Special 15 Jahre The Witcher 2: Gratulation an CD Projekt Red, Über-Sampling und die RED-Engine

Ich habe the Witcher mit dem ersten Teil angefangen, und zwar der Enhanced Edition. Davon habe ich sogar noch die Box mit der CD :-). Das Spiel fand ich sehr fesselnd und gut, gerade auch dass das Spiel nicht nur gewalttätig sondern auch sonst sehr erwachsen in Story und Details war, was man ja sonst eher selten hat, selbst wenn die Titel wegen der Gewalt erst ab 18 sind. Traurig war an Teil 1 allerdings die sehr gewöhnungsbedürftige Kampfsteuerung und die langen Ladezeiten, immer wenn man von einem Areal in ein anderes gewechselt ist, was leider auch das Betreten und Verlassen jeden einzelnen Hauses betraf. Die Limitierung auf einen Thread war technisch auch kein Glanzstück, da brechen selbst mit einem potenten modernen Prozessor in den Städten die FPS ein.

So gesehen war Teil 2 natürlich ein riesiger Sprung: Grafisch um Welten besser, ohne die nervigen Ladezeiten bei den Gebietswechseln und mit Multithreading endlich auch in den Städten flüssig spielbar. Auch die Kampfsteuerung war viel besser. Grundsätzlich war das Spiel schon fesselnd, aber irgendwann kam ich an einen Punkt, wo ein Quest für mich praktisch nicht lösbar war. Da habe ich dann die Lust verloren und das Spiel nie zu ende gespielt.

The Witcher 3 ist dann sowohl vom Umfang als auch vom technischen Fortschritt aus meiner Sicht noch einmal eine ganz andere Hausnummer, und den habe ich auch zu ende gespielt. Ich finde den aber im Grunde auch "zu groß", also mit zu vielen Gebieten und zu vielen Nebenquests, da hatte ich immer das Gefühl ich verpasse etwas, weil ich nicht alles erkundet und jeden Quest gemacht habe, weil ich auch mit der Story weiterkommen wollte. Und wie manche schon schrieben, in Teil 3 geht gegenüber dem 2. leider das dunkle Setting mit den Intrigen etc. etwas verloren. Bei Teil 2 stand das einfach mehr im Vordergrund.

Insgesamt mochte ich bisher alle drei The Witcher Spiele und hoffe darauf, dass mir Teil 4 ebenfalls gefallen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich werde Geralt auch vermissen... Aber in RE gings ja mit Rebecca, Jill und Claire auch, also wirds auch in Witcher 4 mit Ciri klappen :)

Allerdings hätte ich mir in WoW damals auch nie einen weiblichen Charakter gebastelt oder in CP 2077 eine weibliche V :D
The witcher 2 war wirklich gut. Ob ich es besser finde als Teil 3... ich denke nicht. Es ist anders und erzählt eine linearere Geschichte.

Das Uebersampling war super cool und ein richtiger Ansporn.
tolles spiel und auch grafisch gut gealtert. allerdings habe ich den letzten akt als etwas kurz und gehetzt in erinnerung.

Ich habe the Witcher mit dem habe ersten Teil, der Enhanced Edition (habe ich sogar noch die Box mit der CD davon) angefangen. Das Spiel fand ich sehr fesselnd und gut, gerade auch dass das Spiel nicht nur gewalttätig sondern auch sonst sehr erwachsen in Story und Details war, was man ja sonst eher selten hat, selbst wenn die Titel wegen der Gewalt erst ab 18 sind. Traurig war an Teil 1 allerdings die sehr gewöhnungsbedürftige Kampfsteuerung und die langen Ladezeiten, immer wenn man von einem Areal in ein anderes gewechselt ist, was leider auch das Betreten und Verlassen jeden einzelnen Hauses betraf. Die Limitierung auf einen Thread war technisch auch kein Glanztück, da brechen selbst mit einem potenten modernen Prozessor in den Städten die FPS ein.

So gesehen war Teil 2 natürlich ein riesiger Sprung: Grafisch um Welten besser, ohne die nervigen Ladezeiten bei den Gebietswechseln und mit multithreading endlich auch in den Städten flüssig spielbar. Auch die Kampfsteuerung war viel besser. Grundsätzlich war das Spiel schon fesselnd, aber irgendwann kam ich an einen Punkt, wo ein Quest für mich praktisch nicht lösbar war. Da habe ich dann die Lust verloren und das Spiel nie zu ende gespielt.

The Witcher 3 ist dann sowohl vom Umfang als auch vom technischen Fortschritt ist meiner Sicht noch einmal eine ganz andere Hausnummer, und den habe ich auch zu ende gespielt. Ich finde den aber im Grunde auch "zu groß", also mit zu vielen Gebieten und zu vielen Nebenquests, da hatte ich immer das Gefühl ich verpasse was, weil ich nicht alles erkundet und jeden Quest gemacht habe, weil ich auch mit der Story weiterkommen wollte. Und wie manche schon schrieben, Teil 3 geht gegenüber dem 2. leider das dunkle Setting mit den Intrigen etc. etwas verloren. Bei Teil 2 stand das einfach mehr im Vordergrund.

Insgesamt mochte ich bisher alle drei The Witcher Spiele und hoffe darauf, dass mir Teil 4 ebenfalls gefallen wird.
Ein echtes The Witcher 2 mit allen seinen ursprünglichen Elementen würde heute kaum noch veröffentlicht werden können.

Der heutige Zeitgeist ist einfach zu weit weg von dem, was dieses Spiel ausmachte. Die moralischen Grauzonen, die provokanten Szenen, die düstere Sexualität, die politischen Intrigen ohne klare Gut-Böse-Aufteilung ... das würde sofort heftige Diskussionen auslösen. Publishers fürchten sich vor Kontroversen mehr denn je.

Damals, Mitte der 2000er, konnte CD Projekt Red noch relativ frei arbeiten. Heute würde jede problematische Szene, jede zweideutige Beziehung, jedes düstere Thema von Aktivisten, Medien und sogar von internen Studios hinterfragt. Man würde das Spiel abschwächen, glätten, „altersgerecht" machen und damit genau das zerstören, was The Witcher 2 einzigartig machte.

Das ist die bittere Realität: Große Publisher spielen es sicher. Sie wollen keine Shitstorms, keine Artikel, keine negativen Schlagzeilen. Lieber macht man ein gefälliges, unkontrovers Spiel, das niemandem wehtut. Künstlerische Kühnheit ist ein Risiko geworden, das sich Studios nicht mehr leisten wollen. Ein The Witcher 2 heute ... es würde eine stark gezähmte Version sein.
 
Mich würde mal die Geschichte von Ves interessieren.
Die PCGH schrieb damals:
Triss etwa wirkt absolut weiblich und sinnlich
Das unterschreibe ich sofort. Allein schon das Verhalten von Triss gegenüber anderen Frauen wirkt sehr überzeugend.
Allerdings finde ich Ves mindestens ebenso spannen. Dieser Wechsel zwischen ihrer harten Seite und ihrer weichen, sinnlichen Seite hat mich überrascht und angesprochen.
 
Mich würde mal die Geschichte von Ves interessieren.
Die PCGH schrieb damals:

Das unterschreibe ich sofort. Allein schon das Verhalten von Triss gegenüber anderen Frauen wirkt sehr überzeugend.
Allerdings finde ich Ves mindestens ebenso spannen. Dieser Wechsel zwischen ihrer harten Seite und ihrer weichen, sinnlichen Seite hat mich überrascht und angesprochen.
Ves von Witcher 2 ist tatsächlich eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Da gebe ich dir absolut recht. Ich war damals sehr enttäuscht, dass die Geschichte mit ihr inWitcher 3 nicht richtig weitergeführt wurde – besonders, wenn man eine Romanze mit ihr in Witcher 2 hatte. Da man ihre harte und weiche Seite kannte und wusste, was ihr widerfahren war, hätte man sich in Witcher 3 mehr davon gewünscht.

Außerdem war die Übernahme der alten Geschehnisse aus The Witcher 1 und 2 nicht wirklich gut umgesetzt. Es wirkte eher wie ein Alibi.
 
Hat mich nicht abgeholt und ist für mich der schwächste der drei Teile.

Der Grund ist simpel: Es war mir zu statisch und eng.
Das gilt für Teil 1 natürlich ebenso, allerdings war das der Start von The Witcher, es wurde hingenommen, weil ich dachte so passt das.

Teil 3 war, wie schon Gothic 3, für mich aufgrund der Weite und des Gefühls eine richtige Welt zu bereisen, ein absolutes Erlebnis gegenüber dem Vorgänger.
 
Hat mich nicht abgeholt und ist für mich der schwächste der drei Teile.

Der Grund ist simpel: Es war mir zu statisch und eng.
Das gilt für Teil 1 natürlich ebenso, allerdings war das der Start von The Witcher, es wurde hingenommen, weil ich dachte so passt das.

Teil 3 war, wie schon Gothic 3, für mich aufgrund der Weite und des Gefühls eine richtige Welt zu bereisen, ein absolutes Erlebnis gegenüber dem Vorgänger.
Witcher 3 war aus genau diesen Gründen der schwächste Teil.
 
Im Rückblick: was für ein Spiel!

Ich bins leicht falsch angegangen, meine Historie:
  1. Witcher 3 ne halbe Stunde angespielt - kurz das Ultima 8 Gefühl bekommen (oh wow, das könnte was ganz groß0es werden, da muss ich vorne beginnen).
  2. Dann mit Witcher 1 begonnen und durchgespielt. Das war schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich wusste, da kommt ja noch was ganz großen am Schluss. Dummer Weise hab ich da wieder falsch begonnen und hab keine der vielen Anspielungen verstanden.
  3. Witcher 2 durchgespielt (Rebellen Pfad) - geil! Ein super Spiel!
  4. Witcher 3 durchgespielt - eine Offenbarung, mitunter das beste an Spiel und Story was mir je untergekommen ist.
  5. Witcher 2 den anderen Pfad, was dann fast nochmal wie ein neues, anderes Spiel ist.
  6. Und am Ende alle Bücher in richtiger Reihenfolge durch, endlich das ganze Witcher Universum verstehen - Wahnsinn!
Das hat mich gut 1,5 Jahre besten unterhalten.
 
So oder so verlangt Geralt für flüssige Kämpfe und Erkundungen nach einer potenten Pixelschleuder: Unterhalb einer Geforce GTX 470 respektive GTX 560 (non-Ti) oder AMDs Radeon HD 6870/5850 fällt die Bildrate im Mittel unter 30 Fps, damit ist der Hexer eine etwas schwammige Angelegenheit. Richtung rund läuft The Witcher 2 erst mit einer Radeon HD 6950 oder Geforce GTX 560 Ti aufwärts - oder aber Sie reduzieren Details. In jedem Fall unspielbar ist das "Über-Sampling".
Auch damalige Prozessoren mussten sich bei The Witcher beweisen. Den CPU-Hunger des Hexers prüften wir mit dem auf 4 GHz übertakteten Core i7-860 des Grafikkarten-Systems. Im Vergleich zu The Witcher 1, das sich nur für einen CPU-Kern interessierte, legte Teil 2 kräftig zu und lief "selbst mit vier Kernen noch flotter als mit drei (ahoi Konsolen-Markt!)". Der Sprung von Dual- auf Quadcore belief sich auf knapp 50 Prozent. Angesichts von 32 Fps im Mittel bei zwei Kernen empfahlen wir damals einen "schnellen Vierkerner im Bereich von 3,0 GHz oder höher". Ein nachgereichtes AMD-System mit sechs Kernen zeigte ein ähnliches Ergebnis mit bzw. ohne SMT: Ein Phenom 2 X6 1090T schaffte mit der Geforce GTX 580 und sechs Kernen im Mittel 37 Fps. Bei vier Kernen blieb die Bildrate ebenfalls bei 37 Fps. Es gab also in unserem Benchmark keine Vorteile durch CPUs, die mehr als vier Kerne ("echte" oder "virtuelle") hatten.

Ich hatte TW2 seiner Zeit nicht zum Release gespielt, sondern erst später nachdem schon längst die EE vorhanden war. Aber in jedem Falle mochte das Spiel recht gerne, und mich hat die Linearität auch nie großartig gestört. Aber fand es gerade nochmal interessant zu lesen, was vor 15 Jahren so die Hardwareanforderungen waren. ^^
 
Schmeißen ihre Engine weg und setzen auf den kommerziellen Schrott UE5. Schade.
Witcher 2 war okay. The Witcher 3 ist bisher das beste Spiel der Polen.
 
Immer wenn TW2 erwähnt wird muss ich sofort an die katastrophale Performance denken... (^^)

Ich hatte damals eine 570 womit das Spiel leider so schlecht gelaufen ist, dass ich es auf unbestimmte Zeit verschoben habe. Jetzt habe ich auch kein Interesse mehr daran, gibt mittlerweile einfach zu viel anderes im Pile of Shame was ich abhaken möchte.

TW3 hat es dann geschafft als die 980Ti in den Rechner kam. TW4 wird Dank UE5 dann wohl wieder durchs Raster fallen, zumindest bis es neue HW gibt. :)
 
Wenn das für dich so ist, dann ist das so. :)

Amhand der Verkaufszahlen denke ich allerdings, daß viele es anders sehen.
Die Verkaufszahlen zeigen einfach, dass die meisten Spieler mit offenen Welten zufrieden sind, egal wie oberflächlich sie sind. Spiele wie Witcher 2 mit wirklich komplexen, verzweigten Stories und moralischen Dilemmata überfordern offensichtlich zu viele. Es ist traurig, dass Mainstream-Erfolg nicht bedeutet, dass ein Spiel gut erzählt ist, sondern nur, dass es zugänglich und unterhaltsam genug ist.
Klar, dass viele jüngere Spieler Witcher 3 lieber mögen, es ist zugänglicher, visuell beeindruckender und die offene Welt bietet einfach mehr Freiheit zum Erkunden. Witcher 2 wirkt dagegen älter, linearer und fordert mehr Aufmerksamkeit für die Story. Das ist völlig legitim. Aber genau das ist das Problem: Je mehr junge Spieler diese zugänglicheren, aber narrativ weniger komplexen Spiele bevorzugen, desto mehr orientieren sich Studios daran. Am Ende verlieren wir dadurch die anspruchsvolleren Stories – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie weniger verkaufen.
Witcher 2 ist einfach ein Meisterwerk der Story-Erzählung. Die verzweigten Narrativen, wo deine Entscheidungen wirklich Konsequenzen haben, die moralischen Grautöne ohne klare 'richtig' oder 'falsch' – das ist Gaming auf höchstem Niveau. Die Charaktere sind vielschichtig, die Dialoge intelligent geschrieben, und die zwei völlig unterschiedlichen Akte je nach deinen Wahlen geben dem Spiel unbegrenzte Wiederspielbarkeit. Es geht nicht um eine riesige offene Welt, sondern um echte Tiefe und Respekt vor der Intelligenz des Spielers. Das ist, was moderne AAA-Titel vergessen haben.
 
Die Verkaufszahlen zeigen einfach, dass die meisten Spieler mit offenen Welten zufrieden sind, egal wie oberflächlich sie sind. Spiele wie Witcher 2 mit wirklich komplexen, verzweigten Stories und moralischen Dilemmata überfordern offensichtlich zu viele. Es ist traurig, dass Mainstream-Erfolg nicht bedeutet, dass ein Spiel gut erzählt ist, sondern nur, dass es zugänglich und unterhaltsam genug ist. (...)
So etwas lässt sich nur dann ablesen, wenn beide Varianten gleichzeitig, mit gleichem Aufwand produziert und beworben, angeboten werden. Ansonsten lässt sich aus den Verkaufszahlen bzgl. Präferenz nichts wirklich klar herauslesen.
 
Die Verkaufszahlen zeigen einfach, dass die meisten Spieler mit offenen Welten zufrieden sind, egal wie oberflächlich sie sind. Spiele wie Witcher 2 mit wirklich komplexen, verzweigten Stories und moralischen Dilemmata überfordern offensichtlich zu viele.

Mich hat da nichts überfordert.

Ich sehe nicht das W3 weniger stark ist in den genannten Punkten, geschweige denn oberflächlich.

Zusätzlich geht die, vermeintliche bessere, Komplexität der Welt in Teil 2 völlig unter, weil man von etwa den Krieg und seinen Auswirkungen auf das umgebene Land kaum etwas zu spüren bekommt.
Schlicht, weil man von diesem Land immer nur ein paar Meter zu sehen bekommt.

Es ist traurig, dass Mainstream-Erfolg nicht bedeutet, dass ein Spiel gut erzählt ist, sondern nur, dass es zugänglich und unterhaltsam genug ist.

Ab hier wirds dann schon lächerlich aus meiner Sicht. Als ob ein TW3 nicht gut erzählt wäre.

Klar, dass viele jüngere Spieler Witcher 3 lieber mögen, es ist zugänglicher, visuell beeindruckender und die offene Welt bietet einfach mehr Freiheit zum Erkunden. Witcher 2 wirkt dagegen älter, linearer und fordert mehr Aufmerksamkeit für die Story. Das ist völlig legitim.

Es handelt sich immer noch um TW2, nicht um ein hochgradig komplexes Spiel.
Es ist und bleibt trotzdem ein Action-RPG.

Die Charaktere sind vielschichtig, die Dialoge intelligent geschrieben, und die zwei völlig unterschiedlichen Akte je nach deinen Wahlen geben dem Spiel unbegrenzte Wiederspielbarkeit.

Es gibt genau 1x eine wirkliche Entscheidung zu treffen, danach sind es nur noch Nebensächlichkeiten.
Ich sehe da keinen unbegrenzten Wiederspielwert.

Es geht nicht um eine riesige offene Welt, sondern um echte Tiefe und Respekt vor der Intelligenz des Spielers. Das ist, was moderne AAA-Titel vergessen haben.

Doch, mir geht es um eine riesige offene Welt, denn diese vermittelt Glaubwürdigkeit.
Ständige Begrenzungen und plötzliche wundersame Reisen von einem Ort der Handlung zum nächsten, sind für mich keine glaubwürdige und immersionsfördernde Umsetzung.

TW2 wirkt wie ein Gothic, daß den Raum der Bewegung künstlich einschränkt.
Im Gegensatz zu Gothic, gibts dafür aber keinerlei logische oder im Kontext der Geschichte passende Erklärung.

Wenn das für dich intelligente Spieler voraussetzt, dann gehöre ich gerne nicht dazu. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Witcher 2 ist das ernsthaft schon fast 20 Jahre her?!

Die Grafik war top und ist gut gealtert, kann man sich heute noch geben.
Die Belagerung der Burg extrem gut gemacht optisch, besser wie Braveheart (Film) etc.
Level waren etwas arg schlauchig aber Teil 3 war mir auch ein Tick zu Groß.
 
Mich hat da nichts überfordert.

Ich sehe nicht das W3 weniger stark ist in den genannten Punkten, geschweige denn oberflächlich.

Zusätzlich geht die, vermeintliche bessere, Komplexität der Welt in Teil 2 völlig unter, weil man von etwa den Krieg und seinen Auswirkungen auf das umgebene Land kaum etwas zu spüren bekommt.
Schlicht, weil man von diesem Land immer nur ein paar Meter zu sehen bekommt.



Ab hier wirds dann schon lächerlich aus meiner Sicht. Als ob ein TW3 nicht gut erzählt wäre.



Es handelt sich immer noch um TW2, nicht um ein hochgradig komplexes Spiel.
Es ist und bleibt trotzdem ein Action-RPG.



Es gibt genau 1x eine wirkliche Entscheidung zu treffen, danach sind es nur noch Nebensächlichkeiten.
Ich sehe da keinen unbegrenzten Wiederspielwert.



Doch, mir geht es um eine riesige offene Welt, denn diese vermittelt Glaubwürdigkeit.
Ständige Begrenzungen und plötzliche wundersame Reisen von einem Ort der Handlung zum nächsten, sind für mich keine glaubwürdige und immersionsfördernde Umsetzung.

TW2 wirkt wie ein Gothic, daß den Raum der Bewegung künstlich einschränkt.
Im Gegensatz zu Gothic, gibts dafür aber keinerlei logische oder im Kontext der Geschichte passende Erklärung.

Wenn das für dich intelligente Spieler voraussetzt, dann gehöre ich gerne nicht dazu. :D
Wer Witcher 3 bevorzugt, weil es bunt ist und eine offene Welt bietet, soll das gern tun — das ist völlig in Ordnung. Aber wer die wahre Schönheit von Witcher 2 nicht sieht, nicht fühlt und nicht nachvollziehen kann, den werde ich nicht überzeugen können; er nimmt die Welt offenbar ganz anders wahr.

Auf weitere Kommentare dazu werde ich nicht mehr eingehen.
 
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