Win 8.1 + SSD: Frage zu Pre- und SuperFetch

metalstore

Software-Overclocker(in)
Guten Abend alle zusammen,
da ich mir eine SSD eingebaut habe und an mehreren Stellen (sowohl Internet als auch Print) gelesen habe, dass man Pre- und SuperFetch ausschalten (deren DWORD in der registry auf 0 stellen) soll.
Das wollte ich auch machen, nur ist mir dabei aufgefallen, das die beiden DWORDs auf 3 stehen.
Da diese jedoch eigentlich nur zwei Werte (EIN und AUS) annehmen können, wurde ich etwas stutzig, da dies dann normalerweise als 0 und 1 und nicht als 0 und 3 angezeigt wird.

Meine Frage nun: kann ich die beiden DWORDS einfach auf 0 abändern (und falls ich Pre- und SuperFetch wieder aktivieren will auf 3 abändern), oder gibt es (noch) irgendwas anderes zu beachten.

Gruß
metalstore
 
Du machst dich selbst meschugge, vergiss diese komischen Optimierungseinstellungen, benutze eine SSD wie eine HDD.
Alles was man bei SSD's beachten sollte, ist das AHCI im BIOS eingestellt ist, und das die SSD am schnellsten Port angeschlossen wurde (Sata3).
Der Rest ist großenteils mumpitz, wenn man sie nicht gerade primär für professionelle Anwendungen benutzt, diese Guides sind so ziemlich überholt oder zumindest übertrieben.
Ich habe schon zig SSD's gekauft (~12 glaube ich), die alle noch verwendet werden und wie ne Eins laufen, ohne diesen ganzen Quatsch einzustellen, was dies einem sagt bleibt jedem selbst überlassen.
 
Ok, danke :daumen:
AHCI ist schon eingestellt gewesen, wo kann ich sehen, ob die SSD mit SATA III angeschlossen ist (die HDD die vorher drin war (die selbe wie meine D-Platte) war ne SATA II-HDD)
 
Entweder mit dem Handbuch vom Mainboard da schaust du dann nach welcher Port Sata 3 ist oder über CrystalDiskInfo :daumen: Da schaust du dann auf Übertragungsmodus
 
CrystalDiskInfo zeigt mir an, dass sowohl die SSD als auch die HDD mit SATA II angebunden sind, die SSD allerdings auch SATA III beherrscht (welch Wunder :P )
 
Dieser ganze Optimierungs"mist" rührt daher, weil da für eine SSD überflüssige Schreibzugriffe produziert werden. Während das bei der Indexierung vielleicht ja noch sinnvoll ist, braucht man sowas wie Prefetch und Superfetch bei einer SSD wegen der Flash-Technik und den extrem hohen Geschwindigkeiten schlicht nicht - und kann Schreibzugriffe sparen.

Und bei den mittlerweile "hochempfindlichen" SSDs mit TLC- oder 19nm-MLC-Speicher würde ich nicht unnötig Schreiben lassen - theoretisch 1000 Schreibzugriffe pro Zelle bei TLC-Speicher...
Wobei es am meisten was bringen dürfte wenn man die Auslagerungsdatei auf ne HDD verschiebt oder je nach RAM-Menge ausschaltet (als ich noch 16GB RAM hatte hab ich das auch gemacht - und welch Wunder, ich hatte keine einzige Anwendung oder kein einziges Spiel was die Auslagerungsdatei gebraucht hat...).
 
Meine Behauptung basiert zugegebenerweise hauptsächlich auf Theorie.

Praktisch kann ich sagen, dass ich in den ersten 16 Monaten (1 1/4 Jahr) meine SSD830 die rein als OS-Disk genutzt wurde mit etwa 2 - 2,5TB an Daten beschrieben hatte.
Die letzten 8 Monate die ich die SSD hatte hab ich mich um die Optimierung auch nicht mehr gekümmert - und bin (mit auf der SSD liegenden Auslagerungsdatei) zum Schluss auf etwa 9,37TB an Daten gekommen. :D

Wie du siehst, hab ich die SSD somit DEUTLICH schneller abgenutzt und so auch deutlich schneller auf ihr theoretischen Ende hingearbeitet. Und da SSDs dank der Tatsache, dass (aus Kostengründen...) immer mehr Bits in eine Zelle gespeichert werden und die Fertigungsstrukturen immer kleiner werden (bei TLC-Speicher wird gerade von 1000 Schreibzugriffen pro Zelle geredet, bei MLC-Speicher sinds immerhin 3000...), weniger Schreibzugriffe aushalten würde ich meine SSD möglichst gut behandeln - für praxistaugliche Aussagen fehlen da leider noch die Langzeiterfahrungen.
 
Hm OK
Da DeltaSigmaLambda scheinbar schon Langzeiterfahrung damit gemacht hat, glaub ich ihm mal und lasse Pre- und SuperFetch fürs erste aktiviert :)
Sollte jemand in der Praxis damit negative Erfahrungen gemacht haben oder sonst was da gegen einzuwenden haben, so möge er/sie es doch bitte sagen :hail: :)
 
Na, da gibt es einen Dauerschreibtest von SSDs aus dem Zeitalter Samsung SSD830/Crucical m4 aufxtremesystems, nur leider ist deren Datenbank gerade am umziehen.

Falls du magst kannst du nachher ja mal vorbeigucken, hier ist der laut Google zu finden:

XtremeSystems Forums

Ich kann dir soviel verraten, letztlich kommt es auf die Qualität des Speichers und den Controller bzw. dessen Firmware(-anpassungen) an.
Während eine SanDisk-SSD schon nach wenigen Schreibzyklen verreckt ist, hat eine gleichgroße Crucial-SSD immernoch fröhlich weitergeschrieben. :D
 
Introducing the SSD Endurance Experiment - The Tech Report - Page 5
Hardware.Info tests lifespan of Samsung SSD 840 250GB TLC SSD [Updated with final conclusion] - Final update (20-6-2013) | Hardware.Info United States

Da ich mir selber eine SSD kaufen will, hab ich mich mal darüber schlau gemacht, und bin zufällig auf die beiden obigen Langzeittests gestoßen.
Fazit bei beiden: Lebensdauer ist auch bei TLC SSD absolut kein Thema. Die Samsung 840 hat mit ihren TLCs in beiden Fällen weit über 3000 Schreibzugriffe überlebt und ist beides mal erst bei deutlich über 800TB writes abgeraucht.

800TB dürfte für den Durchschnittsverbraucher wohl einigermaßen ausreichend sein...
 
Diese ganzen Optimierungen stammen hauptsächlich von den anfangszeiten von SSD's, wo der platz noch extrem gering und die Technik (Hard und Software-seitig) noch instabil bzw relativ neu war, und man sich mit Betriebssystemen wie XP oder Vista herum prügeln hat müssen, die entweder gar nicht oder nur rudimentär auf SSD's eingestellt bzw darauf vorbereitet waren.
 
Zurück