Alleine die Datenmenge die ich heute verarbeitet habe liegt im Bereich von 250-300GB. Viele Vorgänge die bei dem Videokrempel passieren sind rein bandbreitenlimitiert. Eine Cloud-Lösung wäre hier wohl die denkbar schlechteste Lösung, selbst bei einer schnellen Verbindung.
Im welchen Bereich? Hört sich an als ob es in der Videobearbeitung oder sonstiges ist. Prozesse in denen solche Datenmengen verarbeitet und verschoben werden müssen sind vermutlich nicht wirklich die besten Ansätze um so etwas in der Cloud zu machen. Cloud-Anwendungen sollen ja hauptsächlich in der Cloud, also im Rechenzentrum, ablaufen und somit die eigene Bandbreite und Infrastruktur nur wenig belasten.
Was die paar Office-Dokumente betrifft da haste Recht, das geht natürlich immer nur ein paar KB hin und her zu drücken. Aber selbst hier: Ich arbeite beruflich häufiger mit xlsx, pdf(a), mdb usw Dateien die ebenfalls sehr groß werden können (50 MB-Excel-Dateien oder 2 GB große Access-Datenbanken sind keine Seltenheit). Da geht auch wieder wenig mit der Cloud.
Aber zumindest beruflich ist das auch kein Thema - ein Microsoft-Vertreter der vor etwa nem halben Jahr da war wollte mit Gewalt seine Office365er Cloudlösung fürs Unternehmen verkaufen (so Größenordnung 2000 Lizenzen). Die Antwort des leitenden IT-Menschen war "Bevor wir unsere Daten in eine Cloud laden stellen wir alles auf OpenOffice um wenn Microsoft keine Lösung ohne Cloud mehr anbieten kann".
So viele Vorteile eine Cloud vielleicht haben mag - Firmeneigenes Know-How auf einem Server zu langern der nicht auf dem Werksgelände steht und eine Anbindung nach außen hat ist ein No-Go.
Office-Anwendungen waren nur ein Beispiel um zu verdeutlichen wie eine Cloudanwendung aussehen könnte. Bei Cloudanwendungen geht es darum, dass die Anwendung und die Infrastruktur in der Cloud, bzw. im Rechnzentrum, des Anbieters liegt. Die Infrastruktur kann quasi per Knopfdruck sofort aufgerüstet werden, wenn mehr Arbeitsspeicher bzw. allgemein mehr Leistung benötigt wird. Bei Cloudanwendungen geht es darum, dass die eigene Infrastruktur, dazu gehört auch die Bandbreite, möglichst wenig belastet wird.
Deine 50 MB-Excel-Dateien, genauso wie die 2 GB Access-Datenbanken sind kein Problem. Die Daten und die Dateien sind in der Cloud, also in einem Rechenzentrum, und müssen überhaupt nicht übers Internet übertragen werden. Der Zugriff erfolgt über eine App, bzw. Anwendung, die Zugriff auf die Cloud hat. Innerhalb eines Rechenzentrums sollten solche Dateien auch kein Problem sein, weil meiner Meinung nach moderne Rechenzentren Gigabit-Netzwerke verwenden.
Die Sache mit den Daten in der Cloud lässt sich auch lösen. Die Daten lassen sich ohne Probleme so verschlüsseln, dass nur die Firma Zugriff auf die Daten hat.
Da braucht man aber auch keine Cloud für. Das geht auch auf einem normalen PC mit MS oder Libre Office.
Jupp aber nur auf einem Rechner gleichzeitig und nicht über Rechner, Tablets und Smartphones übergreifend. Damit du übergreifend auf deine Daten von überall zugreifen kannst, brauchst du so etwas wie eine Cloud-Lösung. Ansonsten siehe Beschreibung von Cloudanwendungen oben.