News Strom aus Atommüll: Forscher machen Gammastrahlung für Solarzellen nutzbar

PCGH-Redaktion

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Ein Forscherteam hat einen Aufbau demonstriert, mit dem die von Atommüll abgegebene Gammastrahlung in elektrische Energie umgewandelt werden kann. Aktuell ist die so erzeugte Leistung aber noch sehr gering.

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Leider werden vom Atommüll auch noch andere Strahlungen abgegeben. Vor allem radioaktive.
Deswegen sollte man den am besten zum Mond schiessen.
 
Leider werden vom Atommüll auch noch andere Strahlungen abgegeben. Vor allem radioaktive.
Deswegen sollte man den am besten zum Mond schiessen.
1. Gammastrahlung ist eine der 3 als Radioaktiv betrachteten Strahlungen, also genau darum geht es hier. Es ist außerdem bezüglich der Lagerung die problematischste (man benötigt dicke Wände und/oder Bleiabschirmung). Alpha und Beta Strahlung sind physiologisch schlimmer, aber können leichter abgeschirmt werden (Blatt Papier).
2. Es gibt echt viele Gründe, warum die Idee "Atommüll ins Weltall schießen" eine sehr dumme Idee ist. Ich beschränke mich mal auf die einfachsten und denke für jeden verständlichsten 2: Was machen wir, wenn ein Raketenstart scheitert und die Rakete in einigen Kilometern Höhe explodiert? Was glaubt man so, wie viele Raketen wir ins All schießen müssten (Treibstoff und Kosten)?

EDIT: Ergänzung um die Überlegungen leichter zu machen: Wir haben aktuell geschätzt 300.000 t Atommüll weltweit. Die aktuelle höchste Last kann die SpaceX Falcon Heavy transportieren (für GTO max. 26,7 t, weniger, wenn man die Booster wieder verwenden möchte, noch weniger wenn man den Mond erreichen möchte)
Das heißt wir bräuchen über 11.200 Starts (Best Case). Eine nicht wiederverwendbare Falcon Heavy wird mit 150 Millionen pro Start gerechnet (laut Wikipedia). Und auch wenn die Falcons bisher extrem sicher im Vergleich sind, würde man das auf der Anzahl mit so einer heiklen Fracht nicht testen wollen.
 
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1. Gammastrahlung ist eine der 3 als Radioaktiv betrachteten Strahlungen, also genau darum geht es hier. Es ist außerdem bezüglich der Lagerung die problematischste (man benötigt dicke Wände und/oder Bleiabschirmung). Alpha und Beta Strahlung sind physiologisch schlimmer, aber können leichter abgeschirmt werden (Blatt Papier).
2. Es gibt echt viele Gründe, warum die Idee "Atommüll ins Weltall schießen" eine sehr dumme Idee ist. Ich beschränke mich mal auf die einfachsten und denke für jeden verständlichsten 2: Was machen wir, wenn ein Raketenstart scheitert und die Rakete in einigen Kilometern Höhe explodiert? Was glaubt man so, wie viele Raketen wir ins All schießen müssten (Treibstoff und Kosten)?

EDIT: Ergänzung um die Überlegungen leichter zu machen: Wir haben aktuell geschätzt 300.000 t Atommüll weltweit. Die aktuelle höchste Last kann die SpaceX Falcon Heavy transportieren (für GTO max. 26,7 t, weniger, wenn man die Booster wieder verwenden möchte, noch weniger wenn man den Mond erreichen möchte)
Das heißt wir bräuchen über 11.200 Starts (Best Case). Eine nicht wiederverwendbare Falcon Heavy wird mit 150 Millionen pro Start gerechnet (laut Wikipedia). Und auch wenn die Falcons bisher extrem sicher im Vergleich sind, würde man das auf der Anzahl mit so einer heiklen Fracht nicht testen wollen.
Das mit "in den Weltraum schiessen" war auch eher eine Metapher. Mir ist bewusst, dass das realistisch gesehen, wohl nicht einfach ist.

Hier auf der Erde kann man den Atommüll aber auch nicht wirklich sicher lagern. Und der wird nur von einen Ort zum anderen bewegt.
 
Das mit "in den Weltraum schiessen" war auch eher eine Metapher. Mir ist bewusst, dass das realistisch gesehen, wohl nicht einfach ist.

Hier auf der Erde kann man den Atommüll aber auch nicht wirklich sicher lagern. Und der wird nur von einen Ort zum anderen bewegt.
Norwegen hat ein Atommüll Endlager... also da liegt der Atommüll relativ sicher.

Was mir aber dazu immer wieder durch den Kopf geht.

Wenn man mal die Fläche von allen Braunkohletagemienen auf der Welt zusammen nimmt und das mit der Fläche die der Atommüll einnimmt vergleicht. Ist es ein sehr überschaubarer Berech der durch ein Atommüll Lager nicht betreten oder anderweitig nur schwer genutzt werden kann im Vergleich zu riesigen Löchern in der Erdoberfläche.
 
Eignet sich dieser Ansatz tatsächlich für die Praxis, oder sehen Sie darin eine Luftnummer?

Ein großflächiger Einsatz darf zumindest mit dem aktuellen Ansatz trotzdem ausgeschlossen werden: Die Fertigung der Kristalle ist dafür offenbar zu kostspielig und aufwändig, und die erreichte Energiemenge zu gering. Trotzdem sind natürlich Anwendungszwecke denkbar - beispielsweise um die Überwachung von Endlagern zu versorgen oder um Satelliten mithilfe der Gammastrahlung im Weltall zu versorgen. Bis dahin ist es aber, wie so oft in der Forschung, noch ein weiter Weg.
:ka:
 
gibt es nicht schon funktionierende verfahren und auch das passende atomkraftwerk (seit den 60-70gern) in den usa womit man atom müll durch ein verfahren in noch brauchbares und unbrauchbares material trennen kann um dann das brauchbare weiter zu nutzen? meiner meinung nach verringert sich dadurch die halbwertzeit von dem nicht mehr zu gebrauchenden material drastisch. auf irgendwie nur noch 200-300 jahre. ich gucke mal ob ich das video finde.

*EDIT* das folgende video war es.

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Wenn man mal die Fläche von allen Braunkohletagemienen auf der Welt zusammen nimmt und das mit der Fläche die der Atommüll einnimmt vergleicht. Ist es ein sehr überschaubarer Berech der durch ein Atommüll Lager nicht betreten oder anderweitig nur schwer genutzt werden kann im Vergleich zu riesigen Löchern in der Erdoberfläche.
Grundsätzlich hast du recht, vergisst aber die "Ewigkeitskosten"

Ein Loch wo Braunkohle abgebaut wurde kann ich nach 100 Jahren einfach wieder betreten/beschwimmen ohne das davon irgendeine Gefahr aus geht.

Ein Loch wo Atommüll liegt gilt das eher weniger ;)

Das Problem ist also nicht der Flächenbedarf/Volumenbedarf sondern wie kriege ich das hin das da in 1000 Jahren auch noch alle von wissen...

btw die Ewigkeitskosten gibt das beim Bergbau auch, wenn die Pumpen im Ruhrgebiet aus gehen, saufen die einfach ab....
 
Deswegen sollte man den am besten zum Mond schiessen.
Atommüll in den Weltraum zu schiessen ist blödsinnig.

Gemäss Atomwirtschaft entstehen jedes Jahr auf der Erde 12.000 hochradioaktiver Atommüll (Zahl ist von 2016).
Nehmen wir die Saturn V als Mittel der Wahl um den Atommüll in den Weltraum zu schiessen. Dann schaffen wir pro Start 50 Tonnen Atommüll in den interstellaren Raum (125 Tonnen sind es nur in den LEO - aber dann umkreist er fleissig die Erde), aber auch nur, wenn wir auf sämtliche Sicherungen und Schutzsystem etc. für die Fracht verzichten. Ist ja alles zusätzliches Gewicht.
Nach Adam Riese brauchen wir dann also 240 Start / Jahr nur um neu entstandenen Atommüll in den Weltraum zu befördern. Ob jetzt Saturn, Sonne, Mars, Mond, etc. ist dabei egal. Also fast alle 1,5 Tage einen Start. Bisher gab es 13 Starts der Saturn 5 davon waren 12 erfolgreich. Wenn das gleicher Verhältnis bleibt, verteilen 18.5 Raketen/Jahr ihre 50 Tonnen hochradioaktiven Abfall also fein säuberlich in der Erdatmosphäre. :daumen:
PS: SLS schafft maximal 27 Tonnen, Falcon Heavy soll angeblich bis zu 100 Tonnen schaffen

Die Kosten in den 60/70ern beliefen sich auf 185 - 189 Mio Dollar / Start (Quelle Wiki). Macht also 45.360 Mio Dollar. Mit Inflation etc belaufen sich die Kosten heute aber auf 1.020 - 1.040 Mio Dollar. Also liegen die Kosten heute eher bei 244.800 Mio Dollar pro Jahr um den Atommüll ungesichert in den Weltraum zu schiessen. Und das nur für den neu entstandenen Müll. Der der hier auf der Erde schon produziert wurde, ist dann immer noch hier.

Aber zum Glück ist Atomstrom ja billig ...

PS: Smiley ist purer Sarkasmus
 
EDIT: Ergänzung um die Überlegungen leichter zu machen: Wir haben aktuell geschätzt 300.000 t Atommüll weltweit. Die aktuelle höchste Last kann die SpaceX Falcon Heavy transportieren (für GTO max. 26,7 t, weniger, wenn man die Booster wieder verwenden möchte, noch weniger wenn man den Mond erreichen möchte)
Das heißt wir bräuchen über 11.200 Starts (Best Case). Eine nicht wiederverwendbare Falcon Heavy wird mit 150 Millionen pro Start gerechnet (laut Wikipedia). Und auch wenn die Falcons bisher extrem sicher im Vergleich sind, würde man das auf der Anzahl mit so einer heiklen Fracht nicht testen wollen.

- GTO nützt dir nichts, der führt regelmäßig wieder nahe an der Erde vorbei. Um in GSO zu wechseln ist noch einmal erheblicher Energieaufwand nötig, bei anderen Rakten kostet das über die Hälfte der Nutzlastkapazität (respektive man nimmt entsprechende Triebwerke als Teil der Nutzlast mit)
- GSO verbietet sich von selbst, da ist der Platz ohnehin schon extrem knapp, und alle Bahnen darunter sollte man auch nicht derart zumüllen
=> Man muss weiter und man muss mehr Technik mitnehmen, also von dir veranschlagt. Sinnvoller als ein stabilisierter Orbit für vielleicht 12 t wäre somit Fluchtgeschwindigkeit, eine Falcon Heavy schafft 14 t Richtung Mars. Ziehe ich noch Strahlungsschilde für die Raketensteuerung ab und eine mechanische Einfassung für den Müll, wären das also eher 23000 Starts.
- Aktuelle Raketen für nicht-menschliche Nutzung werden oft für eine Fehlerwahrscheinlichkeit von 1:100 ausgelegt. Die Falcon 9/Heavy Familie ist mit 4 Fehlschlägen auf 460 Missionen nur unwesentlich besser.
=> Um die Wahrscheinlichkeit eines kastrophalen Fehlers auf <1% zu senken, müsste die Zuverlässigkeit ver-23000-facht werden. Für 1 Promill verzweihundertdreißigtausendfacht. Das ist vermutlich nicht nur ökonomisch, sondern auch technisch unmöglich.
Die Alternative wäre eine absturzsichere Verpackung für den Müll. Castoren wiegen rund 20 t pro enthaltene Tonne Müll, zusätzlich ein Wiedereintrittsfähiges Raumschiff drum rum kann man mit 3 t Eigengewicht pro t transportierter Inhalt veranschlagen (Crew Dragon). Wären wir also bei 60:1 oder 230 kg Atommüll, die eine Falcon Heavy ohne GAU Entsorgen könnte.

Das entspricht rund 1,4 Millionen Raketenstarts für die Entsorgung der genannten Müllmenge. Kosten: Rund 210 Billiarden. Also fast so viel wie die gesamte Staatsverschuldung aller Nationen diese Planeten und deutlich mehr als die der Atomkraftnutzer. Wem das noch nicht als Argument für "schlechte Idee" reicht: 1,4 Millionen Start bei heutiger Zuverlässigkeit bedeutet auch 140000 Suchen nach und Bergungen von abgestürzten Castoren. Einige davon extrem aufwendig aus entlegenen Gebirgeregionen, ehe doch etwas austritt und die Trinkwasserversorgung ganzer Länder verseucht. Andere sehr einfach und übersichtlich, weil sie mitten in einer Großstadt runterkommen.


gibt es nicht schon funktionierende verfahren und auch das passende atomkraftwerk (seit den 60-70gern) in den usa womit man atom müll durch ein verfahren in noch brauchbares und unbrauchbares material trennen kann um dann das brauchbare weiter zu nutzen? meiner meinung nach verringert sich dadurch die halbwertzeit von dem nicht mehr zu gebrauchenden material drastisch. auf irgendwie nur noch 200-300 jahre. ich gucke mal ob ich das video finde.

"Trennen" geschieht in Wiederaufbereitungsanlagen und lässt eben Müll übrig, der zwar nicht mehr für herkömmliche Reaktoren zu gebrauchen ist, aber eben ordentlich strahlt. Was du meinst, ist eher ""Transmutation"" oder klassisch bezeichnet: Brüten. Also die Umwandlung von bestimmten schweren Elementen in andere, die sich besser nutzen können. Da betreiben derzeit vor allem Russland und China zwei respektive einen Reaktor zu diesem Zweck. Und ja, je nachdem wie man es macht, können am Ende so einer Kette RELATIV kurzlebige Elemente stehen. Haken an der Sache:
- "kurzlebig" heißt "sehr aktiv". Handhabung und Lagerung für die ersten paar Jahrhunderte sind entsprechend aufwendig, bedürfen bei großen Mengen definitiv Kühlung, verbuddeln unmöglich.
- Der Weg zu diesem Endzustand ist ein längerer und erfordert mehrere Stufen mit weiteren Reaktoren, die zum Teil erstmal entwickelt werden müssten.
- Entscheidende Zwischenschritte basieren auf Plutonium, bei Vermeidung von Nebenprodukten und Betriebsrisiken in waffenfähiger Konzentration.
- Die Brüter selbst müssen mit Techniken arbeiten, die aufwendig, in Schadensfällen kaum reparierbar und in der bisherigen Praxis ausgesprochen fehleranfällig waren (Verweis auf Phenix und Superphenix)
- Im Gegensatz zu z.B. Three Mile Island, Fukushima oder Tschernobyl sind solche Reaktoren nukleartechnisch instabil. Ohne ständige Nachregelung respektive bei Fehlern in selbiger können sie direkt nuklear explodieren. Ohne vorher überhitzen zu müssen.
 
Es ändert leider alles nichts daran, dass Kernkraftwerke nicht wirtschaftlich sind. Selbst wenn man Rückbau der Anlagen und das ungelöste Endlagerproblem ignoriert, machen Kernkaftwerde im Schnitt am Ende der Lebensdauer einen Milliardenverlust und tragen sich finanziell nur durch staatliche Förderungen.
 
Es ändert leider alles nichts daran, dass Kernkraftwerke nicht wirtschaftlich sind. Selbst wenn man Rückbau der Anlagen und das ungelöste Endlagerproblem ignoriert, machen Kernkaftwerde im Schnitt am Ende der Lebensdauer einen Milliardenverlust und tragen sich finanziell nur durch staatliche Förderungen.
Wiederrum ist es aber auch egoistisch zu denken das jetzt wo wir in Deutschland keine mehr haben... Wir keinen Atomstrom mehr nutzen würden... wir kaufen kräftig im Ausland ein, aus Frankreich, Belgien etc. Weil wir selber nicht genügend Strom produzieren um unser Stromnetz alleine stabilzuhalten. Nun kommt der Strom aus unsichereren und wesentlich schlechter in Stand gehaltetenen Kraftwerken als zuvor. Mit Sicherheit hat das nichts zu tun und wirtschaftlich ist das genau so wenig, da wir über die EU am Ende eh alles mitfinanzieren.

Unterm Strich wäre unser letztes Deutsches Atomkraftwerk sogar günstiger und sicherer gewesen, hätte man es noch ein paar Jahre weiter laufenlassen - gebaut war es ja eh schon.
 
- GTO nützt dir nichts, der führt regelmäßig wieder nahe an der Erde vorbei. Um in GSO zu wechseln ist noch einmal erheblicher Energieaufwand nötig, bei anderen Rakten kostet das über die Hälfte der Nutzlastkapazität (respektive man nimmt entsprechende Triebwerke als Teil der Nutzlast mit)
- GSO verbietet sich von selbst, da ist der Platz ohnehin schon extrem knapp, und alle Bahnen darunter sollte man auch nicht derart zumüllen
=> Man muss weiter und man muss mehr Technik mitnehmen, also von dir veranschlagt. Sinnvoller als ein stabilisierter Orbit für vielleicht 12 t wäre somit Fluchtgeschwindigkeit, eine Falcon Heavy schafft 14 t Richtung Mars. Ziehe ich noch Strahlungsschilde für die Raketensteuerung ab und eine mechanische Einfassung für den Müll, wären das also eher 23000 Starts.
- Aktuelle Raketen für nicht-menschliche Nutzung werden oft für eine Fehlerwahrscheinlichkeit von 1:100 ausgelegt. Die Falcon 9/Heavy Familie ist mit 4 Fehlschlägen auf 460 Missionen nur unwesentlich besser.
=> Um die Wahrscheinlichkeit eines kastrophalen Fehlers auf <1% zu senken, müsste die Zuverlässigkeit ver-23000-facht werden. Für 1 Promill verzweihundertdreißigtausendfacht. Das ist vermutlich nicht nur ökonomisch, sondern auch technisch unmöglich.
Die Alternative wäre eine absturzsichere Verpackung für den Müll. Castoren wiegen rund 20 t pro enthaltene Tonne Müll, zusätzlich ein Wiedereintrittsfähiges Raumschiff drum rum kann man mit 3 t Eigengewicht pro t transportierter Inhalt veranschlagen (Crew Dragon). Wären wir also bei 60:1 oder 230 kg Atommüll, die eine Falcon Heavy ohne GAU Entsorgen könnte.

Das entspricht rund 1,4 Millionen Raketenstarts für die Entsorgung der genannten Müllmenge. Kosten: Rund 210 Billiarden. Also fast so viel wie die gesamte Staatsverschuldung aller Nationen diese Planeten und deutlich mehr als die der Atomkraftnutzer. Wem das noch nicht als Argument für "schlechte Idee" reicht: 1,4 Millionen Start bei heutiger Zuverlässigkeit bedeutet auch 140000 Suchen nach und Bergungen von abgestürzten Castoren. Einige davon extrem aufwendig aus entlegenen Gebirgeregionen, ehe doch etwas austritt und die Trinkwasserversorgung ganzer Länder verseucht. Andere sehr einfach und übersichtlich, weil sie mitten in einer Großstadt runterkommen.




"Trennen" geschieht in Wiederaufbereitungsanlagen und lässt eben Müll übrig, der zwar nicht mehr für herkömmliche Reaktoren zu gebrauchen ist, aber eben ordentlich strahlt. Was du meinst, ist eher ""Transmutation"" oder klassisch bezeichnet: Brüten. Also die Umwandlung von bestimmten schweren Elementen in andere, die sich besser nutzen können. Da betreiben derzeit vor allem Russland und China zwei respektive einen Reaktor zu diesem Zweck. Und ja, je nachdem wie man es macht, können am Ende so einer Kette RELATIV kurzlebige Elemente stehen. Haken an der Sache:
- "kurzlebig" heißt "sehr aktiv". Handhabung und Lagerung für die ersten paar Jahrhunderte sind entsprechend aufwendig, bedürfen bei großen Mengen definitiv Kühlung, verbuddeln unmöglich.
- Der Weg zu diesem Endzustand ist ein längerer und erfordert mehrere Stufen mit weiteren Reaktoren, die zum Teil erstmal entwickelt werden müssten.
- Entscheidende Zwischenschritte basieren auf Plutonium, bei Vermeidung von Nebenprodukten und Betriebsrisiken in waffenfähiger Konzentration.
- Die Brüter selbst müssen mit Techniken arbeiten, die aufwendig, in Schadensfällen kaum reparierbar und in der bisherigen Praxis ausgesprochen fehleranfällig waren (Verweis auf Phenix und Superphenix)
- Im Gegensatz zu z.B. Three Mile Island, Fukushima oder Tschernobyl sind solche Reaktoren nukleartechnisch instabil. Ohne ständige Nachregelung respektive bei Fehlern in selbiger können sie direkt nuklear explodieren. Ohne vorher überhitzen zu müssen.

Und das wäre eine Ablenkung vom hochintelligenten und wichtigen Thema. Hier ist https://bonuslukazino.com/ eine Plattform mit Top-Unterhaltungsseiten. Von Roulette und Spins bis hin zu Sportwetten gibt es eine Vielzahl von Spielen für jeden Geschmack. Wählen Sie, was Ihnen gefällt, und gewinnen Sie unglaubliche Preise. Viel Glück!
Wenn auch nur einer dieser Behälter an der falschen Stelle herunterfällt, könnte das katastrophale Folgen haben. Gibt es eine realistische Möglichkeit, solche Starts zu 100 % sicher zu machen?
 
wir kaufen kräftig im Ausland ein, aus Frankreich, Belgien etc. Weil wir selber nicht genügend Strom produzieren
Das wäre nicht notwendig. Es gibt Reservekraftwerke (meistens Gas). Aus vielerlei Gründen ist es aber oft besser Strom aus Nachbarländern zu beziehen. Das ist auch keine Schande. Das europäische Stromnetz ist stark und zuverlässig genau weil es nicht an den nationalen Ländergrenzen endet.

Mit Sicherheit hat das nichts zu tun und wirtschaftlich ist das genau so wenig, da wir über die EU am Ende eh alles mitfinanzieren.
Nur weil über die EU Gelder in Kernernergieanlagen fließen, müssen wir das ja nicht zum Anlass nehmen zusätzlich dazu noch neue Reaktoren zu bauen.
 
Das mit "in den Weltraum schiessen" war auch eher eine Metapher. Mir ist bewusst, dass das realistisch gesehen, wohl nicht einfach ist.

Dann verwende auch Metaphern, die man man nicht ernst nehmen kann (z.B. sonstwohin). Das ganze mit dem "in den Weltraumschießen" wird ja leider einsthaft in die Debatte gebracht.

Hier auf der Erde kann man den Atommüll aber auch nicht wirklich sicher lagern.

Klar kann man das machen, wir tun es ja auch mit Giftmüll und bleibt ewig gefährlich, was wesentlich länger ist.

Norwegen hat ein Atommüll Endlager... also da liegt der Atommüll relativ sicher.

Es ist Finnland.

Grundsätzlich hast du recht, vergisst aber die "Ewigkeitskosten"

Ein Loch wo Braunkohle abgebaut wurde kann ich nach 100 Jahren einfach wieder betreten/beschwimmen ohne das davon irgendeine Gefahr aus geht.

Ein Loch wo Atommüll liegt gilt das eher weniger ;)

Das Problem ist also nicht der Flächenbedarf/Volumenbedarf sondern wie kriege ich das hin das da in 1000 Jahren auch noch alle von wissen...

btw die Ewigkeitskosten gibt das beim Bergbau auch, wenn die Pumpen im Ruhrgebiet aus gehen, saufen die einfach ab....

Wir haben so dermaßen viele Ewigkeitskosten. Wenn man es ernst nimmt, dann könnte man sich die Sache mit der ganzen Zivilisation sparen. Aber dann werden unsere Kinder (um die geht es ja angeblich immer) auch meckern, kaum macht man eine Energiewende, beginnen die haufenweise AfD zu wählen, weil es mit der Wirtschaft nicht so voran geht, wie versprochen (10% Wirtschaftswachstum und das pro Jahr!).

Es ist leider nicht einfach.

Das entspricht rund 1,4 Millionen Raketenstarts für die Entsorgung der genannten Müllmenge. Kosten: Rund 210 Billiarden. Also fast so viel wie die gesamte Staatsverschuldung aller Nationen diese Planeten und deutlich mehr als die der Atomkraftnutzer. Wem das noch nicht als Argument für "schlechte Idee" reicht: 1,4 Millionen Start bei heutiger Zuverlässigkeit bedeutet auch 140000 Suchen nach und Bergungen von abgestürzten Castoren. Einige davon extrem aufwendig aus entlegenen Gebirgeregionen, ehe doch etwas austritt und die Trinkwasserversorgung ganzer Länder verseucht. Andere sehr einfach und übersichtlich, weil sie mitten in einer Großstadt runterkommen.

Um fair zu bleiben: wenn man Blödsinn in dieser Größenordnung betreibt, dann kann man auch die alte Sea Dragon aus den 60/70ern rausholen und mal wirklich bauen. Damit sind dann mehrere hundert tonnen pro Start realistisch und ein Start würde eine Milliarde kosten. Damit wären wir bei "nur noch" einer Billion. Dennoch dämlich, man sollte sich auf sinnvolles konzentrieren.

Es ändert leider alles nichts daran, dass Kernkraftwerke nicht wirtschaftlich sind. Selbst wenn man Rückbau der Anlagen und das ungelöste Endlagerproblem ignoriert, machen Kernkaftwerde im Schnitt am Ende der Lebensdauer einen Milliardenverlust und tragen sich finanziell nur durch staatliche Förderungen.

Stimmt nicht, das sind irgendwelche Märchengebühren, die sich die Anti AKW Bewegung ausgedacht hat und die sonst keiner zahlen muß.

Ohne Sicherheitsüberprüfung weiter laufen lassen?

Hat das irgendjemand gesagt?

Nein?

Netter Strohmann, den du dir das gebaut hast.

Woher die Brennstäbe nehmen?

Brennelemente werden natürlich normal geordert. Aber wenn du die Kraftwerke sofort in Betrieb nehmen willst, dann kannst du auch eine weile die alten nehmen, die bringen nur weniger Leistung. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, die Reihenfolge der Aufträge zu ändern, dann sind die in einem halben Jahr verfügbar.

Aus vielerlei Gründen ist es aber oft besser Strom aus Nachbarländern zu beziehen. Das ist auch keine Schande.

Wenn vorher groß verkündet wurde, dass man das nicht braucht und die Behauptungen, dass das so sein wird, haltlos sind, dann ist es eine Schande.
 
Ohne Sicherheitsüberprüfung weiter laufen lassen?
Woher die Brennstäbe nehmen?
Wer redet denn davon das ich die letzten Jahre vor der Abschaltung meine?

Man hätte die Weichen vorher so stellen können das man es abschaltet aber wesentlich später! Der Fehler ist schon viel früher passiert als kurz vor der Abschaltung. Bis 2030 wäre eine wesentlich sinnvollerer Abschaltung Zeitraum gewesen.
 
Dann verwende auch Metaphern, die man man nicht ernst nehmen kann (z.B. sonstwohin). Das ganze mit dem "in den Weltraumschießen" wird ja leider einsthaft in die Debatte gebracht.
Es war auch nicht ernst gemeint. Man sagt doch als Redewendung auch mal "Das oder den könnte ich zum Mond schiessen!" Jetzt verstanden?
Klar kann man das machen, wir tun es ja auch mit Giftmüll und bleibt ewig gefährlich, was wesentlich länger ist.
Und warum wird der Atommüll größtenteils von ein Endlager in das nächste bewegt? Bis auf wenige Ausnahmen. Und selbst da habe ich meine Zweifel ob das 100% sicher ist.
 
Achtung Satire: Super, dann könnte man mit der langwelligen Strahlung in Tschernobyl doch noch viel Energie erzeugen. Damals waren ja 16 AKWs geplant.
Ansich ist diese Möglichkeit der Energie Gewinnung ein guter Weg lange Energie zu gewinnen.
 
Es war auch nicht ernst gemeint. Man sagt doch als Redewendung auch mal "Das oder den könnte ich zum Mond schiessen!" Jetzt verstanden?

Und warum wird der Atommüll größtenteils von ein Endlager in das nächste bewegt? Bis auf wenige Ausnahmen. Und selbst da habe ich meine Zweifel ob das 100% sicher ist.
Man muss nur Musk sagen " Bau ne Rakete, die 200 Tonnen Nutzlast hat und sicher durch die Erdatmosphäre kommt! Problem mit dem Atommüll gelöst! Dann kann man weg vom überteuerten EE Strom und hat wieder günstig Strom! Und Nein, die Sonnenenergie ist nicht kostenlos! Backup-Kraftwerke sind zwingend nötig ! Und die Ökoterroristen kaufen trotzdem Atomstrom aus Frankreich! Aber bei uns abschalten! Das nenne ich mal schizophren!
 
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