17.09. - Groß-Demos gegen TTIP & CETA in 7 Großstädten

AW: 17.09. - Groß-Demos gegen TTIP & CETA in 7 Großstädten

Ähm ja, global agierende Unternehmen profitieren mehr von Handelserleichterungen, das liegt in der Natur der Sache. Ich verstehe nicht, was daran pauschal gesehen schlecht sein soll.

Na ja. Die Aktionäre dieser Unternehmen, die schon sehr reich sind, werden immer reicher, die anderen, die von solchen Abkommen nicht profitieren, werden ärmer.
Die Mittelschicht schrumpft. Die Schere zwischen Armut und Reichtum weitet sich, usw.
Was haben denn die amerikanischen Unternehmen als erstes gemacht, als das Abkommen mit Mexiko und Kanada durch war?
Sie haben die Jobs nach Mexiko verlegt um Kosten zu sparen.
 
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Na ja. Die Aktionäre dieser Unternehmen, die schon sehr reich sind, werden immer reicher, die anderen, die von solchen Abkommen nicht profitieren, werden ärmer.
Die Mittelschicht schrumpft. Die Schere zwischen Armut und Reichtum weitet sich, usw.
Was haben denn die amerikanischen Unternehmen als erstes gemacht, als das Abkommen mit Mexiko und Kanada durch war?
Sie haben die Jobs nach Mexiko verlegt um Kosten zu sparen.

Wie kommst du zum Schluss, das jene die nicht explizit profitieren, ärmer werden?
Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich auch ohne Freihandelsabkommen immer weiter. Die Firmen lagern Standorte auch ohne Abkommen aus.

Wie gesagt, die Reichen werden sowieso reicher, daran ändert ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada gar nichts.
 
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Ähm ja, global agierende Unternehmen profitieren mehr von Handelserleichterungen, das liegt in der Natur der Sache. Ich verstehe nicht, was daran pauschal gesehen schlecht sein soll.
An diesen global agierenden Unternehmen hängen ganz viele kleinere Unternehmen dran, aber das weißt du sicher.

Das Unternehmen XY, welches Güter von Dorf A ins 500m entfernte Dorf B liefert jetzt nicht großartig profitiert, ist doch logisch.

Sind das jene global agierende Unternehmen die schon jetzt Millardengewinne einfahren und sie nicht versteuern? Wozu brauchen die denn ein Freihandelsabkommen, hat doch bisher auch geklappt?

Aber Staaten zu verklagen ist wohl lukrativer, als wirklich zu arbeiten.
 
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Sind das jene global agierende Unternehmen die schon jetzt Millardengewinne einfahren und sie nicht versteuern? Wozu brauchen die denn ein Freihandelsabkommen, hat doch bisher auch geklappt?
Aber Staaten zu verklagen ist wohl lukrativer, als wirklich zu arbeiten.
Befürworte ich irgendwo diese Steuerpolitik?
Aber warte kurz: Sind es Unternehmen wie Google, Starbucks oder Apple die von CETA profitieren?
 
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Wie kommst du zum Schluss, das jene die nicht explizit profitieren, ärmer werden?
Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich auch ohne Freihandelsabkommen immer weiter. Die Firmen lagern Standorte auch ohne Abkommen aus.

Wie gesagt, die Reichen werden sowieso reicher, daran ändert ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada gar nichts.

Das Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU ist ja nicht fix.

Was mich vor allem sehr stört ist das Fehlen von Transparenz.
Niemand kriegt mit, was wie wo ist.
Die Unterlagen für Ttip lagern in der US Botschaft. Wieso lagern sie nicht im EU Parlament oder noch besser auf einer Internetseite, wo jeder nachlesen kann, was gerade Stand der Dinge ist?

Zuerst müsste man eine einheitliche Wirtschaftspolitik machen. Solange Staaten mit Steuervorteilen locken -- wie die Niederlande oder der US Staat Delaware -- hat das alles kein Zweck. Unternehmen, die groß genug sind, können sich so "arm" schreiben und zahlen wenig bis keine Steuern -- das Geld wandert dann nicht in die Staatskassen für Infrastrukturmaßnahmen oder Bildung -- sondern in die Taschen von stinkreichen Säcken.
Und bei der Subvention, die alleine die Landwiortschaftindustrie von der EU bekommt, hat Afrika keine Chance, gegen Produkte aus Europa zu konkurrieren.
 
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Wieso wird das Abkommen von einer EU-Instiution verhandelt, auf die ich als Bürger keinen demokratischen Einfluss habe?

Warum können die nationalen Parlemente (auf die ich als Bürger ja noch Einfluss habe) nur den Text als ganzes annehmen oder ablehnen?

Die fehlende Transparenz ist das schlimmste an der ganzen Sache. Wenn es ein Abkommen ist, von dem wir doch alle angeblich profitieren, warum wurde dann nicht von Anfang an in aller Öffentlichkeit darüber beraten und verhandelt?
 
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Etwa das:
Bridge to Canada-The Daily Show with Jon Stewart - Video Clip | Comedy Central

Oder, Grundwasser wird so Überschätzt:
The right to say no: EU–Canada trade agreement threatens fracking bans | Corporate Europe Observatory
Quebec Fracking Ban Lawsuit Shows Perils Of Free Trade Deals: Critics
Lone Pine, Company Suing Canada Over Quebec's Fracking Ban, Aggressively Lobbying in Ottawa | DeSmog Canada
New NAFTA lawsuits reveal disturbing, dangerous trend | TheIndependent.ca
Kanada verlor, es wird munter gefragt.

Wir schöpfen mittlerweile so viel Mineralwasser das dass nicht mehr genug gefiltert durch Gestein geht. Nicht überall, aber es fängt an.

Gemeinsame Standards bekommen wir über Normen.

Sauberes Trinkwasser, fruchtbaren Boden, stabilen Grund, nicht mehr zu Lebzeiten.

Oh, DE verbietet Fracking?
Klagen wir den letzten Cent aus der Bevölkerung raus. Weil das zahlt der Steuerzahler.

Für die Rente bleibt dann, oha ein Verlust bringt. Zu schade, aber Recht ist Recht. Müssen wir durchsetzen.


Ich lasse Parasiten nicht das Land vernichte das mich am Leben hält.
 
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Profitiert der Endverbraucher im Allgemienen nicht von Freihandel? Beispielsweise sind viele Sachen in den USA einfach günstiger - hätten wir nicht etwas davon, wenn wir keinen Zoll etc. mehr zu bezahlen hätten?
 
AW: 17.09. - Groß-Demos gegen TTIP & CETA in 7 Großstädten

Profitiert der Endverbraucher im Allgemienen nicht von Freihandel? Beispielsweise sind viele Sachen in den USA einfach günstiger - hätten wir nicht etwas davon, wenn wir keinen Zoll etc. mehr zu bezahlen hätten?

Was ist mit der Mehrwertsteuer?
Die Preise in den USA sind immer ohne Steuer, denn jedes Country, jede Gemeinde kann da selbst bestimmten, was da für Steuern drauf kommen.
Ergo nicht vergleichbar.
 
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Das wusste ich nicht. Aber unabhängig davon hat der Verbraucher durch den größeren Umlauf von Waren und damit die größere Konkurrenz durch niedrigere Preise Vorteile, oder etwa nicht?
 
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Aber ja, natürlich, weniger Arbeitsschutz, Kündigungsfristen und das Weglassen von Sozialleistungenbdrücken den Preis erheblich.
 
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Wenn es so weit kommt das ausländische Konzerne den deutschen Staat auf Schadensersatz verklagen können und die Entscheidungsträger sind irgendwelche Privatleute, dann haben wir es geschafft. :wall:
Merke: Macht man ein Ventil auf durch das Superreiche an noch mehr Geld kommen, in diesem Fall mit den Schiedsgerichten unsere Steuergelder, dann wird das auch genutzt. Das ist so sicher wie das amen in der Kirche.
 
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Wenn es so weit kommt das ausländische Konzerne den deutschen Staat auf Schadensersatz verklagen können und die Entscheidungsträger sind irgendwelche Privatleute, dann haben wir es geschafft. :wall:

Das geht so lange weiter bis es den Leuten reicht und eine "zweite französische" Revolution kommt.
Dann ist die ganze Gesellschaftshierarchie wieder verworfen und es darf von neuem Angefangen werden ^^
 
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Das wusste ich nicht. Aber unabhängig davon hat der Verbraucher durch den größeren Umlauf von Waren und damit die größere Konkurrenz durch niedrigere Preise Vorteile, oder etwa nicht?

Glaubst du echt daran, dass sich auch nur ein Preis eines Produktes für den Verbraucher positiv verändert?
Wenn ich daran denke, was Bandnudeln heute kosten -- 1.49€ -- und was sie vor 5 Jahren gekostet haben -- 0,99€ -- sehe ich da eher schwarz.
Selbst wenn die Unternehmen preiswerter produzieren könnten, werden sie den Preisvorteil nicht an ihre Kunden weiter geben, sondern als Rendite an ihre Aktionäre auszahlen.

Und das mit dem Preis ist meiner Meinung nach sowieso nur Geschwafel.
wichtig sind Standards, die hier in Deutschland gelten, Verbraucherschutz, Arbeitsrecht, Umweltstandards.
All das steht doch in Frage, das will und nur niemand sagen, daher ist das ganze Zeugs auch so geheim -- nicht mal Wikileaks hat da Dokumente.
gerade Deutschland hat sich ja für die Einführung von Genmais stark gemacht.
doch wieso? Seit 2014 ist bekannt, dass die Schädlinge sich am eingelagerten Gift des Genmais angepasst haben.
Resistenz gegen Genmais: Wieso die Schadlinge sich anpassen - Spektrum der Wissenschaft
Es sind inzwischen mehr Insektizide notwendig als beim Naturmais, um die Pflanze zu schützen.
doch wieso hat Deutschland trotzdem ein Interesse daran, dass der Genmais, der wirkungslos ist, angebaut wird?
Ach ja. :klatsch:
Die größten Hersteller von Insektiziden sind ja Bayer -- die ja Monsanto kaufen wollen -- und BASF. Beides Deutsche Unternehmen. :schief:
Man sieht, wie gut der Lobbyismus funktioniert.

Aber ja, natürlich, weniger Arbeitsschutz, Kündigungsfristen und das Weglassen von Sozialleistungenbdrücken den Preis erheblich.

Du vergisst den Umweltschutz.
Man stelle sich vor, wir würden den Unternehmen alles erlauben, was sie wollen -- keine Beschränkungen mehr, keine Regulierung mehr.
Die würden innerhalb von wenigen Jahren den Planeten in eine Ruine verwandeln, wo nur noch Reiche unter Kuppeln leben könnten.
 
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...Es sind inzwischen mehr Insektizide notwendig als beim Naturmais, um die Pflanze zu schützen...

Das schlimme ist es sind nicht nur mehr Insektizide nötig, es werden auch in zunehmender Menge die härtesten chemischen Keulen aus dem Giftschrank gepackt, die man vor nicht allzu langer Zeit im konventionellen Anbau gar nicht mehr genutzt hatte, weil man der Plage anderst einfach nicht mehr Herr wird.

Ein schönes Beispiel sind auch die sogenanten roundup-ready Pflanzen. Genmanipulierte Kulturpflanzen die man gegen Herbizide auf Glyphosatbasis resistent gemacht hat. Da spritzt man einmal Roundup drüber und alles ist schön sauber unkrautfrei. Schön bequem und günstig für den Landwirt, aber nicht lange. Schon nach ein paar Jahren etablieren sich gegen Glyphosat unempfindliche Unkräuter und breiten sich aus. Die Reaktion? Der Herbizideinsatz muss um das vielfache erhöht werden. Rein zufällig haben sich zwischenzeitlich auch die Preise für die Herbizide vervielfacht...
 
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Gallien ist besetzt o Cäsar !

Cäsar : GANZ Gallien ?

ceta-bruessel

passt irgendwie:D , und es besteht noch ein Fünkchen Hoffnung.
 
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Schon nach ein paar Jahren etablieren sich gegen Glyphosat unempfindliche Unkräuter und breiten sich aus. Die Reaktion? Der Herbizideinsatz muss um das vielfache erhöht werden. Rein zufällig haben sich zwischenzeitlich auch die Preise für die Herbizide vervielfacht...

Eben. Die Evolution findet immer einen Weg.
Man muss der Sache mit anderen Mitteln beikommen.
Schick fand ich letztens eine Doku -- hab leider vergessen, wie sie hieß -- wo man Schlupfwespen ausgesetzt hat, damit sie eine bestimmte Schmetterlingsart angreifen.
Der Schmetterling ist an sich nicht das Problem -- aber dessen Raupe frisst alles weg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Die Schlupfwespe kam an, hat sich die Raupe gekrallt und weg war die Plage. :daumen:
 
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Eben. Die Evolution findet immer einen Weg.
Man muss der Sache mit anderen Mitteln beikommen.
Schick fand ich letztens eine Doku -- hab leider vergessen, wie sie hieß -- wo man Schlupfwespen ausgesetzt hat, damit sie eine bestimmte Schmetterlingsart angreifen.
Der Schmetterling ist an sich nicht das Problem -- aber dessen Raupe frisst alles weg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Die Schlupfwespe kam an, hat sich die Raupe gekrallt und weg war die Plage. :daumen:

Das wurde warscheinlich in Gewächshäusern gemacht.

Auch eine effektive Methode in der Richtung:
Verwirrmethode – Wikipedia
 
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Alles hilflose Versuche ohne Lobby, die die Chemiewalze nicht stoppen können. Wenn die Chemielobby so weitermachen darf werden in ein paar Jahrzehnten ganze Landstriche unfruchtbar sein.
 
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