17.09. - Groß-Demos gegen TTIP & CETA in 7 Großstädten

AW: 17.09. - Groß-Demos gegen TTIP & CETA in 7 Großstädten

Nun, du vergisst da eine Punkt.
Unwichtig, vielleicht.

Nur die EINZIGE Region wo auf die Bürger gehört wurde.
Und diese Bürger haben sich sicher gut darüber informiert oder, sprich zumindest das Abkommen gelesen? Kann ich mir nicht vorstellen.
Das läuft überall ähnlich, ein paar moderne Buzzwörter die in den Medien herumgeistern, egal zum welchem Standpunkt.

Das Abkommen wurde schon länger ausverhandelt, warum nicht früher protestieren und erst kurz vor Abschluss alles verweigern? Sorry, das entzieht sich meiner Logik.
Das wäre so in etwa als ob ein Kuhdorf irgendwo im Wald (welcher Wald sei dahingestellt) eine wichtige Reform innerhalb Deutschlands kippen könnte auf die jahrelang hingearbeitet wurde.
 
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Vielleicht weil es geheim war?

Ich war jedenfalls auf Demo dagegen.
Und ich werde auch nicht vergessen welche Parteien dafür waren.
 
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Ceta: Wie demokratisch ist Europa? | ZEIT ONLINE

Kurz zur Erinnerung: Das komplette Ceta-Abkommen wurde von der EU-Kommission geheim verhandelt, auf der Basis eines geheimen Mandates. Der Text wurde erst nach Abschluss der Verhandlungen veröffentlicht, und zwar mit dem Zusatz: Jetzt lässt sich auch nichts mehr ändern!

How about go and ........ youself.
 
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Etwa die Schiedsgerichte?
Nein?

Genau das sind die Dinge die man hätte ändern müssen.

Passiert aber nicht.
 
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Schiedsgerichte wurden doch rausgenommen, wurde auch medial kommuniziert. So viel zu deiner Informationsgrundlage...
Beim Freihandelsabkommen mit dem Vietnam gibts auch Schiedsgerichte und Investorenschutz, hast du dich darüber auch aufgeregt? Solange man bei solchen Staaten eine Schiedsgerichtsbarkeit vereinbart stört sich niemand daran, dient ja dem eigenen Vorteil. Und nun kommen alle aus den Löchern und regen sich auf, heuchlerisch, mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Falls nicht, sollten die Demonstranten trotzdem gegen solche Abkommen sein, oder nicht? In der Vergangenheit hat es niemanden interessiert wenn solche Abkommen zu Ungunsten von anderen Ländern abgeschlossen werden, und nun beschwört man das Ende der Welt? Tut mir leid, das ist lächerlich.

Die EU profitiert(e) genauso von solchen Abkommen
 
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Das mit den privaten Schiedsgerichten sollte eigentlich nur dort greifen, wo der Handelspartner eben kein Rechtssystem habe, wie wir es kennen.
Damit eben die Interessen der Wirtschaft geschützt werden.
An Sich nicht soo verkehrt, denn das Schütz vor der Willkürlichkeit labiler Staaten.
Nur sind Deutschland, Kanada und die USA Rechtsstaaten. Man muss hier also kein privates Schiedsgericht haben. Klagen kann man ganz normal vor Gericht vorbringen und Richter entscheiden dann.
Allerdings interessiert das die Wirtschaft nicht, denn die will sich nicht von Staaten abhängig machen. Die will in ihrem privaten Bereich bleiben und sogar klagen können auf Schadensersatz, wenn die Fabrik noch nicht mal gebaut wurde.
Das ist ein Unding und gehört entsorgt.

Was man kritisieren kann und muss ist das Freihandelsabkommen mit afrikanischen Ländern.
Rucksichtsloses Freihandelsabkommen - Europa erpresst Afrika - netzfrauen– netzfrauen
 
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Normale Gerichte sind auch nicht immer neutral. Außerdem gibts diese Schiedsgerichte in der ursprünglichen Form nicht mehr im Abkommen.
 
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Allein in Deutschland demonstrieren 320.000 Menschen letzten Monat gegen CETA, TTIP & Co.:
Ein klarer Punkt-Sieg für die Bevölkerung und gegen korrupte Politiker.

Und diesen Monat trägt sich ein weiterer Punkt-Sieg für die Bevölkerung zu:
Auf dem CETA-Gipfel am 18. - 22. Oktober will die EU-Kommission
CETA - das TTIP durch die Hintertür - "vorläufig anwenden".
Falls da die 28 Landesregierungen der 28 EU-Mitgliedsstaaten durch Unterzeichnung
alle mitspielen, tritt CETA sofort in Kraft. Noch bevor alle 28 Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten
über CETA abstimmen.
Der Abstimmungs-Vorgang dauert Jahre. CETA ist nur dann beschlossen, wenn alle 28 Parlamente
der 28 EU-Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament "JA" zu CETA sagen. Befände sich CETA jedoch
in "vorläufiger Anwendung", könnte CETA nur noch zur Hälfte zurück genommen
werden. Was bliebe wären Mechanismen wie Investorenschutz, also Klagerecht
für Großkonzerne gegen Staaten bei tatsächlichen oder vermuteten entgangenen Gewinnen
durch "zu soziale Gesetzgebung" vor befangenen Privat-Gerichten.
Der Punkt-Sieg diesen Monat ist Belgien zu verdanken, weil es als einziger EU-Mitgliedsstaat
"NEIN" zu CETA sagt. Grund dafür ist, dass Belgiens Verfassung der Regierung nur erlaubt,
in einer Sache zu handeln, wenn alle Regionen von Belgien dem zustimmen. Und eine Region
von Belgien, Wallonien, hat CETA abgelehnt und somit Belgiens Regierung die Zustimmung verweigert.
Deshalb kann Belgiens Regierung also gar nicht "JA" zu CETA sagen; das wäre Verfassungsbruch.
Es sei denn, Wallonien würde seine Meinung ändern und doch "JA" zu CETA sagen.
Aufgrund von Belgien ist der CETA-Gipfel als Pleite einzustufen.

Trotz eines neuen Angebots von der EU-Kommission sagt Wallonien nachwievor "NEIN" zu CETA.
Es bleibt aber nicht bei Angeboten: Jetzt kommen sogar Drohungen hinzu.
Die von der luxemburgischen CDU-Schwester-Partei geführte EU-Kommission setzt Wallonien ein Ultimatum:
Sollte Wallonien bis zum 24. Oktober - also heute - nicht seine Meinung ändern und CETA zustimmen,
wird das "Konsequenzen" haben.
Walloniens Ministerpräsident beschwert sich über Druck, den die EU-Kommission auf ihn ausübt
damit er "JA" zu CETA sagt: Paul Magnette auf Twitter: "Dommage que les pressions de l'UE sur ceux qui bloquent la lutte contre la fraude fiscale ne soient pas aussi intenses"
Frei übersetzt heißt sein Tweet: "Zu schade, dass der Druck der EU auf EU-Mitgliedsstaaten, die
den Kampf gegen die Briefkasten-Welt & Steuerflucht blockieren, nicht so intensiv ist."
Tausende retweeten und favorisieren schon diesen Tweet und sprechen Paul Magnette ihre
Unterstützung aus. Sie zeigen ihm, dass die Opposition gegen CETA nicht nur er ist, sondern viel breiter ist:
- 3,5 Millionen Leute haben die europäische Bürgerinitiative gegen CETA und TTIP mitgezeichnet
- Hunderte Gewerkschaften lehnen CETA ab
- 101 Rechts-Professoren aus 24 europäischen Staaten lehnen Investorenschutz in CETA und TTIP und die jüngsten Änderungen der EU-Kommission daran ab https://stop-ttip.org/blog/legal-statement-on-investment-protection-in-ttip-and-ceta/
- hunderttausende Leute demonstrieren allein letzten Monat gegen CETA und TTIP

Wallonien weigert sich nachwievor. Wallonien sagt nachwievor "NEIN" zu CETA.
Wenn das bis zum 27. Oktober - also kommenden Donnerstag - so bleibt, dann fällt auch die
CETA-Zeremonie in's Wasser:
Am 27. Oktober ist vorgesehen, dass die führenden Personen der 28 Landesregierungen der EU und der Regierung von Kanada,
vor die Kamera treten, und noch einmal feierlich CETA unterschreiben. Anschließend soll diese Gruppe an Personen
das EU-Parlament ansprechen und darum bitten, Dezember bis Januar über CETA abzustimmen.
Aber wie gesagt, wenn Wallonien standhaft bleibt und dem Druck der EU-Kommission nicht nachgibt,
dann fällt das alles in's Wasser und dann ist CETA wohl gescheitert und schlimmstens dessen Zukunft ungewiss.
Scheitert CETA, scheitert auch das noch angeschlagenere TTIP. Wie beim Domino wird ein Stein nach dem nächsten fallen,
und dann wird auch TiSA fallen. Und dann hat die Herrschaft der Bevölkerung für's erste gewonnen.
Die Schlacht wird dann gewonnen sein, aber der Krieg wird nicht vorbei sein, weil korrupte Regierungen sich immer
wieder auf's neue was einfallen lassen, Macht von der Bevölkerung umzuverteilen zu der Wirtschaft.
Das wird sich so lange so verhalten, wie die Bevölkerung diejenigen der Parteien wählt, deren Kern die Gier ist,
die also immer mehr Macht und Geld ansammeln wollen, statt zum Wohle der Bevölkerung Politik zu gestalten.
 
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Die Rede ist von Mechanismen wie:
Investorenschutz-Klausel - Klagerecht für Großkonzerne gegen Staaten bei entgangenen Gewinnen und entgangenen vermuteten Gewinnen durch "zu soziale Gesetzgebung" vor befangenen Privat-Gerichten
Regulierungs-Rat - Gesetzes-Vorab-Check durch Industrielobbyisten-Gremium auf "ausreichende Wirtschaftsfreundlichkeit" noch bevor überhaupt ein Parlament die Gesetzesentwürfe zu Gesicht bekommt
Stillstands-Klausel - Sozialstandards können nur noch stillstehen oder abgesenkt werden, aber nicht mehr erhöht werden

Könntest du das mal mit Quellen untermauern? Ich habe nämlich das Gefühl, dass es einfach "in" ist, gegen Freihandelsabkommen zu sein, da man immer nur die schlechte Seite mitbekommt. Mir fehlt es generell einfach an Neutralität in der Debatte, was ich als Person, die sich noch keine feste Meinung zu dieser Thematik gebildet hat, schade finde.
 
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Versprochen gebrochen? Bilanz von 20 Jahren Nafta

Hier hast du das Fazit zu 20 Jahren Nafta (ein Freihandesabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada).

Nafta ist quasi der Vorläufer zu TTIP und CETA. Es ist nicht "in" gegen Freihandesabkommen zu sein, es ist die logische Konsequenz aus Abkommen, die nur der Wirtschaft dienen und nicht der Bevölkerung (es sei denn, du gehörst zu den reichsten 10 Prozent, dann ist so ein Freihandelsabkommen sicher von Vorteil).
 
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Du kannst aber kein Negativbeispiel zeigen und dann sagen, dass deshalb alle Freihandelsabkommen per se schlecht sind. Von der EU profitiert jeder Bürger.
 
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Könntest du das mal mit Quellen untermauern? Ich habe nämlich das Gefühl, dass es einfach "in" ist, gegen Freihandelsabkommen zu sein, da man immer nur die schlechte Seite mitbekommt. Mir fehlt es generell einfach an Neutralität in der Debatte, was ich als Person, die sich noch keine feste Meinung zu dieser Thematik gebildet hat, schade finde.

TTIP wird auch in meiner Branche diskutiert -- bin in der Automobilbranche -- und da finde ich die Sache absolut richtig. Endlich gibt es in Sachen Maschinenbau und Automobilbau gemeinsame Grundlagen. Autos, Maschinen und Co, die in Europa gebaut werden, werden dann unverändert in den USA verkauft. Heute muss man noch viele Sachen verändern, weil es unterschiedliche Regelungen gibt.
Das würde damit wegfallen und Kosten senken.

Allerdings ist das auch nur die halbe Wahrheit, denn in den USA entscheiden die Bundesstaaten, welche Auflagen vorhanden sind, nicht Washington. Daher gibt es in den Bundesstaaten auch unterschiedliche Emissionsgesetze für Autos.
Washington müsste erst mal dafür sorgen, dass die bei Ttip ausgehandelten Bestimmungen für alle US Bundesstaaten gelten -- und wie bei uns auch -- lassen sich die Länder nur ungern was von Washington vorschreiben.

Du kannst aber kein Negativbeispiel zeigen und dann sagen, dass deshalb alle Freihandelsabkommen per se schlecht sind. Von der EU profitiert jeder Bürger.

Leider hat aber gezeigt, dass vor allem global agierende Unternehmen von solchen Freihandelsabkommen überproportional profitieren.
 
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Leider hat aber gezeigt, dass vor allem global agierende Unternehmen von solchen Freihandelsabkommen überproportional profitieren.
Ähm ja, global agierende Unternehmen profitieren mehr von Handelserleichterungen, das liegt in der Natur der Sache. Ich verstehe nicht, was daran pauschal gesehen schlecht sein soll.
An diesen global agierenden Unternehmen hängen ganz viele kleinere Unternehmen dran, aber das weißt du sicher.

Das Unternehmen XY, welches Güter von Dorf A ins 500m entfernte Dorf B liefert jetzt nicht großartig profitiert, ist doch logisch.
 
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