Grafikkartenkrise: Intel möchte Millionen Arc-GPUs pro Jahr an Spieler ausliefern

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Intel könnte zur Rettung gebeutelter PC-Spieler eilen, die auf eine Entspannung des Grafikkartenmarktes hoffen: Das Unternehmen verspricht, alles in Bewegung zu setzen, um Millionen an Arc-GPUs pro Jahr in den Handel zu bringen.

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"Wenn es nach Koduri geht, wird Intel also pro Jahr mehrere Millionen Arc-GPUs an PC-Spieler ausliefern. Wie die Preisgestaltung der Karten aussehen wird, wissen wir zwar noch nicht und auch ein Release-Datum bleibt Intel noch schuldig, aber die Ankündigung seitens Koduris macht zumindest Hoffnung, dass ein Ende der absurden Situation am GPU-Markt in Sicht ist."

Also bleibt es beim Kaffeesatz lesen. Zumal es noch gar keine unabhängigen Tests zu diesen Karten gibt.
Und seien wir mal ehrlich. Als ob das was am aktuellen Markt ändern wird. Ja, es gibt jetzt einen großen Hersteller mehr.
Und auch dieser wird seine Karten nicht verschenken, und seine Preise entsprechend ansetzten (Intel...).

Hoffnungen kann ja jeder haben, nur realistisch sollten sie bleiben...
 
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Die Chipkrise könnte Intel sogar gelegen kommen. Gamer kaufen gefühlt "alles", hauptsache zu halbwegs vernünftigen Preisen. Das würde Intel helfen, einen Standfuß wieder reinzubekommen und sich mehr um die Verbreitung + Treiber am Anfang zu kümmern, um so auch eine breitere Akzeptanz bei den Entwicklern etc. zu bekommen.

Intels GPUs is für mich neben Steam Deck eines der spannendsten Themen 2022! Konkurrenz ist für den Kunden immer gut - daher hoffe ich, dass Intel hier gut einsteigt und nicht alsbald wieder den Markt verlässt.
 
Ich denke da ist gesunde Skepsis angesagt. Zum einen ist und war Intel auch nie der heilige Hardware-Samariter vor dem Herrn, das haben wir alle jahrelang bei ihren CPU's in der Vergangenheit erlebt. Ich vermute sie werden anfangs günstiger als die Konkurrenz einsteigen um sich Marktanteile zu krallen und dann eben bei Erfolg irgendwann das Preisschild anpassen. Gut ist für uns nur eins: Konkurrenz belebt das Geschäft und sorgt für Preisdruck.
 
Das klappt alleine deswegen schon nicht weil Intel auch die Kapazitäten von TSMC beansprucht, diese also AMD (und bald Nvidia) wegkauft. Dabei überbieten sich alle 3 gegenseitig um die Kapazitäten zu sichern, was die Preise nur noch weiter hochtreibt.

Es gibts genau zwei Wege wie sich der Grafikmarkt wieder verbessern könnte, Angebot und Nachfrage: Für ein höheres Angebot muss TSMC seine Kapazitäten massiv ausbauen, für eine niedrigere Nachfrage Kryptowährungen endlich veboten werden. Wieviele Anbieter es für die Chips gibt ist letztlich egal.
 
Als kleine Ergänzungen:

a) "unter Wert verkaufen" ... das ist bestenfalls den feuchten Träumen einiger Gamer oder aber dem indirekten Gemecker einiger Hater zuzuschreiben, die mal dachten es mit einem "kreativeren" Ansatz zu probieren. ;-)
Kein Hersteller verkauft freiwillig seine Ware unter Wert. Da müssen schon sehr besondere Faktoren zusammenkommen und wenn diese länger am Markt Bestand haben, würde dies eher dazu führen, dass der Hersteller seine Fertigung in diesem Segment deutlich um- oder gar einstellt.
Auch Intel bzw. insbesondere Intel als Marktführer mit seinem enorm großen und in Teilen gesicherten Absatzmarkt hat das selbstredend nicht nötig. Dennoch werden sie als "Neueinsteiger" im GPU-Markt mit einem (sehr?) guten (relativen!) P/L-Verhältnis auftreten müssen, hier vorranging relativ zum bisherigen GPU-Marktführer nVidia.
Ob die es absatztechnisch dagegen auch nötig haben selbst gar AMD bei vergleichbaren Produkten preislich unterbieten zu müssen, wird man erst mal abwarten müssen. Denn wenn Intel designtechnisch einen guten Job gemacht hat *) und bspw. Produkte in vergleichbaren Segmenten weitestgehen mit AMD-Produkten vergleichbar wären, könnte es sich Intel bspw. schon alleine aufgrund einer möglicherweise besseren Verfügbarkeit leisten mindestens den gleichen oder gar einen leicht höheren Preis zu verlangen.

Letzten Endes kann man sich nur einer Sache sicher sein: Das Intel, wie jeder andere Hersteller auch, das machen wird, was für Intel im Lichte der jeweiligen Marktsituation das Beste ist. Wie auch bei nVidia und AMD ist hier das Ziel eine bestmöglichen Gewinnmaximierung und von diesem Ziel muss man gemäß der aktuellen wirtschaftlichen Zwänge zu einem gewissen Grade Abstand nehmen (solange man noch grundsätzlich in wirtschaftlichem Fahrwasser bleibt). Im ersten Schritt geht es in wesentlichen Teilen um Brand Awareness und Akzeptanz, das kostet Intel etwas Geld, was vollkommen normal ist und das drückt sich auch im P/L-Verhältnis unmittelbar beim Endkunden aus ...

*) An der SW kann man auch noch nach dem Release weiter schrauben, das gilt sowohl für den Treiber selbst als auch für optionale Funktionalitäten wie bspw. XeSS und was auch immer sie sonst noch anbieten werden.
Zudem ein "gemacht hat" und auch "machen wird", denn in 2023 soll ja bereits die Xe-2nd-Gen folgen, von der man noch nicht weiß, ob die möglicherweise nur ein "simpler" Fertigungsshrink oder auch eine architektonische Weiterentwicklung darstellen wird. (Designtechnisch im HighEnd vermutlich zweifellos, denn hier geht man mit hoher Wahrscheinlichekit von einem MCM-Design aus.)


b) "AMD und nVidia wollen Preisstrukturen nicht ändern" ... ist das verwunderlich? Kein Hersteller will das. Im Gegenteil und übrigens insbesondere AMD **), denn wenn man ein Produkt für X € mit Y Stückzahlen absetzen kann und Marktanalysen zu dem Schluss kommen, dass man das Prdoukt selbst noch für X*1,1 € mit nahezu unveränderten Y Stückzahlen absetzen kann, wird man natürlich den Teufel tun und ...

**) AMD ist hier mit seinem Comeback das beste Beispiel wenn man sich hier mal die Entwicklung von bspw. 2017 bis 2020 (noch vor der Marktkrise) ansieht. Mit zunehmender Etablierung wurden/werden die Preis sukzessive angehoben, was völlig normal ist und entsprechend erklärte deren CEO auch im 1HJ20 explizit Analysten und Investoren gegenüber, dass AMD diese Richtung beibehalten wird und gedenkt auch zukünftig die Margen signifikant weiter zu steigern
Und das werden die natürlich nicht realisieren, indem ein nennenswerter Teil der eigenen Belegschaft auf gemeinnütziger Basis dort arbeitet oder weil TSMC das knuddelige AMD für so umsorgungsbedürftig hält, dass es für die die Preise senkt, während man in den vergangenen 15 Monaten schon zwei mal signifikante Pro-Wafer-Preiserhöhungen für sämtliche Kunden implementierte. ;-)


c) "Kapazitäten wegkaufen" ... hier verstehst du anscheinend den Sachverhalt nicht. Hier kauft niemand was weg. Intel hat Kapazitäten X gebucht, die sind von TSMC zugesichert und die hat Intel nun. *) AMD ist nur eine kleine Firma und kann deshalb zwangsweise nicht so viele Kapazitäten wie bspw. Apple oder potentiell auch ein Intel kaufen. Die müssen ihre gebuchten Kapazitäten gemäß ihrer jeweiligen Möglichkeiten über die Jahre schrittweise erhöhen.
Und die Volumina von Intel scheinen übrigens durchaus beträchtlich zu sein, denn in der GigaFab 12 erhält Intel nun zwei komplett eingenständige Produktionswerke/hallen, die ausschließlich für Intel zur Verfügung stehen/genutzt werden. Diese Änderung der Roadmap bei TSMC wurde erst kürzlich bekannt, also offensichtlich gilt auch hier bei Intel wie üblich eher ein Klotzen, nicht Kleckern, d. h. die werden mengentechnisch schon einiges gebucht haben.

Darüber hinaus der Vollständigkeit halber: Intel nutzt jetzt schon bei TSMCs sämtliche modernen Nodes, d. h. im 16 - 10 nm Bereich, 7 nm, 6nm und auch schon 5 nm und nach nochmals erneuter Berichterstattung scheint sich nun mittlerweile auch tatsächlich zu bestätigen, dass die neben Apple der zweite große 3 nm-Nutzer sein werden, während alle anderen Hersteller vermutlich erst etwas später folgen werden (und auch können).
Was sie am Ende markttechnisch daraus machen werden, wird man abwarten müssen, aber offensichtlich haben sie die Weichen in der Art gestellt, dass sie bestmöglich aufgestellt sind und nun alles selbst in der Hand haben, um wieder die ihrer eigenen Aussage zufolge "unangefochtene Marktführerschaft" zu erreichen. Schätzungsweise zum Jahreswehsel 2023/24 wird man bereits einen ersten bewertenden Blick diesbezüglich darauf werfen können, um zu sehen, ob sie ihren "hehren" Ziele gemäß Plan näherkommen oder sich erneut verzetteln ...

*) Darüber hinaus ist das Jahr 2022 buchungstechnisch bei TSMC wahrscheinlich schon zu 97+ % gelaufen/abngeschlossen. Beispielsweise AMD und nVidia werden ihre Buchungen für dieses Jahr voraussichtlich schon Ende 2020 bis spätestens im 1HJ21 platziert haben.
 
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Da hoffe ich nur die bieten vernünftige Preise und vor allem Treiber an aber die waren in der Vergangenheit

nicht grad Intels Stärke (Treiber) :-)
 
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