Zum Glassubstrat:
Intel konnte es sich bis jetzt leisten in verschiedenen Bereichen parallel zu entwickeln. Gerade was Prototypen und anderes angeht, sind eigene Produktionsanlagen nicht zu unterschätzen: Kleinserien und Prototypen kosten unverhältnismäßig viel(bzgl. Preis/Wafer), irgendjemand muss ja die Belichtungsmaschinen einstellen, die dann in der Zwischenzeit nichts anderes produzieren können. Das lässt sich TSMC sicher vergolden.
An AMD sieht man ja, dass der "alles auf eine Karte"-Ansatz nicht zwingend immer vorteilhaft ist, wenn man, egal ob selbstverschuldet oder nicht, am Markt vorbei entwickelt(Bulldozer). Da helfen nur gute Elektroingenieure, dass selbst ein mäßiges Produkt kein direkter Totalverlust wird. Eine zeitgleiche Kombination aus schlechten Produkten in mehreren Bereichen könnte da ganz schnell eng werden, wenn nicht zumindest ein Produkt das andere auffängt. Mit früheren Tests und mehr Prototypen sieht man gerade unerwartete Hardwarebugs deutlich früher.
Das dürfte auch der Hauptgrund sein, warum NVidia jahrelang so zurückhaltend war, eine komplette Plattform bereitzustellen. Erst mit den Miningprofiten und jetzt mit dem AI-Hype sprudelt das Geld, so dass man relativ gefahrlos so etwas wie "Grace" für "Hopper" auflegen kann, um alles aus einer Hand zu liefern.
Auch Apple wäre ohne die fantastischen Gewinnmargen des iPhone auch nicht von Intel weggegangen, nur auch dort weiß die Geschäftsleitung, dass ein "one-trick-pony" gerade im reinen Endkunden/Luxussegment irgendwann nicht mehr reicht und in die Sphären eines reinen Computerherstellers will man auch nicht mehr absteigen. Ohne iPhone kein iOS und keine Umsätze im Apple-Store. Dann noch Prozessoren zukaufen für das einzige andere Produkt? Lieber jetzt solange man noch flüssig ist umsatteln, um den Kunden eine Eigenentwicklung anbieten zu können, die man sich früher von der Entwicklung her nur schwer hätte leisten können.
Deshalb ist es schön zu sehen, dass NVidia jetzt die hohen Gewinne in die "eigene" Entwicklung bei Glassubstraten steckt und somit nach vielen Jahren in einen fertigungtechnischen Bereich. Die Experimente dort sind normalerweise traditionell den CPU-Herstellern(Intel, AMD, ARM, IBM, Apple) zuzurechnen und reine Chipdesigner profitieren lediglich vom allgemeinen Fortschritt.
Intel soll endlich wieder mal die Schublade aufmachen.
Erstmal müssen die herausfinden, wer den Schlüssel zuletzt hatte

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Soweit ich woanders gelesen habe, sind die Glassubstrate frühestens 2030 spruchreif (also einsatzbereit für den Handel), das wird Intel zurzeit nicht viel helfen.
Patente kann man zumindest durch Lizenzvereinbarungen zu Geld machen, auch wenn man hinterher nur die Nummer 2 sein sollte.