News AMD Ryzen 9000 ("Granite Ridge"): Gerüchte sprechen bereits vom Start der Serienfertigung

Zen 4 war leistungsmäßig der Burner und daher hat sich das ganze gut verkauft, man hat damals erstmals Intel in allen, wirklich allen Belangen deklassiert und daher war Zen 4 grds. gut verkauft. Wobei es dort gerade an der Plattform und deren Kosten oftmals gescheitert ist. Daher kann Zen 5 sich meines Erachtens nach zwar auf der Leistungseite niemals so platzieren wie Zen 4, aber Plattformmäßig ist jetzt eine ganze Menge passiert, wenn die User es noch in ihre Köpfe bekommen, dass es nicht immer X670E mit 400Quadrillionen PowerStages sein müssen, kommt man heuer eben auch sehr günstig an die Plattform und bekommt dafür wahnsinnig viel Leistung.




In anderen Szenarien mag das anders aussehen, da ist aber sehr wahrscheinlich der Consumer Chip die falsche Wahl und man sollte in Richtung Threadripper / EPYC schauen.
Ja genau das mag ich selbst auch ,darum werde ich auch davon Profitieren.Stimmt,die Leistung war nicht das Problem gewesen,sondern der Preis,darum verkaufte sich Zen 4 alias AM5 zu Anfang noch nicht gut.
Nun sind die Verkaufszahlen ja gut für AMD.Zen 5 wird mit B650 kombiniert werden können.Und durch das geht ein guter Preis einher.Ob die Steigerung von Zen 3 aus,ausreicht um von von einer sehr großen Steigerung und damit von Ordentlicher Steigerung zu reden,bewertet ja jeder anderst.


Der letze Abschnitt,ist von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich.Und ob schon ein 24 Kern Threadripper die beste Wahl ist ohne zu viel Auszugeben,ist ne andere Frage.
 
Dann bräuchte ich 60 M2-SSDs :-) Ich glaube, dass wir so viele gar nicht in der Redaktion haben :ugly:
Aber ja, ich gebe gerne zu, dass eine Neuinstallation inzwischen viel leichter und schneller abläuft, als "damals". Ich sehe nur nicht ein, warum ich mich damit beschäftigen soll, nur weil AMD es nicht auf die Kette kriegt, einen simplen Bug (der sogar seit dem Launch bekannt ist!) zu fixen.
Es ist offensichtlich das die Prioritäten woanders liegen. Unternehmen sehen ein Workaround bereits als Lösung. Und wer weis in deren Labor muss diese Anomalie erst mehrfach reproduziert werden. Und ggf. ist dies nicht der Fall. Ich glaube die wissen voran es liegt, aber das entfernen würde neue Herausforderungen zu Tage fördern.
 
Der letze Abschnitt,ist von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich.Und ob schon ein 24 Kern Threadripper die beste Wahl ist ohne zu viel Auszugeben,ist ne andere Frage.
Mir ging es da jetzt eher um den Vorteil von zwei CCDs mit 3D Cache! Solche Szenarien im Desktop dürften derzeit die absolute Ausnahme sein, sprich ein Game / Programm für den Heimanwender, dass mehr als 8 Kerne nutzt und massiv von viel Cahce profitiert.
Ach naja, mal ein bisschen mit dem Curve Optimizer rumspielen würde ich schon können wollen. Verzichtbar ist das auf jeden Fall, aber aus meiner persönlichen Sicht ist die Ersparnis dafür nicht groß genug.
Finde ich nahezu perfekt geschrieben, daher ein großes Lob. Man kann wie gesagt, sicherlich was machen, ob das dann zielführend ist? Die 3Ds sind extrem effizient, ja man sieht (ich glaube DAVE) bei dem PCGH Team, dass da noch mehr geht, aber der Aufwand und Ertrag steht da glaube ich kaum in gutem Zusammenhang für den "normal Nutzer". Daher halte ich es für die meisten verzichtbar, vor allem wenn man bedenkt, dass oftmals Kombinationen aus teurem Chip und dafür günstigerer CPU gewählt werden, weil es sonst zu teuer wird, oder bei der GPU ein Abstrich gemacht wird? Da sehe ich wenig Sinn hinter.

Bei unendlich Geld, nimm ein X670E und einen 7950X3D und eine 4090; damit wirst du immer glücklich. Musst du aufs Budget achten (was wohl die meisten Menschen betreffen dürfte), sehe ich das Downgrade eher beim Mainboard (zumindest mit Blick auf eine 3D CPU von AMD).
 
Die 3Ds sind extrem effizient, ja man sieht (ich glaube DAVE) bei dem PCGH Team, dass da noch mehr geht, aber der Aufwand und Ertrag steht da glaube ich kaum in gutem Zusammenhang für den "normal Nutzer".
Ja, die Trennlinie liegt da wohl am ehesten beim Nutzertyp. Wenn man für jemanden etwas zusammenstellt, der ein normales Nutzungsprofil (spielt nicht im UEFI rum, "normale" Anzahl Laufwerke, benutzt keine extrem schnellen externen Laufwerke) hat, kann man das Geld auch sparen.
 
ja man sieht (ich glaube DAVE) bei dem PCGH Team, dass da noch mehr geht, aber der Aufwand und Ertrag steht da glaube ich kaum in gutem Zusammenhang für den "normal Nutzer".
Was Zeit kostet, ist das RAM-OC. Gewöhnliche Optimierungen bekommt der Anfänger (unter Anleitung) und Fortgeschrittene dagegen an einem Tag hin. Doch dazu muss man erst mal in die Situation kommen, dass ein 7800X3D ab Werk nicht schnell genug ist. Das ist für den Normalsterblichen in der Regel nicht gegeben ^^ Ich erhöhe die Leistung der CPU ja nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern weil ich bei bestimmten Spielen und Einstellungen die höhere Leistung tatsächlich benötige.
 
Wird Zeit, die Generation danach werde ich dann kaufen "wollen". So kurz vor Ende der Platform...wird sie wohl langsam ausgereift sein inclu Flächendeckend USB 4.
Mein 5900X ist zum spielen zu klein und der 5800X3D hat noch weniger Kerne als der 5900X den ich gut gerne häufig schon auslaste.

Ein 5950X3D wäre ein Traum wo ich auch gerne 600€ + o.ä zahlen würde.
 
Was Zeit kostet, ist das RAM-OC. Gewöhnliche Optimierungen bekommt der Anfänger (unter Anleitung) und Fortgeschrittene dagegen an einem Tag hin.
Naja, man muss so ehrlich sein, dass da oft noch mal nachjustiert werden muss, wenn man einigermaßen nahe ans Optimum will. Da kann man sich dumm und dämlich testen und dann zockt man ein neues Spiel und die Kiste schmiert ab. Und die meisten haben einfach keinerlei Interesse oder Affinität dafür, die müsste man schon wortwörtlich zu ihrem Glück zwingen. Ein Schuh, den ich mir nicht anziehen werde. Wenn nämlich dann irgendwas mal nicht geht, ist man der erste Sündenbock.
Doch dazu muss man erst mal in die Situation kommen, dass ein 7800X3D ab Werk nicht schnell genug ist. Das ist für den Normalsterblichen in der Regel nicht gegeben ^^ Ich erhöhe die Leistung der CPU ja nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern weil ich bei bestimmten Spielen und Einstellungen die höhere Leistung tatsächlich benötige.
Mir geht es eher darum, möglichst viel Leistung bei der gewünschten Laufruhe zu haben, ohne auf eine teure und wartungsintensive Kühlung zurückgreifen zu müssen. Da hilft wohl jedes Watt weniger im Gehäuse und beim Effizienztuning kann man schon mit wenigen, wenn nicht sogar nur einer Einstellungsachse pro Kompontente sehr viel erreichen.
 
Was Zeit kostet, ist das RAM-OC. Gewöhnliche Optimierungen bekommt der Anfänger (unter Anleitung) und Fortgeschrittene dagegen an einem Tag hin. Doch dazu muss man erst mal in die Situation kommen, dass ein 7800X3D ab Werk nicht schnell genug ist. Das ist für den Normalsterblichen in der Regel nicht gegeben ^^ Ich erhöhe die Leistung der CPU ja nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern weil ich bei bestimmten Spielen und Einstellungen die höhere Leistung tatsächlich benötige.
Ja, RAM OC ist schon sehr zeitintensiv geworden, war früher (wo man am Ende meistens den Takt geändert hat, ggfls. noch die ersten drei Timings und die Command Rate.

Aber ob "gewöhnliche" Optimierungen jeder hinbekommt? Ich lass das mal so hingestellt, sehe aber diverse Probleme, denn gerade die Werkstools sind in meinen Augen für eine wirkliche Optimierung selten geeignet, da gehts dann schon in Richtung Curve Optimizer und ob das wirklich jeder hinbekommt? Dauert in meinen Augen auch sehr lange, zumindest wenn man sich in Richtung Optimum tastet, da jedes Setting erstmal gebencht werden muss und geschaut werden muss ob es wirklich RockStable ist.

Was halt wirklich mittlerweile sehr einfach ist, Leistung für Effizienz zu opfern, wobei ich da eben die 3Ds nicht so interessant finde, da sie out of the Box eine unfassbare Effizienz vorweisen.
 
One of those is not like the others.

Es fallen sogar zwei aus dem Rahmen: Sowohl der 2019er TRX4 als auch der 2000er 423. Die sind auf mysteriöse Art und Weise beim zitieren verschwunden. Genau wie alle logischen Argumente zum AM5.

Sockel 939 hatte mehr als 6 Monate Lebensdauer, hab selber im Sommer 2005 gekauft (Ausbildungsbeginn). Da war der Sockel aber schon länger als ein halbes Jahr am Markt und abgelöst wurde er erst (2006 lt. Wikipedia)
Lt. Wiki wurde er vorgestellt im Juni 2004; was auch immer vorgestellt bedeutet; abgelöst im Juni 2006

Mea culpa, da habe ich tatsächlich die Zahlen durcheinander gebracht. Ist jetzt gefixt. Gemeint war der 940 im Einsatz als Desktop-Sockel (deswegen auch der Zusatz "FX" – für Server-Opterons wurde der 940 weiter genutzt). Dieser wurde nach rekordverdächtig kurzer Zeit eben gerade vom 939 abgelöst.

Sockel 754 war eigentlich sogar extrem langlebig und wurde durch den 939 ja gar nicht abgelöst, sondern sollte meines Wissens nach von Beginn an eine günstige Alternative darstellen. Lief ja auch bis 2007 weiter, also sogar fast 4 Jahre am Markt

Nein, der 754 und die zugehörigen CPUs wurden als Desktop-Flaggschiff vorgestellt. Mit entsprechenden Preisen und Platz-1-Benchmark-Ergebnissen. Aber schon eine Woche später (!) war AMD dann gezwungen, noch einen draufzulegen, da der 754 durch sein Single-Channel-Interface trotzdem punktuell benachteiligt war und dass die bessere innere Struktur der CPUs nicht vollständig ausgleichen konnte. Aus dieser Improvisation resultierte der kurze Desktop-Stunt des 940. Da diese Plattform dafür aber eher schlecht geeignet war, entwickelte man sie zügig zum 939 weiter (vermutlich hatte man für spätere Generationen ohnehin schon daran gearbeitet) und der löste dann sowohl 754 in seiner ursprünglichen Rolle als auch den 940 im Desktop ab. Die Folgenutzung des bestehenden 754 schloss sich erst später an, zu diesem Zeitpunkt bediente AMD den Markt für günstige Systeme noch mit Sockel A.

Das ärgerliche: Die ersten Chipgenerationen für 754 und 940 und 939 sind technisch identisch. AMD hätte einfach jedes Mal den als erstes entwickelten 940 verwenden können und die drei Ausbaustufen "Dual Channel ECC", "Dual Channel" und "Single Channel" nur durch unterschiedliche Mainboards mit untereinander voll kompatiblen CPUs umsetzen können. Es gibt nicht einmal einen Cent-Unterschied zwischen den physischen Sockeln 940 und 939 und zum 754 wäre er wenn dann minimal. Aber man hat bewusst die zusätzlichen Preisgestaltungsmöglichkeiten künstlich getrennter Plattformen geschaffen. Genau das gleiche geschah später bei Threadripper: TR4, TRX4 und WRX8 sind mechanisch vollkompatibel und die verbauten Chips können, sobald "Epyc" auf dem Heatspreader steht, frei gegeneinander getauscht werden, ohne ein neues Mainboard zu benötigen. Im Sockel SP3, aus dem die anderen drei abgeleitet wurden. Auch im Desktop liefen die drei zugehörigen Technologiegenerationen mit Copy & Paste Schnittstellen problemlos im gleichbleibenden AM4.

Nur in den Märkten dazwischen hat AMD nicht einfach verschiedene Ausstattungsstufen der Mainboards draus gemacht, sondern überflüssige Inkompatibilitäten zwischen abgeleiteten Sockeln geschaffen, sodass "HEDT"-TR4-Käufer nie vernünftige Gaming-CPUs wie Threadripper 3000 kaufen konnten und Threadripper-3000-Käufer nicht auf die 5000er-Modelle mit ihrer weitaus höhern Single-Thread-Leistung aufrüsten durften. Auch hier hat AMD zusätzliche Profite mitgenommen, in dem z.B. einige von Threaripper 1000 auf die architektonisch kaum verbesserten 2000er gezwungen wurden und dann bei 5000 schon wieder neukaufen mussten, statt mit einem 3000er zufrieden zu sein. Aber es bestand halt keine Konkurrenz. Intels 2066 lief zwar die gesamte Zeit über durch, war aber am dem Erscheinen der 3000er die klar schlechtere Option.

Und genau das ist die Message: Wenn AMD uneinholbar in Führung liegt, dann haben die auch kein Problem damit, ihre Kunden zu Neukäufen zu zwingen. Oder, wenn man es milder/nicht mit der bei Intel üblichen Hate-Speech ausdrücken möchte: kein Problem damit, sich die minimalen Mehrkosten zu sparen, die man durch das Supportende für ältere, eigentlich kompatible Technik vermeiden kann.

Würde generell sagen, dass "Flop" Plattformen nicht unbedingt die mit kurzer Halbwertszeit sein müssen, sondern die mit bescheidener Technik. Spontan bspw. fällt mir das RAMBUS System ein, was ich als Flop sehen würde. Aber betrifft dies dann wieder die ganze Plattform? Nicht so wirklich. Daher fällt mir eigentlich gar kein so ganz richtiger Flop ein, viele Plattformen hatten eine kurze Halbwertzeit, aber dennoch ihre Berechtigung (hüben wie drüben).

Also für mich als Kunde ist das ein Flop, wenn ich nicht aufrüsten kann, weil eigentlich kompatible Technik absichtlich nur in einem anderen Format erscheint. (In einem Teil der Fälle mag es auch eine Vorausplanungskompetenz des Levels "total unfähig" gewesen sein und 423 => 478 war tatsächlich eine Weiterentwicklung des Sockels an sich.) Aber wenn du sowas toll findest, kannst du auch gerne "Top 5" hinschreiben. Unternehmensberater werden dir zustimmen, ich fand es aber unangemessen.

Ja, kann man sich ja dran stören. Aber man muss es ja nicht machen, habe insgesmat 6 Systeme mit "Billigmainboards" bei Kollegen auf Basis eines 3D Modells aufgebaut und alle 6 Systeme liegen absolut im Rahmen des Erwartbaren was die Leistung betrifft und damit nicht hinter einem X670E UltraPremiumPlus Mainboard. Ich sage nachwievor, PCIe 5 ist Quatsch (zum aktuellen Stand) und bis wir das brauchen, habe ich (und die meisten anderen hier) eh mind. ein neues System gebaut, wenn nicht zwei (selbst wenn man die nächsten zwei Gens überspringt und nur GPU aufrüstet, wird ein PCIe 4 x16 nicht in den Anschlag laufen).
Daher A620 und 7800X3D und lieber eine mit 16 Lanes angebundene GPU :-)

Es stimt sicherlich, dass PCI-E 5.0 aktuell nicht zwingend benötigt wird. Aber gerade, wenn man von einer langen Lebensdauer des Mainboards über mehrere CPU-Generationen hinweg ausgeht, dann sollte es doch nicht nur für "heute" ausreichend sein. Aktuell kann man mit einem guten Prozessor sicherlich vier-fünf Jahre gut spielen. Wer sich also AM5 kauft mit dem Hintergedanken "da kann ich aufrüsten, wenn es nötig wird", scheint eine Nutzung des Systems mit einer zweiten CPU ab 2028-2029 anzustreben, die dann nicht vor 2032-2034 in Rente geht. Kann man dann, in 10 Jahren, ohne PCI-E 5.0 immer noch gut leben? Vor gerade einmal fünf Jahren waren PCI-E-3.0-Mainboards noch normal. Und mit denen ist man bereits heute messbar benachteiligt.

Da sollte man sich also gut überlegen, ob bessere Technik nicht doch ein paar Euro Aufreis wert ist. Und seitens der Hersteller wäre es schön, wenn es nicht (ein paar) 100 Euro Aufpreis werden. An der Stelle ist AMDs "E"-Marketing einfach unschön. (Oder ggf. auch die Signalstärke der Controller, aber dazu kriegt man nur unklare Andeutungen.)
B760 PCI-E 4.0: 100 bis 230 Euro
B760 PCI-E 5.0: 120 bis 280 Euro (bis 320, wenn man einen nicht lieferbaren Ausreißer mitzählt.)
B650 PCI-E 4.0: 90 bis 300 Euro
B650 PCI-E 5.0: 240 bis 430 Euro (bis 550 Euro, wenn man zwei professionelle Ausreißer mitzählt.)

Das AMDs Mittelklasse im Schnitt etwas teurer ist als Intels, geht vollkommen klar. Man bekommt beim B650 auch mehr fürs Geld, die besseren Boards treten gegen die kleineren Z790 an (da scheitert ein Vergleich aber am Mangel an 4.0-Sparbrötchen). Nur warum kostet das hinzufügen von 5.0 bei AMD dermaßen viel mehr Aufpreis? Die Leiterbahnenlänge und die Anforderungen an die Signalqualität sind in beiden Fällen die gleichen. Wenn die Schnittstellen an den CPUs gleichwertig sind, sollte man also mit vergleichbaren Mehrkosten beim PCB-Material und einem vergleichbaren mehr an Routing-Sorgfalt auskommen.
Aber wahrscheinlich ist "es liegt an AMD" eine zu einfache Erklärung. Da müssen sich vielmehr sechs aufs Blut verfeindete Hersteller untereinander verschworen haben, um systematisch AMD zu schaden, obwohl sie von den Verkäufen von Zubehör zu AMD-Produkten leben.

Der A620 scheint ja schon sehr eingeschränkt zu sein, was Tuning-Optionen angeht, ist das noch aktuell? Die Anschlussmöglichkeiten würden mir vermutlich reichen. Auf der anderen Seite sind B650-non-E-Boards auch durchaus bezahlbar.

"Kein Tuning mit A620" ist offizielle AMD-Politik und falls die mittlerweile irgendwer unterläuft, wird es zumindest nicht an die große Glocke gehangen. Aber mit einem X3D geht ja sowieso kaum was. An der vorgeschlagenen Combo gibt es somit nur zwei echte Nachteile:
1. Bei A620 sind auch Anschlüsse und Sound i.d.R. grottig. Und selbst die etwas weniger schlechten Boards sind preislich schon wieder klar im dreistelligen.
2. Man kauft nur Spannungswandler für einen sparsamen 7800X3D. Von der erhofften Aufrüstbarkeit des AM5 hat man dann ggf. gar nichts, wenn die Platine nur 80-120 W mitmacht und der 19000X 230 W will.
 
Es fallen sogar zwei aus dem Rahmen: Sowohl der 2019er TRX4 als auch der 2000er 423. Die sind auf mysteriöse Art und Weise beim zitieren verschwunden. Genau wie alle logischen Argumente zum AM5.
Stimmt. Das war genau der Punkt, den ich ansprechen wollte. Das das eine eine HEDT-Plattform ist und das andere meine Argumentation sogar stützt, ignorieren wir dabei einfach mal, gell?

Aber cool von dir, dass du immer noch nichts zu deiner an den Haaren herbeigezogenen These festhältst, dass du 20+ Jahre zurückgehen musst, um mehr als ein Beispiel zu finden, in dem AMD so "schlecht" weggkommt wie Intel mit den letzten Generationen. Aber naja. Wie ich bereits schrieb: Äpfel, Birnen, Bananen, Plastikrosinen. Hauptsache du konntest mal wieder schreiben AMD ist doof. :)

Ich finde es normalerweise ja albern, wenn euch Redakteuren Bias vorgeworfen wird, da ihr ja eigentlich sehr transparent und unvoreingenommen testet. Aber bei deinen Posts im Forum (nicht deinen Tests!) ist schon mehr als nur eine Tendenz zu erkennen :ugly:
 
Nein, der 754 und die zugehörigen CPUs wurden als Desktop-Flaggschiff vorgestellt.
Gestehe das ich mich an die Vorstellung und die Positionierung nicht mehr sicher erinnern kann, weiß nur noch, dass ich damals eben vor der Wahl stand und den Sockel 754 in Erwägung zog, aber lieber auf den 939 gewartet habe, weil dafür die dicken Brummer kommen sollten; was ja irgendwie auch so war.

Bzgl. des Sockels 940, den kenne ich tatsächlich nur aus der Opteron Sparte und kann mich so gar nicht daran erinnern, diesen mal im Consumer Desktop gesehen zu haben.

So wie du es schreibst, passt die Geschichte dann zusammen und ergibt ein "fragwürdiges" Bild von der Seite AMD. Ich bin in den technischen Hintergründen aber nicht tief genug drin, aber hatten die Boards nicht auch sehr unterschiedliche Chipsätze und wäre es möglich gewesen einen Nforce 4 Ultra mit Sockel 754 zu bringen? Soweit ich das in Erinnerung habe, war bereits der normale NF4 ja schon ein absoluter Exot auf dem Sockel 754. Auf der anderen Seite, was hat der Chipsatz (damals) mit der CPU zu tun?


Und genau das ist die Message: Wenn AMD uneinholbar in Führung liegt, dann haben die auch kein Problem damit, ihre Kunden zu Neukäufen zu zwingen. Oder, wenn man es milder/nicht mit der bei Intel üblichen Hate-Speech ausdrücken möchte: kein Problem damit, sich die minimalen Mehrkosten zu sparen, die man durch das Supportende für ältere, eigentlich kompatible Technik vermeiden kann.
Ist am Ende ein Wirtschaftsunternehmen und würdest du es an ihrer Stelle anders machen? Mein Kommentar sollte auch in keinster Weise darauf abzielen, dass AMD ein "Heilsbringer" ist und nur gutes für uns will. Dennoch haben Sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass so ein Sockel ewig halten kann, was ich von Intel so gar nicht kenne, da war ja oft nach einer Gen schon Schluss, bzw. brauchte man zwingend einen höheren Chipsatz auch wenn die Pins kompatibel waren.

Aber wenn du sowas toll findest, kannst du auch gerne "Top 5" hinschreiben. Unternehmensberater werden dir zustimmen, ich fand es aber unangemessen.
Toll nicht, aber ob es ein Flop ist?

Vor gerade einmal fünf Jahren waren PCI-E-3.0-Mainboards noch normal. Und mit denen ist man bereits heute messbar benachteiligt.
mit 16 Lanes?


Nur warum kostet das hinzufügen von 5.0 bei AMD dermaßen viel mehr Aufpreis?
Macht AMD die Preise? (ernstgemeinte Frage); oder machen die Preise nicht die Hersteller der Boards? In meiner Welt kaufen die Hersteller am Ende den Chip bei AMD (sofern man einen AMD Chip nimmt, was aber glaube ich aktuell alternativlos ist) und kaufen dann den restlichen Krempel zusammen um daraus ein Board zu zimmern! Sprich, PCB, Leiterbahnen, etc. dürfte doch alles auf bspw. ASUS entfallen, AMD nur mit einem verhältnismäßig kleinen Anteil, dem Chipsatz.

1. Bei A620 sind auch Anschlüsse und Sound i.d.R. grottig. Und selbst die etwas weniger schlechten Boards sind preislich schon wieder klar im dreistelligen.
Ganz ehrlich, Bluetooth Kopfhörer! Habe glaube ich seit 15 Jahren keine Lautsprecher oder Köpfhörer mehr am PC angeschlossen (na so ganz stimmt das nicht; aber Gaming PC trifft es). Für Audiophile ist das sicherlich zu wenig (ich komme ja selbst aus der Richtung), aber selbst die High End Onboards kranken da oft, ja sind zweifelsfrei besser, aber der Zielbereich ist doch relativ klein. Denn den meisten dürfte der Unterschied (im Game) nicht auffallen, denen den es auffällt, dürften gleich zu höherpreisigen externen Lösungen greifen, da die besseren Onboard auch nicht ausreichen. Zwischen diesen beiden Gruppen, wird es eine Schnittstelle geben, für die diese Entscheidung dann in Richtung besseres Board geht, korrekt.

2. Man kauft nur Spannungswandler für einen sparsamen 7800X3D. Von der erhofften Aufrüstbarkeit des AM5 hat man dann ggf. gar nichts, wenn die Platine nur 80-120 W mitmacht und der 19000X 230 W will.
JA
Ohne wenn und aber.

Meine Intention, wenn ich 3-4 Jahre die CPU behalten kann, will und brauche ich am Ende ohnehin ein neues Board, aufrüsten ist für mich immer so eine Sache? Jedes Jahr, dann brauche ich mir um ein teures Board keine Gedanken machen. Muss ich wirtschaftlich sinnvoll handeln, halte ich die CPU so lange, dass ich dann ein neues System baue und eben auch ein neues Board brauche.
 
Stimmt. Das war genau der Punkt, den ich ansprechen wollte. Das das eine eine HEDT-Plattform ist und das andere meine Argumentation sogar stützt, ignorieren wir dabei einfach mal, gell?

Aber cool von dir, dass du immer noch nichts zu deiner an den Haaren herbeigezogenen These festhältst, dass du 20+ Jahre zurückgehen musst, um mehr als ein Beispiel zu finden, in dem AMD so "schlecht" weggkommt wie Intel mit den letzten Generationen. Aber naja. Wie ich bereits schrieb: Äpfel, Birnen, Bananen, Plastikrosinen. Hauptsache du konntest mal wieder schreiben AMD ist doof. :)

Ich finde es normalerweise ja albern, wenn euch Redakteuren Bias vorgeworfen wird, da ihr ja eigentlich sehr transparent und unvoreingenommen testet. Aber bei deinen Posts im Forum (nicht deinen Tests!) ist schon mehr als nur eine Tendenz zu erkennen :ugly:

Gut, dann gehen wir halt nicht "20 Jahre zurück". Und auch nicht 28 Jahre, wie alldiejenigen, die einen objektiven Nullpunkt suchen respektive die Posts in denen objektiv argumentiert wird, lesen.

Nehmen wir stattdessen halt 20 Monate. Intel hat in diesem Zeitraum 0 Desktop-Sockel veröffentlicht, alle alten weitergeführt. AMD hat 2 Stück in Rente geschickt. AMD schlecht! Intel Toll!
Bist du jetzt zufriden? Oder hättest du noch irgendwelche ganz bestimmten Sonderwünsche, wie ein Redakteur cherry picking betreiben muss, ehe du aufhörst, persönlich zu werden?
 
Gut, dann gehen wir halt nicht "20 Jahre zurück". Und auch nicht 28 Jahre, wie alldiejenigen, die einen objektiven Nullpunkt suchen respektive die Posts in denen objektiv argumentiert wird, lesen.

Nehmen wir stattdessen halt 20 Monate. Intel hat in diesem Zeitraum 0 Desktop-Sockel veröffentlicht, alle alten weitergeführt. AMD hat 2 Stück in Rente geschickt. AMD schlecht! Intel Toll!
Bist du jetzt zufriden? Oder hättest du noch irgendwelche ganz bestimmten Sonderwünsche, wie ein Redakteur cherry picking betreiben muss, ehe du aufhörst, persönlich zu werden?
Nein. Passt mir schon so :)

Aber nun mal ganz logisch: macht es denn in deinen Augen wirklich Sinn, den Sockel 1200 mit Sockeln von vor 20 Jahren zu vergleichen, um dann das Statement zu bringen: "Von den 5 schlechtesten Sockeln waren 4 AMD!"?
Für eine aktuelle Momentaufnahme oder einen *aktuellen* Vergleich hätte es deutlich mehr Sinn gemacht, die letzten 3 Plattformen zu nehmen. Kommt A dabei besser weg als B? Klar. Ist aber relevanter da aktueller. Wenn AMD den AM5 nun nächstes Jahr einstampft und den AM6 dann auch nur 8 Monate laufen lässt, dann kann man darüber gerne (und zu Recht) schimpfen und sich auslassen - weil es dann wieder aktuell ist. Aber irgendwelche Glaskugelprognosen ins Forum posten, weil DAMALS AMD den gleichen Mist verzapft hat wie Intel mit der letzten Gen ist ... mindestens unseriös, in meinen Augen. Ansonsten, und das habe ich ja bereits geschrieben, können wir ja auch davon ausgehen, dass Intel dann wieder OEMs bestechen wird. Das haben die damals ja auch gemacht. Dann Glaskugeln wir beide ein wenig.
 
Meine Intention, wenn ich 3-4 Jahre die CPU behalten kann, will und brauche ich am Ende ohnehin ein neues Board, aufrüsten ist für mich immer so eine Sache? Jedes Jahr, dann brauche ich mir um ein teures Board keine Gedanken machen. Muss ich wirtschaftlich sinnvoll handeln, halte ich die CPU so lange, dass ich dann ein neues System baue und eben auch ein neues Board brauche.
Könnte außerdem auch gut sein, dass man zu dem Zeitpunkt schon gescheite PCIe-5.0-Boards so günstig bekommt, dass man das großteils mit dem heute gesparten Aufpreis erschlagen kann.
 
Gestehe das ich mich an die Vorstellung und die Positionierung nicht mehr sicher erinnern kann, weiß nur noch, dass ich damals eben vor der Wahl stand und den Sockel 754 in Erwägung zog, aber lieber auf den 939 gewartet habe, weil dafür die dicken Brummer kommen sollten; was ja irgendwie auch so war.

Bzgl. des Sockels 940, den kenne ich tatsächlich nur aus der Opteron Sparte und kann mich so gar nicht daran erinnern, diesen mal im Consumer Desktop gesehen zu haben.

So wie du es schreibst, passt die Geschichte dann zusammen und ergibt ein "fragwürdiges" Bild von der Seite AMD. Ich bin in den technischen Hintergründen aber nicht tief genug drin, aber hatten die Boards nicht auch sehr unterschiedliche Chipsätze und wäre es möglich gewesen einen Nforce 4 Ultra mit Sockel 754 zu bringen? Soweit ich das in Erinnerung habe, war bereits der normale NF4 ja schon ein absoluter Exot auf dem Sockel 754. Auf der anderen Seite, was hat der Chipsatz (damals) mit der CPU zu tun?

Die Chipsätze waren damals voll kompatibel zu allen drei Plattformen (und darüber hinaus), auch wenn bestimmte Modelle klar ihre Preisklassen abonniert hatten. Der Sockel 940 wurde exklusiv für die ersten Athlon 64 FX genutzt. Möglicherweise hast du den damals ausgeblendet, weil du keine 1.000-Euro-CPU wolltest oder du bringst rückwirkend den Zeitrahmen durcheinander – der Nforce 4 erschien laut Wiki jedenfalls erst im Oktober 2004, also vier Monate nach dem Sockel 939 im Juni 2004. Die Abstände kann ich aus dem Kopf nicht bestätigen, aber die Reihenfolge. Wenn du dich erst zur Verfügbarkeit des Nforce 4 mit der Situation beschäftigt hast, dann war 754 tatsächlich schon der Budget- und 939 der Standard-Sockel. Die ex-und-hopp-Phase liegt ein knappes Jahr früher im vierten Quartal 2003. Da waren noch Nforce 3 und SiS angesagt (Nummer von letzterem entfallen, Via kam meiner Erinnerung nach verspätet zur Party). Das war alles noch AGP, PCI-E wie beim Nf4 hat Intel erst im Frühsommer 2004 zusammen mit dem Sockel 775 vorgestellt.

AMDs Opteron im Sockel 940 war da schon ein Jahr draußen und Ende 2003 wurde endlich der gealterte, hinter die Pentium 4 zurückgefallenen Sockel-A-Athlon-XP durch den Athlon 64 3200+ abgelöst. Praktisch geleichzeitig (keine Garantie für die genaue Reihenfolge von Teaser/Ankündigung/Launch/Marktverfügbarkeit beider Hersteller) konterte Intel mit dem Pentium 4 Extreme Edition (Gallatin, ein für die bestehende 478-Plattform neu verpackter, höher getakteter Xeon) und lag in Benchmarks wieder hauchdünn in Führung. (Beim Preis lagen sie meilenweit "vorne" :-))
Daraufhin hat AMD kurzerhand den Opteron genommen, "FX" draufgeschrieben (sowie ebenfalls 1.000 Euro) und hatten eine Woche wieder die "Desktop Nummer 1". Aber das war nicht geplant: Das damalige offizielle PCGH-Testkit existiert noch und nutzt die Spar-Ausgabe einer MSI-Dual-Opteron-Platine (ein Sockel ist nicht verlötet, aber die Kontakte sind da). AMD muss vom EE so kurzfristig überrascht worden sein, dass es zum Sockel-940-Desktop-"Start" noch gar keine Sockel-940-Desktop-Mainboards gab. (Alternativ auch nicht vom P4EE selbst, sondern nur davon, dass er spürbar schneller war als der normale Pentium 4, obwohl er "nur" einen viermal so großen Extra-Cache bekam. Heute weiß man auch bei AMD, was sowas Wert ist. ;-))


Ist am Ende ein Wirtschaftsunternehmen und würdest du es an ihrer Stelle anders machen? Mein Kommentar sollte auch in keinster Weise darauf abzielen, dass AMD ein "Heilsbringer" ist und nur gutes für uns will. Dennoch haben Sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass so ein Sockel ewig halten kann, was ich von Intel so gar nicht kenne, da war ja oft nach einer Gen schon Schluss, bzw. brauchte man zwingend einen höheren Chipsatz auch wenn die Pins kompatibel waren.

Und genau um diesen weit verbreiteten, aber falschen Eindruck zu korrigieren, habe ich die kleine Geschichtsstunde angehangen. Intel macht sicherlich nicht den kleinsten Finger krum, um Abwärtskompatiblität zu ermöglichen. Aber sie haben, nach heutigen Maßstäben gezählt, auch nie "nach einer Generation" Schluss gemacht ("nur" oft nach jeder zweiten) und alle Sockelwechsel waren technisch bedingt. Der neue konnte immer etwas, zu dem der Vorgänger nie in der Lage war. Das gilt auch für 1151 (SKL) => 1151 (CFL) wo ja eben sehr wohl neue Stromversorgungspins hinzugekommen sind. (Die einzige echte Chipsatzsperre gab es innerhalb des 775, wo der teurere Teil der 1. Gen Boards nicht aufwärtskompatibel war, die billigen allerdings schon.) Ärgerlich ist aber, dass man eine ganze Menge dieser Wechsel mit etwas mehr Voraussicht hätte vermeiden können, in dem man gleich den besseren Sockel gebracht hätte. Oder aber man hätte sie zumindest abmildern können, in dem man die neue Fassung einseitig abwärtskompatibel gehalten hätte. Aber wie gesagt: Intel gibt sich in der Hinsicht seit dem 775 keine Mühe mehr.

AMD hat es aber eben auch nur ein einziges Mal mal beim AM4 gemacht. Ist "einmal" "oft genug"? Und wieso dann nicht bei Intel, sondern nur bei AMD? Umgekehrt haben letztere eben mit 754/939/940 und TR4/TRX4/WRX8/SP3 die richtig ekligen Leichen im Keller: Da hatte man erst den guten Sockel. Dann hat man eine schlechtere Version davon gemacht, nur um kurze Zeit später eine etwas weniger schlechtere als "Verbesserung" zu bringen. Bei Threadripper direkt im Anschluss noch einmal. Und man hatte nicht einmal den Anstand, die etwas verbesserte Version einseitig zu der schlechtesten kompatibel zu halten, sondern zwang Aufrüster jedesmal zu einer komplett neuen Plattform.

Toll nicht, aber ob es ein Flop ist?

Es gibt "Top 5" und es gibt "Flop 5". Wenn es ersteres nicht ist, dann... ? :-P


Jo. Nicht "schmerzhaft", wie mit ×8, aber "messbar".


Macht AMD die Preise? (ernstgemeinte Frage); oder machen die Preise nicht die Hersteller der Boards? In meiner Welt kaufen die Hersteller am Ende den Chip bei AMD (sofern man einen AMD Chip nimmt, was aber glaube ich aktuell alternativlos ist) und kaufen dann den restlichen Krempel zusammen um daraus ein Board zu zimmern! Sprich, PCB, Leiterbahnen, etc. dürfte doch alles auf bspw. ASUS entfallen, AMD nur mit einem verhältnismäßig kleinen Anteil, dem Chipsatz.

AMD macht die Preise für den I/O-Hub und für das "...E"-Branding. Aber ja: Ich wüsste auch gerne, wie groß deren Anteil ist. Leider ist sowas geheim. Ich weiß gerade mal, dass AMDs-I/O-Hub-Preise nicht wahnsinnig unter den (öffentlich gelisteten) Intels liegen sollen, aber für die feinen Unterschiede zwischen "E" und "ohne E" reicht meine Perspektive nicht. Die einzige andere technische Erklärung sind halt bislang hinweise auf eine schlechtere Signalstärke und/oder Empfangsempfindlichkeit des AMD-PCI-E-5.0-Controllers. Wenn es da schlicht aufwendiger ist, 20 GBit/s stabil hinzubekommen, wäre das natürlich auch ein guter Grund. Woran ich aber nach ettlichen Jahren Beobachtung des Mainboard-Marktes und Kontakten zu allen Herstellern nicht glaube: Geldschneiderei. Das ist wirklich einer der härtesten IT-Märkte überhaupt, denn Desktop-PCs sind seit langem im Rückgang und die Platinen für Laptops, Smartphones,... sind nicht nur kleiner, sondern werden auch überwiegend bei anderen OEMs bestellt. Dass heißt Biostar, Gigabyte, MSI, Asrock, in Teilen auch Asus, geht eigentlich der Arsch auf Grundeis. Alte Retail-Größen wie Abit, Epox, DFI, ECS, Foxconn, Tyan sind schon Pleite oder machen nur noch OEM, Supermicro hat umgekehrt in den 10ern versucht, sich im Endkundenmarkt ein zweites Standbein zu schaffen. Jeder Hersteller versucht verzweifelt, zu jedem Board der Konkurrenz ein eigenes anzubieten, dass aber 1-5 Euro billiger ist (ja, die Produktverantwortlichen skalieren wirklich 500-Euro-Produkte auf den Euro genau), um denen Kunden abzuluchsen. Das in so einem Höllenkampf irgendwer mal eben 30-40-50-100 Euro auf seine AM5-Produkte draufschlägt, ist extrem unwahrscheinlich. Dass es alle Hersteller machen, würde schon ein historisch einzigartiges Kartell (und viel Schauspielkünste) erfordern und dass sie es nur bei AM5 aber nicht bei AM4 oder bei 1700 versuchen, macht überhaupt keinen Sinn. Zudem gibt es in den Quartalszahlen keinerlei Hinweise auf den zusätzlichen Reibach.

Meine Intention, wenn ich 3-4 Jahre die CPU behalten kann, will und brauche ich am Ende ohnehin ein neues Board, aufrüsten ist für mich immer so eine Sache? Jedes Jahr, dann brauche ich mir um ein teures Board keine Gedanken machen. Muss ich wirtschaftlich sinnvoll handeln, halte ich die CPU so lange, dass ich dann ein neues System baue und eben auch ein neues Board brauche.

Kann ich verstehen. Und wenn jemand eine gute CPU an Tag 1 kaufen will, rate ich auch dazu. Historisch betrachtet waren die meisten Mainboards mit +10 bis +50 Prozent gegenüber der besten @Launch-CPU am Ende der Aufrüstfahne, die einzigen Ausnahmen waren die späten 775er dank Einführung der Quad-Cores sowie der AM4 dank 3D-Cache (in Spielen, sonst ebenfalls dank Kernverdoppelung). Darauf sollte man nie wetten. Also entweder kauft man eine kleine CPU (7500 auf 9950X3D lohnt bestimmt und für letzteren sollte das Board dann halt kein A620 sein) oder man kauft gleich passend (7800X3D in was, was einem persönlich reicht). Aber wer letzteres befürwortet, kann halt nicht gleichzeitig die "voll toll aufrüstbar"-Werbetrommel rühren. ;-)

(Als Mainboard-Redakteur empfehle ich natürlich, zusätzlich deren Generationen zu beachten. :-) Der Z170 im ersten 1151 war zum Beispiel kaum schlechter als der Z390 drei CPU-Generationen später. Da lohnte sich ein langlebiges Board, auch wenn man nur dank Schummelei den 9900K trotz neuer Pinbelegung zum laufen bekommt. Aber beim eine Generation älteren Z97 war von unabhängig von den CPU-Möglichkeiten klar, dass keine >5 Jahre mithält, weil sich vom P67 bis zum Z97 so wenig getan hatte.)


Nein. Passt mir schon so :)

Aber nun mal ganz logisch: macht es denn in deinen Augen wirklich Sinn, den Sockel 1200 mit Sockeln von vor 20 Jahren zu vergleichen, um dann das Statement zu bringen: "Von den 5 schlechtesten Sockeln waren 4 AMD!"?
Für eine aktuelle Momentaufnahme oder einen *aktuellen* Vergleich hätte es deutlich mehr Sinn gemacht, die letzten 3 Plattformen zu nehmen. Kommt A dabei besser weg als B? Klar. Ist aber relevanter da aktueller. Wenn AMD den AM5 nun nächstes Jahr einstampft und den AM6 dann auch nur 8 Monate laufen lässt, dann kann man darüber gerne (und zu Recht) schimpfen und sich auslassen - weil es dann wieder aktuell ist. Aber irgendwelche Glaskugelprognosen ins Forum posten, weil DAMALS AMD den gleichen Mist verzapft hat wie Intel mit der letzten Gen ist ... mindestens unseriös, in meinen Augen. Ansonsten, und das habe ich ja bereits geschrieben, können wir ja auch davon ausgehen, dass Intel dann wieder OEMs bestechen wird. Das haben die damals ja auch gemacht. Dann Glaskugeln wir beide ein wenig.

Ja, das macht in meinen Augen Sinn. Wie angedeutet: Die Zyklen, die marktstrategische Entscheidungen bestimmen, sind lang. Wir sehen Phasen von 5-10 Jahren, in denen ein Hersteller überlegen ist, ehe der andere mal wieder zum Zuge kommt. Wenn man also wissen will, wie Hersteller A(MD)* reagiert wenn er in Führung liegt und wie er reagiert, wenn er hinterherhinkt, dann muss man soweit zurückblicken. Als AMD die Ryzen 3000 mit reichlich viel Aufwand für den eigentlich schlecht passenden Ex-Einsteiger-Sockel AM4 fit gemacht hat, waren sie mit den noch aktuellen Ryzen 2000 in einer Aufholersituation, konnten gegen den 8700K und 9900K aber keine Siege einfahren. In dieser Situation den Sockel zu wechseln wäre ein Risiko gewesen. Jetzt liegen sie unangefochten vorne und könnten ganz anders entscheiden. Also muss man gucken, wann und wo AMD das letzte mal unangefochten vorne lag: Threadripper 3000, Athlon 64 X2 gegen Pentium D, weitestegehend Athlon 64 sowie Thunderbird-Athlon gegen Coppermine-Pentium III. In zwei dieser vier Situationen hat sich AMD sehr Aufrüster-unfreundlich verhalten, in einer weiteren reichlich unfreundlich.

Sicherlich hast du auch recht wenn du darauf hinweist, dass AMD 2025 nicht die gleiche Firma wie AMD 2015 oder 2005 ist. Aber eins dieser Beispiele ist aus 2020 und allgemein ist diese Änderung ein gradueller Prozess. Zählt AMD von 2019 noch? 2018? 2016? Ich kann da keine Grenze ziehen. Deswegen habe ich die einzige objektive genommen: Mit Super 7 und Slot 1 begann der Plattform-Kampf der beiden. Das war aber wohlgemerkt nur die Grenze für den historischen Rückblick "zur Orientierung". Eine Orientierung, die zeigt, dass das Verhalten von Firmen nicht in Stein gemeißelt ist und dass (s.o.) die weithin akzeptierte Botschaft des AMD-Marketings (! Die, für die AM4 seit 2016 existierte, obwohl 2016er AM4-Boards schon nach einem halben Jahr nicht mehr unterstützt wurden !) von AMD als Segensbringer so einfach nicht stimmt.

Meine Vorhersagen für die Zukunft respektive den AM5 stehen hingegen in den zwei Absätzen davor und besagen ausdrücklich, dass man aus der jüngeren Vergangenheit keine Schlüsse ziehen sollte und das AMD selbst keine eindeutigen Ansagen gemacht hat.


*: Natürlich sollte man das genauso für Hersteller I(ntel) machen. Aber die sind derart ignorant und überheblich, dass sie ihre Plattformstrategien wenn überhaupt erst mit einem halben Jahrzehnt Lag anpassen. Rocket Lake, so mittelprächtig er auch war, wäre für B460-Besitzer z.B. eine Aufrüstoption gewesen und es hätte dafür, soweit ich es abschätzen kann, nur einer passenden IME-Version bedurft. Aber Intel war nicht bereit, die Firmware anzupassen, sondern hat die Leute lieber in die offenen Arme von Ryzen 5000 getrieben. Genauso hat man viele Retail-Marktanteile verschenkt, als die Ex-Sklyake-Besitzer auf Ryzen 3000 gegangen sind, obwohl in Intels Laboren voll ausgetestete 1151-(SKL)-kompatible Core i7-8700K lagen. Die wären natürlich nur in einigen Szenarien besser als ein 3950X, aber sie waren wesentlich billiger als ein 3950X plus Board. Wenn man sie denn verkauft hätte...
Das der 14900K in den gleichen Boards wie der 12100F läuft dürfte auch keine Kundenfreundlichkeit sein, sondern nur daran liegen, dass man für die 14000er Generation eigentlich längst Meteor Lake am Start haben wollte und so kurzfristig nur ein CPU-Refresh aber keine passende Plattform mit neuen Eigenschaften parat hatte.
 
Sicherlich hast du auch recht wenn du darauf hinweist, dass AMD 2025 nicht die gleiche Firma wie AMD 2015 oder 2005 ist. Aber eins dieser Beispiele ist aus 2020 und allgemein ist diese Änderung ein gradueller Prozess. Zählt AMD von 2019 noch? 2018? 2016? Ich kann da keine Grenze ziehen. Deswegen habe ich die einzige objektive genommen: Mit Super 7 und Slot 1 begann der Plattform-Kampf der beiden. Das war aber wohlgemerkt nur die Grenze für den historischen Rückblick "zur Orientierung". Eine Orientierung, die zeigt, dass das Verhalten von Firmen nicht in Stein gemeißelt ist und dass (s.o.) die weithin akzeptierte Botschaft des AMD-Marketings (! Die, für die AM4 seit 2016 existierte, obwohl 2016er AM4-Boards schon nach einem halben Jahr nicht mehr unterstützt wurden !) von AMD als Segensbringer so einfach nicht stimmt.
Ja, in der Betrachtung kann man TRX4 durchaus mit rechnen, da hast du Recht. Ich hatte es in meiner Aufzählung nicht außen vor gelassen, weil ich hoffte, du vergisst es, sondern weil in meinen Augen eine HEDT - Plattform eine eigene Betrachtung verdient. Dass diese eigene Betrachtung nicht gut für AMD aussieht, ist völlig legitim und ein Kritikpunkt, der durchaus angesprochen werden sollte.


Und auch die Anmerkung mit dem graduellen Prozess ist an sich natürlich korrekt, daher würde ich ja die Grenze bei einer Anzahl X an Plattformen machen (letzten 3, letzten 5 etc) - aber primär eben die jüngere Vergangenheit zumindest höher gewichten. Natürlich kann es sein, dass AMD wieder ins alte Muster verfällt. Aber neben BWLern sind bei AMD (sowie Intel) wahrscheinlich auch PR-Verantwortliche angestellt, die wissen, dass man die aktuelle Position zumindest zum Teil auch Sympathiekäufern in der FX/Ryzen1000 Zeit zu verdanken hat. Jetzt werden die dadurch nicht die Wohlfahrt und nicht auf einmal aufhören, gewinnmaximierend zu arbeiten. Aber realistischer ist es, dass sie sich, sollten sie wieder an der Spitze bleiben, für einen Zwischenweg aus "alle 6 Monate ne neue Plattform" und "alle 4 Jahre ne neue Plattform" entscheiden, um sich zumindest nicht direkt alle eventuell vorhandenen Sympathien zu verspielen. Das wäre zumindest PR-technisch dir korrekt(ere) Wahl. Aber dann denke ich an den Fixer, der auch aus der PR-Abteilung kam und bin mir nicht mehr ganz so sicher :ugly:
 
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