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17°C Temperaturunterschied CPU zu GPU

Tsch4rly

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo Zusammen,

ich hab mal wieder eine Frage an die Profis. Vor kurzem hab ich mein System von einem i7-3770k auf einen R7 5800X umgebaut.
Dabei habe ich meine Custom Wasserkühlung behalten. Das System ist wohl ziemlich reduziert und ist folgendermaßen aufgebaut:

Pumpe (mit AGB) -> 240er Radiator -> CPU -> 360er Radiator -> GPU -> Pumpe (mit AGB)

Die GPU ist eine GTX 1080, die leicht übertaktet ist (Powerlimit erhöht). Die CPU läuft mit Stockeinstellungen. Jetzt ist mir beim Zocken
(PUBG) aufgefallen, dass die Temperatur der CPU bei etwa 81°C in der spitze liegt und die der GPU nur bei 64°C. Das ganze obwohl die
GraKa bei nahezu 100% Auslastung liegt, wohingegen sich die Auslastung der CPU bei nur etwa 50% befindet.

Jetzt wundert mich der Temperaturunterschied eigentlich schon ein wenig. Zuerst dachte ich der Anpressdruck vom CPU Kühler zu
niedrig ist. Die Schrauben hab ich dann gleich nochmal nachgezogen aber leider keine offensichtliche Verbesserung festgestellt, vllt 3-4°C.

Achso, die Kühlkörper selbst: CPU = ThermalTake Pacific W1, GPU = Watercool HeatKiller IV

Dazu sagen sollte ich vllt auch noch das ich die Kühlung noch nie geöffnet oder gereinigt habe. Sollte ich vllt auch vermeiden weil ich Geizig
war und nichts ordentliches zum entleeren eingebaut habe. :D

Jetzt vllt noch eine Frage um meine Unsicherheit zu befrieden, könnte ich auch Flüssigmetall zwischen CPU und Kühler auftragen? Das hab ich mich bisher nicht getraut.

Sollte ich jetzt wichtige Infos vergessen haben, lasst es mich gerne wissen und ich versuche möglichst schnell zu Antworten.

Gruß,
Tsch4rly
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Der Unterschied hat rein gar nichts mit deiner Kühlung zu tun sondern liegt einfach daran, dass deine GPU flächenmäßig sehr viel größer als deine CPU ist und daher die Wärmedichte der CPU viel höher ist. Zusätzlich ist der Boost von Ryzen5000 sehr agressiv was den Effekt verstärkt.

Oder anders gesagt: Wenn du die gleiche Temperatur erreichen wolltest müsstest du bei der CPU eine viel höhere Kühlleistung zur verfügung stellen als bei der GPU.

Auch passend in Langform:
 

TrueRomance

Lötkolbengott/-göttin
wohingegen sich die Auslastung der CPU bei nur etwa 50% befindet.
Wenn nur 4 von 8 Kernen voll belastet sind, zeigt die CPU zwar nur 50% an, ist aber am Limit. Durch den dadurch höheren Takt wird sie sehr warm. Die Temps beider Komponenten sind völlig unabhängig von einander. Muss die GPU wahnsinnig viel machen und die CPU langweilt sich, kann es auch genau andersrum sein.
 

flx23

Software-Overclocker(in)
Wenn nur 4 von 8 Kernen voll belastet sind, zeigt die CPU zwar nur 50% an, ist aber am Limit. Durch den dadurch höheren Takt wird sie sehr warm.
Hinzu kommt noch, dass dann der ganze Strom, nur auf der Fläche der halben CPU verbraten wird. Das macht den Abtransport der Wärme auch nicht einfacher
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Das ganze hängt noch von deiner Wassertemperatur ab und wenn ich hier an die zwei Radiatoren 240+360 aus dem Rechner meines Sohnes denke, der auch einen 3900X + 2080 Super verbaut hat, kommt er an eine Wassertemperatur von 42°C dran. Dementsprechend fallen auch alle weitere Temperaturen aus, die hierzu bezogen sind.

Daher stellt sich hier auch bei dir die Frage wie warm dein Wasser wird.

LM zwischen CPU und Kühler habe ich auch, macht am Ende vielleicht noch 3-5°C aus. LM wirkt sich hier aber eher mit extreme Lasten besser aus, so macht es dann mit Prime95 bis zu 10°C bei mir aus. Jedoch sollte dir auch das Risiko bekannt sein, denn läuft was davon ins Sockel schrottest du CPU und Mainboard. Ganz davon abgesehen sollte der Kühler besser vernickelt sein.

Am ende solltest du die Durchschnittstemperatur beachten und keine Temperatur die mal max. nur kurz anlag.
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Ist bei mir nicht anders.

3090 (350W capped) + 5800X mit PBO.

Die CPU ist heiß.
Die GPU ist selbst mit OC nie über 55°C auch in synthetischen Benchmarks.
CPU knallt in die 88°C rein unter harter, synthetischer Last.

Und ich habe mit guter WLP und dem TechN AM4 Waterblock mit das beste Setup.

2x 360er Radiatoren im Gehäuse. Aber auch hier geht die Wassertemperatur recht hoch (silent optimiert halt), Sensor dümpelt bei 40-42°C Wassertemperatur rum.

Nichts ist kritisch, aber das Problem ist - die CPU kriegt die Wärme einfach nicht abgegeben. Selbst mit richtig kaltem Wasser (Balkontür offen etc. und 20°C Wassertemperatur) knallt die CPU bei 85-85°C rein mit PBO. Und das ist schon ein best case, es geht nicht viel besser mit WaKü.

AMD hat hier einen richtigen Hitzkopf geschaffen. Klar ist das für die CPU nicht problematisch. Selbst wenn der Chip degradiert, so dauert das Jahre und man verliert evetuell etwas Boost oder muss etwas höhere Spannungen nutzen - aber wirklich kaputt kann da nichts gehen.

Mich kotzt das auch an das es mit einem der besten Customloop-Setups und dem besten Waterblock nichts geht.
Ich könnte die CPU ja schleifen - aber wozu?
WLP ist schon die Hydronaut drauf, viel viel besser geht auch nicht. Flüssigmetall könnte ich, habe das lange Zeit auf meinem 5820k genutzt, kenne das, aber es lohnt sich einfach nicht. Höheres Risiko für was, 1-2°C und keinen Leistungsgewinn? Eventuell kriege ich dabei 25-50MHz mehr Takt bei All-core Last raus. Singlecore ist ja schon am Maximum.

Also mach dir keinen Kopf. Die CPU ist das was sie ist. Sie ist gut. Intel hat es noch schwerer. Klar ist der leichter zu kühlen, säuft dafür aber 50% mehr und heizt die Bude auf. Noch geht das, aber warte mal bis zum Sommer, da machen sich 50 Watt mehr hier und da in der Bude bemerkbar beim schwitzen, da stell ich die CPU auch auf Eco um :D
 

Sniperxxxcool

PC-Selbstbauer(in)
Der Ryzen 5xxx hat ein Delta von 40-50 Grad Celcius? Wow, kaum zu glauben, dass das Teil mit Lüftkühlung überhaupt (bei brauchbaren Taktraten) zu bändigen ist. :ugly:
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Der Ryzen 5xxx hat ein Delta von 40-50 Grad Celcius? Wow, kaum zu glauben, dass das Teil mit Lüftkühlung überhaupt (bei brauchbaren Taktraten) zu bändigen ist. :ugly:
Das ist für Menschen dioe das System dahinter verstehen sehr wohl einfach zu glauben.

Stell dir mal vor, du baust nen 20€ Luftkühler auf das Ding. Die Temperaturen werden sich nicht wesentlich verändern, die CPU boostet bis 90°C. UNd da die letzten 100 MHz Boost auf Einzelkernen den bedeutendsten Anteil an dem verhalten haben ändert sich dadurch Takt und leistung ebenfalls so gut wie nicht.

Oder anders gesagt:
Bau nen 20€-Billig-Luftkühler drauf --> CPU hat 90°C bei 4,6 GHz Boost
Bau nen 50€-Luftkühler drauf --> CPU hat 90°C bei 4,7 GHz Boost
Bau nen 500€-Custom-Wakü-Kreislauf drauf --> CPU hat 85°C bei 4,8 GHz Boost

Das ist ja das geile an den dynamischen Regelungen - es wird ausgenutzt was geht wenn die Kühlung gut ist und wenn sie schlecht ist machts in der Praxis auch kaum was aus. Nur erschrecken die Leute einfach noch immer vor den 90°C und wollen einfach nicht verstehen dass es das erklärte Ziel der CPU ist da anzukommen (weil so lange man kälter ist hat man ja noch Reserven).

Wenn man das mit dem Gewissen nicht vereinbaren kann kann man die Zieltemperatur übrigens auch im BIOS/PBO einfach auf 80 oder 70 stellen und zack schon hat die CPU nur noch 80 oder 70°C unter Last bei dann eben ner Handvoll weniger MHz (selbst das ist nicht viel).

Wer nen 5800X besitzt kann ja mal den Test machen: Spielt mit Werkseinstellungen und schaut euch Performance und Temperaturen an.
Dann geht ins PBO auf manuell und stellt beispielsweise PPT 110W, TDC 75A, EDC 120A, Temperaturtarget von mir aus 75°C ein. Nochmal spielen und beobachten. Oh Wunder, die CPU wird jetzt nur noch 75°C heiß bei den quasi gleichen Taktraten wie vorher und ohne Stoppuhr und Benchmarks ist der Leistungsunterschied nicht zu bemerken.
AMD hat den ab Werk nur so hart es geht getreten um Intel maximal zu ärgern - ein 5800X der nur mit 70% "Power" läuft hat aber immer noch 95+% seiner Performance.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
Tsch4rly

Tsch4rly

Komplett-PC-Käufer(in)
Vielen Dank für eure schnellen und erklärenden Antworten!
Das mit Energiedichte ist tatsächlich auch logisch, hätte man auch selbst drauf kommen können.

Wenn Flüssigmetall also nur so "wenig" ändert werde ich mir das Risiko wohl nicht geben, zumindest noch nicht.

Sowas wie Undervolting hab ich mir für die CPU aber auch schon überlegt. Hatte mich aber dann eigentlich dagegen entschieden weil in einer Ausgabe der PCGH ja das mal versucht wurde und die besten Ergebnisse eigentlich in den Stockeinstellungen der CPU waren.

Und wenn ich schon mal bei der Fragerei zu AMD bin, macht es Sinn einen kleinen Block auf den Chipsatz zu setzen oder ist das eher ein Overkill?

Nochmals danke für eure Expertise.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Sowas wie Undervolting hab ich mir für die CPU aber auch schon überlegt.
Klassisches Undervolting ist nicht so zielführend das stimmt aber man kann über die PBO-Limits schon viel erreichen und wer besonders bastelwillig ist kann den "Curve Optimizer" von AMD (ersetzt das Undervolting in besserer Form) probieren. :-)
macht es Sinn einen kleinen Block auf den Chipsatz zu setzen
Nein. Der Chipsatz hat nur ne Handvoll Watt und profitiert auch nicht davon kühler zu sein.
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Oder anders gesagt:
Bau nen 20€-Billig-Luftkühler drauf --> CPU hat 90°C bei 4,6 GHz Boost
Bau nen 50€-Luftkühler drauf --> CPU hat 90°C bei 4,7 GHz Boost
Bau nen 500€-Custom-Wakü-Kreislauf drauf --> CPU hat 85°C bei 4,8 GHz Boost

Das ist ja das geile an den dynamischen Regelungen - es wird ausgenutzt was geht wenn die Kühlung gut ist und wenn sie schlecht ist machts in der Praxis auch kaum was aus. Nur erschrecken die Leute einfach noch immer vor den 90°C und wollen einfach nicht verstehen dass es das erklärte Ziel der CPU ist da anzukommen (weil so lange man kälter ist hat man ja noch Reserven).

Naja wir Enthusiasten sind es gewohnt, die Hardware kalt zu halten.

Das gibt nicht nur mehr Leistung, sondern vor allem einen konsistenten, durchgehenden Boost der eben dauerhaft anliegt.
Das ist vor allem für die GPU wichtig, dort ist der Boost mit einer WaKü wesentlich flacher und etwas höher. Man bekommt also mehr FPS und vor allem konsistente FPS.

Und die 350W-3090 lässt sich mit einem Radiator bändigen. Laut, aber machbar.

Erinnerst du dich an alte Zeiten? Wo die Übertaktung der Prozessoren nicht überwiegend von der Temperatur, sondern überwiegend von der Chipqualität abhing?
Vernünftige, alltagstaugliche Spannung setzen, etwas übertakten und sich über eine CPU freuen die richtig gut performt, 500-600MHz über dem Werkstakt und oben drauf war sie kalt?
Wir wollen zurück zu diesen Werten.

Wir wollen wieder zurück zur vernünftigen Hardware die kalt ist und wo man die Spannungen und die Chipqualität als Limits hat und nicht die Temperatur.

Das ist auch viel gesünder für die Hardware. Klar kann sie das ab, aber mit einer fetten WaKü will man nicht am Temperaturlimit kleben - ever.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Das gibt nicht nur mehr Leistung, sondern vor allem einen konsistenten, durchgehenden Boost der eben dauerhaft anliegt.
Klar - aber das schafft mein 35€ teurer Brocken3 sogar bei nem 5950X. ;-)

Erinnerst du dich an alte Zeiten? Wo die Übertaktung der Prozessoren nicht überwiegend von der Temperatur, sondern überwiegend von der Chipqualität abhing?
Das ist heute nicht anders, nur die Dimensionen sind andere. Heute kannste auch noch mit nem guten Ryzen5000-Sample die 5,1 GHz erreichen und mit nem schlechten nur 4,8 GHz - bei gleicher Temperatur. Nur die 500 MHz und mehr gibts halt nicht mehr - oder je nach Standpunkt hat man die sowieso da die CPUs sich ab Werk sowieso sehr nah ans maximum takten.

Wir wollen wieder zurück zur vernünftigen Hardware die kalt ist und wo man die Spannungen und die Chipqualität als Limits hat und nicht die Temperatur.
Das "Wir" sind da 0,1% der Hobbynerds die das cool finden. Der Rest der Menschheit will möglichst viel leistung out of the box. Und genau das machen die modernen Boostverfahren - takten an die Maximalgrenze ohne Eingriff des Nutzers.

Das ist auch viel gesünder für die Hardware.
Nur in der Theorie. Ja, deine CPU hält wahrscheinlich 2 Jahre länger wenn sie nur 70 statt 90°C erreicht. Das Ding ist nur dass dir das völlig egal sein dürfte ob dein 5800X schon 2037 oder erst 2039 kaputtgeht. Denn länger durchhalten als du ihn benutzen willst (und als nahezu jedes andere Bauteil deines PCs) wird er sowieso, egal unter welchem Kühler.
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Das ist heute nicht anders, nur die Dimensionen sind andere. Heute kannste auch noch mit nem guten Ryzen5000-Sample die 5,1 GHz erreichen und mit nem schlechten nur 4,8 GHz - bei gleicher Temperatur. Nur die 500 MHz und mehr gibts halt nicht mehr - oder je nach Standpunkt hat man die sowieso da die CPUs sich ab Werk sowieso sehr nah ans maximum takten.


Das "Wir" sind da 0,1% der Hobbynerds die das cool finden. Der Rest der Menschheit will möglichst viel leistung out of the box. Und genau das machen die modernen Boostverfahren - takten an die Maximalgrenze ohne Eingriff des Nutzers.

Nur war das früher möglich mit 30-40°C unter TJmax.
Mittlerweile klebt man am Limit. Cool ist was anderes.

Ich hab selbst nur n Bronze Sample 5800X. Das ist kein Beinbruch, aber gut ist das nicht. Wir wollen auch Spaß am OC haben ohne LN2.

Klar, wir sind die Nerds die irre Summen und kranke Arbeitsstunden in die Kisten stecken, niemand anders ist bereit sich damit zu prügeln. Aber es wird jedes Jahr langweiliger und schwieriger aus der Hardware wesentlich mehr rauszuholen als vom Hersteller vorgesehen. Für Otto-Normalos ist das natürlich super, weil die mit einfachen Mitteln (PBO an und ab damit) nahezu die gleiche Leistung bekommen wie Enthusiasten die hunderte Stunden in den PC stecken und wo die Kühlung mehr kostet als so manch ein PC.

Und was den Boost angeht - glaub mir, wäre der 5800X leichter zu kühlen, hätte ich all-core wesentlich mehr. Meiner droppt hart bis auf 4675MHz runter unter guter all-core Last. Ich hätte hier gerne meine 5050MHz all-core dauerhaft anliegen, auch unter AVX-Last usw. Weil die Kühlung das erlaubt. Und die restliche Hardware. Aber die CPU geht nicht, die rennt ins Temperaturlimit. Und das lässt sich mit dem Curve Optimizer usw. auch nicht beheben, bei -7 steigt der aus, bei -5 wird der leicht instabil. So einen Prozessor hatte ich schon lange nicht mehr, das ich da nichts machen kann.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Nur war das früher möglich mit 30-40°C unter TJmax.
Mittlerweile klebt man am Limit. Cool ist was anderes.
Stimmt. Technisch gesehen hat man da halt Leistung verschenkt um sich gut zu fühlen. :ka:
Ich verstehe ja schon was du meinst, ich sehe auch lieber 60 als 90°C auf der CPU, damals genau wie heute. Nur nen echten Grund dafür gibts halt mit den heutigen Regelsystemen nicht mehr wirklich.
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Stimmt. Technisch gesehen hat man da halt Leistung verschenkt um sich gut zu fühlen. :ka:
Ich verstehe ja schon was du meinst, ich sehe auch lieber 60 als 90°C auf der CPU, damals genau wie heute. Nur nen echten Grund dafür gibts halt mit den heutigen Regelsystemen nicht mehr wirklich.

Leider ist das nicht der Fall.
Wie gesagt, habe ich eine CPU die massiv Potential verschenkt wegen der Kühlung. Undervolting mag die nicht. Aber wie üblich mit der Spannungskeule drauf und mit einer dicken WaKü die Abwärme wegkühlen geht auch nicht, das ist normalerweise der übliche Weg gewesen. Mittlerweile ist das kaum noch machbar, es ist nahezu unmöglich bei einer modernen AMD-CPU den maximalen Boosttakt als allcore-OC zu fahren ohne das man knallhart in die Temperaturwand rennt.
Wir haben also massiv Leistung verschenkt wegen mittelmäßiger Kühlung.

Das ist kein neues Problem, das hatte ich 2013 genau so mit einem 4770K - die Kiste war auch heiß trotz guter Kühlung. Damals war das Problem - der Schmodder unter dem Heatspreader den Intel damals draufgeschmiert hat, TIM - allgemein als Wärmeleitpaste bekannt. Gut, damals ging köpfen und Flüssigmetall drauf, aber das ist auch nicht für jeden, nicht jeder mag eine 300€+ CPU köpfen.

Wir wollen also Hardware die sich richtig richtig gut kühlen lässt, die wunderbar auf gute Kühlung anspricht ohne das man dort mit solchen brutalen Methoden wie köpfen, Heatspreader schleifen, direct die Kühlung oder gleich LN2 die Nachteile der Herstellung ausgleichen muss.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Ja aber mit mehr Fläche würdest du mit deiner Wassertemperatur weiter runterkommen und so auch mit den Temperaturen der CPU und GPU. Wie bereits geschrieben hat mein Sohn dieselbe Fläche verbaut und bezogen auf die verbaute Fläche der Radiatoren sind die Temperaturen gut. Aber wenn statt 45°C Wassertemperatur nur noch 35°C erreicht wird, sind es etwa 10°C weniger was deine Komponente erreichen könnten.

Halte mal ein Fieberthermometer ins AGB und schau mal was die Wassertemperatur unter Last aussagt. Bestimmt wirst du mindestens 42°C erreichen, wahrscheinlich sogar noch mehr (je nach Drehzahl der Lüfter).
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Ja aber mit mehr Fläche würdest du mit deiner Wassertemperatur weiter runterkommen und so auch mit den Temperaturen der CPU und GPU. Wie bereits geschrieben hat mein Sohn dieselbe Fläche verbaut und bezogen auf die verbaute Fläche der Radiatoren sind die Temperaturen gut. Aber wenn statt 45°C Wassertemperatur nur noch 35°C erreicht wird, sind es etwa 10°C weniger was deine Komponente erreichen könnten.

Halte mal ein Fieberthermometer ins AGB und schau mal was die Wassertemperatur unter Last aussagt. Bestimmt wirst du mindestens 42°C erreichen, wahrscheinlich sogar noch mehr (je nach Drehzahl der Lüfter).
Bringt aber nix.

Kaltes Wasser, 20°C Wassertemperatur, nur CPU unter Last, Balkontür offen, Lüfter auf max.
Kein Unterschied beim Boost der CPU.

Der CPU ist es schlicht und einfach egal ob da 20°C Wassertemperatur ist oder 40°C Wassertemperatur ist. Ich kriege die Hitze aus der CPU nicht raus. Der Unterschied sind maximal 25-50MHz all-core Takt, da sollte viel viel mehr drin sein.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Ich weiß, was du meinst, aber die Wassertemperatur macht bis zu einer bestimmten Temperatur dennoch was aus.

Zum Beispiel erreiche ich mit 30°C Wasser unter Last eine CPU-Temperatur von 65°C und GPU von 40°C. Natürlich würde es nicht viel bringen, wenn ich jetzt unter hoher Last meine Wassertemperatur weiter um 10°C runterbekomme, aber wenn ich jetzt meine Lüfter langsamer laufen lasse und statt 30°C nun 40°C mit dem Wasser erreiche, steigen beide Temperaturen auch um diese 10°C mit an.

Natürlich gehe ich jetzt unter normalen Bedingungen aus, denn in Stresstests wird der Kern sich schneller aufheizen als überhaupt abgeführt werden kann. Das ganze kann er selbst austesten, in dem er das Seitenteil aufmacht und die Lüfter mit voller Drehzahl laufen lässt, denn mit Sicherheit hat er eines der Radiatoren so verbaut, das dieser die warme Abluft des anderen Radiator abbekommt. Dadurch müsste er die Wassertemperatur zum Test auch weiter runterbekommen. Natürlich macht das kein Sinn Lüfter mit voller Drehzahl laufen zu lassen, aber es geht ja nur um ein Test.
 
Zuletzt bearbeitet:

Richu006

Software-Overclocker(in)
Also wenn das so Hitzköpfe sind... stimmt doch was nicht.
Ich bin nicht mega informiert. AMD hat mich noch nie mega interessiert. Aber die haben doch eine TDP von 125 watt... und ziehen maximal an die 150 Watt (was ich so in tests gelesen habe)

Mein 10900k gönnt sich auch gerne mal 300 watt+ zb. In Prime 95

Und der wird dabei knapp 85 grad unter wirklicher maximal last... wenn ich das power limit auf 150 watt setze, dann sinds noch ca. 70°C bei
30°C Wassertemperatur.

Was macht den Intel da besser, das man da 300 watt weggekühlt bekommt, während AMD schon bei 150 Watt kaum zu bändigen ist?
 

claster17

BIOS-Overclocker(in)
Bei AMD wird konsequent nur der heißeste Sensor ausgegeben. Bei Intel ist nicht bekannt, ob es der Hotspot oder eine anderer Wert ist. Deshalb sind die Temperaturen nicht zwangsläufig vergleichbar.

Noch dazu ist die Energiedichte bei AMD höher, weil die Kerne nur fast halb so groß sind und dennoch über 20W in der Spitze verheizen können.
 

Sniperxxxcool

PC-Selbstbauer(in)
Ich verstehe eh nicht warum ihr immer alle das Neueste haben müsst. Extrem ausgelastete Architekturen die früher nur Übertakter so weit gebracht haben. Da bleibe ich lieber bei meiner 10 Jahre alten Sandy Bridge Architektur. Die reicht zum Zocken und Übertakten. Wer weiß ob es in 10 Jahren überhaupt noch funktionstüchtige Ryzen 5xxxx gibt.


Und wenn ich schon mal bei der Fragerei zu AMD bin, macht es Sinn einen kleinen Block auf den Chipsatz zu setzen oder ist das eher ein Overkill?

Höchstwahrscheinlich hast nicht mehr Leistung, aber niedrigere Temperaturen, was für einen höhere Lebensdauer sorgt. Falls ein nerviger kleiner Lüfter drauf ist, sinkt auch die Lautstärke.
Ist aber trotzdem eher was für Nerds wie mich. :ugly:
 

Ichaufloesung

Kabelverknoter(in)
Gibt einen ganz tollen Trick um die Temperatur zu senken.
PBO einfach deaktivieren.
Das bisschen was da an Mehrleistung generiert wird, ist den Preis dafür nicht wert. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung ;-)
 

Bariphone

Software-Overclocker(in)
Die Chips laufen halt, wie ein Gaul auf der Koppel, innerhalb Ihrer Grenzen. Somit performen sie optimal. Beim Ryzen da noch viel rum zu optimieren bringt im großen und ganzen immer Performancenachteile. Früher hat man selbst getweaked und gemacht und getan, Stunden über Stunden gefrickelt in Stresstest tausende Watt an Strom verbraten um ein stabiles und maximales OC zu erreichen, was irgendwann doch wieder instabil war.

Das machen die CPU´s heute selber, ab Ryzen 3000 respektive ZEN2 ist es mit händischen OC nur mehr verschlimmbessern.

Und was Nerds wollen, juckt ja den Hersteller leider nicht. Die meisten Kunden wollen Power und die Hersteller liefern Power. Und was Ryzen da liefert, ist schon erste Sahne. Sei es in Performance und oder Effizienz.
Aber auch hier sei angemerkt, dass AMD sich den PC tunern trotz allem doch auch sehr verbunden fühlt. Sonst gäbe es nicht so viele Hauseigene Mittel und quasi nahezu freien Zugang zu allem was man einstellen kann. Ob bei den CPU´s oder GPU´s.
 

flx23

Software-Overclocker(in)
Ich kriege die Hitze aus der CPU nicht raus.
Schau dir doch mal an was sich da in den letzten 20 Jahren getan hat...

2001: Pentium 4 mit 66W TPD, 180nm fertigung und 220qmm DIE Fläche

Hier ergibt sich eine "Flachenleistung" von 0,3W/qmm

2021 ryzen 5800x mit 105W TDP 7nm fertigung und ein CCD mit 80qmm.

Hier ergibt sich eine Flachenleistung von 1,3W/qmm.

Neben dem Fakt das ich heute um ca. Faktor 4 mehr Energie /Fläche habe (beim boost oder bei OC ist es nochmal deutlich mehr). Ist das 2. Problem das die Fläche kleiner ist und somit auch weniger Fläche zur Verfügung steht um die Energie aus dem Chip zu bekommen.
Somit erhöht sich auch der thermische Wiederstand (gleichen genutzten Materialien) und es wird nochmals schwerer die Energie wegzukommen.

Somit ist das was aktuell @stock aus der CPU gezaubert wird wirklich beachtlich!
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Also wenn das so Hitzköpfe sind... stimmt doch was nicht.
Ich bin nicht mega informiert. AMD hat mich noch nie mega interessiert. Aber die haben doch eine TDP von 125 watt... und ziehen maximal an die 150 Watt (was ich so in tests gelesen habe)

Mein 10900k gönnt sich auch gerne mal 300 watt+ zb. In Prime 95

Und der wird dabei knapp 85 grad unter wirklicher maximal last... wenn ich das power limit auf 150 watt setze, dann sinds noch ca. 70°C bei
30°C Wassertemperatur.

Was macht den Intel da besser, das man da 300 watt weggekühlt bekommt, während AMD schon bei 150 Watt kaum zu bändigen ist?

Fläche.

Abgesehen davon das AMD nur einen Hotspot ausgibt und Intel andere Sensoren mit einer anderen Anordnung bietet (somit sind die Temperaturen nicht vergleichbar), hat AMD einfach eine richtig kleine CPU gemacht. Die kann man halt kaum kühlen. Und das ist ein massives Problem, denn die CPU kann viel viel besser sein wenn man bedenkt wie der Rest aussieht inklusive TDP - aber das Design der CPU verhindert eine effektive Kühlung.
 

Richu006

Software-Overclocker(in)
Fläche.

Abgesehen davon das AMD nur einen Hotspot ausgibt und Intel andere Sensoren mit einer anderen Anordnung bietet (somit sind die Temperaturen nicht vergleichbar), hat AMD einfach eine richtig kleine CPU gemacht. Die kann man halt kaum kühlen. Und das ist ein massives Problem, denn die CPU kann viel viel besser sein wenn man bedenkt wie der Rest aussieht inklusive TDP - aber das Design der CPU verhindert eine effektive Kühlung.

Klingt ehrlich gesagt so gesehen wie eine Fehlplanung xD. Dann doch lieber 14nm+++ von Intel :)

Da kann man wenigstens noch kühlen :)
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Klingt ehrlich gesagt so gesehen wie eine Fehlplanung xD. Dann doch lieber 14nm+++ von Intel :)

Da kann man wenigstens noch kühlen :)

Das ist ja auch keine Lösung, ist langsamer als AMD, säuft 1,5x mehr und selbst wenn man es auf 5,1GHz all-core prügelt, ist das immer noch langsamer als AMD. Und zu wenig Kerne im Lineup. Da können die noch 5x das + drankleben - ist auch Rotz.

Wir müssen langsam daran denken, wie wir 7nm jetzt und 5nm oder 3nm (an denen schon gearbeitet wird) kühlen können ohne subzero zu gehen.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Es hat ja Gründe warum man die CPU-Dies so klein baut. Neben dem offensichtlichen wirtschaftzlichen, dass kleinere Chips mehr Chips pro Wafer bedeutet und die Herstellungskosten sinken gibts auch technische. Man kann die Transistoren nicht einfach weiter auseinander bauen oder einfach mehr benutzen als das Design vorgibt da dadurch massive Nachteile entstehen würden. Wenn AMD die gleiche Architektur in 7nm auf mehr Diespace verteilt kann man die CPUs zwar besser kühlen - aber sie werden trotzdem weit schlechter Takten da die Signallaufzeiten zwischen den Chipbereichen größer werden nur um ein Beispiel zu nennen. Dann haste zwar unter Last deine 60°C - aber mehr als 4 GHz gehn trotzdem nicht mehr - denn dann entsteht eine "Taktwall" die Temperaturunabhängig ist (bzw. die entsteht nicht, sie kommt nur früher - da ist die sowieso^^). Bei Ryzen1000 konnte man das gut erkennen, die haben die Mauer bei etwa 4,2 GHz. Bis dahin kommen sehr viele der CPUs aber darüber geht nur noch mit irrer Spannungsgewalt (unter LN2).
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Es hat ja Gründe warum man die CPU-Dies so klein baut. Neben dem offensichtlichen wirtschaftzlichen, dass kleinere Chips mehr Chips pro Wafer bedeutet und die Herstellungskosten sinken gibts auch technische. Man kann die Transistoren nicht einfach weiter auseinander bauen oder einfach mehr benutzen als das Design vorgibt da dadurch massive Nachteile entstehen würden. Wenn AMD die gleiche Architektur in 7nm auf mehr Diespace verteilt kann man die CPUs zwar besser kühlen - aber sie werden trotzdem weit schlechter Takten da die Signallaufzeiten zwischen den Chipbereichen größer werden nur um ein Beispiel zu nennen. Dann haste zwar unter Last deine 60°C - aber mehr als 4 GHz gehn trotzdem nicht mehr - denn dann entsteht eine "Taktwall" die Temperaturunabhängig ist (bzw. die entsteht nicht, sie kommt nur früher - da ist die sowieso^^). Bei Ryzen1000 konnte man das gut erkennen, die haben die Mauer bei etwa 4,2 GHz. Bis dahin kommen sehr viele der CPUs aber darüber geht nur noch mit irrer Spannungsgewalt (unter LN2).
Das ist bekannt.
Man kann die CPU nicht wie eine GPU einfach immer fetter machen.
Also müssen Lösungen her für bessere Hitzeübertragung bei kleinen Komponenten. Lösungen die auch für normale Anwender ohne Wissen und Fähigkeiten für Extremkühlungen nutzbar sind.

Direct Die Kühlung könnte auch bei einer CPU funktionieren, ist bei der GPU ja praktisch immer der Fall.
Das könnte was bringen, aber es ist eben riskant, da CPU immer installiert wird (egal ob Endanwender oder Personal beim PC-Zusammenbau oder Serverwartung etc.) und GPU fast immer vom Hersteller mit dem Kühler gleich versehen wird.

Der Rest ist praktisch schon am Limit. Wasserblöcke gehen kaum noch besser, selbst die besten Designs holen 1-2°C Delta raus. Wärmeleitpasten sind auch nahezu am Limit, wenn man nicht gerade mit leitendem Flüssigmetall rangeht.

Es gibt da neue Entwicklungen in der FinFet Technik, ich verfolge das nur wenig, aber das sollte auch etwas bringen.
 
TE
Tsch4rly

Tsch4rly

Komplett-PC-Käufer(in)
Na da schein ich ja ein richtig kontroverses Thema angesprochen zu haben. :D

Höchstwahrscheinlich hast nicht mehr Leistung, aber niedrigere Temperaturen, was für einen höhere Lebensdauer sorgt. Falls ein nerviger kleiner Lüfter drauf ist, sinkt auch die Lautstärke.
Ist aber trotzdem eher was für Nerds wie mich. :ugly:

Ja, falls ich das machen würde, wäre es tatsächlich um die Lautstärke zu reduzieren. Obwohl ich tatsächlich sehr überrascht davon bin das man den Lüfter eigentlich nicht hört, bzw. er im "Rauschen" untergeht. (Board: Gigabyte X570 Aorus Elite)
Ich denke das Thema nehme ich dann in Angriff, wenn ich endlich in der Lage bin eine Grafikkarte zu einem vernünftigen Preis zu ergattern. Da muss ich das System ja ohne hin ändern. Mal sehen wann endlich die Kurse einbrechen. :D
 

Sinusspass

BIOS-Overclocker(in)
Ich mach dann auch mal mit.
Also müssen Lösungen her für bessere Hitzeübertragung bei kleinen Komponenten. Lösungen die auch für normale Anwender ohne Wissen und Fähigkeiten für Extremkühlungen nutzbar sind.
Was soll´s, dann laufen die Prozessoren in Zukunft eben alle im Temp- statt im Power- oder Spannungslimit. Einen Tod muss man sterben. Die Energiedichte hat eben ihre Nachteile, gerade, wenn der Boost auf einem Kern voll durchschlägt. Dann wird sich die CPU in Zukunft eben da selbst einschränken müssen und nicht mehr ganz am Spannungslimit laufen. Schön isses nicht und was anderes wäre mir auch lieber, aber geht eben noch nicht. Ansätze gibts ja schon paar.
Der Rest ist praktisch schon am Limit. Wasserblöcke gehen kaum noch besser, selbst die besten Designs holen 1-2°C Delta raus.
Da geht schon noch was, das lässt aber den Durchflusswiderstand und den Wartungsaufwand wahnsinnig ansteigen.
Wärmeleitpasten sind auch nahezu am Limit, wenn man nicht gerade mit leitendem Flüssigmetall rangeht.
Und auch das bringt nicht unbedingt was.
 

razzor1984

BIOS-Overclocker(in)
Vergleich Ryzen 1700(Kryos Pro) vs 3700x(Next):

Wenn ich einen Reder rennen habe, dann pendelt sich der Ryzen 1700 @3,9ghz alcore bei 53 grad und einem vcore von 1,43 (Fläche 3x360+240)

Ryzen 3700x @Stock 4,3 -4,4ghz boost vcore zw 1,2 und 1,4 je nach dem boost leveln. Trotz der Amd 3000 Halterung, die den Next optimal über den Chiplets positioniert, habe ich beim einem Mehrstündigen render, Temperaturen von 63 bis 65 Grad 😉 So heiß war noch nie eine Cpu bei mir(Fläche 2x360+420+Mora 360LT) und ich betreibe schon länger waküe. Beim Ryzen 5800x kann man den boost abschalten und schauen wo man manuell hingkommt. Optimal ist das nicht nur schau dir einmal an wie klein ein Chiplet ist………
 

Richu006

Software-Overclocker(in)
Wäre es dir lieber wenn AMD den Mittelwert aller Kerne anzeigt nur damit es schöner im OSD aussieht?
Intel zeigt auch jeden Kern einzel an... also nix mittelwert aller kerne!

Aber ja man weis nicht, welcher Wert genau angezeigt wird. Aber darum gehts auch nicht.

Es geht darum das kleine Fertigungsgrössen eben auch Nachteile mit sich bringt. Irgendwann bringt die verkleinerung also nichts mehr, resp. Wird sogar Kontraproduktiv.

Das Intel mot 14 nm nahezu die selbe Leistung hin bringt wie AMD mot 7nm. Zeigt das nun auch zimlich deutlich.

Klar mag AMD im moment die Nase etwas vorn haben. Aber wir sind im einsteligen Prozent bereich, bei der Mehrleistung. Und das ist nunmal wirklich nicht viel.

Rein auf Papier müsste AMD sonst viel stärker überlegen sein.
 

Sinusspass

BIOS-Overclocker(in)
Die Verkleinerung bringt immer was. Zen 2 und 3 würden in gröberen Strukturen sicher nicht diese Taktraten erreichen, dabei mehr Spannung benötigen und Strom saufen. Am Ende wäre die Energiedichte kaum niedriger, nur braucht die CPU dann doppelt so viel. Dass Intel mit 14nm immer noch mithalten kann, zeigt eigentlich recht deutlich, was die Architektur kann. In 7nm würde der Prozessor dann eben 500 MHz mehr schaffen und nur halb so viel verbrauchen. Heiß würde er trotzdem werden, wenn er durchtaktet. Stell dir mal nen 11900k mit 1,5V bei 5,5 GHz Boost vor. Der säuft und heizt wie Sau. Die Boostmechanik erzeugt eben durch die hohen Spannungen und Leistungsdichte ein Problem bei der Temperatur. Betreibt man ne 7nm CPU mal mit fixer Spannung im Bereich 1,2V, braucht sie überraschend wenig und bleibt ziemlich kühl. Da steht der 14nm Intel gar nicht mehr so gut da.
Wie gesagt, schlimm wird das nur, wenn der Prozessor (ob durch Boost oder manuell) am Limit läuft. Im üblichen Takt- und Spannungsbereich ein Stück unterhalb des Limits braucht der eben nicht so viel und heizt auch nicht so. AMD nimmt die Mehrleistung aber gerne mit, indem sie die CPUs kontrolliert bis ans Limit laufen lassen. Damit geht dann eben entsprechendes Verhalten mit ein. Wenn AMD darauf verzichten würde, wären die Prozessoren deutlich kühler. Machen sie aber nicht. Die Leistung entscheidet, wenn das Ding dafür 90°C warm werden muss, ist das egal. Ist im Rahmen der Betriebsparameter.
 

TrueRomance

Lötkolbengott/-göttin
Intel zeigt auch jeden Kern einzel an... also nix mittelwert aller kerne!
Dann prügel den Intel auf sein Maximum und er wird auch entsprechend heiß.

Die AMD lassen sich dich auch gut optimieren und werden dann auch nicht so heiß.

Aber ja man weis nicht, welcher Wert genau angezeigt wird. Aber darum gehts auch nicht.
Irgendwie geht es doch genau darum. AMD zeigt den heißesten Punkt an. Und davor haben die Leute jetzt Angst.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Bei AMD gabs dazu mal Aussagen von Entwicklungsingenieuren und über die generelle Sensorik (wie viele Sensoren verbaut sind beispielsweise) gibts auch Whitepapers irgendwo, AMD gibt tatsächlich den heißesten Sensorwert aus.
Ich hab damals einen Satz aus dem Paper rauskopiert für meinen Blog ("The CCX incorporates 48 high-speed power supply monitors, 20 thermal diodes, and 9 high-speed droop detectors."). Also zumindest gibts ein paar Angaben. Ein 5800X hat also wahrscheinlich mindestens 40 Temperatursensoren.

Intel macht zu all dem gar keine Aussagen und gibt seit Ewigkeiten einen Sensorwert pro Kern aus (ob mehr Sensoren vorhanden sind ist nicht bekannt). Dieser Wert wird sicherlich tendentiell mit die höchste Kerntemperatur sein da man aus technischer Sicht den Messpunkt (wenns nur einer ist) natürlich möglichst an den Hotspot legt und weil auch die eingestellten Grenzen (bei Intel Tj 100°C) dem entsprechen. Würde der Sensor an einer "unkritischen" Stelle sitzen wäre die Tj weit niedriger, wie beispielsweise bei NVidia-GPUs die bei 93°C drosseln und schon ab 84°C etwas langsam machen - das ist nicht der Hotspot sondern eine andere Stelle des Chips. Mittlerweile kann man hier ja auch Hotspots auslesen (GPUs haben garantiert auch zig Sensoren mittlerweile) und auch da sind die Leute wieder erschrocken dass da auch mal die 100 stehen kann bei AMD und NV. Das war zwar wohl schon seit jahrzahnten so aber jetzt wo mans auslesen kann erschrecken die Leute auf einmal. :haha:
 

TrueRomance

Lötkolbengott/-göttin
Weis man das wirklich so genau?
Spielt es denn eine Rolle?
Ein 5800x zeigt 80 bis 90 Grad im OSD. Na und? Macht das die CPU in irgendeiner Form schlechter? Ich mag auch niedrige Temps und einen leisen PC. Dahingehend kann man die AMDs aber super optimieren.

Die Menschen kaufen sich K CPUs um das Maximum rauszuholen und AMD bietet CPUs an bei denen das nicht mehr nötig ist und das ist dann falsch? Sehr skurriles Denken. Es ist ja nicht so, dass die CPUs anfangen zu kochen und sterben.
Beim Auto freu ich mich wenn die Anzeige die 90 Grad erreicht hat weil ich dann Vollgas geben könnte. AMD zeigt den heißesten Punkt an damit die CPU NICHT zu heiß wird. Finde ich persönlich vorbildlich. Warum das negativ ausgelegt wird deutet nur auf Unwissenheit und Ignoranz hin. Bitte nicht falsch verstehen, aber in diversen Foren wird dieses Verhalten negativ ausgelegt obwohl es doch eher positiv bewertet werden sollte. Intel erreicht nur "xx" Grad!!!!!!! Ja und? Ist es vergleichbar? Keine Ahnung, spielt es denn eine Rolle?
Die CPU läuft in ihren Spezifikationen und Booster ans Limit. Automatisch!
Wäre das nicht für einen Intel auch erstrebenswert?
 
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