AMD Zen 4: 5 nm, DDR5 und PCI-E 5.0 kommen Anfang 2022 - für Server

PCGH-Redaktion

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AMD hat im Rahmen einer "Accelerated Data Center Premiere"-Keynote einen Ausblick auf Zen-4-CPUs für Server in Form von "Genoa" und "Bergamo" gegeben.

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Da kommt diese "News" schon fast einen Tag später als überall anders und dann ist sie auch noch inhaltlich falsch... :ugly:

Milan-X kommt in Q1 2022, Bergamo in Q4 2022/Q1 2023, eher aber letzteres. Genoa ist weiterhin nur mit 2022 angegeben.
 
Verstehe ich den folgenden Satz richtig?

AMD verspricht sich derweil allein durch den neuen 5-nm-Prozess 25 Prozent mehr Performance und eine verdoppelte Effizienz sowie Packdichte.

25% mehr Performance oder 50% mehr Effizenz könnte ich gerade noch so glauben, wie aber soll die Performance um 25% steigen und gleichzeitig der Stromverbrauch sich halbieren?
 
Artikel schrieb:
Gerüchteweise könnte AMD auf SMT und Cache verzichten, [...] während der Verzicht auf SMT auch auf Sicherheitsgründe gegen Seitenkanalangriffe basieren dürfte.
Ist das wirklich akut, vor allem bei AMD?
Mir ist schon klar das dies prinzipiell bei jeder CPU "ausgenutzt" werden kann, egal ob AMD oder Intel, ob alt oder neu.
Dennoch frage ich mich, ob dieses Problem mittlerweile so groß und wichtig ist, wenn ja, wo bleibt dann die Warnung das man SMT generell deaktiviert, hmm.
 
Verstehe ich den folgenden Satz richtig?



25% mehr Performance oder 50% mehr Effizenz könnte ich gerade noch so glauben, wie aber soll die Performance um 25% steigen und gleichzeitig der Stromverbrauch sich halbieren?
Das was da steht ist Schwachsinn entweder 25% mehr Leistung oder 50% Energiedarf. schauste bei TSMC. AMD hat auch nie und gesagt. Sondern einfach alles auf ihre Folien gedruckt :D
 
SMT wird (lt. gerüchten) nicht nur abgeschaltet, sondern ist technisch gar nicht mehr vorhanden. Dadurch werden die Kerne kleiner., etwa so wie die E Kerne von Alder Lake oder die meisten Prozessoren mit ARM Kernen.
Hier hat sich das noch anders angehört:

Mit den Zen-4-Sparkernen könnte man sich potenziell gegen Intels Gracemont stemmen; die einst für Atoms entwickelte Architektur ist um allen Ballast zugunsten der Effizienz befreit, inkl. Hyper Threading. Lässt AMD das in Zen 4D, wäre das potenziell ein Vorteil.
Quelle: AMD Zen 4D/5: Gerüchte um den Gracemont-Konkurrenten fürs heterogene Design
 
Genoa: Das Sampling "for customers" hat begonnen, Produktion dann 2022 aber nichtAnfang...
Letzten Endes weiß man es nicht. AMD schreibt in seiner Slide lediglich völlig offen "on track for 2022 production and launch". Dass Genoa schon Anfang 2022 offiziell released wird, darf man wohl getrost als abwegig ansehen.
Btw, Sapphire Rapids SP befindet sich auch schon seit Ende letzten Jahres (Dez.'20) in der Sampling-Phase. ;-) Das ist normal für derart neuartige/komplexe Plattformen. Aktuell ist das 2HJ22 für Genoa wahrscheinlicher und selbst 4Q22 nicht ausgeschlossen.
In Bezug auf Bergamo (Zen4c) spricht man gar vom 1HJ23.

Verstehe ich den folgenden Satz richtig?

>> AMD verspricht sich derweil allein durch den neuen 5-nm-Prozess 25 Prozent mehr Performance und eine verdoppelte Effizienz sowie Packdichte.

25% mehr Performance oder 50% mehr Effizenz könnte ich gerade noch so glauben, wie aber soll die Performance um 25% steigen und gleichzeitig der Stromverbrauch sich halbieren?
Jain, grundsätzlich aber ja. Konkret sagt AMD in seiner Slide 1,25x Perf, 2x Power Efficiency, 2x Density.
Zu beachten ist hier, dass AMD hierbei sein Produkt beschreibt und nicht etwa einen Prozess von TSMC, d. h. die üblichen Prozess-typischen Formulierungen a la mehr Effizienz bei Iso-Leistung oder mehr Perf bei Iso-Verbrauch (bei einem vergleichbar komplexen Design) sind hier nicht anwendbar/gemeint.
Zen4 ist einerseits ein größerer architektonischer Umbau und andererseits kommt ein Full-Node-Sprung in der Fertigung hinzu (btw ... AMD fertigt seit Ende 2018 nahezu unverändert im N7; jetzt wechselt man vermutlich auf den N5P, die aktuellsten Ausnahmen im N6 mal ignorierend, da die jetzt gerade erst in den Markt zu kommen beginnen; der N6 ist weiterhin ein 7nm-Prozess und deutlich günstiger als die 5nm-Nodes).

Hier hat sich das noch anders angehört:
>> Mit den Zen-4-Sparkernen könnte man sich potenziell gegen Intels Gracemont stemmen; die einst für Atoms entwickelte Architektur ist um allen Ballast zugunsten der Effizienz befreit, inkl. Hyper Threading. Lässt AMD das in Zen 4D, wäre das potenziell ein Vorteil.
Aktuell weiß man das noch nicht so ganz einzuschätzen. AMD erklärt vorerst nur, dass man hiermit das Datacenter und Cloud-Hardware im Auge hat, also bspw. ein Produkt zu platzieren versucht, in dem sich bspw. ein ARM-Server wie die Altra-Serie von Ampere Computing sehr gut macht und selbst den aktuellen Epyc aussticht. *)
Ob die Kerne auch gleichzeitig als Konkurrent gegen Intels E-Cores im Consumer-Segment herhalten können/müssen, ist bisher reine Spekulation, kann also möglich sein, muss es aber nicht.
Interessant dürfte in dem Kontext sein, ob Intel ebenso entsprechende, spezialisierte Xeon's bringen wird, etwas, was ihnen vergleichsweise leicht fallen dürfte, da die per se eine weitaus ausdifferenziertere Produktpalette besitzen.

*) AMD hat hier auf jeden Fall dringenden Handlungsbedarf, denn in 2022 erscheint von Ampere Computing bereits die nochmals deutlich leistungsfähigere nächste Altra-Generation.

AVX512 ist bis jetzt nur ein Gerücht!
Irgendetwas in der Art wird auf jeden Fall kommen, denn man fand in deren Dokumenten bereits Instruktionen, die bei Intel Bestandteil von AVX-512 sind. Ob AMD hier AVX-512 (zumindest bis Stand Ice Lake SP) schlich übernehmen wird (lizenztechnisch können sie das) oder eine eigenen ISA-Erweiterung derartiger Form zu etablieren versuchen wird, ist vorerst unklar. Ohne eine entsprechende Erweiterung wird es AMD jedoch bei diversen Datacenter/HPC-Workloads weiterhin schwer haben und entsprechend haben sie hier ein ToDo.

Ist das wirklich akut, vor allem bei AMD?
Mir ist schon klar das dies prinzipiell bei jeder CPU "ausgenutzt" werden kann, egal ob AMD oder Intel, ob alt oder neu.
Dennoch frage ich mich, ob dieses Problem mittlerweile so groß und wichtig ist, wenn ja, wo bleibt dann die Warnung das man SMT generell deaktiviert, hmm.
Vermutlich wird hier nichts deaktiviert, sondern diese Kernarchitektur ist derart anders und leichtgewichtig ausgelegt, dass diese grundsätzlich kein SMT unterstützen wird. Aus dem gleichen Grund warf Intel schon vor vielen, vielen Jahren HT alias SMT2 aus deren Atom-Architektur raus (die ersten Atom-Gens unterstützten HT noch).

Anmerkung: Von Intel gibt es eine Slide zu Gracemont, die ein recht beeindruckendes Bild zeichnet:
intel-arch-21-gracemont-throughput-vs-skylake.png

Bei der Interpretation würde ich jedoch auch alle Faktoren anrechnen, also um den takttechnischen Sweetspot herum, Gracemont in 10nm vs. Skylake in 14nm. Zudem könnte mit Skylake im worst case gar noch das Ur-Skylake aus 2015 gemeint sein, dennoch blieben die Zugewinne beträchtlich und erklären, warum Intel mit ihrer Hybrid Technology All-in geht.

*) Vorausgegriffen: Ob dieses Sheet nun bis auf's "i"-Tüpfelchen zu glauben/wörtlich zu nehmen ist, liegt dagegen außerhalb meiner hier dargebotenen Skizzierung. Der Punkt ist, dass angepasste Mikroarchitekturen für entsprechende Workloads durchaus einen signifikanten Mehrwert bieten. (Und bspw. insbesondere im Consumer-Segment trifft man auf die voraussichtlich größte Spannweite an Workloads überhaupt.)

[...] Jetzt mußte ich erst Google bemühen um rauszufinden was es mit diesen Ominösen PCI-E-Ram auf sich hat :-)
Ist auch etwas unglücklich im Artikel ausgedrückt; besser: Intel's CXL 1.1 interface that allows for coherent memory connections between devices. Hierbei geht es darum Speicherpools anderer PCIe-Geräte wie Beschleunigerkarten direkt zu adressieren und nutzen zu können. So kann mittels CXL (das übrigens in unterschiedlichen Modi und mit unterschiedlicher Funktionalität betrieben werden kann) bspw. eine CPU direkt im Speicher einer Beschleunigerkarte oder GPU arbeiten uvm.
Dagegen geht es hierbei nicht darum echten RAM bspw. zu erweitern; für letzteres sind DDR5, Optane-ähnliche NAND-basierte DDR5-kompatible DIMMs und bei Intel natürlich Optane-DIMMs zuständig und mit Sapphire Rapids SP kommt noch HBM2E als zusätzliche Speichertechnologie direkt auf der Serverplattform hinzu (bei Genoa voraussichtlich auch).
 
Zuletzt bearbeitet:
Na großes Kino, begriffe in den Raum schmeißen und keine Erklärung um was es den geht das kenne ich aber sonst anders :-)

Jetzt mußte ich erst Google bemühen um rauszufinden was es mit diesen Ominösen PCI-E-Ram auf sich hat :-)
 
Ich dachte mir vor 30min…

Ohje…
Gleich geht es wieder los…raPid-81 vs Technologie_Texter.

@Technologie_Texter:
Mich würde es sehr freuen, wenn du ab und zu für deine Antwort ein kleines Zitat benutzt.
Das macht deine Antworten viel lesenswerter und man kann sie besser zuordnen.

Nebenbei stelle mir gerade vor wie ihr beiden euch unbewusst abseits von PCGH kennenlernt und beste Freunde werdet...
Ich lass euch beide mal alleine… mein Popcorn ist leider alle.
 
AMD Geistergeschichten, AMD Bunkert sich im lukrativen Server Geschäft ein, machte bisher jeder mit den schwachen Produkten so. Bevor AMD 2012 die CPU Krone übernahm waren die auch schon nischenkaiser im Servergeschäft, wie Intel die letzten jahre.
 
Selbst wenn es jetzt bereits 5nm+++ ist, dann kommt da nicht 25% mehr Perf UND 50% weniger Stromverbrauch raus, sondern ODER.
Nein, und. Warum? Weil AMD natürlich die Vorteile von N5 vs. N7 anhand eigener SKUs vergleicht.

Man suche sich irgendeinen vorteilhaften Betriebspunkt aus, vergleiche Produkt A in N7 vs. Produkt B in N5 und tada, schon hat man die höhere Perf. bei gleichzeitig noch viel höherer Effizienz.
 
SMT wird (lt. gerüchten) nicht nur abgeschaltet, sondern ist technisch gar nicht mehr vorhanden.
Das dürfte in der Tat maximal ein Gerücht sein. Wo liegt denn der Sinn, 33% mehr Kerne zu integrieren, dafür aber auf 30-40% durch SMT zu verzichten? Richtig, sinnvoll erscheint das nicht. Damit gewinnst du nichts. Im Gegenteil, du verlierst eher aufgrund der besseren Energie- und Flächeneffizienz durch SMT.

AMD hat es doch recht deutlich gesagt, "optimized for scale out performance". Bedeutet also noch mehr Parallelisierung. 1x 128T für Bergamo vs 2x 96T für Genoa wäre nicht mehr, sondern weniger. Wie man die notwendige Fläche gewinnt, wurde doch auch angedeutet, "density optimized cache hierarchy". Entweder dichter gepackter aber langsamerer Cache, weniger Cache oder etwas von beidem. Selbst wenn das Design am Ende etwas grösser als Genoa ausfällt, das ist nicht tragisch, da auch die ASPs höher sein werden.

Mal ganz davon abgesehen, SMT aus der Zen Architektur zu entfernen, dürfte ziemlicher Aufwand sein. Da kann man auch gleich zwei separate Kerne entwickeln, so wie Intel. Ich verstehe AMDs Ansatz aber anders. Man entwickelt einen P-Core und leitet davon einen E-Core ab mit mehr Fokus auf Effizienz. Das spart Entwicklungskapazitäten und sorgt für weniger asymmetrische hybride Designs.
 
Achja SMT hat auch nur ne 10 % Fläche was es kostet,bringt aber schon mindestens 35 % wenn nicht sogar mehr an Leistung ein.Noch besser bekommt man es ja eben echt nicht hin,also von daher ist schon gut wenn SMT nicht rausgenommen wird,zumindest bei kleineren CPUS bei den großen kann schon mal bei gewissen Anwendung der Vorteil ins Negative umschwenken.
 
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