2.1 System gesucht

Ich würde auch nie behaupten dass ich ein LS-Guru bin.
Ok, es gibt natürlich noch viel mehr:



  1. ..
  2. ..
  3. Wie genau wird ein Eingangston wiedergegeben? -> Klirrfaktor
  4. Abstrahlverhalten
  5. Impedanz
  6. Leistungsaufnahme
  7. Anschlüsse
  8. Schallwandler
  9. Frequenzweichen
  10. Verstärker
  11. Material
  12. Funk
  13. Witterungsschutz
  14. Abmessungen
  15. Aussehen
  16. +

..bin lernfähig.
 
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Wo anfangen? Das hochkomplexe Thema Lautsprecher lässt sich nicht auf 2 Schlagworte reduzieren...

Der Frequenzbereich bzw. Frequenzgang des LS ist schön und gut, aber eben nur ein ganz kleiner Teil des Problems. Darüber hinaus ist der Frequenzgang der Box nur zweitrangig. Interessant ist eher der Frequenzgang beim Hörer! Der wird aber wiederum von der Raumakustik und der Aufstellung im Raum, dem Sitzabstand und der Position des Hörplatzes bestimmt. D.h. der Frequenzgang muss zur Anforderung passen.

Wenn ein guter LS nur über den geraden Frequenzgang zu erkennen wäre, dann wäre eine gute Box für sehr kleines Geld zu realisieren. Faktisch gibt es reichlich solcher Boxen die einfach furchtbar klingen!

Wie schon geschrieben entscheidet der Verlauf im Bass über die Möglichkeit der Aufstellung. Früh sanft abfallend passt wunderbar zu wandnaher Aufstellung (die Position des Bassreflexrohrs eher nicht), dazu hört sich so eine Abstimmung auf wandfern voluminöser an als eine, die bei gleicher unterer Grenzfrequenz wesentlich steiler abfällt.

Anders herum ist z.B. ein überhöhter Hochton ein probates Mittel einen überdämpften Raum zum Leben zu erwecken. Zudem lässt sich die Hochtondosis über die Anwinkelung der Boxen einstellen weil ein HT zu hohen Frequenzen mehr oder weniger stark bündelt (Abhängig von dem Membrandurchmesser, der Bauart usw.).

Ein abfallender Hochtonbereich ist dagegen ein Segen in unbedämpften Räumen und generell angenehm zum Langzeithören...

Deine Beschreibung des Übertragungsbereichs mit den 70% unterm Wirkungsgrad ist doch selbst erfunden?! Normal spricht man von einer oberen und unteren Grenzfrequenz, bei der - je nach Definition - die Frequenzgangskurve um 3, 6, 8 oder 10dB unter dem Durchschnittspegel der Frequenzen im damit eingegrenzten Bereich fällt. Der Wirkungsgrad hat da nix mit zu tun! Diese Werte sagen aber z.B. nichts über den tatsächlichen und empfundenen Bass aus!

Der Wirkungsgrad, den du als 2. Punkt der zu beachten ist anführst hat an sich erst mal nichts(!) mit dem Klang zu tun. Nicht mal als alleiniges Kriterium zur Auswahl eines Verstärkers taugt er. Dafür sind noch dre Impendanzverlauf und evtl. der Dämpfungsfaktor des Amps zu betrachten (es gibt Boxen die brauchen einen eher hohen, andere eher einen geringen, den meisten ist es wurscht).

Es gibt allerdings eine gewisse Tendenz bei Boxen mit hohen und sehr hohen Wirkungsgraden (so 90dB + als Richtwert) die oft lebendiger und müheloser wirken. Das liegt vermutlich daran, das diese Boxen kleinsten Dynamiksprüngen wohl müheloser folgen und aufgrund der bei solchen Chassis oft niedrigen Rms-Werts (Thiele-Small Parameter für die mechanische Reibung/Dämpfung/Verluste) wohl weniger hängen bleibt.

Neben diesen 2 Punkten gibt es eine Reihe weiterer wichtiger Themen rund ums Thema. So z.B. der Klirr und das Klirrverhalten bzw. dessen Zusammensetzung, die Sprungantwort (bei Mehrwegesystemen immer ein Thema), damit verbunden die Phasenlage über die Frequenzen, Nachschwingungen der Chassis und des Gehäuses, generell die Stabilität des Gehäuses, Resonanzen innerhalb der Box, Aufbau und Aufwand der Frequenzweiche (alleine darüber könnte man Bücher füllen!),...

All diese Punkte (und einige mehr) entscheiden ob eine Box gut oder schlecht ist. Ob der Frequenzgang dabei eben oder wellig ist spielt da nur eine Nebenrolle wenn der Rest nicht passt.

Es ist auch so, dass es Boxen gibt, die es schaffen nicht natürlich zu klingen obwohl der Frequenzgang schnurgerade ist. Wenn das Dynamikverhalten nicht passt und die Box wegen ihres Bauteilegrabs an der Weiche müde und schlapp klingt. Umgekehrt gibt es z.B. Hörner und Breitbänder, die trotz evtl. vorhandener Frequenzgangfehler echt und natürlich klingen, weil eben alles passt.

Boxen machen Fehler - in allen Bereichen. Je nachdem wie die Fehler kombiniert werden entstehen bestimmte Charaktereigenschaften die einem gefallen und natürlich zum Anforderungsprofil passen müssen. Laien reden bei Boxen mit Frequenzgangschwächen gerne abfällig von "Sounding" und zeigen damit meist, dass sie eben Laien sind!
 
Danke für die Mühe deiner weitreichenden Antwort.

Ich habe natürlich alles stark vereinfacht, weil ich mich auf die Neusonik LS beziehe. Und ich versuch die Leute nicht gleich mit Physik/Regelungstechnik zu erschlagen.

Der Frequenzgang wird üblicherweise in 1m Abstand gemessen, also auch da, wo du bei den Nahfeldern sitzen sollst.
Die Raumakustik ist ebenfalls zu vernachlässigen, denn es handelt sich hier um Nahfeldmonitore, die keine speziellen Anforderungen an den Hörraum stellen.
Und in deren Bedienungsanleitung wird wahrscheinlich stehen, dass sie nicht auf den Tisch und weg von der Wand gehören.

Einen geraden Frequenzgang hinzubekommen ist fast unmöglich. Bei billigen Boxen kann mann davon vielleicht träumen. Die machen sich noch nicht mal die Mühe den Übertragungsbereich innerhalb der -3dB Grenze anzugeben.

Ein ungedämpfter (reflektionreicher) Raum ist für Hörgenuss eher zu vermeiden, denn es bleibt immer unklar, was genau reflektiert wird. Der sanft abfallende Hochton ist hier nur die Krücke, um einen unangenehmen Klang zu vermeiden, verfälscht aber die Musik. Eine Wandnahe Aufstellung ist auch nur eine Hilfe, wenn ich keinen Platz großen LS im Raum habe. Hier gilt auch, dass ich kaum vorhersagen kann, wie der Tieftonbereich angehoben wird.
Ein EQ evtl. mit Einmessung ist auch nur eine Hilfe, um Unzulängichkeiten des Hörraumes und der LS zu umgehen.

Wenn die Lautstärke -3dB abgefallen ist, entspricht das etwa 30%, deshalb bleiben 70% Lautstärke übrig. -6dB ist dann halb so laut. Die anderen müsst ich erst nachrechnen.

Wirkungsgrad und Frequenzgang hab ich miteinander verwurschtelt. Es war/ist halt spät.
Ein (frequenzabhängige) Änderung des Wirkungsgrades ist im Frequenzgang ablesbar, der Wirkungsgrad selber aber nicht.

Im Studiobereich wird der Übertragungsbereich üblicherweise mit +-3dB eingegrenzt.

Aus der Sprungantwort errechne ich den Frequenzgang.
Resonanzen im Chassis, Stabilität und Schwingverhalten von Chassis und Gehäuse, Aufbau und Auslegung der Frequenzweiche, Phasenlage und z.T. Klirrverhalten sind in der Sprungantwort enthalten. Allerdings brauch ich zur genauen Bewertung einen Frequenzgang mit zugehörigem Phasendiagramm. Da hast du recht, der Frequenzgang alleine reicht eigentlich nicht.

Das Dynamikverhalten ist quasi der relative Wirkungsgrad über alle Frequenzen und Lautstärken.
Da geb ich dir auch recht, auch wenn der Frequenzgang schnurgerade ist, klingt es unnatürlich, wenn der Wirkungsgrad irgendwo stark abweicht ->Dynamikverhalten.


Zusammenfassung:
Um einen Lautsprecher klanglich bewerten zu können brauch ich ein riesiges Datenblatt

oder
Ich hör das Ding einfach Probe.

Peace .V..

 
Wie wäre es mit Selberbau?
Da kann ich den Bausatz "CT227 XT" von QuintAudio nur empfehlen.
Ist ein 2.0 System mit einem sehr guten Klang, auch im Bassbereich. Dieser ist sehr harmonisch; weder zu stark noch zu gering. War selber sehr erstaunt, dass die rel. kleinen Lautsprecher so einen Bass spielen.
Für kleines Geld...~250€ für zwei Boxen...absolut genial.
Die spielen auf jedenfalls deutlich besser als div. Logitech bzw. Creative Soundsysteme.
 
Es wird besser, aber richtig ist immer noch nicht alles!

Der Frequenzgang wird üblicherweise in 1m Abstand gemessen, also auch da, wo du bei den Nahfeldern sitzen sollst.

Im realen Leben am Schreibtisch sitzt man üblicherweise sogar noch dichter drauf - was noch kleinere Lautsprecher verlangt als das was man im Studio gerne als Nahfelder rumstehen hat.

Die Raumakustik ist ebenfalls zu vernachlässigen, denn es handelt sich hier um Nahfeldmonitore, die keine speziellen Anforderungen an den Hörraum stellen.
Und in deren Bedienungsanleitung wird wahrscheinlich stehen, dass sie nicht auf den Tisch und weg von der Wand gehören.

Richtige Nahfeldmonitore aus dem Studio bieten normalerweise Ortsfilter an um den Frequenzgang an die Aufstellung (Wand, Tisch, frei,...) anpassen zu können. Das ist auch notwendig um am Hörplatz einen ausgewogenen Frequenzgang zu erreichen - und nur darum gehts!

Deswegen sind die selbstverständlich gut für ne Aufstellung auf dem Tisch an der Wand geeignet. Für alle, die nicht bereit sind für ihre Schreibtischbeschallung 4-stellige Beträge in solche Boxen zu investieren macht es Sinn darauf zu achten, dass der Lautsprecher von vorneherein auf so eine Aufstellung optimiert wurde. Dazu reicht es dann aber halt nicht eine untere Grenzfrequenz anzusehen, sondern da sollte man sich den tatsächlichen Frequenzgang ansehen und auch interpretieren können.

Die Raumakustik spielt im Nahfeld natürlich eine untergeordnete Rolle, aber die Aufstellung halt nicht und die sollte deswegen auch mit berücksichtigt werden. Wenn ein Hersteller tatsächich bei einer solchen Box schreibt, dass sie nicht für Tisch oder wandnah geeignet ist, dann hat er schlicht die falsche Box im Angebot - das sind nämlich genau die Bedingungen unter denen solche Teile arbeiten müssen!

Einen geraden Frequenzgang hinzubekommen ist fast unmöglich. Bei billigen Boxen kann mann davon vielleicht träumen. Die machen sich noch nicht mal die Mühe den Übertragungsbereich innerhalb der -3dB Grenze anzugeben..

Ein gerade Frequenzgang ist kein Thema, ich könnte dutzende Beispiele anführen... Sogar bei billigen Boxen kann das erreicht werden, auch dafür gibt es Beispiele. Es ist aber eben je nach Einsatzzweck nicht immer Zielführend.

Ein ungedämpfter (reflektionreicher) Raum ist für Hörgenuss eher zu vermeiden, denn es bleibt immer unklar, was genau reflektiert wird. Der sanft abfallende Hochton ist hier nur die Krücke, um einen unangenehmen Klang zu vermeiden, verfälscht aber die Musik.

EIn solcher Raum ist aber nunmal eben auch für viele Leute Realität, immerhin reden wir in den meisten Fällen von Wohnräumen, die eben auch der Ästhetik des Besitzers genüge tun sollen. Das durch einen sanften Hochton der Musikeindruck verfälscht wird halte ich zudem da für etwas überzogen. Wenn du dir eine gut gemachte Box mit nem 8"BB anhört, der bei 15-18kHz definitiv nicht mehr viel bringt, dann wirst du vermutlich sehr überrascht sein, dass der trotzdem unfassbar natürlich klingt.

Eine Wandnahe Aufstellung ist auch nur eine Hilfe, wenn ich keinen Platz großen LS im Raum habe. Hier gilt auch, dass ich kaum vorhersagen kann, wie der Tieftonbereich angehoben wird.
Ein EQ evtl. mit Einmessung ist auch nur eine Hilfe, um Unzulängichkeiten des Hörraumes und der LS zu umgehen.

Mit der Aussage unterstellst du, dass jeder einen großen Lautsprecher haben will und kleine nur aus Platzgründen verkauft werden? Und, dass große Latsprecher besser als kleine sind? Beide Aussagen sind aber falsch! Kleine Boxen haben diverse Vorteile gegenüber Größeren. Der Hauptnachteil kleinerer Boxen ist, dass sie in der Dynamik nicht mit größeren mithalten können. Das ist aber für die allermeisten Anwendungsfälle ohne Belang.

Aus der Sprungantwort errechne ich den Frequenzgang.

Das würde ich gerne sehen!

Aus dem Amplituden- und Phasenfrequenzgang lässt sich die Sprungantwort ermitteln aber so rum gehts nicht.

Das Dynamikverhalten ist quasi der relative Wirkungsgrad über alle Frequenzen und Lautstärken.
Da geb ich dir auch recht, auch wenn der Frequenzgang schnurgerade ist, klingt es unnatürlich, wenn der Wirkungsgrad irgendwo stark abweicht ->Dynamikverhalten.

Das Dynamikverhalten meint wie gut ein LS einem Dynamiksprung folgen kann. Dabei wird unterschieden zwischen Grobdynamik bei der es um den Anstieg der Gesamtlautstärke geht (z.B. bei einem plötzlichen Paukenschlag) und der Binnendynamik / Feindynamik bei der es um kleine, ins Geschehen eingebettete Dynamiksprünge geht. Letzteres zeigt auch das Differentierungsvermögen eines Lautsprechers. Mit Wirkungsgrad hats aber nix zu tun.

Und wenn der Frequenzgang schnurgerade ist, dann kann der Wirkungsgrad (der damit nix zu tun hat) nirgendwo stark abweichen. Sonst wäre der Frequenzgang nicht schnurgerade!

Für mich ists jetzt genug OT, ich werde zu dem Thema hier nix mehr schreiben. Bei Interesse kannst du da aber gerne nen Thread für starten oder mir ne PN zukommen lassen.
 
Das Kabel ist heute angekommen und ich konnte die Lautsprecher testen.
Also der Klang ist viel schöner, viel klarer als bei den alten Logitech Dingern und auch der Bass ist vollkommen ausreichend.
Der Bass ist zwar jetzt nicht mehr ganz so tief, dafür klingt alles viel schöner.

Nur hab ich jetzt ein Problem.
Seit ca. einem halben Jahr, fiept der PC immer wieder im Leerlauf.
Problem ist nun, dass sich dieses Fiepen auf die Boxen überträgt, wobei das Geräusch dann am PC selbst verschwindet.
Egal ob ich die jetzt an die Onboard oder an die Asus Soundkarte anschließe, sobald der PC im Leerlauf ist bzw. wenig Last hat, fängt das Geräusch an.
Was kann das sein?
 
So Fehler gefunden, es ist die Soundkarte selbst!
Sobald ich die ausbaue, ist das Geräusch weg und tritt nicht mehr auf.

Jetzt wurde mir hier schon die Asus DGX empfohlen, jedoch bin ich schon seit längerer Zeit kein Freund mehr von Asus, da ich fast nur Probleme mit Teilen von denen gemacht hab.
Gibt es denn vergleichbare Soundkarten von anderen Herstellern?
 
Hast du denn die Möglichkeit die Karte im anderen Slot zu betreiben und auch mal versucht die Kabel intern etwas anders zu verlegen? Ich hatte nur Stress mit Creative und kann es daher mit Asus nicht nachvollziehen, nur um Mainboards von denen mache ich weite Bögen
 
Ich hab die Karte in einem anderen PCIe Slot und mit einem anderen Stromkabel getestet, geändert hat sich allerdings nichts.
Das Geräusch tritt beim Hochfahren auf, sobald das Relais von der Soundkarte klickt.
 
Ich meinte eher das Audiokabel für das Frontpanel, das hatte bei mir teilweise mal für Einstreuungen gesorgt
 
Hm, da bin ich dann doch etwas überfragt was weitere Lösungen angeht. Mir würde nur noch einfallen die Strippen von den Lautsprechern und Stromleitung zu kontrollieren ( vielleicht mal den Stecker umdrehen )
 
Es muss ja noch nicht mal etwas an der Soundkarte angeschlossen sein, das Geräusch ist auch so schon da.
Das Geräusch überträgt sich halt auf die Lautsprecher, wenn die angeschlossen werden.
 
Wieso glaubst du eigentlich, dass eine neue interne Soundkarte das Geräusch nicht übertragen würde?

Ich persönlich würde dein veraltetes Netzteil austauschen...


Ansonsten eben eine externe Soundkarte
 
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