News Windows 11: Microsoft entfernt FAT32-Partitionsgrößenlimit . nach fast 30 Jahren

Dass das Windows in der zweiten, NTFS-formatierten Partition nicht erkannt wird hat auf alle Fälle den schlichten Grund, dass diese GPT nicht als Boot-Laufwerk bekannt ist und auch gar keinen Boot-Loader enthält. Da gibt es natürlich nichts zu erkennen.
Ich glaube, da hast du mich missverstanden. Von einer zweiten Windows-Systempartition war nie die Rede. Die Prämisse war: Der Windows-Bootmanager wird gelöscht oder beschädigt, und das UEFI erkennt nicht mehr, dass die Windows-Systempartition nach wie vor vorhanden und startbereit ist, weil es nur auf der EFI-Partition nach Bootloadern schaut und alles weitere dann diesen überlässt. „Beschädigt“ kann auch heißen, dass der Eintrag noch da ist, das UEFI also einen Bootmanager findet und starten kann, dieser aber nicht in der Lage ist, das Betriebssystem zu laden. Wenn die ganze EFI-Partition korrumpiert ist, wird das UEFI aber eher überhaupt keine Bootloader mehr finden. Dass die eine oder bei Multiboot-Systemen mehrere Systempartitionen vorhanden und intakt sind, ist dem UEFI egal, es ist schlichtweg nicht dafür zuständig, das zu überprüfen. Deswegen muss es dafür auch nicht zu anderen Dateisystemen als FAT32 kompatibel sein – die EFI-Partition ist immer in FAT32 formatiert, den Rest müssen nur die jeweiligen Bootloader lesen können. (Es wäre halt nur zum Flashen von USB-Sticks nützlich, wenn diese auch zumindest in exFAT formatiert sein dürften. :D)
 
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Die NTFS-Partition mit den eigentlichen Windows-Dateien ist bei einer regulären/automatischen Microsoft-Installation die zweite Partition im System. ;-) Ebenso normal ist allerdings auch, dass Bootmgr auf die erste Partition geschrieben wird, die zwecks Nutzung als EFI-Partition automatisch FAT32 formatiert wird. Die Frage, die ich stelle, lautet: Aber muss das so sein?
Wie gesagt kann ich gerade kein extra System mit manuell in NTFS formatierter ersten Partition aufsetzen. Aber zumindest das BIOS meines antiken Netbooks hat kein Problem damit, Bootmgr von einer (automatisch!) NTFS-formatierten Partition zu laden. Also wäre ich zuversichtlich, dass das weiterhin klappt. Es wird halt nur zusätzlicher Code über die Selbstverwaltung eines UEFI hinaus benötigt und das bedeutet zusätzliche Komplexität und zusätzliche Risiken, die man während eines UEFI-Flashs nicht unbedingt haben möchte. Man sollte auch etwaige anhängende Rattenschwänze nicht unterschätzen, die eine universelle NTFS- oder exFAT-Unterstützung für alle Low-Level-Funktionen nach sich ziehen könnte. Stichwort Speicherverwaltung.

P.S.: Bootloader muss das UEFI überhaupt nicht selbständig erkennen, es kann in der GPT nachgucken, wo sie zu finden sind. Aber damit eine Partition zum Bootlaufwerk wird (was z.B. regulären Windows-Partitionen seit Vista nicht mehr machen), muss sie natürlich nicht nur einen Bootloader enthalten, sondern dieser Speicherbereich muss für das UEFI auch lesbar sein.
 
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