Die Dauerschreibleistung so sehr zu sättigen, dass eine reduzierte Anbindung keinen Einfluss mehr hat, braucht dagegen Transfers ausreichender Größe.
Genau das ist nach meiner Erfahrung nicht zwingend der Fall. Klar, wenn die Schreibleistung sinkt weil der (Pseudo-)SLC-Cache voll ist sind riesen Datenmengen (bei einigermaßen leerer) SSD nötig um das zu erreichen.
Aber es gibt andere Fälle wo nicht der SLC-Cache der begrenzende Punkt ist und wo Datenraten auch weit unter das einbrechen können, was selbst besserer QLC im QLC-Modus noch bieten würde.
Wenn ich beispielsweise drei oder vier Clips gleichzeitig aus einem leicht komprimierten Kameraformat auf der CPU in HEVC wandle sind das jeweils vielleicht roundabout 5 MB/s lesen und 0,5 MB/s schreiben. Das ist natürlich auch wenns 4x gleichzeitig passiert für eine SSD pipifax an Datenrate, nur eben durchaus einige IOPS durcheinander - und das ohne Pause.
Dennoch ist mir aufgefallen, dass manche günstige SSD wenn sie das mal ein paar Stunden lang macht und man dann von ihr erwartet, die fertigen Clips auf eine zweite SSD zu kopieren letzteres manchmal mit wenigen 100 MB/s passiert und auch noch Gedenksekunden mit 0 MB/s dazwischen sind.
Wartet man dagegen ne halbe Stunde ab nach der Encodierung schiebt die gleiche SSD die Clips mit mehreren GB/s raus.
Bei teureren Modellen habe ich so ein Verhalten bisher noch nicht gesehen. Ich vermute, dass sowas im Wesentlichen mit vorhandenem oder nicht vorhandenem Cache (DRAM) auf der SSD zu tun haben könnte. Dass SSDs im grade beanspruchten Zustand nicht so performant sind wie SSDs die viel Idlezeit zum aufräumen (?) hatten ist ja bekannt, aber die Auswirkungen davon sind ggf. härter als man es so erwartet - in dem Zustand wäre ggf. selbst SATA für eine solche SSD kein Limit.
Die 5.0-Billig-14-GB/s-Peak-SSD (wo gibt es die?)
14 eher nicht, aber DRAMless-PCIe5.0-billig mit 11-12 GB/s Peak und Phison E31T gibts beispielsweise als Crucial P510, Kioxia und Lexar haben auch so billige Dinger im Angebot, die NM990 kommt sogar mit Glück an deine 14GB/s theoretisch im absoluten bestcase mal ganz kurz ran.
Die DInger müssen deswegen ja nicht "schlecht" sein - die Workloads wos wirklich drauf ankommt ob oben beschriebenes Szenario einrifft oder nicht dürften im Privatbereich gegen Null gehen. Ich wollte das Thema nur mal erwähnen weil man hier noch einen tatsächlichen Unterschied zwischen Entry- und Prosumer-SSD erkennt abseits roher Leistungsdaten. Die "Konstanz" der Performance ist deutlich besser.