AW: Windows 8.1: Update 1 soll standardmäßig auf den Desktop booten
Alles, was man übers Startmenü macht, geht mMn schneller über die Kacheln (Ausnahme: Sytemsteuerung, ausser man nutzt die Suchfunktion).
Wenn du alles, was du nutzt, im Autostart hast, brauchst du weder Startmenü noch Kacheln, somit ist es für dich irrelevant, welches von beiden du nutzt, da hast du Recht.
Ich gebe ganz ehrlich zu, das alte Startmenü ist meiner Meinung nach komplett überflüssig. Ich starte Programme inzwischen ausschließlich über die Suchfunktion, Desktopicons oder die Taskleiste. Und SSD sei Dank kann man ja inzwischen eh alles in den Autostart reinhauen ohne dass der PC zum starten länger braucht.
Aber Metro konkurriert ja nicht mit dem Startmenü, sondern mit der Desktopoberfläche.
Die Frage die im Artikel behandelt wird ist ja
a) Boot to Desktop
b) Boot to Metro
Der Desktop hat meiner Meinung nach die gleiche Grundfunktion wie Metro:
Man kann die Symbole irgendwo auf dem Bildschirm anordnen. Der Desktop hat dabei aber 3 klare Vorteile:
1) Man kann alle Dateitypen bzw. Ordner auf dem Desktop ablegen, bzw Datein direkt dort speichern.
2) Man kann am Desktop immer mal schnell was ändern, weil man z.B. eine Menge freien Platz hat. Wenn ich mir irgendwas runterlade speicher ich das eigentlich immer auf dem Desktop. Dann benutze ich die Datei eine Woche lang, und am Ende sortiere ich sie dann entweder in einen passenden Ordner ein oder lösche sie.
3) Es kommt häufig vor dass ich bestimmte Programme mehrmals parallel starte. Auf dem Desktop mache ich dazu z.B. 4 Doppelklicks, mit der Metro wären es 4*(Windowstaste --> Klick). Wieso sollte ich da jedes mal den Wechsel Desktop --> Metro --> Desktop mitmachen müssen ?
Vorteile von Metro:
1) Man kann die Größe von Symbolen gezielt anpassen, insbesondere auf Touchscreens m.M.n. sehr praktisch
2) Man hat dynamische Symbole, die einem z.B. das Wetter anzeigen ohne dass man die App überhaupt öffnet. Das einzig dynamische am Desktop sind dagegen Uhr + Kalender, wenn man dazu live das Wetter sehen will muss man basteln.
Metro ist deswegen wunderbar für alltägliche Sachen geeignet, wie z.B. das Abrufen von E-Mails, insbesondere auf Tablets.
Bildschirm an, E-Mail Kachel anklicken, daraufhin öffnet sich die passende Mail-App.
Oder Wetter. Bildschirm an, und direkt sieht man eine Wettervorhersage.
Aber sobald man von der Metro zum Desktop wechseln muss, hätte man auf Metro auch gleich verzichten können.
Anstatt sich immer stärker auf Heimanwender zu spezialisieren sollte Microsoft endlich mal wieder etwas für die Firmenkunden tun, die immernoch auf WindowsXP sitzen, und für die sich im Grunde auch nicht viel getan hat.
Deswegen kann Apple in einem insgesamt schrumpfenden PC-Markt auch immer mehr PC's absetzen, denn bei OS X gibt es am laufenden Band Fortschritte, die die Produktivität erhöhen. Virtuelle Desktops, eine vernünftige Multi-Monitor Unterstützung, viele eingebaute VPN-Optionen, unkomplizierte und effiziente Backuplösungen, ein Dateiindex der dem von Windows haushoch überlegen ist und beim Suchen schon während des Tippens die Ergebnisse anzeigt, die Möglichkeit Dateien zu Taggen ist auch extrem praktisch...
Ich könnte da jetzt noch eine ganze Zeit lang weiterreden, aber das Ergebnis bleibt das gleiche:
Während OS X und verschiedene Linuxe extreme Produktivitätsfortschritte erreicht haben, wurde bei Windows vor allem das Design 73 mal überarbeitet (und zugegebernaßen wurde die Stabilität extrem verbessert. Mein MacBook ist definitiv nicht so stabil wie mein Windows 7). Während OS X konsequent weiterentwickelt wurde hat Microsoft alle paar Jahre versucht das Betriebssystem neu zu erfinden.
Wenn man sich die Verkaufszahlen anguckt ist das Ergebnis denke ich eindeutig:
- In einem schrumpfenden Computermarkt wächst der Verkauf von Apple Computern.
- Das auf Tablets optimierte Windows 8 ist neben iOS und Android völlig unbedeutend.
Wenn Microsoft ein Windows will dass sich wieder gut verkauft, dann sollen sie verdammt nochmal endlich echte Fortschritte machen, und nicht nur dass Bedienkonzept alle paar Jahre über den Haufen werfen...
Ich erinnere dazu nur an den alten Witz "Wenn Microsoft Autos bauen würde, bräuchten wir alle 2 Jahre einen neuen Führerschein".