Nein, vor dem zweiten Weltkrieg war nicht alles in Butter, schon gar nicht im noch jungen Amerika, und da gibt es auch nichts zu beschönigen (auch wenn das manche Amis durchaus versuchen). Nebenbei hat auch das deutsche Reich schon vor dem zweiten Weltkrieg ordentlich Blut vergossen (erster Weltkrieg, deutsch-französischer Krieg, diverse niedergeschlagene Aufstände in den Kolonien usw.), da stehen also die Amis nicht allein da.
Nichts was andere Kolonialmächte nicht auch gemacht hätten und der erste Weltkrieg war ein Krieg denn alle großen europäischen Nationen im Grunde jubelnd begrüßt haben.
Deine Aufzählungen klingen gerade zu so als wolltest du damit untermauern das wir Deutschen schon immer eine Nation blutrünstiger Kriegstreiber gewesen wären, das wäre inhaltlich genauso hohl und nicht adequater als die von dir zitierte Äußerung Voodoo2.
Aber die Tötung von 60 Millionen Menschen innerhalb von 6 Jahren, darunter die systematische, industrielle Vernichtung von 7 Millionen Juden, das haben eben nur die Deutschen hinbekommen. Und auch hier gibt es nichts zu beschönigen.
Auch hier liegst du teilweise nicht ganz richtig. Rein zahlenmäßíg betachtet sind in einem Krieg sicher noch nie soviele Menschen gestorben wie im zweiten Weltkrieg, prozentual gesehen dürften in den Kriegen gegen die Ureinwohner von Süd- und Nord-Amerika z.B. aber weit mehr Menschen umgekommen sein, genauso wie im 30-jährigen und 100-jährigen Krieg (gesehen auf 100% Bevölkerung).
Selbst die Pest dürfte prozentual weit mehr Menschen in Europa hingeraft haben als der zweite Weltkrieg, immerhin waren am Ende der Pest in Europa etwa 60% der europäischen Bevölkerung tot. So gesehen waren trotz 60 Millionen Toter Menschen im zweiten Weltkrieg die Opferzahlen jetzt eigentlich nicht direkt "verheerend".
Was auch immer wieder gerne verklärt wird, die Juden waren zwar mit 6 Millionen Menschen die größte Opfergruppe im Vernichtungskrieg und machen 10% der Gesamtopfer aus, aber die meisten Opfer hat prozentual gesehen Polen im zweiten Weltkrieg verloren, das etwa 20% seiner Bevölkerung im Krieg verloren hat.
Was das Deutsche Reich aber als erste Nation in der Geschichte gemacht hat, das ist also völlig richtig, ist Menschen auf Grund der technischen Möglichkeiten gezielt auf Industriellen Niveau zu töten (Massentransporte über die Schiene, Gaskammern, Kreamtorien).
Ja das sollte man nicht nicht vergessen, was die Nazis da aus idiologischen Irrsin veranstaltet haben und wohin fanatische Verblendung ein Volk bringen kann und wieviel Leid dadurch passieren kann wenn der Irre Diktator nicht in einer Bananenrepublik an die Macht kommt sondern in einer der schon damals leistungsfähigsten Industrienationen.
Aber man sollte auch nicht denn Fehler begehen und meinen das man deshalb sowas wie ein unsühnbare Erbschuld habe.
Erinnerung ist gut, aber ewige Selbstgeißelung für die irren Verbrechen eines durchgeknallten Östereichers und verblendeter Menschen die zu der Zeit lebten braucht keiner, sowas gehört in die Religion, die steht ja bekanntlich auf Selbstgeißelung und ewiges Fegefeuer.
