Arc A770/750 Nachschlag: Beim Raytracing schneller als RTX 3060 Ti und RX 6700 XT?

(...)


Ähm nein.

Größtes Aufrüsthindernis ist ein fehlender PCIe x16 Slot, der ist aber zwangsweise vorhanden. Das Netzteil muß auch ausreichend dimensioniert sein, um die Intelkarte zu versorgen. Es ist ja nicht so, dass das Ding nur 30W benötigt und keine PCIe Stromanschlüsse hat.

Von daher läßt sich so ein Ding akzeptabel aufrüsten.
Nicht ganz.
Vermutlich kaufst du jetzt nicht oft Fertig-PCs, aber ich hatte bereits einige in den Händen.
Da sind gerne mal fest verschweisste Teile dabei, MBs die exakt die Schnittstellen bieten die belegt sind und keine einzige mehr, Netzteile hart auf Kante genäht etc.
Lüfterkonstruktionen sind manchmal so angebracht, dass man sie nicht wieder einbauen kann wenn man sie einmal entfernt hat.
Allerdings sollte ich einschränken: Meine Erfahrungen sind da etwas älter, seit ca. 5 Jahren hatte ich dann doch keinen OEM-PC mehr hier.
 
Vermutlich kaufst du jetzt nicht oft Fertig-PCs, aber ich hatte bereits einige in den Händen.

Nein, ich kaufe sie mir nicht, habe aber öfter damit zu tun.

Da sind gerne mal fest verschweisste Teile dabei,

Verschweißt war bei mir bisher noch nichts.

MBs die exakt die Schnittstellen bieten die belegt sind und keine einzige mehr, (...)

Ja, das haben die so ansich. Wobei es meist noch einen zusätzlichen SATA Port, samt HDD/SSD Schacht gibt und auch ein zusätzlicher PCIe x1 Slot ist meist vorhanden.

Da in dem Fall eine PCIe x16 Karte verbaut ist, stellt sich das Problem nicht.

(...) Netzteile hart auf Kante genäht etc.

Ja, das sind sie meistens. Wobei sich das Problem hier nicht stellt, da eine 225W Karte verbaut ist. Damit sollte sich eine Karte mit 250W oder mehr, nachrüsten lassen.

Das eigentliche Problem ist, dass die Anschüsse Herstellerspezifisch sind. Wenn es statt einem 24Pin ATX nur einen 8 Pin 12VO Anschluss gibt, dann schaut man blöd und muß basteln, wenn man ein neues Netzteil möchte. Aber der ATX 12VO Standard sollte da hoffentlich Abhilfe schaffen.

Lüfterkonstruktionen sind manchmal so angebracht, dass man sie nicht wieder einbauen kann wenn man sie einmal entfernt hat.

Das Problem hatte ich nie. Wobei der Platz eigentlich immer sehr Begrenzt ist.
 
Ich suche ja was um die Gegend 3080 oder 6800/XT. ich weiß nicht ob Battlemage da schon ankommt. Die 16 GB Speicher denke ich sollten auch auf jeden Fall sein. Nvidia ist für mich raus. Die heben mir echt zuviel ab ( Preistechnisch,Größe und vor allem was die saufen)
Battlemage wird zweifellos leistungstechnisch zulegen und möglicherweise gar bis ins (lower?) Mid-Range-Segment der kommenden NextGen, also Ada & RDNA3, mithalten können, denn das Design wird angeblich bei Intel ebenso ein MCM sein und man weiß ebenso, dass Intel Nodes bis hinunter zu 3nm bei TSMC zur Verfügung stehen, wobei ich jedoch nicht davon ausgehe, dass Intel schon auf etwas derart Teueres wie den N3 für ihre 2nd Gen Consumer-GPU-Serie in 2023 zurückgreifen wird. Hier würde ich eher konservativere und kostengünstigere 5nm oder 4nm erwarten.
Die nächste Frage ist natürlich der Treiber *), aber wenn man sich ansieht, dass die schon jetzt relativ große Schritte machen, kann man sich ausmalen, dass ein Mitte- oder 2HJ23-Produkt dahingehend eher keinen übermäßigen Kritikpunkt bieten wird.**)
Absehbar wird man aber auch nächstes Jahr bei AMD und nVidia die ausgereiftere Technik bekommen, d. h. Intel wird auch wie AMD seit Jahren primär über P/L arbeiten müssen, was aber bei einem Markteintritt eine grundsätzliche Strategie ist.

Zu deiner Suche, hier wirst du nächstes Jahr wohl die Auswahl haben zwischen einer tatsächlichen 3080 oder 6800(XT), weil günstig im Abverkauf oder entsprechenden kleineren aber mindestens gleich schnellen Produkten aus der neuen Generation.

Zum "Saufen von Ada": Das ist ein Trugschluss, die Architektur in Verbindung mit dem 4N-Prozess ist extrem effizient und nach dem was nun vorgelegt wurde dürfte AMD mit RDNA3 da Watt/Frame-technisch bestenfalls rankommen aber wahrscheinlich nVidia nicht übertreffen können, zumal auch noch die RTX 4090 extrem hohes Undervolting-Potential zeigt. Ada ist tatsächlich extrem effizient. Entsprechend kannst du dir an zwei Fingern ausrechnen, dass man natürlich später auch kleinere Modelle mit entsprechender Effizienz kaufen können wird. Wie nVidia @Stock auslegt ist eine andere Frage, möglicherweise muss man tunen, aber dass Ada "viel säuft" ist grundsätzlich falsch, da wie gesagt das die mit sehr deutlichem Abstand effizientes GPU-Design am Markt. -- Der Preis ist wieder ein anderes Thema, denn das ist bei nVidia ein grundsätzliches Thema, da AMD zwar konkurrieren aber sie offensichtlich nicht übermäßig unter Druck setzen kann, sodass sie sich bei der Preisgestaltung noch nicht auf nennenswerte Kompromisse einlassen müssen.

Darüber hinaus, wenn Kosten eine nennenswerte Rolle spielen (bei wem nicht? ;-)), dann wird man bei AMD und Intel natürlich absehbar das bessere P/L-Verhältnis finden. AMD, weil sie schon seit Jahren nicht zulegen können bzgl. ihrer Absätze und Marktanteile und Intel schon einmal per se wegen ihrem Neueinsteiger/Underdog-Status.
Ein mögliches Differenzierungskriterium dürfte mit Blick auf aktuelle und kommende Titel natürlich auch die Frage sein, wie man für sich persönlich Raytracing bewertet (also noch höhere grafische Qualität). Ada ist da offensichtlich sehr stark, bei RDNA3 und Battlemage weiß man noch nicht was kommt.***)

*) Interessanterweise scheint die Treiberproblematik zumindest teilweise nicht unmittelbar an Intel zu liegen, wenn man den Recherchen von SemiAccurate glauben darf. Intel entwickelt Treiberkomponenten verteilt über den ganzen Globus, jedoch wurden Schlüsselkomponten für den Shader Compiler und weitere performancerelevante Teile von einem Team in Russland entwickelt. Als Russland Ende Februar in die Ukraine einfiel und schnell straffe Sanktionen etabliert wurden war es nahezu unmöglich noch produktiv mit dem Team weiterzuarbeiten. Den vollen Artikel kann man hier nachlesen:

**) Zumindest bei halbwegs aktuellen bzw. zumindest aktuelleren Titeln. Gräbt man dagegen bspw. einen 2010er Titel aus könnte man durchaus des Öfteren auf Probleme stoßen, denn Intel hat natürlich keine Zeit und kein Geld die letzten 10 oder 20 Jahre GPU/Spiele-Geschichte (vollständig) treibertechnisch aufzuarbeiten (zumal Kunden nicht bereit sind das zu bezahlen), denn typischerweise sind das Inkompatibilitäten der Softwareentwickler, die Intels Treiberentwickler hier abfangen und ausbügeln müssen und das pro Titel.

***) Zum Vergleich zwei, drei Zaheln von Igor, wenn die GPU hochgradig ausgelastet wird, also 4K, Ultra Settings mit RT in Cyberpunk 2077 @Stock: Die RX 6950XT (verm. ein gepimptes Custom-Design) benötigt 431 W für 13,5 Fps, die RTX 3090 Ti 434 W für 24,7 Fps und die RTX 4090 422 W für 41,9 Fps. Bezüglich der Effizienz sind das 31,9 ; 17,6 ; 10,1 Watt/Frame, also ein drastischer Effizienzanstieg ggü. Ampere (noch ohne Berücksichtigun des guten Undervolting-Potentials). Das schlechte Abschneiden der Navi-Karte rührt daher, dass AMD die 6950XT noch einmal etwas "überzogen" hat und ist zudem durch die Raytracing-Schwäche zu erklären, so insbesondere auch in diesem Titel. Die reguläre 6900XT schneidet mit 25,0 W/F bereits deutlich besser ab und in einem weiter auf RDNA optimierten Titel werden die AMD-Karten grundsätzlich noch etwas besser abschneiden können, kommen aber nicht an die effizientere RT-Implementation von nVidia-Karten heran. Was RDNA3 diesbezüglich besser machen wird, wird man in ein, zwei Monaten sehen.

Da ich mich an Igors Arbeit "bedient" habe, hier auch der Link zur eigenen Recherche:

****) Randbemerkung zum VRAM, bei Igor in Cyberpunk recht schön zu sehen: Hier bricht die 3080 10 GB deutlich ein, was voraussichtlich am zu knappen VRAM bei diesen Settings (4K, Ultra & RT) liegt. Die gemittelten Fps liegen zu weit von der Ti weg und die P1-Low-Fps brechen drastisch ein. Die 12 GB der Ti zeigen dagegen ein normales/erwartbares Verhalten, d. h. mit etwas wie gar 16 GB wird man auch mit deutlichem Puffer zukunftssicher aufgestellt sein, einen Ausbau den man bei AMD und Intel gar in einem unteren Segment angeboten bekommen wird (aus kompetetiven Gründen).
 
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