LGA1200: MSI bestätigt neuen Sockel für Intel Comet Lake-S

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Also stellt dieser Wert einen durchschnittlichen Strom("average Power") in Watt dar, der vom Prozessor verbraucht wird, wenn die CPU mit Basis Frequenz(nicht Turbo!) mit allen Kernen(im Falle des 9900k als Beispel also 8), eine "allgemein relativ komplexe Auslastung" hat.
Nicht der Durchschnitssverbrauch unter basistakt sondern der Maximalverbrauch bei dem der Basistakt garantiert ist und den die Kühllösung auch permanent abführen können muss.
Das macht vor allem beim 9900KS einen großen Unterschied da Intel ja hier unbedingt die 5GHz Marketing-zahl erreichen wollte und der Verbrauch im Turbo direkt an die TDP gekoppelt ist und um 5GHz auf allem Prozessoren garantieren zu können muss das Limit entsprechend großzügig gesetzt werden.



Nun finde ich es gerade spannend, auch weil ich verstehen wollte, warum PCGH die Leistung der CPUs bei benchmarks durch Begrenzung der Stromzufuhr begrenzt und in wie weit ich beim Systemtuning ebenfalls relativ harte Grenzen einbaue, oder eher etwas lockere.
PCGH hat in letzter Zeit hier mit 2 Einstellungen getestet. Einmal mit Stock-settings und einmal mit Powerlimit. leider muss man sagen das die Stock-Settings auf den meistne intel-boards horrend schlecht sind so das die CPu unnötig viel Verbraucht und wenn man dann nur ein verbrauchslimit einschaltet das das Grundlegende Problem der Einstellungen nicht behebt.
Andererseitsentspricht das damit eher dem was der Durchschnitts-Nutzer auch hier mit dem System machen wird.



Was stell ich nun z.B. beim long/short duration power im mainboard ein ?
Kommt aufs Board, die CPU, die Kühlung und vor allem Deinen geschmack drauf an.
Ich hab zB meinen i7 8700K auf 110W,das schafft mein Kühler locker ohne zu laut zu werden, und Turbo-Zeit unbegrenzt. Den Verbrauch erreich ich aber unter "normalen" bedingungen nicht - ist nur da damit ich dann auch mal was intensiveres machen kann.
Und sonst - alles, aber auch wirklich ALLES was das Board zu "oC" und angeblicher Leistungs/Stabilitäts-"Verbesserung" hat ausgeschaltet - das hat nur den verbrauch erhöht ohne sonst was zu bringen.
Cinebench R20 erreicht nicht mal die 95W TDP bei 4.3GHz, bei Prime95 läuft er in die 110W.



Ich meine, wenn die cpu package zu heiß wird, wird die Leistung ja eh runter gedrosselt(Takt), so gesehen brauche ich mir da glaube ich weniger Sorgen machen, sondern eher um den Takt/die Leistung.
Ich möchte also grundsätzlich schon mal für gute Kühlung sorgen(wie auch immer).
Da ist die Ursache dann eher zu hohe Spannung, oft als Folge von LLC (was für normale OCs wenn geht immer vermieden werden sollte).

Wer sagt denn eigentlich, dass die Power im Mainboard auf 95 Watt(edit:im Beispiel 9900k) long duration begrenzt werden soll, wenn es sich bei diesem Wert lediglich um einen Durchschnittswert bei Basistakt handelt ?
Mir reicht ja schon mögliche Drosselung durch zu hohe Wärme. Wieso noch zusätzlich durch Stromzufuhr drosseln, falls man die Wärme irgendwie in den Griff kriegt(wakü evtl. ?) ?
Wenn deine Kühlung fest steht (sprich du hast einen Kühler und eine Lüfterkurve) dann gibt es einen fixen zusammenhang zwischen Verbrauch und Temperatur und du kannst mit dem Maximalverbrauch regeln wie warm die CPU wird.


Überlege nur gerade, was ich da einstelle und ob ich mir nicht doch besser noch ne Custom-Wakü hole, falls ich da doch höhere Werte einstellen möchte, denn sonst drosselt der Takt im Fall der Fälle doch eh recht fix, wenn's mal wärmer wird, wobei ich jetzt auf Anhieb nicht gerade weiß, welches Spiel dauerhaft deutlich über 100 Watt zieht, von der CPU-Auslastung her, aber könnte ja mal sein. :)
Gute Luftkühler haben kein Problem mit 150W dauerhaft. Wasser oder nicht ist im normalen bereich eher Kosten und geschmackssache. Ich hab schon öfters mit dem Gedanken einer custom-Loop gespielt - ist eine sehr angenehme bastelarbeit für mich.


Bisher war TDP für mich eigentlich nur ein grober Orientierungswert, ob n einfacher Kühler reicht, oder es doch besser was Besseres sein sollte, aus Zockersicht.
Warum das ein Stombegrenzungs-/Leistungsdrosselungswert sein sollte, war mir nicht klar.
Weil ein CPU einfach ein Rechenwerk ist - alles was man tut braucht Energie. Wenn man viel erledigen möchte braucht man viel energie. Möchte man das in kurzer zeit tun entspricht das einer hohen Leistung (Und das ganze wird auch noch ineffizienter je schneller es wird). Und alles was als Leistung in der CPU verbraucht wird muss auch wieder, in form von Wärme, wegtransportiert werden - und so wie die meisten Sachen im Leben ist es recht ungut wenn eine CPU zu heiß wird.



Und so lange dir dien PC schnell genug ist gibts wenig grund in zu übertakten. Ich hab mich anfangs auch gleich mal rumgespielt und geschaut was ich für 5GHz allcore tun müsste - ist mir Persöhnlich zu viel spannung/Verbrauch, 4.8GHz geht aber locker. Aber ich warte lieber 3 Sekunden länger beim starten vom spiel dem während dem Spielen bin ich sowieso GPU-limitert und dann hab ich lieber den leiseren PC. Und mit niedrigerer Spannung ist auch der verbrauch niedriger und wenns dann in ein paar jahren nicht mehr ausreicht kann man noch immer Übertakten.
 
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Hier im Detail ...

Ergänzend zu Buggi85's und Casurin's Ausführungen noch der Hinweis, dass die von den Herstellern definierten Standardbetriebsparameter auch die Grundlage für die Berechnung der Produkthaltbarkeit und Garantiebedingungen/Haftung bestimmen.

Auch elektronische Bauteile altern. Hier ist bspw. die Elektromigration ein Thema, die irgendwann dazu führt, dass ein Bauteil Fehler verursacht, was zu sporadischen Abstürzen führt oder gar zu einem unmittelbaren Komplettausfall. Hier sind bspw. dauerhaft hohe Spannungen und Temperaturen ein wesentlicher Punkt für eine (vorzeitige) Alterung.
Serverprodukte (für den 24/7-Dauerbetrieb) sind bspw. nicht umsonst konservativer ausgelegt, so bspw. bei den Zen2-Iterationen von Epyc und Threadripper zu sehen. AMDs 64-Kerner Epyc 7H12 mit 280 W läuft bei "nur" 2,6/3,3 GHz während der aktuell vorgestellte Threadripper 3990X mit 2,9/4,3 GHz bei 280 W spezifiziert, ansonsten aber quasi baugleich ist. Zudem ist AMDs Spezialversion 7H12 explizit für wassergekühlte Systeme ausgelegt, d. h. hier liegt bzgl. der Haltbarkeit auch implizit die Annahme zugrunde, dass der Threadripper weitaus weniger Betriebszeit unter Vollast verbringen wird (im Vergleich zu den Server-Prozessoren).
 
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was man bei Taobao so findet....
 
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Viele kerne mit niedrigem Takt sind für Multithreadanwendungen wünschenswert das es die Taktraten sind die die Effizienz killen. Prime95 ist in keinster weise als Benchmark zu gebrauchen, es zeigt nur den maximalen Verbrauch.
Die Motherbaord-Hersteller sind bei AMD deutlich konservativer was die Einstellungen angeht. Schau dir mal Z370/390 Boards an - oft von haus aus mit erhöhter Spannung, LLC und sonstigem kram - bei Standard Taktraten. Bei meinem Board hat mein 8700K gut und gerne 150W gefressen in Cinebench - dann hab ich mal nur nach Intel-Specs eingestellt und hab es nicht mal unter prime geschafft die erlaubten 120W zu erreichen.
Prime ist dennoch ein gutes tool zum Testen - es deckt einige worst-case Szenarien ab.

Die Mainboard-Hersteller müssen bei AMD konservativer sein, weil sie allenfalls die Vcore beeinflussen können. Die Leistungsaufnahme überwacht AMD dagegen selber und sie hat im Rahmen des Turbo-Modus großen Einfluss auf die erzielten Taktraten. Wenn ein Mainboard-Hersteller also bei AMD Werks-OV betreibt, ruiniert er sich gegebenenfalls die Benchmarkergebnisse. Bei Intel dagegen wird das komplette CPU-Management vom Board übernommen und dessen Hersteller kann einfach zusätzlich das Powerlimit aushebeln.


Am intelfreundlichsten würdet ihr testen, wenn ihr die TDP bei der Leistungsmessung freigebt (mit dem besten Board versteht sich) und bei der Verbrauchsmessung die TDP wieder begrenzt. Das wird Intel gefallen.

Wir könnten auch erst noch die Undervolting-Reserven auswerten und Tools mit extrem kurzer Polling-Frequenz einsetzen, die selektiv AMD-CPUs auf Maximalleistung zwingen.

Oder wir testen seriös.


Ich würde gerne mal einen Test sehen, wo mit festen TDP Grenzen gebencht wird.

Wenn du nicht auf Hersteller- und Produktreihen-übergreifende Limits willst, also einen i3 und einen Threadripper im gleichen Power Limit, könnte ich dir jeden einzelnen PCGH-Test der letzten Jahre empfehlen.


Was bedeutet das jetzt genau? Ein gut konfiguriertes Mainboard nach Spezifikationen ist bei Intel mit dem 9900k so konfiguriert, dass das Long Duration Power Limit bei 95W gesetzt ist, dass Short Duration Limit auf +25% der TDP also 119W für, ich glaube es waren, 22 Sekunden. Dazu mit einer möglichst niedrig ausgeloteten Vcore unter Last, um die Taktraten so hoch es geht zu halten bzw. Taktabfall zu minimieren.
Schlecht ist eine zu hohe Vcore, da dann die Limits früher erreicht werden und der Taktabfall spürbar höher ausfällt.

Nun liegt es an jedem nach belieben, seiner CPU großzügigere Limits einzuräumen oder eben gar keine, manchmal auch je nach Last und Anwedungsszenario zu entscheiden.
Ansonsten haben alle Eingriffe natürlich auch den Einfluss auf die Temperatur.

Man hört zwar oft Werte in den 20er, aber ich habe für die Laufzeit des Short Duration Power Limits noch keine feste Intel-Vorgabe gesehen. Technisch würde dies auch keinen Sinn machen, denn dieser Faktor soll die thermische Trägheit des Kühlsystems repräsentieren und kann somit nicht für eine CPU, sondern nur für ein System festgelegt werden.



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Ergänzend zu Buggi85's und Casurin's Ausführungen noch der Hinweis, dass die von den Herstellern definierten Standardbetriebsparameter auch die Grundlage für die Berechnung der Produkthaltbarkeit und Garantiebedingungen/Haftung bestimmen.

Auch elektronische Bauteile altern. Hier ist bspw. die Elektromigration ein Thema, die irgendwann dazu führt, dass ein Bauteil Fehler verursacht, was zu sporadischen Abstürzen führt oder gar zu einem unmittelbaren Komplettausfall. Hier sind bspw. dauerhaft hohe Spannungen und Temperaturen ein wesentlicher Punkt für eine (vorzeitige) Alterung.
Serverprodukte (für den 24/7-Dauerbetrieb) sind bspw. nicht umsonst konservativer ausgelegt, so bspw. bei den Zen2-Iterationen von Epyc und Threadripper zu sehen. AMDs 64-Kerner Epyc 7H12 mit 280 W läuft bei "nur" 2,6/3,3 GHz während der aktuell vorgestellte Threadripper 3990X mit 2,9/4,3 GHz bei 280 W spezifiziert, ansonsten aber quasi baugleich ist. Zudem ist AMDs Spezialversion 7H12 explizit für wassergekühlte Systeme ausgelegt, d. h. hier liegt bzgl. der Haltbarkeit auch implizit die Annahme zugrunde, dass der Threadripper weitaus weniger Betriebszeit unter Vollast verbringen wird (im Vergleich zu den Server-Prozessoren).

Die Temperatur beeinflusst übrigens nicht nur die Lebensdauer, sondern auch die abführbare Wärme. Zu Pentium-D-Zeiten hat Intel es mal vermieden, die damals stark kritisierte TDP noch weiter anheben zu müssen, in dem sie die erlaubte Gehäuse-Innentemperatur abgesenkt haben. Dank des größeren verfügbaren Delta-T konnte dann der gleiche Boxed-Kühler den Prozessor auch bei einem Energieumsatz oberhalb der nominellen TDP kühl halten. Wegen solcher Überlegungen/Tricks sollte man TDPs auch nie direkt gegenüberstellen, sondern einfach als Rahmenparameter der jeweiligen CPU betrachten.
 
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