Von der Crowdstrike Website:
62 minutes could bring your business down
Jetzt können sie noch dazu schreiben:
We can do so with a single Update
Die Kommentare in diversen Medien dazu sind sehr unterhaltsam. Am Häufigsten ist wohl "Mein Arbeitsrechner funktioniert leider noch". Gut find ich auch die ganzen IT Leute im Urlaub.
Wahnsinn welche Masse an Unternehmen auf solche Security Kasper Firmen vertrauen.
Wenn die nur einen Funken Anstand haben, wickeln sie diese Landplage an Firma schnellstens ab.
Zertifizierungswahn lässt grüßen.
Kam grad in den Nachrichten bzgl. Chaos an den Flughäfen Frankfurt und BER
Auch Wien. In den USA haben sie anscheinend schon vorsorglich einen Großteil der Flüge gecancelt.
Da es die Clients ja komplett zerrissen hat, sind wohl mehr die Vor-Ort-Techniker gefragt.
Wenn die Geräte alle in einem BSOD hängen, kann man es ja auch in vielen Fällen nicht aus der Ferne beheben.
Hängt eher vom Setup ab. Bei Netzwerkboot bzw. VDI sollte man es je nach Infrastruktur hoffentlich mit entsprechendem Script oder einem Rollback hinbekommen.
CrowdStrike ist schon ein renommiertes Unternehmen für Cybersicherheit. Als "Kasper Firma" würde ich die nicht generell bezeichnen. Gut, überzeugt von dem Produkt bin ich jetzt auch nicht, diesen Fehler mal ganz außen vorgelassen.
Sagen wir lieber mal "bekanntes" Unternehmen. So wie Cisco für Netzwerkprodukte bekannt ist (und in entsprechenden Kreisen eben für hart kodierte Hintertüren

).
Keinem Unternehmen mit einer ansatzmäßig funktionierenden CI/CD Pipeline würde so etwas unterlaufen. Das ist Softwareklitschen-Niveau. Das sollte an mind. 4 verschiedenen Stellen aufgefallen sein, bevor man sowas weltweit ausrollt.
Man hätte vielleicht erwähnen können, wer oder was Crowdstrike ist und ob das irgendwie standardmäßig bei Win 10 installiert/aktualisiert wird oder ob man dafür spezielle Software installiert haben muss.
Das sollte wenn dann nur Unternehmen betreffen.
Welches große Unternehmen hat nicht schon mal im großen Stil Mist gebaut? Wenn man die alle abgesägt hätte, hätten wir heute Weltweit keine Industrie.
Falsch, genau diese Argumentationsweise ist die Grundursache für solche Vorfälle.
Qualitätssicherung und Sicherheit rechnen sich einfach nicht, wenn die ganzen Kunden weiterhin Softwaremüll kaufen weil "kann ja jedem passieren".
Es zahlt sich mehr aus das Geld in mit heißer Nadel gestickten Neukram wie AI und einhergehendes Marketing zu stecken statt Qualitätssicherung und Sicherheit. Denn die Entscheidungsträger in der IT-Beschaffung sind selten die mit Ahnung.
Wenn wir große Unternehmen bei Vorfällen solcher Art in der Vergangenheit immer abgesägt hätten würden halt nur die überbleiben, die Wert auf Qualität legen.
Für die Kunden ist es natürlich günstiger, sich darum nicht kümmern zu müssen.
Und man ist halt immer, wenn alles gut geht, top-aktuell geschützt. Wenn du erst einmal Tagelange die Updates vor dem Ausrollen prüfst, ist es bei Sicherheitslücken ggf. schon zu spät!
Du musst dich ja trotzdem darum kümmern. Entweder mit deinem eigenen SOC oder einem externen MDR.
Hatte mal einen IR-Fall wo die Firma ein entsprechendes Produkt hatte, das hat sogar einen Alarm getriggert, aber da hat sich 2 Monate lang keiner darum gekümmert. Mit dem Ergebnis, dass sie dann die komplette IT-Infrastruktur von Grund auf neu machen durften.
Aber wie
@Mowsel richtig sagt geht es in den meisten Unternehmen gerade bei solchen Produkten nur darum, den eigenen Ar*** abzusichern, nicht um Sicherheit. Die ganzen NIST und ISO Zertifizierungen schlagen in die selbe Kerbe.