Intel Skylake: Schalten sich mehrere Kerne bei Bedarf zusammen?

PCGH-Redaktion

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Dem Bericht eines Hardware-Magazins nach arbeiten Skylake-CPUs in einer bestimmten Single-Thread-Anwendung deutlich schneller als der Vorgänger. Das sei ein Hinweis auf inverses Hyper-Threading - eine Technik, bei der mehrere Kerne oder zumindest Teile davon an einem Thread arbeiten.

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Nennt sich Morph-Core und es gab schon lange vor dem Launch Gerüchte. Wollte ne Usernews schreiben, war dann aber doch nicht sicher, wie vertrauenswürdig die Quelle war.
 
Interessant aber kein Grund nicht als Gamer und erst recht nicht wenn man einen i7 4790 K hat den schon in Rente/in den 2. PC zu schicken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hört sich ja sehr interessant an. Wird aber mit DX12 für Spiele eher wieder uninteressant.
Muss da die Anwendung für angepasst sein, oder würde das mit jeder Singlethread Anwendung gehen?
 
Klingt aber auch in der Hinsicht interessant, falls es bei Multithreading immer noch einen Master-Thread gibt, an dem alles hängt.

Allerdings müssen Tester jetzt ein Auge mehr drauf werfen, sonst könnten Benchmarks schnell dahin optimiert werden, um die CPU besonders gut dastehen zu lassen.
 
Mal abwarten was Intel auf dem IDF nächste Woche so erzählt. Da dürfte die Plattform dann endlich offiziell vorgestellt werden.
 
profitierte ich eigentlich beim Video umwandlen ,wenn es bei einem einzel Kern Leistung besser wird.Wenn ja ich werde aber trotzdem meinen 3770k nicht in rente schicken.
 
Wie würde denn so ein inverses Hyperthreading in der Theorie funktionieren? Hier meine Überlegung dazu:
Man könnte der CPU ja sagen "verschmelze die Kerne immer, wenn mehr Kerne da sind, als gerade notwendig". Dann mal angenommen, man hat gerade einen verschmolzenen Kern und einen Thread, an dem er arbeiten soll. Entweder könnte dieser Thread dann parallelisierbar sein oder eben nicht. Wenn er parallelisierbar ist, könnte die Berechnung wie auch vorher über mehrere Kerne passieren und dann wäre das einzig überraschende, dass die CPU so gut selbst erkenen könnte, WIE man den Thread parallelisieren kann. Wenn der Prozess NICHT parallelisierbar ist, könnte man versuchen, in den Rechenwerken der CPU selbst etwas zusammenzuschalten, z.B. kann eine einzelne Addition begrenzt beschleunigt werden, wenn sie gewissermaßen auf Hardwareebene parallelisiert wird. Allerdings braucht man dabei für immer kleinere Zeitgewinne immer mehr Schaltungen, sodass es sich nur bis zu einem gewissen Grad lohnt, dies zu tun (und auch normale CPUs nutzen diese Parallelisierung mit einer fixen, rentablen Anzahl an Iterationen und es gibt auch eine untere Zeitaufwandsgrenze für so eine Addition, gegen die man mit zunehmender Parallelisierung konvergiert.). Schließlich könnte man die CPU noch so bauen, dass sie einen relativ großen Buffer für den Maschinencode hat und momentan ungenutzte Rechenzeit dazu verwenden, immer ein paar spätere Rechnungen unter einer geratenen Bedingung auszuführen und später das passende Ergebnis auszuwählen, sofern sich zu gegebener Zeit herausstellt, dass dieses (durch Zufall) schon berechnet wurde.

Als Beispiel (binär):
Instruktion 1: Addiere 1 + 1.
Instruktion 2: Addiere 1+a mit a = 0, wenn das vorherige Ergebnis (1+1) = 0 war, oder a = 1, wenn das vorherige Ergebnis 1 war.
Eigentlich hängt hier ja die zweite Instruktion von der ersten ab und man kann die zweite erst endgültig ausrechnen, wenn man das Ergebnis aus der ersten kennt. Aber wenn man nun gerade genug Rechenzeit übrig hat, kann man ja beide Fälle der zweiten Instruktion vorausberechnen und nach Berechnung von Instruktion 1 direkt das entsprechende Ergebnis für Intruktion 2 auswählen.
 
profitierte ich eigentlich beim Video umwandlen ,wenn es bei einem einzel Kern Leistung besser wird.Wenn ja ich werde aber trotzdem meinen 3770k nicht in rente schicken.

Da beim Video konvertieren sowieso alle Threads genutzt werden hat die Technik hier dafür keinen Nutzen. Skylake hat aber im Vergleich zu Haswell besonders bei der h.264-encodierung überdurchschnittlich bei der IPC zugelegt. Sprich Skylake ist bei gleichem Takt nur 5-10% schneller als Haswell, bei h.264 sinds aber ~15% weil die Anwendung Skylake gut liegt. Ein Aufrüstgrund von Ivy aus ist das aber eher nicht.

Was die Technik hier angeht: Einen gewissen Teil davon gibts schon lange, nämlich dass der komplette L3-Cache vone inem einzelnen kern genutzt werden kann wenn nötig. Wenn diese Anwendung extrem von Cache profitiert würde das das verhalten bereits erklären.
 
Wenn sie das geschafft hätten wäre das Amdahlsches Gesetz zumindest teilweise besiegt, das kann ich nicht so recht glauben (auch wenn es Fälle gibt in denen das zumindest in geringem Ausmaß so ist, z.B. mehr L3 Cache, was aber auch einer reinen Single CPU zugute gekommen wäre). Sollte es wahr sein wäre der Erfolg von AMDs Zen in höchster Gefahr, da Zen dann zwar Multithreadmäßig gleich ziehen könnte, aber Singletreadmäßig nach wie vor abstinken würde.

Hört sich ja sehr interessant an. Wird aber mit DX12 für Spiele eher wieder uninteressant.

Das höre ich seit etwa 10 Jahren in diversen Formen, mal will ein Entwicklerstudio die besondere Optimierungsmethode gefunden haben, mal will man eine Lödung im OS gefunden haben (DX 11 spaltet den Grafikthread, damit gehören die Probleme der Vergangenheit an) und mal soll es irgendeine exotische Hardwarelösung sein. Wäre toll wenn das letzte Versprechen in Erfüllung gehen würde, dann brauch man nurnoch die SLI/CF Versprechen verwirklichen.

Klingt ja super nur gibt es keine interessanten Singlethreadanwendungen mehr ;)

Natürlich gibt es die, sie stellen sogar die Mehrheit und sind der ultimative das AMD seit5 Jahren so abstinkt.

Interessant aber kein Grund nicht als Gamer und erst recht nicht wenn man einen i7 4790 K hat den schon in Rente/in den 2. PC zu schicken.

Das wäre der Grund schlechthin, Intel hätte dann die Quadratur des Kreises geschafft, seit Einführung des Core2Duo hat sich die Singlethreadleistung nur gemächlich erhöht, während die Multicoreleistung geradezu explodiert ist. Eine Lösung des Problems wäre der größte Durchbruch seit einem Jahrzehnt, ich hätte es mit einem Speziellen Multiprozessorkonzept gemacht, ein oder zwei Einkernprozessoren (ca. 10 GHz, 250W+ Verbrauch pro CPU) denen von einem massiven Mehrkernprozessor der Rücken frei gehalten wird, aber wenn es auch so ginge wäre das perfekt.
 
Welches modern Spiel nutz nicht wenigstens 2 Kerne glaub keines was ich spielen will oder gar keines also als Spieler geht mir das am arsch vorbei. Und soweit ich das gelesen habe ich das mit der Leistung vorbei sobald ein 2. Kern genutzt wird.
 
Wenn man auf Heise schaut würde man sehen das auch 2 Kern Anwendungen von dem profitieren. Zudem ist wenn ein Spiel mehrere Kerne benutzt nicht unbedingt Parallelisierung einzelner Prozesse! Eigentlich sieht es mehr so aus das Nebenprozesse wie KI oder Wirschaftsberechnungen ... auf Kern 1 oder vllt noch 2 ausgelagert werden. Dabei bleibt aber der Hauptprozess der FPS limitierend ist immer auf Kern 0. Es wäre erst eine echte Parallelisierung wenn man diesen Hauptprozess aufteilen kann auf mehrere Kerne.
Videobearbeitung als Beispiel funktioniert ja auch nur so gut weil man das zu rendernde Video in einzelne Fragmente unterteielen kann und diese Parallel bearbeiten kann.
 
Ein gut funktionierender Morph-Core ist schon geil. Aber nur für reine Single Thread Anwendungen ? Da kommt das gut 4 Jahre zu spät. Ansonsten geile Geschichte, aber nur wenn eine 0+1,2,3 Gefahren und voll ausgelastet werden kann.
 
Interessante Sache, jetzt vielleicht nicht bei neuen Spielen die heute eh Multicore optimiert sind aber vielleicht bei manchen Anwendungen und alten Spielen.
 
3DCenter.org schrieb:
[..]Demzufolge müsste sich ein entsprechend großer Leistungszuwachs bei allen Skylake-Benchmarks zeigen, welche prinzipiell parallelisierbare Aufgaben enthalten und dennoch als SingleCore-Anwendung ausgeführt werden – Cinebench oder wPrime beispielsweise, selbst ein altes SuperPI müsste darauf perfekt anschlagen. Daß dem gemäß der vorliegenden Benchmarks zu Skylake-Prozessoren nicht so ist, spricht eigentlich klar gegen ein laufendes inverses HyperThreading bei Skylake. Nichtsdestotrotz könnte Intel durchaus an so etwas arbeiten, womöglich sieht man hierbei sogar eine Vorform davon. Daß es sich um ein gänzlich anders erklärbares Phänomen handelt, ist aber dennoch die derzeit immer noch wahrscheinlichste Auflösung. Womöglich wird die eigentliche Architektur-Vorstellung zu Skylake, welche für Intels am 18. August startendes IDF angesetzt ist, hierzu genaueres bringen. [..]

Ich glaube, das es sich wohl um ganz gewöhnlichen Mumpitz handelt.
 
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