Chipmangel ohne Folgen: Autohersteller noch mit Rekordgewinnen

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In einer Analyse der Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2021 zeigt sich, dass die 16 größten Autohersteller Rekordgewinne eingefahren haben. Die heile Welt wird jedoch durch den Chipmangel getrübt.

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Es gibt einen kleinen Chip von TexasInstruments, der den Airbag bzw. dessen Auslösung kontrolliert. Der kostet um die 5 cent normalerweise, aktuell liegt der Einkauf bei Abnahme von 10.000 Stück bei fast 30€ pro Chip und man bekommt dann doch nur erinen Bruchteil wirklich geliefert.
Dieser Chip ist in quasi JEDEM Neuwagen verbaut, egal ob teuer oder Kleinwagen.

Natürlich gibt es Chips die nur teure Modelle haben oder die man nicht unbedingt haben muss, etwa der Chip der für einen Digitaltacho da ist (deswegen sind manche Modelle sogar zurück auf analog gewechselt weil der Chip knapp ist) oder Controller für beispielsweise aktiv dynamische Fahrwerke. Aber die Krise betrifft Halbleiter, die weitestgehend standardmäßig in jedem Neuwagen drin sind. Teurere Modelle vorrangig zu bauen wird wahrscheinlich zu einem gewissen Grad gemacht aber da sehe ich nicht den Hauptgrund für die guten Zahlen.

Dass die Konzerne dennoch Gewinn machen wie blöd liegt eher daran, dass man eben momentan nicht mehr die üblichen gefühlten 25% Preisnachlass auf den Listenpreis bekommt und viele Listenpreise auch letztes Quartal angehoben wurden (und an der Absenkung des Betriebspunktes auf Staatskosten/Kurzarbeit aber das issn anderes Thema).

Offenbar geht die Automobilwelt aber schon länger davon aus dass die Krise nachlassen wird was die Lieferketten angeht, bereits seit Q3 diesen Jahres liefern wir wieder Mengen aus wie zu Vorkrisenzeiten (mein Arbeitgeber ist auch Zulieferer der Autoindustrie - für Bauteile die nicht knapp sind wie etwa Rohmaterial für Kurbel-/Nocken-/Kardanwellen usw. so dass ich ganz gut sehen kann wie die Zukunftsplanung in den Werken so aussieht). Wenn dann die Halbleiter auch wieder verfügbar sind (und dann noch nicht das Aluminium alle ist das die Chinesen grade nicht produzieren weil sie grün werden wollen und den Strom abschalten...) wird wieder produziert als gäbs kein Morgen mehr - dass die Preise dann auch wieder zurückkommen glaube ich aber nicht.^^
 
Und die Inflation würgt jetzt auch bald den Verkauf der teuren Modelle ab. Die Hersteller müssen einfach umdenken. Weniger Ressourcenverschwendung. Weniger sinnlose Scheiße wie ein Digitaltacho. Smart Engineering. Fortschritt durch Umdenken. Da waren wir Deutschen mal gut drin. Das Opa Heinz in seinem Benz jetzt nicht mehr die Hämorrhoiden gewärmt kriegt von 20 chipgesteuerten Heizzonen tut mir aber leid.

Und das Auto vielleicht auch mal nachhaltiger Denken. Warum kann ich jede Waschmaschine bei Media Markt abgeben, aber die Autohersteller sind nicht verpflichtet die Dinger zu recyceln die sie verkaufen? Warum immer noch Jahreswagen, Leasing und so ein Quatsch. Das Auto so bauen das es auf 20 Jahre Nutzung ausgelegt ist. Nicht 3-4 wie heute. Würde auch die absurden Preise von 30k + für einen Kompaktwagen rechtfertigen. Die ganze Disco mal von den Armaturen knallen. Den ganzen Entertainment Müll der nur dafür sorgt das die Leute nicht mehr auf die Straße glotzen, die Elektronik wirds schon richten.

Und da ist es auch Zeit mal Ressourcenschleudern wie den sinnlosen SUV zu überdenken. Niemand braucht sowas. Ist der Allwetterreifen der Autos. Sommers wie Winters scheiße. Bauern und Förster dürfen Geländewagen kaufen, alles andere fährt maximal nen sparsamen Kombi. Man braucht keinen Bus+noch was für die Mutti wenn man es geschafft hat sich ein mal fortzupflanzen. Wir sind früher im Kugelporsche zu 5 an die Ostsee gefahren. Die tun mir null leid. Müssen sie wieder Leute entlassen. Buhu. Umschulen. Waschlappen. Ab in die Pflegeheime, da sieht dann son Werker mal wie richtige Arbeit aussieht.
 
Hab ich mir auch grade gedacht. Inflation interessiert zwar alle Bevölkerungsschichten, hat aber für diejenigen die Angst haben müssen keine Wurst mehr aufs Brot zu bekommen am Monatsende ganz andere Auswirkungen als auf die, die nur drüber nachdenken müssen wie sie ihren Reichtum umschichten müsen um möglichst keinen Verlust zu erleiden. Eine Möglichkeit ist dabei auch, ein teures Modell zu kaufen das man eh haben wollte bevor es wegen der Inflation nochmal wesentlich teurer wird... "Auto" ist zwar der Sachwert mit so ziemlich dem schlechtesten Werterhalt überhaupt (Sammlerstücke ausgenommen) aber getreu dem Motto bevor das Geld nix mehr wert ist kauf ich mir noch was davon sind viele Leute dabei, die Selbsterfüllung der Inflation aufrechtzuerhalten.
 
aber getreu dem Motto bevor das Geld nix mehr wert ist kauf ich mir noch was davon sind viele Leute dabei, die Selbsterfüllung der Inflation aufrechtzuerhalten.
Die Inflation ist eigentlich ein Anachronismus im Kapitalismus.
Da die Waren aufgrund der ständigen Rationalisierung immer weniger Wert sind (Tauschwert), müßte ja alles billiger werden.

Warum nur ist das nicht so?
 
Weil dem immer mehr Geldmenge und vor allem Geldumlaufgeschwindigkeit gegenübersteht.
Die Geldmenge wird von den Notenbanken gradezu explosionsartig erhöht und die Umlaufgeschwindigkeit steigt durch immer effizientere Prozesse (wenn nicht grade Lockdown ist) ebenfalls stark über die Zeit.
 
Die Chip Krise ist real. Ich habe seit letzten Mittwoch bis einschließlich Montag noch frei deswegen. Denke das wird bis zum Jahresende nicht die letzte Produktionsunterbrechung sein.

Aber die Auftragsbücher sind voll bei so ziemlich jedem Modell. So das wir auch wieder Gewinn machen werden. Aber natürlich weniger als sonst.

Wie es bei anderen Auto Herstellern aussieht weiß ich natürlich nicht.
 
Und die Inflation würgt jetzt auch bald den Verkauf der teuren Modelle ab.

Global gesehen sorgt eine hohe Inflation für explodierende Verkäufe, da jeder sein Geld loswerden oder sicher parkten möchte, bevor es weniger wert ist.

Es gibt nur ein Volk auf dem ganzen Planten, dass so dumm ist und bei steigender Inflation anfängt massiv zu sparen: die Deutschen.

Die Chip Krise ist real.

Sie ist zu einem recht großen Teil hausgemacht. Die Autohersteller haben, zu beginn von Corona, die Bestellungen gestrichen, wo es nur ging, da sie dachen die Nachfrage bricht ein. Jetzt sind die Kapazitäten anders gebucht worden.

Pech gehabt!
 
Sicher.

Aber die Autoproduktion erhöht man nicht einfach mal so.
Jain. Wir haben z.b. seit dem I4 die Taktzeit reduziert. Das sind schon mal einige Fahrzeuge mehr pro Tag.
Wir können auch mit Springern Pausen durchfahren, wieder mehr Fahreuge pro Tag.
Wir können Samstag Schichten machen. Wurden auch vor kurzen für Dezember angekündigt. Wurden dann aber wieder wegen Teilemangel abgesagt.

Also wir können ohne Riesen Aufwand schon die Stückzahlen regulieren. Aber klar wir können nicht von ca. 950 Autos pro Tag auf z.b. 2000 Autos erhöhen. Dazu müssten wir das Werk deutlich vergrößern. Wir bräuchten dann von allem gut doppelt so viel.
 
Das ist schon irgendwie,wiedersprüchlich oder?Wenn man die Börsenberichte mitverfolgt.Zumindest das trotz Kurzarbeit dennoch die Autobauer horende Gewinne machen,aufgrund der Kostenexplosion für die Teile.Müßen sie die Mehrkosten an die Kunden weiter gegeben werden,wie aktuell mit GPU Markt es ist.Angebot und Nachfrage bestimmen am Ende den Preis.Es sind ja nicht "nur"der Chipmangel allein sondern auch andere Komponenten z.B.Aluverkleidungen aufgrund Magnesiummangel.Was Aluminiumlegierungen eine extreme Preissteigerung zu folge hatte beim Einkauf.Aber auch andere Komponenten wie Touchscreens,werden nur noch bei den teueren Modelen verbaut.Und nähste Woche werde ich höhstwarscheinlich nur 2 Tage arbeiten und wieder Kurzarbeit oder Freischicht.Ich bin auch in der Autoindustrie tätig seit über 20 Jahren schon.Kann nur bestätigen was auch Blackvoodoo hier schrieb.

grüße Brex
 
Und die Inflation würgt jetzt auch bald den Verkauf der teuren Modelle ab. Die Hersteller müssen einfach umdenken. Weniger Ressourcenverschwendung. Weniger sinnlose ********************* wie ein Digitaltacho. Smart Engineering. Fortschritt durch Umdenken. Da waren wir Deutschen mal gut drin. Das Opa Heinz in seinem Benz jetzt nicht mehr die Hämorrhoiden gewärmt kriegt von 20 chipgesteuerten Heizzonen tut mir aber leid.

Und das Auto vielleicht auch mal nachhaltiger Denken. Warum kann ich jede Waschmaschine bei Media Markt abgeben, aber die Autohersteller sind nicht verpflichtet die Dinger zu recyceln die sie verkaufen? Warum immer noch Jahreswagen, Leasing und so ein Quatsch. Das Auto so bauen das es auf 20 Jahre Nutzung ausgelegt ist. Nicht 3-4 wie heute. Würde auch die absurden Preise von 30k + für einen Kompaktwagen rechtfertigen. Die ganze Disco mal von den Armaturen knallen. Den ganzen Entertainment Müll der nur dafür sorgt das die Leute nicht mehr auf die Straße glotzen, die Elektronik wirds schon richten.

Und da ist es auch Zeit mal Ressourcenschleudern wie den sinnlosen SUV zu überdenken. Niemand braucht sowas. Ist der Allwetterreifen der Autos. Sommers wie Winters *********************. Bauern und Förster dürfen Geländewagen kaufen, alles andere fährt maximal nen sparsamen Kombi. Man braucht keinen Bus+noch was für die Mutti wenn man es geschafft hat sich ein mal fortzupflanzen. Wir sind früher im Kugelporsche zu 5 an die Ostsee gefahren. Die tun mir null leid. Müssen sie wieder Leute entlassen. Buhu. Umschulen. Waschlappen. Ab in die Pflegeheime, da sieht dann son Werker mal wie richtige Arbeit aussieht.

Jup, Pferdekutsche und Lastenrad.

So geht Fortschritt.

Wahnsinn was heutzutage in so vielen Köpfen reumgeistert.

P.S. Ganz verrückt ich weiß, doch zingt einem niemand einen SUV oder ein Fahrzeug mit Sitzheizung auf.
Du darfst gerne Bambusrad fahren.
 
Macht ihr wirklich Bandpausen?
Von Porsche Leipzig weiß ich es.

Das heißt Subbotnik. ;)
Natürlich machen wir Pausen.
Aktuell sieht es so aus
Arbeitsbeginn 5:50 Uhr
1. Pause 7:30 - 7:45 Uhr
2. Pause 9:00 - 9:15 Uhr
3. Pause 10:30 - 10:45 Uhr
4. Pause 12:00 - 12:30 Uhr
5. Pause 13:40 - 13:50 Uhr
Feierabend 14:55 Uhr

Das selbe dann für die Spätschicht (14:55 - 0 Uhr) die Zeiten spare ich mir jetzt aber.

Subbotnik, noch nie gehört.
 
Natürlich machen wir Pausen.
Natürlich ist das gar nicht.
In der Fahrzeugelektrik (Zweigwerk von FER Ruhla) bei uns gab es keine Bandpausen.
Das Band lief ständig durch.
Bei Pause arbeiteten andere Mitarbeiter für Dich.

Subbotnik, noch nie gehört.
Das war ein angeblich "freiwilliger" Arbeitseinsatz in der Produktion in der DDR früher am Sonnabend (russisch Subbota = Sonnabend).
Und wehe, Du warst nicht freiwillig da :devil:
 
Die Inflation ist eigentlich ein Anachronismus im Kapitalismus.
Da die Waren aufgrund der ständigen Rationalisierung immer weniger Wert sind (Tauschwert), müßte ja alles billiger werden.

Warum nur ist das nicht so?

In vielen Bereichen ist das durchaus so. Was kostet eine Rechenmaschine mit der Leistung eines Athlon 1000? Soviel wie ein gebrauchtes Einsteiger-Smartphone von vor fünf Jahren (="geschenkt" inklusive "Monitor"). Vor 20 Jahren hätte man eine gut vierstellige Summe dafür auf den Tisch legen müssen, vor 30 Jahren (als es besagten Athlon noch gar nicht gab) eine 5- bis 6-stellige. Damals hätte sich auch kaum jemand eine interkontinentale Flugreise leisten können, heute ist die Karibik für 80-90 Prozent der Bevölkerung in Reichweite. (Auch wenn 30-50 Prozent lieber in die günstigere Türkei fliegen – wo man vor 30 Jahren nur mit dem PKW nach Norditalien gekommen wäre.)
Gleichzeitig haben sich aber auch die Anforderungen gewandelt: Anstatt das Gleiche für weniger haben zu wollen, verlangen die Leute heute das x-Fache, was natürlich entsprechend kostet. Über Löhne und Lohnkosten wirkt sich dass auch auf Produkte aus, die eigentlich gleich teuer bleiben sollten. Kartoffeln zu Beispiel produziert man heute kaum anders als vor 20 Jahren, aber heute will der Bauer eben genug damit verdienen, um eine Playstation 5 und nicht nur eine Playstation 1 bezahlen zu können. Entsprechend verlangt er mehr für seine Kartoffeln.

Es gibt aber noch einen zweiten, weniger greifbaren Grund für Inflation: Sie ist gewollt und wird notfalls künstlich herbeigeführt.
Dass die Preise jedes Jahr steigen, motiviert zum Konsum – wenn du dein Geld nicht jetzt ausgibst, bekommst du nächstes Jahr weniger dafür. Was dagegen in einer Deflation passiert, bei der die Preise stetig fallen, kann man bei Kryptowährungen beobachten: Jeder hortet soviel, wie er nur kann, in der Hoffnung, dass seine Tokens nächsten Monat mehr wert sind als in diesem. Aber gleichzeitig beobachtet auch jeder sorgfältig, ob sich nicht ein Ende der Deflation abzeichnet und sobald das passiert, will jeder so schnell verkaufen wie nur irgendwie möglich. Das Ergebnis sind extreme Preisschwankungen, die schon bei einem virtuellen Nischen-Spekulationsobjekt schwerwiegende Auswirkungen haben – versuch mal eine Grafikkarte zu kaufen. Der gleiche Kursverlauf bei einer Alltagswährung wäre absolut tödlich. Nicht nur im metaphorischen Sinne für die Wirtschaft, die nichts mehr produzieren könnte, sondern auch im wortwörtlichen Sinne: Du willst nicht, dass der Bauer umgekehrt auf den nächsten Kursrutsch wartet, weil er wegen Deflation im Moment zu wenige Euro/Bitcoin für seine Kartoffeln bekommt. Du willst jetzt deine Kartoffel zu einem "normalen" Preis kaufen können, weil du jetzt Hunger hast. Unter anderem um das sicherzustellen sorgt die EZB mittlerweile mit Strafzinsen dafür, dass es eine ganz schlechte Idee ist, viele Euros einfach nur rumliegen zu lassen, bis sie "mehr wert sind".
 
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