News "Ultrahohe Kapazität": Gegen Phisons neue128-TB-SDD sollen HDDs keine Chance haben

Das gilt genau so lange, wie der Preis keine Rolle spielt.

Das ist ja gerade der Witz an der Sache. dadurch, dass man sich 3/4 der Server und damit alle anderen Kosten, die da dran hängen, einspart, kann das wesentlich günstiger sein. Selbst wenn die SSDs selbst ein vielfaches kosten.

Es ist die Frage, ob die HDD Hersteller ihre Kapazität schnell genug steigern können, um das zu verhindern. Bisher waren sie da relativ trantütig unterwegs, die 100TB HDD läßt ja leider auf sich warten, auch wenn es HAMR jetzt real gibt. wenn sich das nicht ändert, dann werden sich HDD zu den Diskettenlaufwerken und Röhrenmonitoren gesellen und das recht schnell.

Ich bilde mir aber ein, dass Daten auf einer HDD auch "sicherer" gespeichert sind als auf einer SSD. Wenn bei letzterer der Controller die Grätsche macht, kommt man da nicht mehr ran. Bei einer HDD kann man eher noch was retten.

Das bildest du dir auch nur ein. Wenn bei einer HDD der Kopf einen Headcrash hinlegt, dann ist es mit der Rettung auch Essig. Außerdem kostet das jenseits der 1000€. Wenn einem die Sicherheit der Daten am Herzen liegt, dann muß man sowieso redundant speichern, am besten auf Medien von unterschiedlichen Herstellern. Dann haben die SSDs die Nase vorne. Ach ja, auffrischen durch umkopieren auf neue Medien nicht vergessen, aber da dürften SSDs wohl auch die Nase vorne haben, wenn man den neuesten Trend (QLC, PLC, HLC) mit einigen Jahren Verzögerung nimmt.

Und bevor jemand wieder mit "zu Lebzeiten wird die nicht kaputt gehen" sagt, ich habe schon mit defekten QLC-SSDs beruflich zu tun gehabt.

Und woran sind sie kaputtgegangen? Hat sie jemand totgeschrieben, also 1200 Zyklen? Vermutlich nocht und außerdem kann man da die Daten noch retten. Haben sie ihre Datzen vergessen? Bisher isdtz da noch nichts bekannt und QLC SSDs sind schon seit 6 Jahren auf dem Markt, also werden sie wohl mindestens 5 Jahre ohne Strom durchhalten (sonst wäre es rausgekommen), vermutlich sogar Jahrzehnte.

Bisher gab es keine Probleme, mit der Haltbarkeit, die mit QLC zu tun haben. Natürlich gibt es gute Argumente gegen QLC, allen voran die geringe Schreibgeschwindigkeit, wenn der pSLC Cache erschöpft ist.

Ist mir bei TLC und schon mal gar nicht mit MLC (gab's früher von Intel und von Mushkin zu Hauf') SSDs passiert.

Na, da hast du aber die goldene Zeit von OCZ verpasst, denen sind die Octane und Petrol SSDs reihenweise kaputtgegangen. Da reden wir von Ausfallquoten von 30 und 40%, nach einem halben Jahr. Auch teile der Vertexserie hat es erwischt. Auch ansonsten gab es immer wieder mal Probleme, an mangelnden Schreibzyklen oder daran, dass die SSDs ihren Inhalt vergessen haben, lang es nie.

Aber für manche scheint ja auch das mit der kürzeren Lebenszeit zu passen...

Die kürzere Lebensdauer ist in den meisten Fällen,. also weit über 99%, nicht relevant. Ich persönlich foltere meinen PC mit einer enormen Auslagerungsdatei (Tabmessie :D ) und bin so im Schnitt auf 1TB pro Monat gekommen. Eine 1TB SSD würde, wenn man lediglich 500 Schreibzyklen annimmt, gut 40 Jahre halten, bei 1200 Schreibzyklen ganze 100 Jahre. Ich habe damals einer 1TB 850 EVO (10.000 Schreibzyklen) gegenüber einer schnelleren 860 EVO (2.700 Schreibzyklen) den Vorzug gegeben. Jetzt wird die 850 EVO ausgemustert und ist noch weit von 100 Zyklen entfernt.
 
Was letzte Preis? Haben will und die nächsten, sagen wir, 20 Jahre Ruhe haben. Stehe demnächst vor einem Upgrade von 4x10TB auf vermutlich 4x20TB im NAS.
10k? Shut up and take my money!!! :D Ich mein 4x WD Red Pro 20 TB sind auch schon 2k.
 
Das bildest du dir auch nur ein. Wenn bei einer HDD der Kopf einen Headcrash hinlegt, dann ist es mit der Rettung auch Essig. Außerdem kostet das jenseits der 1000€. Wenn einem die Sicherheit der Daten am Herzen liegt, dann muß man sowieso redundant speichern, am besten auf Medien von unterschiedlichen Herstellern. Dann haben die SSDs die Nase vorne. Ach ja, auffrischen durch umkopieren auf neue Medien nicht vergessen, aber da dürften SSDs wohl auch die Nase vorne haben, wenn man den neuesten Trend (QLC, PLC, HLC) mit einigen Jahren Verzögerung nimmt.

Wenn nur die HDD-Elektronik die Grätsche macht, kann man das teilweise sehr günstig in Eigenregie lösen: Vergleichbares Laufwerk kaufen und Platine austauschen. Das kostet ganz sicher nicht "jenseits der 1.000 Euro". Investiert man umgekehrt viel Geld in eine professionelle Datenrettung, so können in aller Regel auch nach einem Headcrash sämtliche Daten wiederhergestellt werden, die nicht auf der gecrashten Platter-Seite waren (wer Nerven wie Stahlseile hat kann die ja z.T. sogar noch so auslesen) und bis zu 95 Prozent, in einem 5-Platter-Laufwerk also 99,5 Prozent aller Daten, auf der gecrashten Seite. Die spanabhebende Datenverarbeitung betrifft eben nur einen schmalen Ring oder im Worst Case, wenn sich der Aktuator nach dem Crash langsam weiter bewegt hat, eine Spirale auf einer der vielen Speicherflächen.

Wenn sich bei einer SSD dagegen was verabschiedet, wird es sehr kompliziert. Die Verbindungen sind alle gelötet, die Datenspeicherung ist aber empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, sodass Austauschen oder auch nur einzeln ansteuern teure Profi-Arbeit ist. Und ohne das Inhaltsverzeichnis der Controller-Logik sitzt man im Prinzip vor den einzelnen Datenfragmenten eines RAID-0-Verbundes mit teils mehreren Dutzend Einzelspeichern. Die einzelnen Flash-Zellen sind schließlich weiterhin nicht viel schneller als Magnetspeicher (wenn überhaupt), ihren hohen Datendurchsatz erzielen SSDs durch Parallelisierung.
 
Wie schauen wir preismäßig aus?
Kategorie Kleinwagen, Mittelklasse oder Sportauto? :ugly:

Da normalerweise der Controller der limitierende Faktor als auch Preistreiber ist, bin ich gespannt ab wann sich dass im Privatmarkt durchschlägt. Mit HDDs bekommst du 20TB auf einer Platte ab 300€, bei SSDs sind wir für 16TB bei Faktor 8. Bin zwar für jetzt versorgt, aber der geringere Strombedarf und Lärmentwicklung wären interessant.
Mal abwarten, wie lange das Preisgefüge noch so bleibt... Ich bilde mir aber ein, dass Daten auf einer HDD auch "sicherer" gespeichert sind als auf einer SSD. Wenn bei letzterer der Controller die Grätsche macht, kommt man da nicht mehr ran. Bei einer HDD kann man eher noch was retten.
Wer solche Platten einsetzt hat nicht nur Redundanz sondern auch mehrere Backups, und wie @Pu244 richtig sagt hast du da mitunter auch deutlich weniger andere Hardwarekosten was das ganze nochmal interessanter macht.

Zudem ist der Aufwand der Wiederherstellung einer kaputten Platte ungleich kostenintensiver. Selbst im Privatbereich. 1-2 Platten Redundanz kosten mich so viel wie professionelle Datenrettung für eine Platte. Das ist aber quasi ein einmaliges Investment.
Mir können auf meinem Homeserver in jedem meiner ZFS Pools auch jederzeit 2 Platten abrauchen ohne Datenverlust.
Mir kann sogar die Bude abbrennen und die wichtigen Daten sind sicher da nochmal in einem anderen Ort abgelegt (nein, keine Cloud). Und ich bin Privatperson/Hobbyist. Rechenzentren (und die sind hier die Kernkundschaft) sind da (in der Regel) nochmal deutlich besser aufgestellt.
16TB für Konsumer? Gibts nicht. 8TB? bereits 4 Jahre.
Hab ich wohl andere Ansprüche.
Du kannst privat sogar 60TB SSDs kaufen, kostet halt nur so viel wie ein Gebrauchtwagen. (e.g. Solidigm für ~8000€)
Das bildest du dir auch nur ein. Wenn bei einer HDD der Kopf einen Headcrash hinlegt, dann ist es mit der Rettung auch Essig.
Das sollte dir aber bei HDDs als "Datengrab" eher seltener passieren.

Ich hatte in meinem Leben bisher einen Headcrash, und das war eine externe Festplatte die mir während aktivem Zugriff vom Tisch gefallen ist, weil sich das Kabel im Bürostuhl verfangen hat. Und selbst da konnte ich 95% der Daten retten (lassen).


Bei SSDs braucht es halt deutlich häufigeres Scrubbing.
Außerdem kostet das jenseits der 1000€. Wenn einem die Sicherheit der Daten am Herzen liegt, dann muß man sowieso redundant speichern, am besten auf Medien von unterschiedlichen Herstellern.
Klar, aber um die selbe Kapazität mit SSDs zu erreichen zahlst du mal locker Faktor 3. Und da sind die Kosten für die zusätzlich benötigte Hardware noch gar nicht dabei.

Unterschiedliche Hersteller braucht es aber mMn nicht zwangsweise. Mix und Match im Disk-Pool kann auch Probleme verursachen. Alternativ sollte man eher zeitversetzt bzw. über mehrere Händler kaufen, damit man verschiedene Produktionschargen erwischt.

10k? Shut up and take my money!!! :D Ich mein 4x WD Red Pro 20 TB sind auch schon 2k.
Wenn die Lautstärke nicht so wichtig ist würde ich dann zu Toshiba raten die auch regelmäßi im Mindstar sind um 300€/Stück.
 
Hätte gerne eine, vielleicht auch 2 für Raid1.
Aber die kostet bestimmt 20.000€...

Meine größte SSD ist nur ne langsame QLC mit 8TB für damals noch 300€.
 
Und woran sind sie kaputtgegangen? Hat sie jemand totgeschrieben, also 1200 Zyklen? Vermutlich nocht und außerdem kann man da die Daten noch retten. Haben sie ihre Datzen vergessen? Bisher isdtz da noch nichts bekannt und QLC SSDs sind schon seit 6 Jahren auf dem Markt, also werden sie wohl mindestens 5 Jahre ohne Strom durchhalten (sonst wäre es rausgekommen), vermutlich sogar Jahrzehnte.

Bisher gab es keine Probleme, mit der Haltbarkeit, die mit QLC zu tun haben. [...]
Keine Ahnung warum sie kaputt gegangen sind, Laufwerk wurde zwar noch erkannt, aber sobald man auf Verzeichnisse oder Dateien zugegriffen hatte, kam die Lesefehler-Meldung.
Flash-Speicher halten ohne Refresh und ohne Strom im Durchschnitt 1 Jahr ihre Daten.
Du hörst Dich an, als ob Du beauftragter QLC-Ehrenretter bist. Du darfst aber, wie jeder andere auch, auch QLC SSDs kaufen. Ich mache das halt nicht, TLC ist das Höchste der Gefühle.
 
Keine Ahnung warum sie kaputt gegangen sind, Laufwerk wurde zwar noch erkannt, aber sobald man auf Verzeichnisse oder Dateien zugegriffen hatte, kam die Lesefehler-Meldung

Hört sich jetzt nicht nach den speziellen Nachteilen von QLC an. Ähnliches hatte man auch schon früher. Der Speicher ist eigentlich nie das Problem, das liegt dann entweder meist am Controller oder der Firmware.

Flash-Speicher halten ohne Refresh und ohne Strom im Durchschnitt 1 Jahr ihre Daten.

Nein, das ist der Zeitraum, den die Flashersteller garantieren und der ist so gewählt, dass es damit nie Ärger geben wird. E§s wäre auch problematisch, denn dann könnte man keine Speicherkarten, USB Sticks usw. mehr als ein Jahr herumliegen lassen. Auch könnte man keine Rechner, Laptops oder Konsolen, mit SSDs, für ein Jahr ohne Strom lassen

Wie lange Flashspeicher ohne Auffrischung durchhält, ist nicht bekannt, vermutlich können auch die Hersteller nur schätzen. Bei QLC sind wir schon bei über 6 Jahren, die die Technik am Markt ist. Bei unter 5 Jahren würde das auffallen. Vermutlich sind es jenseits der 10 Jahre, wenn es anders ist, dann werden wir es irgendwann durch Massenausfälle mitbekommen.

Du hörst Dich an, als ob Du beauftragter QLC-Ehrenretter bist.

Ich stelle halt eben Dinge richtig, die nicht stimmen und bei QLC ist davon eine Menge unterwegs.

Du darfst aber, wie jeder andere auch, auch QLC SSDs kaufen.

Hab ich letztes Jahr gemacht, es ist eine 870 QVO 8TB geworden. Nach 5 Jahren warten kann man sich da relativ sicher sein.

Ich mache das halt nicht, TLC ist das Höchste der Gefühle.

Witzig, ich erinnere mich noch, dass es bei TLC genauso war und auch MLC galt, als es eingeführt wurde, als potentiell unzuverlässig. Nach und nach haben sich die Leute daran gewöhnt und jetzt ist TLC das gute Zeug, da es kein SLC mehr gibt, jedenfalls zu bezahlbaren preisen.

Unterschiedliche Hersteller braucht es aber mMn nicht zwangsweise. Mix und Match im Disk-Pool kann auch Probleme verursachen. Alternativ sollte man eher zeitversetzt bzw. über mehrere Händler kaufen, damit man verschiedene Produktionschargen erwischt.

Das Problem ist, dass man sich damit einen Serienfehler reinholen kann. Beispiele, wie die IBM Deathstar oder die besagten SSDs von OCZ zeigen, wie gefährlich das ist. Die Laufwerke dürfen sowieso nicht in einem PC sein, denn wenn da etwas passiert, dann sind alle hin. Da sind HDDs richtig anfällig. Einmal vom Tisch gefallen und schon hilft einem auch RAID 6 nicht mehr, da alle Platten gleichzeitig das zeitliche segnen.

Wenn man sich verschiede SSDs oder auch HDDs kauft, dann umgeht man das Problem.
 
Es gab nie SSDs im 3,5" Format,
Vor ca. 15 Jahren gab es OCZ Colossus 3,5" mit 120 bis 1TB, ja damals schon 1TB MLC Speicher - realisiert wurde das durch ein internes Raid0 aus zwei MLC-SSDs. Hatte aber auch ihren Preis mit ca. 2500-3000€ für 1TB. Dann vor ca. 14 Jahren folgten etwas günstigere und "Consumer-freundliche" ziemlich baugleiche OCZ Agility2 und Vertex2 mit max. 400GB Kapazität, vorbei Vertex2 noch eine Extended-Version mit 480GB bekommen hat.
Im Enterprise-Bereich gab es einige Jahre später mit "Nimbus Exadrive DC" hochkapazitative SATA-3,5"-SSDs. Eine 3.5" 100TB Nimbus Exadrive ist dann 2020 erschienen.
Es gab/gibt also durchaus ein paar 3,5-Zoll SSDs, auch wenn sie eher zu den Ausnahmen zählen 😉
 
Das Problem ist, dass man sich damit einen Serienfehler reinholen kann. Beispiele, wie die IBM Deathstar oder die besagten SSDs von OCZ zeigen, wie gefährlich das ist. Die Laufwerke dürfen sowieso nicht in einem PC sein, denn wenn da etwas passiert, dann sind alle hin. Da sind HDDs richtig anfällig. Einmal vom Tisch gefallen und schon hilft einem auch RAID 6 nicht mehr, da alle Platten gleichzeitig das zeitliche segnen.

Wenn man sich verschiede SSDs oder auch HDDs kauft, dann umgeht man das Problem.
Darum zeitversetzt und über mehrere Chargen. Persönlich kauf ich nie mehr als 2 Platten auf einmal. Und es muss ja nicht unbedingt ein Modell sein, dass ganz frisch auf dem Markt ist, das reduziert nochmal das Risiko eines Serienfehlers. Das müsste schon ein "Microsoft Zune"-Niveau F*ckup sein, damit es da Probleme gibt :ugly:
Alternativ einen gemirrorten Pool mit jeweils einem anderen Hersteller wenn man sich wirklich davor fürchtet.

Und alle Daten auf nur einem PC sind sowieso nicht schlau. Selbst ein gelegentlicher Export auf eine externe Platte bringt schon viel. RAID ist kein Backup, Punkt.
Ich folg auch privat dem 3-2-1 Grundsatz, zumindest für die wichtigen Daten. Eine Kopie davon 900km entfernt in einem anderen Land. Wenn meine BluRay Rips verloren gehen, ist das zwar mit Zeit und Kosten für Strom und encoding verbunden, aber ich kann sie wiederherstellen.
Wenn ich wirklich Datenverlust habe, hab ich wohl andere Sorgen, denn da sind wir dann im Ereignis-Spektrum europaweite Naturkatastrophe oder WW3.
Auch was die Haltbarkeit angeht?
Hängt in erster Linie vom Anwendungszweck und der Kostenkalkulation ab.
Für einen Backup-Provider wie Backblaze sind die Platten wohl eher uninteressant. Für jemandem der dem AI-Wahn auf den Leim gegangen ist, ist sie perfekt (und im Vergleich zu den Nvidia GPUs billig :ugly:) Bei SSDs hast du zudem je nach Anwendungsgebiet auch eher weniger Schreibzugriffe und primär Lesezugriffe, wodurch die auch alt werden können. ML ist hier auch wieder ein Beispiel.

Schlussendlich sind die Platten aber auch ein Abschreibungsposten und entsprechend kalkuliert. 99% der Platten werden x Jahre erreichen. Das wird entsprechend bepreist und an den Kunden weitergereicht. Manche Anwendungsgebiete setz(t)en bei HDDs ja auch auf schnelle aber kurzlebige 2.5" Platten weil es sich trotzem rechnet.

Am Ende werden Betreiber die beste Lösung für ihr Budget wählen.
Für "haltbaren"/langfristigen Speicher setzt man bspw. eher nochmal auf Bandlaufwerke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm... da hatte ich noch anderes in Erinnerung.
Oder lag das früher an den Controllern, dass die eher ausgestiegen sind?
Das war schon immer so. Die Ausfallraten von SSDs waren und sind (natürlich bis auf wenige Ausnahmen a la Vertex2) immer schon viel niedriger gewesen als die von HDDs. Nur gibts da so eine urban legend von wegen totschreiben von SSDs was immer wieder hochgehyped wird aber für 99,999% aller User völlig irrelevant ist da sie nicht annähernd so viel schreiben um eine SSD totzukriegen.
Das wird aber so oft erwähnt und wiederholt dfass die Leute es in einem viel höheren Kontext abspeichern als es tatsächlich der Fall ist.

Die Realität ist HDDs sterben in den ersten Betriebsjahren statistisch im Bereich von ner Handvoll Prozent und SSDs im Bereich von ner Handvoll Promille. Was auch logisch ist da einer der Hauptgründe des Ausfalls, mechanischer Defekt, bei SSDs prinzipbedingt nicht auftreten kann.
 
Wir reden hier eher von 10.000 Euro, ggf. mehr. Das hier wäre das aktuell im PCGH-Preisvergleich zu findende Limit, aber da steht auch nur drin, was Shops an Endkunden zu verkaufen hoffen:

Das drittgrößte gelistete Modell stammt aus der gleichen Serie und hat gerade mal die halbe Kapazität bei gleicher äußerer Größe, da hat man also schon wieder ein halbleeres Gehäuse gekauft – für über 5.000 Euro.

Wie gesagt: Flash ist teuer und kein Heimverbraucher braucht so viel davon so dringend, dass er das bezahlen würde. Intel hat mal vermarktet, nicht extra-große, aber extra-schnelle Profitechnik an Heim-Enthusiasten zu vermarkten. Restposten des Ergebnis stehen bis heute im Preisvergleich:

Und soll keiner glauben, dass der Preis ein Altersartefakt ist. Die Nachfolgegeneration war, leider, auch durchgehend schweineteuer pro Gigabyte.
Also in meinen Augen, ist die U.2 und U.3 Schnittstelle keine Konsumer Schnittstelle, sondern Pro bzw. Server.
Schweine Teurer, nicht unbedingt wegen der Chips, sondern wegen spezieller Technik für Datacenter.
1TB Konsumer SSD (PCIe) für ca. 60€
gleiche mit U.x Schnittstelle brauchen wir nicht unter 200€ anfangen.

Aber lassen wir das. ;)
 
Hört sich jetzt nicht nach den speziellen Nachteilen von QLC an. Ähnliches hatte man auch schon früher. Der Speicher ist eigentlich nie das Problem, das liegt dann entweder meist am Controller oder der Firmware.



Nein, das ist der Zeitraum, den die Flashersteller garantieren und der ist so gewählt, dass es damit nie Ärger geben wird. E§s wäre auch problematisch, denn dann könnte man keine Speicherkarten, USB Sticks usw. mehr als ein Jahr herumliegen lassen. Auch könnte man keine Rechner, Laptops oder Konsolen, mit SSDs, für ein Jahr ohne Strom lassen

Wie lange Flashspeicher ohne Auffrischung durchhält, ist nicht bekannt, vermutlich können auch die Hersteller nur schätzen. Bei QLC sind wir schon bei über 6 Jahren, die die Technik am Markt ist. Bei unter 5 Jahren würde das auffallen. Vermutlich sind es jenseits der 10 Jahre, wenn es anders ist, dann werden wir es irgendwann durch Massenausfälle mitbekommen.

Solange Laufwerke mit Strom versorgt werden, refreshen sie sich selbst. Kaum jemand wird 10 QLC-Platten gekauft, bespielt und dann ins Regal gestellt haben, um einmal im Jahr eine herauszuholen und zu gucke, ob die Daten schon weg sind. Von daher: Nein, eher unwahrscheinlich, dass da etwas auffällt. In Schubladen verschwinden in der Regel nur USB-Sticks und SD-Karten. Bei denen kommen Datenteilverluste nach über drei Jahren aber durchaus vor.

Bezüglich "nicht wissen" und "keinen Ärger" seitens der Hersteller: Die 12 Jahre sind, bei Consumer-Produkten, schlicht die definierte Grenze, aber der eine Zelle als "defekt" gilt. Und wann dieser Punkt erreicht wird, ist eine bekannte, da intensiv ausgestestete Größe, die nicht nur als Grundlage für garantierte TBW dient, sondern auch für die Steuerungslogik des Laufwerks selbst. Was die Hersteller aber ungern veröffentlichen, sind Angaben, wie lange die zu erwartende Speicherdauer vor erreichten der TBW-Grenzen ist. (Aus nachvollziehbaren Gründen: Real hängt sie auch stark von Temperaturen ab, aber in der DAU-Praxis würden RMA-Beschwerden und Klagen drohen, sobald ein unter weit unterdurchschnittlichen Bedingungen gelagertes Laufwerk seine Daten innerhalb der vom Hersteller genannten Spanne vergisst.)

Witzig, ich erinnere mich noch, dass es bei TLC genauso war und auch MLC galt, als es eingeführt wurde, als potentiell unzuverlässig. Nach und nach haben sich die Leute daran gewöhnt und jetzt ist TLC das gute Zeug, da es kein SLC mehr gibt, jedenfalls zu bezahlbaren preisen.

Hängt auch mit der Nutzungsverschiebung zusammen: Die Laufwerke wurden im Laufe der Zeit immer größer und haben so einen immer größeren Teil der Datenspeicherung im System übernommen. Parallel hat sich die Gesamtschreibleistung aber nur sehr langsam weiterentwickelt (die intensive Nutzung von Auslagerungsdateien könnte meiner Meinung nach sogar abgenommen haben zugunsten größerer RAM-Pools) und der am intensivsten beschriebene Teil wurde als erstes auf SSD umgestellt, während QLC bis heute fast ausschließlich für Archivlaufwerke genutzt wird. Das heißt unter dem Strich hat die Zahl der beanspruchten Speicherzyklen pro Zelle genauso abgenommen, wie die Zahl der möglichen Schreibzyklen pro Zelle und die Haltbarkeit ist somit im Schnitt gleichgeblieben. Abweichend von diesem Schnitt hat man aber eben jedes Mal ein Problem, wenn eine weitere Speichereben eingezogen wird: Die neuen Laufwerke haben oft nur ein Zehntel bis ein Fünftel der Ausdauer ihrer Vorgänger, aber Anfangs nur die gleiche oder maximal doppelte Kapazität. Das ist dann natürlich eine Rückschritt, während 40 GB SLC mit je 20.000 Zyklen absolut betrachtet klar im Nachteil gegenüber 4 TB TLC mit je 1.000 Zyklen sind.

Also in meinen Augen, ist die U.2 und U.3 Schnittstelle keine Konsumer Schnittstelle, sondern Pro bzw. Server.
Schweine Teurer, nicht unbedingt wegen der Chips, sondern wegen spezieller Technik für Datacenter.
1TB Konsumer SSD (PCIe) für ca. 60€
gleiche mit U.x Schnittstelle brauchen wir nicht unter 200€ anfangen.

Aber lassen wir das. ;)

Bitte Entschuldige, dass ich in einem Gesprächsfaden zum Thema "unvollständig genutzte Gehäuse" SSD-Formate mit Gehäusen herangezogen habe. Bei M.2s wäre es mit auch noch nicht begegnet, dass eine 25-mm-Platine in einem 100-mm-Gehäuse steckt. :schief:
Im übrigen wurde U.2 jahrelang auch in der Consumer-Oberklasse angeboten. Das es sich nur in Server-Umgebungen durchgesetzt hat, bestätigt schlicht meine Aussage: Die Endverbraucher wollen mehr Technik schlicht nicht bezahlen. SSDs müssen für die Käufer eigentlich nur eins sein: Billig. Und das wird das hier 128-TiB-U.2-Modell, über das hier berichtet wird, definitiv nicht tun.
 
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