Jahrelange Nutzer sollen nicht direkt verschreckt oder laut Baca "ratlos" hinterlassen und an alternative Betriebssysteme wie MacOS und Linux verloren werden...
Zu spät.
Seit dem 3. Oktober ist - Stichwort Freiheitswiederherstellung - Linux mein "daily driver".
Nicht, weil Microsoft KI-Funktionen in Win11 integrieren will. Sondern weil sich der Laden mit jedem Update ein bisschen mehr anmaßt, dem Nutzer die Art, wie er das Betriebssystem zu verwenden hat, exakt vorzuschreiben.
Ich will selbst darüber bestimmen, wann, wie und welche KI ich zu sehen bekomme und nutze.
Ich will selber darüber bestimmen, wann, wie und mit welcher Cloud ich verbunden bin, oder offline mit einem rein lokalen Benutzerkonto und lokalen Dateien arbeite.
Ich will selber darüber bestimmen, wann mein Betriebssystem Updates lädt, Funtionen dazugewinnt (oder auch wieder verliert), auf welcher Hardware ich es laufen lasse, wie oft es "nach Hause" telefonieren darf, ......
Baca erklärt, dass Windows 11 nicht mehr ein Betriebssystem für 1,5 Milliarden Nutzer sein soll, sondern jedem Nutzer eine individuelle Erfahrung und Anpassung ermöglichen wird.
Lustig.
Seit den Windows 95 Tagen habe ich meine Taskleiste am oberen Bildschirmrand. Mit Win11 hat Microsoft entschieden, dass das nicht mehr richtig für mich ist. Komische Art der Individualisierung.
Und gerade heute noch habe ich einen Artikel gelesen, in dem eine Journalistin davor warnt, dass sich bei einem Nachwuchs-Projekt ihres Verlags die Beiträge der jungen Teilnehmer inzwischen alle fast gleich lesen. Genau weil diese, selbst wenn sie noch eigene Gedanken und Schlüsse einbringen, deren endgültige Formulierung nur noch der KI überlassen, statt ihren eigenen Sprachfähigkeiten zu vertrauen.
Wer etwas über die Motivation anderer lernen möchte, schaut nicht darauf was sie sagen, sondern was sie tun.
Microsoft philosophiert hier von Individualisierung, baut in der Realität aber beständig Freiheiten in seinen Produkten ab und müllt jede Ecke, in der ein Mensch noch kreativ werden könnte, mit generativer KI zu.
Auf das sich ein jedes "Individuum" in seinem Verhalten und Output doch bitte von ein und derselben KI "optmieren" lassen möge.
Microsoft möchte den digitalen Sklaven als Nutzer.
Ich will keiner sein.
Deshalb bin ich weg.
€dit
Oh ja,
gerade gesehen:
Microsoft testet jetzt Funktionen mit denen Arbeitgeber überwachen können, ob ihre Angestellten auch immer brav und fleißig den Copilot benutzem. Inklusive "Gamification" mit Leaderboards, in denen verglichen werden kann, ob das eigene Unternehmen Copiolt mehr nutzt als andere.
Klingt doch total als ob Microsoft die "individuelle Erfahrung" des einzlnen Windows- und KI-Nutzers sehr am Herzen liegt, oder?