht das ich mich irren kann oder falsch liegen kann es ist meine Persönliche sichtweise und aktuelle ansicht. Fehler passieren irren is menschlich und man kann auch nicht immer alles wissen oder recht haben. Nur als wichtigen hinweis damit das nicht aus einander genommen wird die sich damit auskennen.
Zu aller erst mal erwartet das von dir auch niemand, aber von den Herstellern darf man das erwarten. Man MUSS es sogar erwarten dürfen!

📘 EN 62368-1: Was die Norm vorschreibt (vereinfacht, aber normgerecht)​


Sobald ein Produkt für Laien bestimmt ist und eine gefährliche Energiequelle enthalten kann (z. B. elektrische Leistung >15 W über 30 V oder thermische Energie >70 °C), muss diese Energiequelle durch eine geeignete Schutzeinrichtung abgesichert werden.

Die Norm unterscheidet explizit drei Benutzergruppen:
  • Laien (z. B. Verbraucher, Gamer, Endkunden)
  • Unterwiesene Personen
  • Fachkräfte
Die RTX-Grafikkarten sind für Laien gedacht – selbst Enthusiasten gelten nicht als „unterwiesen“ im Sinne der Norm.




🔥 12VHPWR/12V-2x6-Problematik unter der Norm betrachtet:​


  1. Bekannte Gefahr:
    • Das Steckerdesign erlaubt teilweise Einstecken, ohne dass der Kontakt mechanisch oder elektrisch unterbrochen wird.
    • Lokale Übergangswiderstände erzeugen kritische Hitze (>150 °C).
    • Die Stromversorgung liefert bis zu 600 Wdeutlich oberhalb der Schwelle für eine „Klasse 2 Energiequelle“ nach EN 62368-1.
  2. Zielgruppe = Laien:
    • RTX-Karten werden als Plug & Play-Komponenten verkauft.
    • Fachwissen über Stromdichte, Übergangswiderstand oder Kontaktqualität kann nicht vorausgesetzt werden.
  3. Gegenmaßnahme = Warnhinweis?
    • Die Norm sieht visuelle Warnhinweise lediglich als unterstützende Maßnahme, nicht als primären Schutzmechanismus.
    • Ein „Hinweis“ auf korrekte Steckermontage genügt nicht, wenn die Gefahr durch Konstruktion nicht vollständig entschärft wird.

🧯 Was wäre normkonform?


Nach EN 62368-1 (Kap. 5.3 & 7.3) müssten Schutzeinrichtungen umgesetzt werden wie:

  • Mechanischer Verriegelungsmechanismus, der fehlerhaftes Einstecken physisch verhindert
  • Thermischer Abschaltschutz im Kabel oder PCB (z. B. PTC oder Thermosicherung)
  • Intelligente Erkennung von teilgesteckten Anschlüssen (z. B. via sense pins, Schaltlogik)
  • Kabel und Stecker mit größerer Toleranz und Leitfähigkeit (z. B. massiver Kupferquerschnitt, höherwertiger Kunststoff)

🧑‍⚖️ Rechtlich betrachtet – CE und Produktsicherheit:


Wenn der Hersteller wissentlich ein als gefährlich bekanntes Design beibehält, ohne es konstruktiv abzusichern, dann:

  • Verstößt er gegen die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der Produktsicherheitsrichtlinie (2001/95/EG) und der Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU)
  • Ist die CE-Kennzeichnung angreifbar, insbesondere durch Marktüberwachungsbehörden
  • Trägt er zivilrechtlich das Produkthaftungsrisiko (gemäß Produkthaftungsgesetz)
FAZIT:
  • Das Weiterbestehen der thermischen Probleme bei RTX-5090-Steckern ist kein Bagatellfehler.
  • Eine CE-Konformität nach EN 62368-1 ist in Zweifel zu ziehen, wenn:
    • Kein mechanischer/elektrischer Schutz vor falscher Nutzung existiert
    • Das Risiko seit Generationen bekannt ist
    • Und die Zielgruppe Laien sind.

Auch wenn einige hier dauernd behaupten sie seien PROS!
 
Und es trift nicht nur die 90ziger sondern ich würde auch die 80ziger ins augefassen weil die ja auch viel strom ziehen können in speziellen situations anwendungesfälle. Da wäre halt gut ne kontrolle zu haben ob der fluss halt is bevor es kokelt.
Wobei ich die RTX5080 nicht wirklich als Problematisch ansehen würde bei ihren 360 (450watt oc Modelle)

über den Stecker kann man per se Streiten (ich hab bei der RTX5090 sicherheitshalber Thermalputty zwischen der PCB Seite des Steckers und der Backplate angebracht.. obs gut geht sehen wir dann.. )

Ich denke allerdings man hätte hingehen sollen und den Stecker von 600W zulassung auf 450Watt zulassung offiziell reduzieren sollen und dann den großen Karten eher 2 Stecker spendieren sollen... bei den Preisen macht das dann auch den kohl nicht mehr fett

auch hätte man noch gut 40-50watt vom PCIe Slot abzwicken können...
über den Stecker zieht die Karte bis zu 600W... und am PCI slot dann 12-13W..
da wären mir 525/75 irgendwie klüger vorgekommen
 
Ne Schwachsinn wäre es vielleicht noch bei der 4090 Generation gewesen. Das Problem war also bekannt und von den Herstellern wurde NICHTS unternommen damit das bei der darauffolgenden Produktgeneration nicht erneut auftritt. Das anbringen von Aufklebern oder Warnhinweisen ist keine ausreichende Maßnahme um die Konformität wiederherszustellen oder seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen als Hersteller.

Im falle der 4090 hätte nvidia noch behaupten können, dass ein Überstromschutz nicht explizit verpflichtend ist, wenn die Bauart nachweislich sicher betrieben werden kann, z. B. durch:
  • Einhaltung der thermischen Spezifikationen
  • Richtige Nutzung durch den Verbraucher
  • Verwendung spezifizierter Adapter und Netzteile

Denn der Fehler bzw. die Gefahrenquelle war bis "dahin" noch nicht bekannt!

Jedoch besitzt das Produkt eine CE Kennzeichnung, und diese...

CE-Kennzeichnung bedeutet:​




  • Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU)
  • EMV-Richtlinie (2014/30/EU)
  • Produktsicherheitsrichtlinie (2001/95/EG)
  • Ökodesign & RoHS ggf.
Diese Richtlinien verlangen u. a.:
  • Sichere Konstruktion und Nutzung
  • Schutz vor Fehlfunktionen
  • Schutz vor Überhitzung, Brandgefahr oder Stromschlag


ABER:

Sobald bekannt ist, dass eine unsachgemäße Nutzung (z. B. unvollständig eingesteckter Stecker) systematisch zu Brandrisiken führt, MUSS der Hersteller entweder:
  • Die mechanische/elektrische Absicherung verbessern
  • Oder Warnhinweise und Konstruktionsänderungen vornehmen
Das fällt unter die „allgemeinen Sicherheitsanforderungen“ nach Produktsicherheitsrichtlinie und könnte im Zweifel zu einem Verstoß gegen die CE-Grundanforderungen führen.

Jetzt wäre also zu Prüfen ob das anbringen dieser Warnhinweise eine ausreichende Sicherheitsvorkehrung seitens des Herstellers war, um die Betriebssicherheit gemäß der "CE - Konformitätserklärung" her ausreichend widerherzustellen.

Die EN 62368-1:2020 Norm regelt diesbezüglich nämlich das...
  • Elektrische Sicherheit (Stromschlag, Kurzschluss)
  • Thermische Sicherheit (Überhitzung, Brandrisiken)
  • Mechanische Sicherheit (scharfe Kanten, Verbrennungen)
  • Schutz gegen Überstrom und Überspannung
  • Sicherheitsmargen für interne Komponenten und Verbindungen
Diese Norm ersetzt EN 60950-1 (IT-Geräte) und EN 60065 (AV-Geräte). Sie ist seit 20.12.2020 verpflichtend in der EU.

Die EN 62368-1 verlangt, dass bei möglichen Fehlbedienungen (z. B. teilweises Einstecken von Steckverbindern) keine gefährlichen Temperaturen oder Brandgefahr entstehen dürfen.
→ Dies könnte bei schlecht konzipierten oder schlecht getesteten Adaptern problematisch sein.



Außerdem definiert die EN62368-1:2020 in...

🔹 Kapitel 5.3 – Schutz gegen thermische Gefahren​




🔹 Kapitel 5.4 – Schutz gegen elektrische Gefahren​




🔹 Kapitel 7 – Abschaltmechanismen​





PS:
Und ein Multimilliardendollarkonzern will überdies von all dem nichts gewußt haben ja? Interessante These
Schöne Auflistung... leider gelten einige der Vorschriften nur für Komplettprodukte.
Eine Grafikkarte ist allerdings eine Komponente.
Die EMV Vorschriften gelten für die Karten selbst nicht.

Deshalb ist es eigentlich pflicht, die in einem geschlossenen Gehäuse zu betreiben, welches die EMV Abstrahlungen der Grafikkarte abfängt.


Edit:
Zur EN 62368-1 steht beim VDE Verlag in der Beschreibung:
Die Norm gilt auch für Bauteile und Baugruppen, die zum Einbau in diese Einrichtung vorgesehen sind. Es wird aber nicht erwartet, dass solche Bauteile und Baugruppen den Anforderungen der Norm in jeder Hinsicht genügen, sofern die vollständige Einrichtung die Anforderungen erfüllt, wenn solche Bauteile und Baugruppen eingebaut sind.



Heißt also, die anderen Komponenten können die Schutzfunktionen erfüllen.
Und da viele zuständig sind, ist mal wieder niemand zuständig.
Denn jede Einzelkomponente kann sagen, dass sie Teil eines modularen Systems sind und die Schutzfunktionen nur vom Gesamtsystem erfüllt werden müssen.

Viele der Schutzfunktionen landen dann im Netzteil, was aber auch nur die Gesamtüberwachung für die eigenen Spezifikationen übernimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann man NVidia denn nicht dazu zwingen, indem man die Behörden darauf hinweist? Ich meine, das Problem ist ja allseits bekannt, müssten die denn nicht von sich aus schon in Aktion treten?
 
Kann man NVidia denn nicht dazu zwingen, indem man die Behörden darauf hinweist? Ich meine, das Problem ist ja allseits bekannt, müssten die denn nicht von sich aus schon in Aktion treten?
Sehr guter Einwand!

Ich bin gerade dabei!

An:
Bundesnetzagentur

Tulpenfeld 4
53113 Bonn

(Ort,Datum)



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit weise ich auf sicherheitsrelevante Beobachtungen im Zusammenhang mit der aktuellen Generation von High-End-Grafikkarten hin, insbesondere auf Produkte mit 12VHPWR- oder 12V-2x6-Stromanschlüssen, wie sie z. B. bei der NVIDIA RTX 4090, 5090 und vergleichbaren Modellen zum Einsatz kommen.

1. Bekannte Problematik:

Seit Einführung des 12VHPWR-Standards wurden mehrfach Fälle gemeldet, bei denen es zu thermischer Zerstörung des Steckers, in Einzelfällen zu Verschmorungen oder sogar Brandbildung kam. Trotz technischer Nachbesserungen (z. B. 12V-2x6) sind in der neuen Produktgeneration weiterhin identische Schäden dokumentiert worden.

Die Ursache liegt in den meisten Fällen in:

  • Teilweise eingesteckten Steckverbindern (z. B. durch enge Gehäuse, Kabelzug)
  • Hohem Übergangswiderstand einzelner Kontakte
  • Extremer Stromdichte bei bis zu 600 W Leistungsaufnahme
Diese Risiken sind herstellerseitig seit der RTX 4090-Generation bekannt und wurden u. a. durch OEM-Dokumentationen und Medienberichte detailliert beschrieben.

2. Zielgruppe der Produkte:

Die betroffenen Grafikkarten sind für den Endverbrauchermarkt konzipiert. Die Benutzer gelten nach EN 62368-1:2020 als „Laien“ und besitzen in der Regel keine elektrotechnische Ausbildung.

3. Konformitätsbedenken gemäß EN 62368-1:2020:

Gemäß Abschnitt 5.3.1 und 7.3 der Norm EN 62368-1:2020 sind gefährliche Energiequellen (u. a. thermische und elektrische) bei Laien durch technische Schutzeinrichtungen abzusichern.
Reine Warnhinweise oder Nutzerhinweise in Handbüchern reichen nicht aus, sofern die Gefahr systematisch bei unsachgemäßer, aber realistischer Nutzung (z. B. unvollständig eingesteckter Stecker) auftreten kann.



Seite 1/2

Die aktuelle technische Umsetzung erlaubt jedoch:

  • keine mechanische Sicherstellung der vollständigen Steckverbindung
  • keine automatische Erkennung von Teilverbindungen
  • keinen integrierten Überstrom- oder Temperaturabschaltmechanismus auf Stecker- oder Kartenebene
Daher bestehen aus Sicht der Produktsicherheitsrichtlinie (2001/95/EG) sowie der Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) begründete Zweifel an der CE-Konformität dieser Produktgeneration.







4. Bitte um Prüfung:


Ich bitte Sie daher um:

  • Prüfung der CE-Konformität der genannten Produktgruppen durch Ihre Behörde bzw. Stelle
  • ggf. Einleitung von Maßnahmen gemäß Marktüberwachungsverordnung (EU) 2019/1020
  • Rückmeldung, ob aus regulatorischer Sicht weitere Schritte erforderlich sind






Mit freundlichen Grüßen

________________________
Anhang:

Risikobewertung gemäß EN 62368-1:2020 und ISO/IEC Guide 51

Produkt: High-End-Grafikkarte (z. B. NVIDIA RTX 4090/5090) mit 12VHPWR-/12V-2x6-Stromanschluss

Anwendung: Einbau durch Laien (Endverbraucher) in Desktop-PCs

Zielgruppe: Laien ohne elektrotechnische Ausbildung


Gefährdungsidentifikation (ISO 12100 / EN 62368-1, Kapitel 5.3, 7.3)



Gefährdung:

  • Thermische Gefährdung durch Kontaktübergangserwärmung im Stromanschluss (12VHPWR/12V-2x6)
  • Möglicher Kabelbrand oder Schmorbildung durch Übergangswiderstand bei teilweiser Verbindung
  • Elektrische Gefährdung durch Hochstromzufuhr (bis zu 600 W)


Ursache:

  • Unvollständiges Einstecken des Stromsteckers (mechanisch möglich trotz nicht sicherem Kontakt)
  • Hohe Stromdichte und mangelnde Fehlerselbstdiagnose


Betroffener Personenkreis:

Laienbenutzer ohne elektrotechnische Vorkenntnisse (gem. Klassifikation der EN 62368-1)



2. Risikoeinschätzung

Kriterium Bewertung

Eintrittswahrscheinlichkeit Mittel bis hoch (Erfahrungswerte zeigen reale Schäden)

Schwere der Auswirkung Hoch (Brand, Sachschaden, Verbrennung)

Risiko Unvertretbar ohne Schutzmaßnahmen



3. Bestehende Maßnahmen (Herstellerseitig)

  • Warnhinweise auf Verpackung / Handbuch ("Stecker vollständig einstecken")
  • Empfehlung zur Nutzung bestimmter Netzteile und Kabel
  • Einsatz leicht verbesserter Stecker-Revision (12V-2x6)
Bewertung:

  • Warnhinweise gelten nur als unterstützende Maßnahmen (IEC Guide 51), nicht als primärer Schutz
  • Designmängel bleiben bestehen (mechanische Fehlsteckmöglichkeit, fehlende Abschaltung)
  • Keine redundante Schutzstruktur vorhanden


4. Erforderliche Maßnahmen zur Konformitätssicherung (gem. EN 62368-1)

  • Mechanische Sicherung gegen teilweises Einstecken (z. B. Einrastfunktion, optische Anzeige)
  • Thermischer oder elektrischer Schutz (z. B. Abschaltung bei zu hoher Kontaktwiderstandstemperatur)
  • Elektronische Detektion fehlerhafter Verbindung (z. B. mittels Sense-Pins)
  • Verstärkte elektrische Isolation und robustere Kontaktführung


5. Schlussfolgerung

Die fortgesetzte Verwendung des bisherigen Steckdesigns ohne umfassende konstruktive Schutzmaßnahmen erfüllt nicht die Anforderungen der EN 62368-1:2020 hinsichtlich sicherer Nutzung durch Laien. Warnhinweise alleine ersetzen keine technische Schutzmaßnahme und können bei bekannten Fehlerbildern nicht als ausreichende Konformitätssicherung angesehen werden. Eine Überarbeitung des Designs oder produktseitige Schutzmechanismen sind zwingend erforderlich.

und dann kommt da noch Bildmaterial hinzu und Netzrecherche!
 
Unter 1. vielleicht noch darauf hinweisen, dass es keine Logik gibt, die dafür sorgt, dass der Stromfluss gleichmäßig aufgeteilt wird?
Oder führst Du das anderswo noch auf?
 
Bevor ich hier noch mehr editiere, noch ein paar Einzelbemerkungen:
🧯 Was wäre normkonform?

Nach EN 62368-1 (Kap. 5.3 & 7.3) müssten Schutzeinrichtungen umgesetzt werden wie:


  • Mechanischer Verriegelungsmechanismus, der fehlerhaftes Einstecken physisch verhindert
Ist vorhanden... die Stecker sind verpolsicher. Man kann sie nicht verdreht einbauen
Das wird sowohl durch die Klippnase, als auch durch die Kodierung des Steckers verhindert.

  • Thermischer Abschaltschutz im Kabel oder PCB (z. B. PTC oder Thermosicherung)
Ist im Netzteil, damit Normenkonform.

  • Intelligente Erkennung von teilgesteckten Anschlüssen (z. B. via sense pins, Schaltlogik)
Muss nicht erfüllt werden (weil Komponente) , ist aber durch die 4 Sense Pins gegeben.

  • Kabel und Stecker mit größerer Toleranz und Leitfähigkeit (z. B. massiver Kupferquerschnitt, höherwertiger Kunststoff)

Was heißt das?
Diese Formulierung ist nicht prüfbar.
Edit: Mal vollkommen abgesehen davon, dass du gerade bei Steckern keine großen Toleranzen willst... Dann passen sie unter Umständen nicht mehr in jedem Fall, oder die Pins verbiegen noch leichter.


Unter 1. vielleicht noch darauf hinweisen, dass es keine Logik gibt, die dafür sorgt, dass der Stromfluss gleichmäßig aufgeteilt wird?
Oder führst Du das anderswo noch auf?
Die wird nicht von den Vorschriften verlangt.
Sonst müsste jedes einzelne Bauteil (für die von der Norm abgedeckten Geräte) mit Stromversorgung eine solche Kontrollschaltung haben.

Das wäre z.B für ein PoE Telefon vollkommen übertrieben.
Oder auch für einen Bildschirm.
Oder eine Maus...
oder eine Tastatur...


Alles Komponenten einer Gesamteinrichtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Telefon, ne Maus oder ne Tastatur müssen ja auch nicht mit 600W klar kommen! In dem Moment, wo solche Energiemengen zusammenkommen, MUSS der Fluss geregelt werden, alles andere ist Fahrlässig!
 
Zurück