AW: 2.1 Verstärker Lautsprecher und Subwoofer
Weshalb keine 2.1 Empfehlung ?
Weil 2.1 auf dem Schreibtisch in aller Regel nicht vernünftig funktioniert und zum das Preisleistungsverhältnis in der unteren Preisklasse einfach wesentlich schlechter ist.
Zudem gibt es nur ganz wenige Gründe, die ein 2.1 System wirklich notwendig machen. Die da wären, dass man Pegel fahren will, die mit kleinen Stereoboxen im Bass nicht machbar sind (ist für ne reine Schreibtischbeschallung normal nicht erforderlich) oder dass man unbedingt bis in die alleruntersten Regionen des Hörbereichs vordringen will - was für Musik eigentlich nicht auch nötig ist und günstige Subwoofer in der hier genannten Preisregion sind ohnehin für gewöhnlich auch nicht in der Lage dies zu leisten. Wenn man so bis an die 40-45Hz erreicht ist man normalerweise bei Musik ganz gut unterwegs, dafür brauchts aber nun wirklich keinen Sub.
Der Hauptvorteil eines extrem tiefen sauberen Basses ist eine erweiterte Räumlichkeit in der Wiedergabe - das wiederum verlangt eine mehr oder weniger optimale Auf- und Einstellung des Subs und der Satelliten. Am Schreibtisch ist das praktisch nicht möglich.
So bleibt als einziger Grund für nen Sub am Schreibtisch, dass man körperlich spürbare Bässe bei hohem Pegel haben will - auf Kosten der Qualität in allen anderen Bereichen. Wenn man sich dessen bewusst ist und sich dennoch dafür entscheidet - ok jeder wie er will! Man kann aber wenn man es denn dann will jederzeit einen Sub nachrüsten, auch wenn man mit klassischem Stereo anfängt.
Wichtiger wäre aber, dass Boxen am Schreibtisch auch wirklich dafür geeignet sind. Dazu muss man auf ein paar Dinge achten. Zum Einen sollte die Box nicht zu groß sein und eher kleine, eng beieinander liegende Membranen haben. Idealerweise hat die Box dann noch einen leicht zurückgenommenen Grundton / Oberbass und einen leicht fallenden Verlauf des Frequenzgangs zum Bass hin.
Hintergrund für diese Forderungen sind das Abstrahlverhalten das bei kleineren Membranen (im Bass sollte bei 5" die Grenze sein) einfach gleichmäßiger und damit bei sehr kurzen Hörabständen vorteilhaft ist und eng beieinanderliegende Membranen dafür sorgen, dass diese nicht auf kurzer Distanz als einzelne Schallwellen zu orten sind, wenn dann noch die Trennfrequenz (Übergang vom Bass zum Hochtöner) niedrig liegt ist man komplett auf der sicheren Seite.
Die andere Forderung nach dem "speziellen" Frequenzgangverlauf hängt damit zusammen, dass die Box natürlich mit ihrem Umfeld akustisch interagiert. D.h. sowohl die Tischplatte, als auch eine (normalerweise vorhandene) Wand hinter der Box sorgen für die Verstärkung bestimmter Frequenzbereiche. Das führt bei absolut linearer Abstimmung einer Box dann zu überhöhungen und bringt natürlich auch die Gefahr des Dröhnens mit sich. Wenn die Box an den neuralgischen Stellen ein wenig zurückgenommen ist stellt sich aber wieder eine ausgewogene Wiedergabe ein. Viele Laien tun sich mit dieser Vorstellung schwer und werfen solchen Boxen dann vor gesoundet oder einfach schlecht zu sein - wohl dem der ein paar Zusammenhänge versteht. "Richtige" Studioboxen (nicht das was dir vermutlich hier noch als "Nahfeldmonitor" angepriesen wird) haben im Übrigen oft Ortsfilter mit deren Hilfe man die Abstimmung an die Gegebenheiten der Aufstellung anpassen kann.
Noch ein Wort zu den Nahfeldmonitoren die eigentlich in solchen Threads über kurz oder lang immer genannt werden. Dabei handelt es sich schlicht um hundsgewöhnliche Kompaktboxen, die (oft aktiv) sich nicht von normalen Kompaktboxen unterscheiden, ausser dass sie dem technisch affinen (und oft akustisch völlig ahnungslosen wenn nicht gar naiven) Kundenkreis geschickter vermarktet werden und suggerieren als quasi "Studioboxen" professionellen Ansprüchen zu genügen und dazu natürlich besser zu sein als normale Hifi Boxen. Alles Unsinn, die Boxen sind so gut oder schlecht wie andere Boxen für ähnliches Geld - es kochen alle nur mit Wasser!
Das heißt nicht, dass man die nicht nehmen kann, da gibts genauso gute oder schlechte wie von den "normalen" Boxen, man sollte sich nur nicht darauf verlassen, dass die besonders gut sind und die genauso testen bzw. in Betracht ziehen wie andere auch.
Zu guter Letzt dann doch noch ne Empfehlung: Die Yamaha Pianocraft Serie gilt, wenn man kompakt bleiben will als Referenz unter den günstigen Systemen. Da gibts diverse Ausführungen mit unterschiedlichen Ausstattungen, so dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch was findet mit deinem Anschlussportfolio (wieso Airplay + DLNA? Mit DLNA bist du eigentlich auf der sicherern Seite da universell).