Windows 10 - HW-Bindung nun ja oder nein?

Zusammenfassend sind die Antworten also wie folgt:
Ja, der generische Key bringt dir gar nichts und ja, deine Upgrade-Lizenz ist an deine Hardware gebunden.

Ja, du kannst bei der Installation von Win10 v1511 den Win7/8 Produktschlüssel verwenden. Die Aktivierung wird dann erfolgreich sein, sofern sich die für Win10 hinterlegte Hardware-ID nicht geändert hat. Und nein, es ist keine "normale" Windows 10 Lizenz (wenn du mit "normal" = "Retail" meinst), du kannst diese Lizenz nicht auf einen anderen Rechner übertragen, verschenken oder weiter verkaufen.

Die Aussage ist so nur zum Teil richtig, dies wurde auch von MS bereits bestätigt.
Denn die globale Vorgehensweise ist wie oben erwähnt, doch eine Hardwarebindung von Software ist in Deutschland grundsätzlich nicht zulässig, dies hat zur Folge das in Deutschland rechtlich kein Unterschied zwischen einer OEM und einer RETAIL Version besteht. Daher dürfen in Deutschland überhaupt OEM bzw. SB Lizenzen ohne Hardware verkauft werden. Microsoft hat bereits bestätigt, das für deutsche Kunden eine telefonische Aktivierung auch bei einem "eigentlich" hardwargebundenen Update auf einem neuen System möglich ist.

Microsoft hat also offenbar kein Interesse daran erneut ein Gerichtsverfahren bezüglich Softwarebindung zu verlieren. Das lohnt sich für die auf dem kleinen deutschen Markt einfach nicht, du wirst also dein Betriebssystem telefonisch aktivieren können, lediglich die automatische Aktivierung bzw. die selbständige Aktivierung über den Server ist nach einem Hardwarewechsel nicht mehr möglich.

Steht sogar in der EULA:
https://www.microsoft.com/en-us/Useterms/Retail/Windows/10/UseTerms_Retail_Windows_10_English.htm

Punkt 4 ist der interessante.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na das klingt doch ganz gut für mich :)

Wenn bei mir alles eingetrudelt ist, werde ich eine saubere Neuinstallation mit meinem Windows 8 Key versuchen.
@Prozessorarchitektur, wieso ist eine Neuinstallation mit neuem Windows 10 "sauberer" wie eine Neuinstallation mit Windows 10 von einem Media Creation tool? Oder meintest du den Vergleich nur in Bezug auf ein Update?

Windows 10 nach Hardwarewechsel neu (clean) installieren | Deskmodder.de In dem Bericht wird ja beschrieben, dass zu erst ein Bios-Update über LAN gezogen wird. Das habe ich noch nie gemacht, muss ich dazu irgend etwas vorbereiten? Sollte mit jedem normalen Router gehen?

Es sollte ja kein Problem sein alles zu installieren, ohne Produktaktivierung und den alten PC weiter parallel nutzen zu können. Und erst wenn alles fertig ist könnte ich versuchen den windows 8 key zur Aktivierung zu benutzen. Wird dann automatisch das Windows am alten PC "gesperrt"?

Sorry für OT, aber gibt es bei Office auch eine Möglichkeit sich die Installationsdateien als ISO zu brennen oder auf einen Stick zu ziehen, wie mit Windows 10? Ich habe Office 2013 durch ein Upgrade von Office University 2010 auf zwei Geräten installiert. Würde gerne zur Neuinstallation die für die Installation notwendigen Downloads auf den gleichen Stick speichern, auf dem ich das Windows 10 Abbild speichere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder, der nicht an den rechtlichen Aspekten interessiert ist, sondern nur daran was praktisch funktioniert kann den nachfolgenden Spoiler-Absatz überspringen ;)

Die Aussage ist so nur zum Teil richtig, dies wurde auch von MS bereits bestätigt.
Denn die globale Vorgehensweise ist wie oben erwähnt, doch eine Hardwarebindung von Software ist in Deutschland grundsätzlich nicht zulässig, dies hat zur Folge das in Deutschland rechtlich kein Unterschied zwischen einer OEM und einer RETAIL Version besteht.
Ich bezog mich ausschließlich auf die aktuell von Microsoft angebotene kostenlose Upgrade-Lizenz von Windows 10 (nicht auf OEM oder Retail Versionen). Für diese ist eine Hardwarebindung rechtlich zulässig, ins Besondere auch, da sie nicht verkauft wird und mit dem Upgrade die alte Lizenz für das vorherige Windows nicht ungültig wird. D.h. selbst wenn die Windows 10 Lizenz durch einen Hardwarewechsel nicht mehr nutzbar wird, kann man das alte Windows auch auf geänderter Hardware wieder installieren und aktivieren. Ein Weiterverkauf der alten Win7/8 Lizenz ist möglich, die kostenlose Upgrade-Lizenz von Windows 10 kann man dagegen nicht weiterverkaufen.

Dass eine Hardwarebindung von Software grundsätzlich unzulässig ist stimmt nicht. Ich vermute du beziehst dich auf das BGH Urteil vom 06.07.2000 (Az. I ZR 244/1997) oder bspw. das vom LG Düsseldorf (Urteil vom 26.11.2008, Az. 12 O 431/08). Dabei geht es immer um den Weiterverkauf/Vertrieb von Software, ins Besondere von OEM-Versionen. Zudem ist hier entscheidend wie vom BGH ausgeführt, wie die Software erstmalig in den Verkehr gebracht wurde.

Für jedwede gekaufte Windows 10 Lizenz gilt aber das, was du (und ich selbst im Absatz "Retail", gemeint war hier "Retail + OEM") beschrieben hast. Aktuell gibt es gar keine Windows 10 Upgrade-Lizenz zum Kauf, wie das nach Ende der kostenlosen Upgrade-Phase aussehen wird, wird sich dann zeigen.

Microsoft verwirrt hier alle durch widersprüchliche Aussagen. In der Tat gibt es die nachfolgende Passage in den Nutzungsbedingungen (auf die du schon im Englischen hingewiesen hast):
Wenn Sie die Software als eigenständige Software erworben haben oder wenn Sie für eine als eigenständig erworbene Software ein Upgrade durchgeführt haben, sind Sie berechtigt, die Software auf ein anderes Gerät zu übertragen, das Ihnen gehört. Außerdem sind Sie berechtigt, die Software auf ein Gerät zuübertragen, das jemand anderem gehört, wenn (i) Sie der erste lizenzierte Nutzer der Software sind und (ii) der neue Nutzer den Bestimmungen dieses Vertrages zustimmt. Sie sind berechtigt, die Sicherungskopie, deren Anfertigung wir Ihnen gestatten, oder die Medien, auf denen die Software bereitgestellt wurde, zum Übertragen der Software zu verwenden. Jedes Mal, wenn Sie die Software auf ein neues Gerät übertragen, müssen Sie die Software vom vorherigen Gerät entfernen. Sie sind nicht berechtigt, die Software zu übertragen, um Lizenzen auf mehreren Geräten gemeinsam zu verwenden.
Quelle: https://www.microsoft.com/en-us/Useterms/Retail/Windows/10/UseTerms_Retail_Windows_10_German.htm

Allerdings ist unklar, ob diese Bedingungen hier gelten. Man kann die Bedingungen unter https://www.microsoft.com/de-de/useterms abrufen, dort wird gefragt "Wie wird die Software erworben?" und keine der wählbaren Optionen trifft wirklich auf das kostenlose Windows 10 Upgrade zu. Zudem hat Microsoft immer wieder offiziell gesagt, dass die Lizenz "for the supported lifetime of the device" gilt, was natürlich der obigen Passage in gewisser Weise widerspricht.
Microsoft hat bereits bestätigt, das für deutsche Kunden eine telefonische Aktivierung auch bei einem "eigentlich" hardwargebundenen Update auf einem neuen System möglich ist.
Ich vermute du meinst "Upgrade" und nicht "Update". Hast du dafür eine Quelle?
Meine ganz praktischen Erfahrungen sagen nämlich was ganz anderes. Als ich genau das vor knapp 2 Monaten versucht habe, war es nämlich nicht möglich und der Aktivierungs-Support hat mir auch am Telefon bestätigt, dass die kostenlosen Win10 Upgrade-Lizenzen nicht telefonisch aktiviert werden können, im Gegensatz zu Win10 OEM/Retail Lizenzen. Stattdessen sollte ich ein Downgrade durchführen und von dort aus Windows 10 erneut per Upgrade installieren.

Ob sich nach dem Erscheinen von v1511 hier technisch etwas geändert hat und das inzwischen möglich ist, kann ich nicht sagen und ich konnte dazu auch keine offiziellen Infos finden.

Was aktuell noch gehen soll ist, dass man nach der Hardware-Änderung sein altes Windows noch einmal aktiviert (u.U. telefonisch) und von dort aus dann das kostenlose Upgrade auf Win10 durchführt. Dazu kann ich aber nichts genaueres sagen, da ich das selbst noch nicht mit v1511 probiert habe. Selbst wenn das momentan noch geht kann man davon ausgehen, dass spätestens nach Ablauf der kostenlosen Upgradephase dieser Weg nicht mehr geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
In dem Bericht wird ja beschrieben, dass zu erst ein Bios-Update über LAN gezogen wird. Das habe ich noch nie gemacht, muss ich dazu irgend etwas vorbereiten? Sollte mit jedem normalen Router gehen?
Das ist nicht Spezielles und den Schritt kannst du auch auslassen. Generell empfiehlt es sich vor einer OS-Installation ein BIOS-Update durchzuführen und die wichtigsten BIOS-Einstellungen vorzunehmen. Einige BIOS-Einstellungen (RAID-Modus, UEFI Boot etc.) kannst/solltest du im Nachhinein nicht ändern, da sie dazu führen können, dass dein installiertes OS nach einer Änderung nicht mehr startet.
Die meisten modernen Boards unterstützen direkt ein BIOS-Update über das Internet aus dem BIOS-Setup heraus statt bspw. per USB-Stick. Eine spezielle Anforderung an den Router gibt es hier bei dem Internet-Update normalerweise nicht.

Es sollte ja kein Problem sein alles zu installieren, ohne Produktaktivierung und den alten PC weiter parallel nutzen zu können. Und erst wenn alles fertig ist könnte ich versuchen den windows 8 key zur Aktivierung zu benutzen. Wird dann automatisch das Windows am alten PC "gesperrt"?
Unwahrscheinlich (aber möglich), dass Microsoft direkt die Aktivierung deines Windows 8 sperrt. Das bedeutet aber in keinem Fall, dass dein PC "gesperrt" wird, im schlimmsten Fall solltest du nur ein nicht aktiviertes Windows haben, das 30 Tage normal verwendbar ist.
 
@Mueller1: Mit dem neuen Update kannst du direkt über das MediaCreationTool dir ein Windows10-Boot-Medium erstellen und bei der Aktivierung deinen alten Windows 7/8-Key eingeben. Soviel zum praktischen.

Meinen Erfahrungen nach kann man auch über eine Lizenz zwei Windows aktiviert haben, praktisch funktioniert das zumindest.
 
@Mueller1: Mit dem neuen Update kannst du direkt über das MediaCreationTool dir ein Windows10-Boot-Medium erstellen und bei der Aktivierung deinen alten Windows 7/8-Key eingeben. Soviel zum praktischen.
Hier ging es um die telefonische Aktivierung einer Windows 10 Upgrade-Lizenz. Dass seit v1511 eine Online-Aktivierung von Win10 mit Win7/8 Keys möglich ist, ist mir bekannt (siehe Beitrag auf Seite 2).
 
...Generell empfiehlt es sich vor einer OS-Installation ein BIOS-Update durchzuführen und die wichtigsten BIOS-Einstellungen vorzunehmen. Einige BIOS-Einstellungen (RAID-Modus, UEFI Boot etc.) kannst/solltest du im Nachhinein nicht ändern, da sie dazu führen können, dass dein installiertes OS nach einer Änderung nicht mehr startet.
Die meisten modernen Boards unterstützen direkt ein BIOS-Update über das Internet aus dem BIOS-Setup heraus statt bspw. per USB-Stick.

Danke für die Hinweise, aber Stand jetzt würde ich mit meinem beschränkten Computerwissen erstmal nichts im Bios einstellen. Bevor ich weiß, was unter Raid-Modus einzustellen ist, sollte ich wissen was das ist^^

Hat einer der "alten Hasen" einen Link für mich, damit ich mich einlesen kann? Hilfe zur Selbsthilfe und so... ? Googeln wäre auch eine Alternative, aber falls jemand nen Hinweis im Petto hat, müsste ich vermutlich für einen ähnlichen Wissenstransfer zwei Tage lang googeln
 
Hier ging es um die telefonische Aktivierung einer Windows 10 Upgrade-Lizenz. Dass seit v1511 eine Online-Aktivierung von Win10 mit Win7/8 Keys möglich ist, ist mir bekannt (siehe Beitrag auf Seite 2).

Wieso eine telefonische Aktivierung? Tut mir leid, wenn ich das nicht mitgekriegt habe.

@tobi_tight: In den meisten Fällen braucht es kein BIOS-Update, im ungünstigen Fall kann man sich mit einem fehlgeschlagenen BIOS-Update das ganze MB zerschiessen. Ich selber habe auch noch kein BIOS geflasht, läuft trotzdem alles.
 
Okay, vermutlich mache ich mir mal wieder auf Grund der Vorfreude zu viel Gedanken um Nichtigkeiten.

Aber toll diese Momente der Euphorie, wenn man etwas gekauft hat, erwartet dass alles super wird und dann... Ich sehe mich schon die neue Kiste aus dem Fenster werfen^^
 
Zurück