News Intel spart angeblich am Personal, um Dividende zu halten

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Der amerikanische Chiphersteller Intel hat nach schwachen Geschäftszahlen Maßnahmen ergriffen. Selbst, wer seinen Arbeitsplatz behalten darf, muss mit Gehaltskürzungen zurechtkommen, denn über allem steht die Dividende.

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Klassisches Shareholder-Value-Management. Die kurzfristige Zufriedenheit der Aktionäre und die Finanzzahlen stehen über allem.
Wurde ja noch nie ein Unternehmen auf diese Weise abgewirtschaftet... *Ironie off*

Tatsächlich ist und war die Dividendenrendite bei Intel auch die letzten Jahre nicht schlecht.
Die unterdurchschnittliche Kursentwicklung an den Finanzmärkten, die übrigens fast alle Chipunternehmen trifft, ist eher ein Zeichen fehlenden Vertrauens der Investoren in das Management.
Trotz Chipkrise enorm gestiegenen Umsätzen die letzten Jahre scheint wenig Vertrauen da zu sein, dass die Unternehmen den Wachstumskurs auch langfristig halten und konsolidieren können.
 
Früher kostete das Vorstandsposten.

Aber Gelsinger scheint da festgeschweißt zu sein.

Lieber fliegen die kleinen Leute raus, die nun absolut nicht für den Scheiß können, den der Vorstand baut.

Brave New World.
 
Für die Aktionäre sind die Angestellten (bei Intel) eben nur die Sklaven welche die Drecksarbeit verrichten.
 
Was verdient denn der kleine Pat so, sind genaue Zahlen bekannt:D Ich bin mir ziemlich sicher, daß bei der Chefetage wesentlich mehr gespart werden KÖNNTE, ohne das jene Gesellen gleich unter der Brücke schlafen müssten;-)

Gruß
 
Ist doch super. Die "Reichen und Oberen" kürzen stärker. Die "normale Führungsetage" nur wenig und der "kleine Mann ganz unten" muss keine Kürzungen hinnehmen. Wo ist das Problem?

This.
Bei 7-stelligen Jahresgehältern (und aufwärts! verrückt...) sehe ich es mehr als verkraftbar an, wenn da etwas eingespart wird.
 
Ist doch super. Die "Reichen und Oberen" kürzen stärker. Die "normale Führungsetage" nur wenig und der "kleine Mann ganz unten" muss keine Kürzungen hinnehmen. Wo ist das Problem?

Finde die Verteilung eigentlich auch recht angemessen. In einigen Formulierungen des Gerüchts (bislang keine Bestätigung) ist zwar nur die Rede davon, dass bei den unteren Ebenen nur der Stundenlohn unangetastet bleibt, man im Umkehrschluss aber offensichtlich Arbeitszeiten verkürzt oder Stellen abbaut. Aber wenn auf sinkende Nachfrage mit sinkender Produktion und auf verkorkste Produkte mit dem Ende von Geschäftssparten reagiert wird, dann ist halt einfach weniger Arbeit zu erledigen. Zusätzliche direkte Gehaltskürzungen nur bei denen vorzunehmen, die es sich eher leisten können und große Einschnitte nur bei denjenigen, die für den Ärger verantwortlich sind, könnten sich einige andere Konzerne zum Vorbild nehmen.



Schwitzen wird er aus einem ganz anderen Grund: Von den 179 Millionen sind 169 Millionen Aktien in der einen oder anderen Form. Wenn der Intel-Kurs fällt ist also auch sein Gehalt weniger wert. 135 Millionen statt 179 Millionen zu bekommen (oder, wenn es sich auf das tatsächlich ausgehzahlte Bargehalt bezieht: 7,5 statt 10 Millionen) ist schon ein satter Verlust. Aber dass 179 Millionen, die er zu seinem Amtanstritt 2021 bekommen hätte, heute nur noch 95 Millionen wert wären, wiegt um einiges schwerer und normalerweise haben solche Verträge lange Sperrfristen, in denen die Manager ihre Aktienpakete auch nicht abstoßen dürfen, um den Verlust zu begrenzen. Es wäre also sehr in Gelsingers Interesse, wenn er den Dampfer wieder auf Kurs bekäme.

Im Moment hat er aber wohl eher schlechte Chancen – endlich Sapphire Rapids zu verkaufen, ist natürlich eine Erfolgsmeldung, aber gegen Genoa und Genoa-X statt gegen den ursprünglich anvisierten Milan wird man damit selbst im Best Case keinen Erdrutschsieg fahren, im Worst Case weiter ein Stück hinterhinken. Im Desktop hat man gerade ein Refresh vorgestellt und nach aktueller Informationslage bis 2024 auch keine großen Verbesserungen in petto, weil es mal wieder an der Fertigung hakt, auch bei den Grafikkarten steht überhaupt nichts an und die vorhanden kamen ebenfalls ein, zwei Jahre zu spät, um konkurrenzstark zu sein. Die einzige Karte, die Intel noch 2023 ausspielen sollte, sind die Notebook-Meteor-Lakes. Aber der Notebook-Markt ist auch der einzige, wo man die letzten Jahre beinahe durchgängig konkurrenzfähig war und dementsprechend kann Intel hier am wenigsten zusätzliche Marktanteile erobern. In einem allgemein kollabierenden Markt könnte das nicht einmal reichen, um die Absätze zu stabilisieren, geschweige denn um aus dem Keller rauszukommen.
 
Klassisches Shareholder-Value-Management. Die kurzfristige Zufriedenheit der Aktionäre und die Finanzzahlen stehen über allem.
Letztlich ist das aber auch den spezifischen Umständen in den USA zuzuschreiben. In einem Land wo es keine gesetzliche Rentenversicherung gibt und die meisten ihre Altersabsicherung über Pensionsfonds und Eigenvorsorge beziehen ist die Dividende nun mal "alles". Ohne diese bricht sonst das Kartenhaus mit Pech zusammen.

An Intel sind alle großen des Kapitalmarktes beteiligt. Unter anderem Vanguard und BlackRock(die haben von Kleinanlegen bis zu Staaten die gesamte Kundenpalette) die zu den Top5 der Branche weltweit gehören. Dazu dann noch Shareholder wie der Norwegische Staatsfond etc.pp. Die machen schon Druck wenn die Zahlen nicht stimmen. Und wenn sich Larry Fink, der mit BlackRock 10 Billionen US Dollar verwaltet, zu einem Termin ankündigt geht bei Pet "der Stift".

Die Kürzungen/Einsparungen werden in aller erste Linie kaufmännisches Personal betreffen. Leute aus der "Forschung" sind da IMO ziemlich safe. Solche Fachkräfte setzt kein Unternehmen frei, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu rekrutieren ist viel zu kostenintensiv.
 
Wollen wir mal hoffen, dass die betroffenen Mitarbeiter auch Aktien von Intel haben. Müssten eigentlich, denn so hat man von steigenden Kursen selbst als Mitarbeiter etwas.

Anbei, meistens ist es so, dass solche Entscheidungen von Personen getroffen werden, die sie selbst nicht betreffen. Ähnlich wie die Regierung, die ein höheres Renteneintrittsalter will. Bei deren Job kein Problem, wenn man aber am Band steht ein großes.
 
Intel prellt seine Mitarbeiter für mehr Profit und AMD setzt auf künstliche Verknappung,

Diese Kompensation wird nicht lange helfen, der Konsum schwindet und das wird sich auch nicht so schnell ändern.
 
Richtig, wenn einem dann nur über 130 Millionen jährlich bleiben, würde ich auch Schnappatmung bekommen:D

ABER, wenigstens die "Big Player" trifft es am härtesten...

Gruß
Richtig. Sie kriegen Gehaltskürzungen. Unten wird direkt gefeuert.

Du denkst doch nicht das nach Google, Apple, MS etc. Intel nicht auch massiv Stellen streicht. Denn das ist nunmal das 1 mal 1. Ach und Produkte werden sicher auch massiv teurer.
 
Also als Konsument finde ich das gut!
Also als Konsument finde ich, dass CEOs imer noch viel zu viel verdienen. Löblich, dass es die Unternehmensführung stärker trifft als das mittlere Management. Dennoch finde ich Gelsingers Gehalt nicht angemessen. Würden 20 Mio inkl Aktien nicht auch reichen? 20 MILLIONEN!? Das ist einfach nur noch hirnverbrannt. Das betrifft aber nicht nur Intel. Bei AMD und nV und vielen anderen Firmen wird es ähnlich sein. Da verdienen die mit Sicherheit auch nicht schlecht.
 
Also als Konsument finde ich, dass CEOs imer noch viel zu viel verdienen. Löblich, dass es die Unternehmensführung stärker trifft als das mittlere Management. Dennoch finde ich Gelsingers Gehalt nicht angemessen. Würden 20 Mio inkl Aktien nicht auch reichen? 20 MILLIONEN!? Das ist einfach nur noch hirnverbrannt. Das betrifft aber nicht nur Intel. Bei AMD und nV und vielen anderen Firmen wird es ähnlich sein. Da verdienen die mit Sicherheit auch nicht schlecht.
20 Mio's sind für die meisten in der Tat ein Grund... nicht mehr arbeiten zu gehen:D Oder nur noch stundenweise.

Zu solchen Gehältern fällt mir nur eines ein: völlig überzogen:ugly:

Gruß
 
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