Komme mir nicht mit Logik, wenn Logik in diesem Topic das Allerletzte ist.
Interessante Analyse
Nato-Ostflanke: In dramatischer Unterzahl
Und wo ist da die interssante Analyse? Die ist höchsten für leichtgläubige Narren irgendwie interessant, da sie im Grunde nur versucht oberflächlich geschickt die Sicht zu manipulieren:
Während die baltischen Staaten zusammen mit den Nato-Bataillonen und einer in Polen bereitstehenden amerikanischen Brigade knapp 32 000 Soldaten zur Verteidigung aufböten, könnte Russland 78 000 Soldaten ins Feld führen.
Aha, man gibt also die Mannstärke von Estland, Lettland und Litauen an (Baltische Staaten) und erwähnt dann noch die im Nachbarland (Polen) stationierte amerikanische Brigade, klammert aber kommischerweise Polens eigene, was ja auch NATO-Mitglied ist und über ca 101.000 aktive Soldaten verfügt, davon rund 48.000 beim Heer, sowie seit einigen Jahren einige zehntauschend paramilitärischer Streitkräfte / Milizen aufstellt, Armee aus, bzw. rechnet die nicht mit ein?
Schwub die wup wäre das Kräfteverhältnis auf einmal ein ganz anderes, nämlich mindestens 80.000 bis 133.000 Soldaten auf Seiten der NATO (je nach Rechnung) zu 78.000 russischen Soldaten auf der anderen Seite.
Der Nato stünden gerade einmal 129 einsatzfähige Kampfpanzer zur Verfügung, Russland dagegen 757. Bei den Schützenpanzern sähe das Kräfteverhältnis ähnlich ungünstig aus, 280 Nato-Fahrzeuge stünden 1276 russischen gegenüber. Die größte Lücke aber klafft bei der Artillerie, die als Kampfunterstützung eine wichtige Rolle spielt. Das Verhältnis bei selbstfahrender Artillerie (knapp 1:11) und Raketenartillerie (1:270) spricht für sich.
Oh Gott, wo soll man denn hier anfangen?
Zuerst einmal wohl da das nackte Zahlen über die Anzahl irgend eines Waffensystems schon seit über 70 Jahren absolut null Aussagekraft darüber haben wie hoch der Kampfwert der beiden Armeen ist die sich da gegenüber stehen. Das Dritte Reich hatte zum Beispiel im Mai 1945 auf dem Papier auch noch eine beachtliche Armee, in der Praxis aber war die Kampfkraft nicht mal annähernd denen entsprechend die auf dem Papier standen.
Die Irakische Armee klang vor dem ersten Golfkrieg auf dem Papier auch weit beeindruckender als sie in der Praxis war, usw.
Also Rückschlüsse daraus ziehen zu wollen wer wem unterlegen ist indem man einfach zwei Zahlen gegenüber stellt ist bestenfalls folgendes:
Man müsste schon wissen wie die Qualität der Ausrüstung im einzelnen ist die sich dort gegenüber steht 129 moderne M1A2, Leopard 2A5 / A6 wären wohl nicht wesentlich weniger Wert als 757 T-72 aus der Reserve, auf dem Ausrüstungsstand von 1992.
Zudem kann man Waffensysteme auch nicht für sich alleine isoliert betachten, ein Panzer alleine ist sicher nett, aber 1 Panzer gegen 10 Infanteristen mit Anti-Panzerwaffen ist halt auch schnell ein brennder Haufen Altmetall.
Man müsste also auch die Verbundbwirkung der einzelnen Waffengattungen in Überlegungen mit einbeziehen, wenn man wirklich zu einem aussagekräftigen Ergebnis kommen wollte.
Dann spielt natürlich auch das Gelände noch eine wichtige Rolle und müsste Berücksichtigung finden.
usw. usf.
Es gibt soviele Faktoren die einfach mal null Beachtung finden, oder bewusst als irrelevant unter den Tisch fallen gelassen werden das sich daraus null Aussagekraft ableiten lässt und es bestenfalls beim Leser den Eindruck erweckt / erwecken soll, "Oh Gott, der böse Russe ist uns so haushoch überlegen, oh Gott, weil der hat etwas mehr Ausrüstung als wir".
Und nur mal am Rande, was nackte Zahlen angeht, warum fehlen in den NATO-Angaben wieder die 1010 Panzer die Polen hat, womit die NATO auf 1139 Panzer käme?
Das gleiche gilt auch für alle anderen Waffengatungen.
Polish Armed Forces - Wikipedia
Viel Geld floss damals in infanteristische Einheiten und leichte, schnelle Fahrzeuge.
Es floss viel Geld in viele Bereiche, sicher nicht nur in die Infanterie und leichte schnelle Fahrzeuge, zum Beispiel wurde in folgende Dinge viel investiert, in Drohnen, Flugzeuge, Marschflugkörper, Bunkerbrecher, intelligente Waffensysteme für asymetrische Kampfschauplätze wie zB Städte, Verstärkung des Schutz von Panzern und Schützenpanzern für den Einsatz in Städten, usw.
Russland hingegen setzte nach dem nur mäßig erfolgreichen Georgien-Krieg 2008 darauf, seine schweren Einheiten zu modernisieren....
No shit sherlock, wer würde nur darauf kommen seine Armee für einen evt. regulär geführten Krieg zu modernisieren, wo unter anderem Panzer, Artillerie ect. nunmal immer noch eine wichtige Rollen spielen, wenn er nicht gegen asymetrisch kämpfende Taliban und Islamisten zu Felde zieht? Wozu hat die Bundeswehr nur die Panzerhaubitze 2000 ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre eingeführt, braucht doch keiner der nicht regulär Krieg führen will, nicht?
Ist es schon ein Verbrechen wenn man seine Armee nicht schwerpunktmäßig auf asymetrisch kämpfende Islamisten ausrichtet?
Was will uns der Autor also damit nahe legen?
...und Operationen zu üben, die sich gegen Streitkräfte anderer Staaten richten.
Nein echt? gegen was sollen sie den sonst üben wen Taliban und der IS nicht der Hauptgegner wären, da man nicht die letzten Jahrzehnte in diese Konflikte massiv inbolivert war?
Zudem was übt denn die Bundeswehr so? Ok, gut, die übt wahrscheinlich garnichts weil da sowieso fast alles an Ausrüstung im Eimer ist, kleiner Scherz.

Selbst die wird aber wohl nach wie vor auch den Kampf gegen andere Staaten üben, schlicht weil andere Staaten nunmal immer ein möglicher Gegner sind.
Wie intensiv, darauf deutet nicht nur die Rand-Studie hin. Eine Langzeitanalyse dieser Zeitung hatte im vergangenen Jahr zutage gefördert, dass die Übungslücke zwischen russischer Seite und Nato-Staaten in Europa noch deutlich größer ist als angenommen.
Aha und gibt hier jetzt auch wieder die reine Anzahl an abgehaltenen Übungen über deren Qualität, oder Nutzen Aufschluss, oder was will man mit dieser Äußerung implizieren?
Gänzlich chancenlos wäre die Nato im Fall eines Angriffs dennoch nicht.
Nein echt? Wer hätte das nur gedacht, wozu dann erst die Angstmache im ersten Teil des Artikels?
Ob das ausreichend wäre, um einen Angriff abzuwehren, bleibt indes fraglich, auch angesichts der starken russischen Flugabwehr.
Und wieder fängt man direkt an Angst zu schüren....
Die Rand-Forscher gehen davon aus, dass die russischen Truppen im westlichen Militärbezirk über mehr als 600 Boden-Luft-Systeme unterschiedlicher Reichweite verfügen, die für nahezu alle Nato-Kampfflugzeuge ein hohes Risiko darstellen würden.
Ach und die NATO hat keine Luftabwehr die für russische Flugzeuge eine Gefahr darstellen würden?
Davon abgesehen, gegen modernes militärisches Fluggerät (ohne Tarnkappeneigenschaften) wird die Trefferchance einer aktuellen Buk in etwa wie folgt angegeben:
60-90% gegen Flugzeuge
30-70% gegen Hubschrauber
40% gegen Marschflugkörper
Die Reichweite in der Ziele bekämpft werden können beträgt dabei etwa zwischen 3 und 50km und bis zu 25km Höhe.
Lediglich die jüngsten Kampfflugzeuge der fünften Generation, wie etwa die F-35, könnten relativ ungefährdet operieren. Von ihnen verfügt die Nato aber nur über 363, das Gros davon in amerikanischen Händen.
Was wohl immer noch 363 mehr sein dürften als Russland aktuell besitzt, von den B-2, die hier mal wieder unter den Tisch fallen gelassen werden, ganz zu schweigen.
Letzten Endes belegt die Rand-Studie ein sicherheitspolitisches Paradoxon, das seit Jahren existiert: Der Nato gelingt es trotz ihres strategischen Übergewichts bei den Verteidigungsausgaben, Truppengrößen und Hauptwaffensystemen nicht, das operative Ungleichgewicht in den baltischen Staaten zu ihren Gunsten zu verringern.
Die Rand-Studie belegt nur eines, das man mit ein paar nackten Zahlen ein einseitiges Bild zeichnen kann, mit dem man Angst schüren kann, das aber keine reale Aussagekraft über die Überlegenheit der einen oder anderen Seite besitzt und das man scheinbar bewusst / oder unbewusst das Kräftegleichgewicht ungünstig darstellt.
Davon abgesehen, es ist für Russland natürlich einfacher mehr reine nummerische Stärke an einer Grenze zu massieren, schließlich ist Russland nicht über den halben Globus verstreut und in dutzenden Kriegsschauplätzen verstrickt, die alle Mensch und Material binden.
Würde mich ja auch mal interessieren ob Russland genauso über China schreibt, die an der russischen Grenze sicher auch ein deutliches Kräfteübergewicht im Verhältnis zu Russland besitzen.

Wer weiß da schon ob die nicht morgen auch Sibirien erobern wollen.
Stattdessen setzt Brüssel auf behutsame Aufrüstung und Dialogbereitschaft.
Aha und was will uns der Autor jetzt damit sagen? Das es besser wäre massiv aufzurüsten und Säbelrasseln zu betreiben? Kalter Krieg 2.0 mit der täglichen Gefahr auf einen Heißen Krieg 2.0 und täglich grüßt die Atombombe?
Die militärische Unterlegenheit wird deshalb bislang in Kauf genommen, auch gegen den Willen der Balten.
Welche militärische Überlegenheit? Der Artikel belegt, sofern überhaupt, wie dargelegt hat man ja Polen einfach mal komplett unter den Tisch fallen lassen, nur das es eine teilweise numerische Überlegenheit gibt, was aber nicht automatisch auch für eine allgemein militärische Überlegenheit spricht.
Das ist die reinste Verdrehung und Angstmache die da stattfindet.