Das gilt genau so lange, wie der Preis keine Rolle spielt.
Das ist ja gerade der Witz an der Sache. dadurch, dass man sich 3/4 der Server und damit alle anderen Kosten, die da dran hängen, einspart, kann das wesentlich günstiger sein. Selbst wenn die SSDs selbst ein vielfaches kosten.
Es ist die Frage, ob die HDD Hersteller ihre Kapazität schnell genug steigern können, um das zu verhindern. Bisher waren sie da relativ trantütig unterwegs, die 100TB HDD läßt ja leider auf sich warten, auch wenn es HAMR jetzt real gibt. wenn sich das nicht ändert, dann werden sich HDD zu den Diskettenlaufwerken und Röhrenmonitoren gesellen und das recht schnell.
Ich bilde mir aber ein, dass Daten auf einer HDD auch "sicherer" gespeichert sind als auf einer SSD. Wenn bei letzterer der Controller die Grätsche macht, kommt man da nicht mehr ran. Bei einer HDD kann man eher noch was retten.
Das bildest du dir auch nur ein. Wenn bei einer HDD der Kopf einen Headcrash hinlegt, dann ist es mit der Rettung auch Essig. Außerdem kostet das jenseits der 1000€. Wenn einem die Sicherheit der Daten am Herzen liegt, dann muß man sowieso redundant speichern, am besten auf Medien von unterschiedlichen Herstellern. Dann haben die SSDs die Nase vorne. Ach ja, auffrischen durch umkopieren auf neue Medien nicht vergessen, aber da dürften SSDs wohl auch die Nase vorne haben, wenn man den neuesten Trend (QLC, PLC, HLC) mit einigen Jahren Verzögerung nimmt.
Und bevor jemand wieder mit "zu Lebzeiten wird die nicht kaputt gehen" sagt, ich habe schon mit defekten QLC-SSDs beruflich zu tun gehabt.
Und woran sind sie kaputtgegangen? Hat sie jemand totgeschrieben, also 1200 Zyklen? Vermutlich nocht und außerdem kann man da die Daten noch retten. Haben sie ihre Datzen vergessen? Bisher isdtz da noch nichts bekannt und QLC SSDs sind schon seit 6 Jahren auf dem Markt, also werden sie wohl mindestens 5 Jahre ohne Strom durchhalten (sonst wäre es rausgekommen), vermutlich sogar Jahrzehnte.
Bisher gab es keine Probleme, mit der Haltbarkeit, die mit QLC zu tun haben. Natürlich gibt es gute Argumente gegen QLC, allen voran die geringe Schreibgeschwindigkeit, wenn der pSLC Cache erschöpft ist.
Ist mir bei TLC und schon mal gar nicht mit MLC (gab's früher von Intel und von Mushkin zu Hauf') SSDs passiert.
Na, da hast du aber die goldene Zeit von OCZ verpasst, denen sind die Octane und Petrol SSDs reihenweise kaputtgegangen. Da reden wir von Ausfallquoten von 30 und 40%, nach einem halben Jahr. Auch teile der Vertexserie hat es erwischt. Auch ansonsten gab es immer wieder mal Probleme, an mangelnden Schreibzyklen oder daran, dass die SSDs ihren Inhalt vergessen haben, lang es nie.
Aber für manche scheint ja auch das mit der kürzeren Lebenszeit zu passen...
Die kürzere Lebensdauer ist in den meisten Fällen,. also weit über 99%, nicht relevant. Ich persönlich foltere meinen PC mit einer enormen Auslagerungsdatei (Tabmessie
) und bin so im Schnitt auf 1TB pro Monat gekommen. Eine 1TB SSD würde, wenn man lediglich 500 Schreibzyklen annimmt, gut 40 Jahre halten, bei 1200 Schreibzyklen ganze 100 Jahre. Ich habe damals einer 1TB 850 EVO (10.000 Schreibzyklen) gegenüber einer schnelleren 860 EVO (2.700 Schreibzyklen) den Vorzug gegeben. Jetzt wird die 850 EVO ausgemustert und ist noch weit von 100 Zyklen entfernt.

