Bei manchen frage ich mich wirklich, ob sie das neue Einstellungsmenü jemals bei klarem Verstand benutzt haben. In der klassischen Systemsteuerung kann man problemlos mehrere Fenster für verschiedene Dinge öffnen, wenn man an mehreren Bereichen parallel rumdoktern muss. Auch ist es durchaus von Vorteil, dass Änderungen erst bestätigt werden müssen, statt mit jedem Klick automatisch in Kraft zu treten. In den neuen Einstellungen, von denen immer nur eine Instanz gleichzeitig offen sein kann und in der keine Tabs o. ä. möglich sind, artet das in ein endloses Hin-und-Zurück-Geklicke aus und die Unart von Smartphones, Änderungen sofort zu übernehmen, wurde übernommen, weil man das halt jetzt so macht. Dass etliche Sachen über die neuen Einstellungen gar nicht abrufbar sind und sich bei den wirklich mächtigen Werkzeugen zur Administration der Verdacht aufdrängt, dass Microsoft diese damit absichtlich vor dem User zu verbergen versucht, wurde schon mehrfach aufgeführt.
Meine These: „KI“-Tools wie Copilot+ sind bekanntlich eine Lösung, für die das Problem erst noch erfunden werden muss. Microsoft weiß ganz genau, wie beschissen, maximal unintuitiv und ineffizient die neuen Einstellungen sind, und das Einstampfen der Systemsteuerung, das sie seit 9 Jahren nicht hinbekommen, ist ein Versuch, ein Problem zu schaffen, für das man den Leuten den „KI“-Copiloten schmackhaft machen kann. Bisher kann das Ding wie alle „‚KI‘-Assistenten“ nur die einfachsten Dinge, die sich niemand abnehmen lassen muss, der nicht lobotomiert *und* lebensgefährlich faul ist.