News Die Nintendo Switch 2 ... Das denkt das PCGH-Team über die DLSS-Raytracing-Konsole

PCGH_Raff

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Was sagt die PCGH-X-Community zu Die Nintendo Switch 2 ... Das denkt das PCGH-Team über die DLSS-Raytracing-Konsole

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Da kann ich mich der Redaktion voll und ganz anschließen.

Die Leistung entspricht gerade mal der eines (besseren?) Smartphones und was will man mit den bisschen RT-Einheiten eigentlich bei flüssiger Bildrate raytracen?

Dazu noch die unverschämten Preise für Hard- und Software.

Zudem: wollte ich eine Konsole, wär das eine mit stinknormalem Gamepad, kein irgendwelches, komisches Gefummel. Ich finde schon den PS5-Pad nicht so toll und das haptische Feedback nutzt sich nach 3 Runden GT 7 auch schnell ab. Die Joycons der Switch waren nix gescheites und auch das Wii-Gefummel nicht. Maus? Ich habe schon einen PC und die ASUS Rog Gladius III war sicher günstiger als die "Switch 2-Maus", ist aber 100x besser.
 
Die Leistung entspricht gerade mal der eines (besseren?) Smartphones und was will man mit den bisschen RT-Einheiten eigentlich bei flüssiger Bildrate raytracen?

Immer wieder geil, wie hier alle auf die rohe Hardwareleistung einprügeln. Die war schon bei der Switch 1 nur Nebensache und mysteriöserweise war die Konsole für Nintendo trotzdem ein gigantischer Erfolg.
 
Immer wieder geil, wie hier alle auf die rohe Hardwareleistung einprügeln. Die war schon bei der Switch 1 nur Nebensache und mysteriöserweise war die Konsole für Nintendo trotzdem ein gigantischer Erfolg.
Es wird auch diesmal wieder beeindruckend sein, zu sehen, was Entwickler aus der Spar-Hardware pressen. Und diesmal stehen die Chancen gut, dass nicht 99 Prozent der Spiele ohne jegliches Anti-Aliasing erscheinen. Die Kombination führt dazu, dass die Spiele regelrecht ansehnlich werden - auch aus PC-Perspektive. Das ist übrigens nicht gehässig, sondern objektiv. Anti-Aliasing nicht zu unterstützen, obwohl es seit Jahrzehnten diverse Algos gibt, ist fahrlässig und sperrt Teile der Klientel aus. Das wird die Switch 2 mit Ansage besser machen, womit sie auch für mehr als flüchtige Mobile-Spielereien zwischen Ubahntür und Angel in Frage kommt. :-) Ich würde mal kühn behaupten, dass die Switch so erfolgreich war, weil sie viele als Zweitsystem sehen und nutzen. Das könnte auch mit dem Nachfolger klappen ... wenn der nicht so teuer wäre.

MfG
Raff
 
Autsch, hatte noch gar nicht gewusst, dass die 90 Euronen für die physische Mario Kart Version wollen, sprich das wohl der neue Standardpreis für zumindest neue 1st Party Titel wird. Ich meine, für ein 8 Jahres altes bisschen aufgefrischtes Breath of the Wild wollen die 80. (wobei ich ohnehin nur bei Netgames kaufen würde, welche neue Spiele meist 10 EUR günstiger als anderswo anbieten)
 
Da kann ich mich der Redaktion voll und ganz anschließen.

Die Leistung entspricht gerade mal der eines (besseren?) Smartphones und was will man mit den bisschen RT-Einheiten eigentlich bei flüssiger Bildrate raytracen?
Wer eine Familie mit Kindern hat, weiß die Switch zu schätzen. Kein verantwortungsvolles Elternteil will, dass Kinder irgendwelche Ego Shooter am PC spielen. Fortnite, oder Cyberpunk sind für Heranwachsende kein Segen.

Nintendo setzt auf Kreativität, Geselligkeit und Fantasie.

Eine Super Mario Brother World ist vom Leveldesign einfach grandios. Mario Party / Kart sind erstklassige Spiele, die wir Erwachsene zwar hinlänglich kennen, aber für Kinder einfach toll sind. Diese Spiele sind für mehrere Spieler gedacht und fördern kein Einsiedlerleben. Animal Crossing fördert ebenfalls die Kreativität. Was da an Kreativität und Fantasie gefördert wird...dass ist einfach viel besser.

Meine Kids bekommen nur Nintendo, nichts anderes, sonst leidet die Entwicklung. Die Technik ist zweitrangig (Ok, vielleicht nicht in diesem Forum;-)).
 
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Freue mich schon wenn das neue Animal Crossing rauskommt natürlich mit Raytracing und Ingame-Grafik wie der Inzoi Charakter-Editor. Weil nur mit guter Grafik machen Spiele Spaß! /s :rollen:

Habe mir eben alle Treehouse Videos angeguckt und freue mich tierisch auf den 5.6. Je nachdem ob die Switch 1 Upgrades zum Launch direkt verfügbar sind, werde ich paar Switch 1 Spiele austesten oder sonst direkt Mario Kart World antesten.
Auf der Switch interessieren mich wirklich nur die Nintendo exclusiven Spiele.

Die Kamera und das Chat-System mit Screen-Share sind ein bisschen übertrieben. Aber wenn der Chat mit Headset am Pro-Controller besser klingt als Discord (wird nicht schwer) wird's auf jedenfall benutzt.
 
Wer eine Familie mit Kindern hat, weiß die Switch zu schätzen. Kein verantwortungsvolles Elternteil will, dass Kinder irgendwelche Ego Shooter am PC spielen. Fortnite, oder Cyberpunk sind für Heranwachsende kein Segen.
Genau, weil es auf dem PC ja auch nichts anderes gibt. Die paar U16-Titel in meiner Steam-Bibliothek... mal sehen, was haben wir denn da... A Hat in Time, Cube World, Human Fall Flat, Lego Star Wars, Lego Herr der Ringe, diverse Sonic-Teile (inkl. Fun-Racern), NiGHTS Into Dreams, Project DIVA, Stardew Valley, Ori and the Blind Forest, Ori and the Will of the Wisps, Ōkami, Ni no Kuni I und II, Portal 1 und 2, Ace Attorney, Untitled Goose Game, Witch It... pff, nee, die müssen per Definition schädlich für den Nachwuchs sein, schließlich prangt kein Nintendo-Siegel drauf! Wenn überhaupt, dann sind das bestenfalls die berühmten Ausnahmen von der Regel! Klappe, ihr Hater! Nintendo is Beschte!

Abgesehen davon ist das mit dem „verantwortungsvollen Elternteil“ an der Stelle ausgesprochen subjektiv. Es soll Leute geben, die darunter grundsätzlich niemanden subsumieren, der seinen Kindern irgendein Telespielgerät hinstellt, egal von welchem Hersteller, und auch das durchaus zu begründen wissen. Woran machst du fest, dass gerade deine Definition von „verantwortungsvoll“ die eine und einzige objektiv richtige sei?

Diese Spiele sind für mehrere Spieler gedacht und fördern kein Einsiedlerleben. Animal Crossing fördert ebenfalls die Kreativität. Was da an Kreativität und Fantasie gefördert wird...dass ist einfach viel besser.
Schon mal was von Minecraft gehört? Gibt Gerüchte, dass es sogar Schul-AGen dazu gebe, in denen sich in der Gemeinschaft kreativ im Spiel ausgetobt wird. Wirst staunen: Ist kein Nintendo-Spiel.

Zu meiner Zeit™ gab es kein Minecraft, ich musste meine Kreativität noch mit The Incredible Machine schulen. Hätte es in meinem Elternhaus doch nur Nintendo gegeben, dann hätte aus mir was Vernünftiges™ werden können! So hat es leider nur für Ingenieur gereicht.

Meine Kids bekommen nur Nintendo, nichts anderes, sonst leidet die Entwicklung. Die Technik ist zweitrangig (Ok, vielleicht nicht in diesem Forum;-)).
Hab andere Eltern schon exakt dasselbe sagen hören, nur dass das Akkusativobjekt nicht „Nintendo“, sondern „Disney“ lautete. Klingt das damit für dich immer noch nach einem pädagogisch wertvollen Konzept? Kinder so auf ein bestimmtes Unternehmen zu prägen, dass sie auch später unter Garantie völlig unkritisch jedes seiner Produkte kaufen und konsumieren werden, ungeachtet der Qualität oder des Preises, den sie (oder andere) dafür zahlen? Denn genau das ist bei Nintendo-Fans Programm.

@Topic: Im Wesentlichen stimmt die Redaktion also mit meinen Einschätzungen überein, auch wenn ihr es natürlich weitaus diplomatischer formuliert. Bleibt zu hoffen, dass Nintendo mit den neuen Spielepreisen doch mal einen Schritt zu weit gegangen ist. Ist ja nicht so, als würden die Leute nicht auch von allen anderen Seiten von Preisen erdrückt, mit deren Anstieg das Einkommenswachstum längst nicht mehr mithält. Gerade Eltern könnten es sich in Zukunft genauer überlegen, ob sie sich darauf noch einlassen, auch die können ihr Geld nur einmal ausgeben und Kinder brauchen noch viele andere Dinge, meist dringender als Videospiele. Ich sage aber auch umgekehrt: Wer Videospiele für 90+ Euro das Stück kauft, dem kann es noch nicht so schlecht gehen, wie er einem vielleicht weismachen will.
 
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Nach anfänglichem Hype hab ich gar sämtliches Interesse an der S2 verloren.
Fand auch die Aussage von einem ehemaligen hohen Nintendo „Tier“ kp was der für eine Stelle der jetzt genau hatte, aber der hat Ausgesagt das Nintendo nun arrogant und dreist einfach den Kunden mit diesen Preisen verarschen und abzocken will nach der Devise „die sind so dumm die fressen uns eh alles aus der Hand nach dem Switch Erfolg“

Hochmut kommt vor dem Fall, ich zahle sicherlich keine 90€ für ein Spiel, ich kaufe sicherlich kein Handheld mit LCD wenn der Vorgänger OLED hatte. Nur weil Nintendo meint in 1-2 Jahren dann wieder ein Oled Modell zu bringen um zweimal die Kundschaft abzumelken.

Nope null Interesse mehr. Ich hoffe die Masse sieht das ähnlich und das Teil floppt so wie die WiiU oder die PS3 als Sony meinte Mondpreise dafür verlangen zu müssen, hoffentlich ist unsere Gesellschaft auch heute noch so schlau wie damals (wobei ich selber grad lachen musste während ich das tippte…hoffnung stirbt zuletzt)
 
Genau, weil es auf dem PC ja auch nichts anderes gibt. Die paar U16-Titel in meiner Steam-Bibliothek... mal sehen, was haben wir denn da... A Hat in Time, Cube World, Human Fall Flat, Lego Star Wars, Lego Herr der Ringe, diverse Sonic-Teile (inkl. Fun-Racern), NiGHTS Into Dreams, Project DIVA, Stardew Valley, Ori and the Blind Forest, Ori and the Will of the Wisps, Ōkami, Ni no Kuni I und II, Portal 1 und 2, Ace Attorney, Untitled Goose Game, Witch It... pff, nee, die müssen per Definition schädlich für den Nachwuchs sein, schließlich prangt kein Nintendo-Siegel drauf! Wenn überhaupt, dann sind das bestenfalls die berühmten Ausnahmen von der Regel! Klappe, ihr Hater! Nintendo is Beschte!

Abgesehen davon ist das mit dem „verantwortungsvollen Elternteil“ an der Stelle ausgesprochen subjektiv. Es soll Leute geben, die darunter grundsätzlich niemanden subsumieren, der seinen Kindern irgendein Telespielgerät hinstellt, egal von welchem Hersteller, und auch das durchaus zu begründen wissen. Woran machst du fest, dass gerade deine Definition von „verantwortungsvoll“ die eine und einzige objektiv richtige sei?
Ich denke da ganz als Vater. Ich lasse meine Kids nicht auf den PC los, weil es da einfach viel Bedenkliches gibt. Natürlich gibt es da auch Lego-Titel, aber bei vielen Teens fällt da schnell die Kontrolle und ruckzuck wird irgendein shit gespielt. Die verlieren sich dann da drin bis hin zur online Sucht.

Ich schätze da Nintendo. Das Nintendo Universum ist vernünftiger aufgestellt.

Ich argumentiere da ähnlich, wie beim Smartphone Verbot an Schulen. Die Kinder sind in ihrer neurologischen Entwicklung nicht so weit, dass sie die Inhalte kontrollieren können.

Die Praxis bestätigt es ja auch.
 
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Eben noch mal reingelesen:
  • Gamechat benötigt kein Nintendo Online Abo auf der Switch 2 bis March 31st 2026 Source (Blauer Kasten 1/3 der Seite)
  • Switch 1 Controller funktionieren auf der Switch 2 außer man benötigt Joycon2 Funktionen (Maus usw) Source d.h. Man kann Mario Kart World auf der Switch 2 mit dem Pro Controller der Switch 1 spielen. (Hallo an Sony hiermit)
  • Kostenlose Switch 2 Upgrades, wo man sich nur mit dem Internet verbinden muss ->Link<-
  • Switch 2 Upgrades die kosten (die Zelda upgrades sind umsonst wenn man Nintendo Online + Expansion Pass hat ->Link<-
  • Es gibt einige Switch 1 Spiele wo man Joycon der 1 braucht um sie zu spielen (denke mal wegen Infrarot?!?) Source
 
Ui, neue Fotos! Zum Glück gibt es da Kontinuität seitens @PCGH_Oliver und seinem Abgleich zu GTA6! Das gibt Halt. :ugly:
Also Konsole oder Handheld habe ich noch nicht besessen und habe ich auch nicht vor, mir zuzulegen. Da bin ich klassischer PC-Spieler, aufgrund Strategiespiele und vormals - nun selten - Ego-Shooter, Rollenspiele. Den C64, auf dem ich zuhause einst zockte, würde ich eher als PC einordnen. Der hatte zwar eine Floppy und kein Cartridge, würde mich aber dennoch bei @PCGH_Torsten s Anekdote wiederfinden. Igel wüsste ich nicht, aber Figuren wie Giana (Sisters), die über die Röhre rennen und hüpfen, Dynablaster, Bubble Bobble ... daran erinnere ich mich gerne. :love:
 
Ich denke da ganz als Vater. Ich lasse meine Kids nicht auf den PC los, weil es da einfach viel Bedenkliches gibt. Natürlich gibt es da auch Lego-Titel, aber bei vielen Teens fällt da schnell die Kontrolle und ruckzuck wird irgendein shit gespielt. Die verlieren sich dann da drin bis hin zur online Sucht.
Einer Frage auszuweichen will halt auch gelernt sein. Nicht nur die Meinungen darüber, welche Inhalte für Kinder ab welchem Alter angemessen sind, gehen auseinander (auch in der Wissenschaft), sondern auch die Meinungen darüber, ob bzw. ab welchem Alter man Kindern überhaupt Zugang zu Bildschirmen im Allgemeinen und Videospielen im Besonderen gewähren sollte und wie ein „verantwortungsvoller“ Umgang damit aussieht. Deine Definition von „verantwortungsvollen Eltern“ hast du dir aber so zurechtgelegt, dass ausgerechnet du „rein zufällig“ da mit deinem Ansatz genau reinpasst, und alle, die es anders machen, nicht. Erkennst du das Problem?

Was, wenn am Ende diejenigen recht haben, die argumentieren, dass Kinder unter, sagen wir mal, 14 oder 16 Jahren überhaupt keine Videospiele spielen sollten? Dann wärst auch du kein verantwortungsvoller Elternteil, denn du stellst deinen Kindern ja mit Begeisterung eine Nintendo-Konsole hin.

Wahrscheinlicher ist das Szenario in die Gegenrichtung: Dass ein verantwortungsvoller Umgang überhaupt nichts damit zu tun hat, auf welcher Plattform gespielt wird – meine Aufzählung belegt ja, dass es auch auf dem PC hinreichend jugendfreie Spiele, teils für mehrere Spieler gibt, die dazu geeignet sind, kreatives Denken und Geschick zu fördern –, sondern einzig und allein daran hängt, wie stark sich die Eltern mit dem auseinandersetzen, was ihr Nachwuchs spielt, wie sie die Spielzeiten regeln und inwieweit sie für Ausgleich in Form anderer Beschäftigungen wie Lesen, Sport, Musizieren oder anderer Spiele sorgen.

Hier wird es jetzt sehr Off-Topic, daher der Spoiler-Kasten.

Meine persönliche, subjektive Einschätzung kehrt deinen Gedankengang sogar um: Nintendo ist insoweit eine trügerische Lösung, als dass es dazu verführt, sich wenig damit auseinanderzusetzen, weil man ja schon zu wissen glaubt, dass Nintendo sicher sei und keine Probleme mache. Man wählt die Lösung, die sowohl die Kinder als auch einen selbst augenscheinlich vor möglichst wenig Hürden stellt, mutet seinen Kindern nur leichten Konsum zu und erzieht sie zur Hilflosigkeit, weil sie mangels Auseinandersetzung seitens der Eltern weder Medienkompetenz entwickeln, noch lernen, sich mit ihrem Spielgerät wirklich auseinanderzusetzen, wozu ein PC einlüde, und auch mal selbständig Probleme zu lösen. Ist eine starke Behauptung, die ich ausschließlich auf meine subjektive Erfahrung zurückführe: Ich war in meiner Klasse das einzige Nicht-Nintendo-Kind und gleichzeitig der Einzige, der mit 12 Jahren wusste, wie man einen Computer zusammenbaut, Windows aufspielt, darin grundlegende Einstellungen vornimmt und Programme installiert. Warum war das so? Weil meine Familie mir keine Nintendo-Konsole, sondern einen PC hingestellt hat, und weil man bereit war, sich damit auseinanderzusetzen und mir diese Dinge beizubringen. Und das ist der springende Punkt, aufgrund dessen ich auch immer einen Hals bekomme, wenn behauptet wird, dass Kinder sich mit sowas nicht auseinandersetzen wollen und eine (Nintendo-)Konsole daher die ideale Lösung sei: Es sind nicht die Kinder, die sich damit nicht auseinandersetzen wollen, sondern, wenn überhaupt, die Eltern, die darauf keinen Bock haben und den für sich bequemsten Weg wählen.

Diese Schere hat sich mit der fortschreitenden Digitalisierung nicht geschlossen, sondern ist noch weiter auseinander gegangen. Die Annahme, dass die „Digital Natives“ von Computern mehr Ahnung hätten, weil sie damit aufgewachsen sind, hat sich im Wesentlichen als Bullshit herausgestellt. Und das deckt sich haargenau mit meinen eigenen Erlebnissen: All meine Mitschüler hatten ihre digitalen Spielgeräte von Nintendo, teilweise zusätzlich noch Sony, und keiner hat dadurch Digitalkompetenz entwickelt. Nur ich hatte keine Nintendo-Konsole, sondern den PC – übrigens bis 16 ganz ohne die pösen Killerspiele und nie mit MMOs à WoW. Nun ist ein PC noch kein Garant, dass der Nutzer auch lernt, wie er funktioniert, aber er lädt zumindest deutlich stärker dazu ein, sich damit auseinanderzusetzen.

„Aber sowas kann man von Kindern, noch dazu in dem Alter, doch gar nicht erwarten!“ Nein, wenn man schon mit dieser Einstellung rangeht und sie es gar nicht erst probieren lässt, kann man es nicht erwarten. Völlig korrekt. Dann brauchen wir uns auch nicht über die zunehmende Enshittification im Gaming- und Tech-Sektor zu wundern, den immer größeren Verlust an Freiheiten und Eigentumsrechten für Endverbraucher, dass wir immer weniger Kontrolle über die Hard- und Software haben, die wir kaufen und bezahlen, und den fehlenden Widerstand dagegen – schließlich konditionieren wir ganze Generationen darauf, dass so etwas völlig normal sei und „Papa Nintendo“ schon wisse, was für sie am besten sei und was sie brauchen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Ich schätze da Nintendo. Das Nintendo Universum ist vernünftiger aufgestellt.
Selbst im Nintendo-Universum gibt es Inhalte, wo man als Elternteil durchaus ein genaueres Auge drauf haben will und die nicht uneingeschränkt für Kinder geeignet sind. Metroid richtet sich mit Sicherheit nicht an Grundschulkinder. Auch bei Fire Emblem ist die übliche USK-12-Einstufung absolut ernstzunehmen, und dabei werden die Spiele schon für zart besaitete westliche Gemüter immer nochmal entschärft. Im Übrigen würde ich ein typisches Mario oder Zelda vom Anspruch her jetzt auch nicht unbedingt als Referenz bezeichnen, wenn es darum geht, die grauen Zellen zu trainieren.

Davon abgesehen diskutieren wir ja gerade über Plattformen, und da gibt es auch bei Nintendo nicht ausschließlich Nintendo-Titel. Wenn du also Angst davor hast, deine Kinder könnten auf „Schund“ stoßen, dann erinnere ich gern nochmal daran, dass es auch auf der Switch Fortnite gibt. Auch für die Switch gibt es Portierungen zahlreicher nicht jugendfreier Spiele von Drittanbietern, wobei diese dann meistens schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, weil die Switch die neueren Titel hardwaremäßig nicht ohne Weiteres packen würde – das könnte sich mit der Switch 2 aber durchaus ändern. Klar, du kannst auf der Switch den Jugendschutz so konfigurieren, dass der Nachwuchs da nicht ohne weiteres rankommt – das geht auf dem PC und den anderen Konsolen aber genauso. Man muss sich halt damit auseinandersetzen und das Ganze einmal einrichten. Eine der einfachsten Hürden steckt beim PC schon im Betriebssystem selbst: Ohne Adminrechte können die Kinder generell keine neuen Spiele hinter dem Rücken der Eltern installieren.

Im Übrigen verbieten die Nutzungsbedingungen von Steam ein Nutzerkonto für Kinder unter 13 Jahren, und außer Steam-Geschenkkarten und Paysafecard akzeptiert Steam auch nur Zahlungsmethoden, auf die Minderjährige keinen Zugriff haben. GOG legt die Grenze sogar bei 16 fest, und Sony geht bei seinem PlayStation Network so weit, dass hier in Deutschland (und nur hier!) selbst die Prepaid-Karten im Laden mit einem fetten Ab-18-Aufdruck versehen sind, der zwar kein USK-Emblem und damit rechtlich nicht bindend ist, Letzterem aber ähnlich genug sieht, dass aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen kein Händler einem Minderjährigen diese Karten verkauft – während Selbige problemlos Guthabenkarten für Steam, Apple, Google Play, Xbox oder auch den Nintendo eShop erwerben können, die genau dasselbe machen, nur auf anderen Plattformen. Nicht nur hat Nintendo kein Monopol auf Jugendschutz, sondern andere setzen diesen teils noch konsequenter um.

Ich denke, wir können festhalten: Weder ist der PC das „Tor zur Hölle“, als das du ihn hier illustrierst, noch ist Nintendo der Heile-Welt-Garant, den du durch die Fanbrille zu erkennen glaubst.

Ich argumentiere da ähnlich, wie beim Smartphone Verbot an Schulen. Die Kinder sind in ihrer neurologischen Entwicklung nicht so weit, dass sie die Inhalte kontrollieren können.

Die Praxis bestätigt es ja auch.
Ich werde dir nicht sagen, wie du deine Kinder zu erziehen hast, aber zu glauben, man könne den von dir beschriebenen Konflikten, besonders im Teenager-Alter, ausweichen, indem man den Nachwuchs einfach auf Nintendo beschränkt und von allem anderen mit der Brechstange fernhält, ist leider ein großer Irrtum. Unterschätze niemals den Reiz des Verbotenen, der gerade bei Kindern und Jugendlichen ab einem bestimmten Alter sehr starke Wirkung entfaltet. Und wo du gerade das Smartphone-Verbot nennst, das ist ebenfalls ein sehr schönes Beispiel: Auch hier kann man durchaus über die richtige Altersgrenze diskutieren, aber einfach hardcore in den Giftschrank sperren, bis die Kiddies 18 sind, und darauf hoffen, dass sie dann mit einem Schlag Bescheid wissen und verantwortungsvoll damit umgehen, wird nicht funktionieren. Daher ist mein Ansatz eher „offensiv“: Ich kann meine Kinder nicht ewig vor Problemen im Leben sowie den Verführungen und Übeln dieser Welt abschotten, also halte ich es für umso wichtiger, sie darauf vorzubereiten – stets altersgerecht, aber niemals ausweichend oder gar repressiv. „Verantwortungsvoll“ heißt für mich, das zu tun, was für meine Kinder langfristig am besten ist, und nicht das, was für mich kurzfristig am leichtesten ist. Darum halte ich auch nicht besonders viel von technischen Jugenschutzfiltern, die wieder dazu verführen, sich damit nicht auseinanderzusetzen – schon gar nicht von staatlich erzwungenen, aber das ist eine andere Geschichte.
 
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Es geht doch nicht einfach um Grafik.

Wenn ich ein Mosu Zelda auf der Switch versuche zu spielen, das exklusiv dafür gemacht wurde, waren die FPS unter aller Kanone. Selbes für Link's Awakening Remake. Dann diese elenden "impossible ports" bei einer Hardware, die eigentlich eine gängige Architektur besitzt, aber eben Preis/Leistung von Netto liefert. Hier jetzt halt erneut Leistung Netto, Preis halt irgendwas Teures, keine Ahnung, ich gehe selten bei Discountern einkaufen.

Ich wäre ja schon mit garantierten 30 FPS zufrieden gewesen, aber nicht einmal das konnte mir die Switch garantieren. Daher gab es auch keinen Kauf. Jetzt gibt's halt erst recht keinen Kauf.

Es ist halt marginal spielbar. Und das war schon auf der Switch 1 so und jetzt wird es aller Wahrscheinlichkeit genau so wieder herumgeruckelt, nur diesmal in teuer. Wow.
 
Immer wieder geil, wie hier alle auf die rohe Hardwareleistung einprügeln. Die war schon bei der Switch 1 nur Nebensache und mysteriöserweise war die Konsole für Nintendo trotzdem ein gigantischer Erfolg.

Es ist simpel: würde die Konsole nur 299,- € kosten, würde ich nicht motzen. Aber für WAS bitte zahlt man hier um die 500 Öcken, bitte?

Weil Nintendo drauf steht? Wegen der Inflation? Mäh...
 
"Ultra 64" war die letzte Nintendo Konsole, der ich entgegenfiebert hatte, also wayne. Aber RT und Tensor-Performance dürfte ja nicht der Rede wert sein?
 
299 €... Deine Preisvorstellungen sind absurd. 😆
Nicht unbedingt. Natürlich gibt es noch keine BOM-Aufstellung (Bill of Materials), aber in dem Gerät ist nichts, das teuer zu fertigen ist. Da die Spiele sehr teuer sind, könnte man eigentlich günstige Hardware bringen und ein Nullsummenspiel (ohne Draufzahlen) machen. Aber besser für Nintendo ist natürlich der Verkauf mit prächtiger Marge.

MfG
Raff
 
aber in dem Gerät ist nichts, das teuer zu fertigen ist.
Wird trotzdem weggehen wie warmes Brot. Wenn das Zeug in den Regalen liegen bleiben würde, dann wären andere Preise an der Tagesordnung. Aber man hat schon bei RTX 5000 gesehen, dass nicht genug Hirnschmalz dafür vorhanden ist. Die Preise werden in Zukunft noch wesentlich höher sein, gewöhnt euch dran. :ka:
 
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